Forum: Politik
EU feiert Macrons Sieg: Jetzt nicht nachlassen
AP

Österreich, Niederlande - und jetzt Frankreich, 3:0 für Europa. So feiern viele in Brüssel den Erstrundenerfolg von Emmanuel Macron. Doch bei allem Jubel: Wer sich jetzt entspannt, geht ein hohes Risiko ein.

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magic88wand 24.04.2017, 14:57
1. Jubel schwer nachzuvollziehen

Über 43% der Franzosen haben radikale Kandidaten gewählt. Das ist nicht wirklich ein Grund zum Jubeln.

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fusselsieb 24.04.2017, 15:01
2. Politik für die Menschen

Einerseits wählen viele Menschen nach Gesicht, Sympathie und Gewohnheit statt nach Politikthemen.

Andererseits versucht die Politik die Menschen zu ändern, die Identität zu nehmen und zu entwurzeln statt Politik für die Menschen zu machen.

Der Trend spricht gegen Europa, da können die Europamacher noch so sehr feiern. Wenn die nicht den Hintern hoch kriegen und Politik für das Volk machen, dann wird über kurz oder lang die Rechte siegen.

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MKAchter 24.04.2017, 15:03
3. Zeichen

Man sehe sich einfach mal an, welche Zahlen die "rechten" bzw. z.T. auch nur rechtskonservativen Parteien in letzter Zeit geholt haben... auch wenn sie die Posten von Präsidenten oder Regierungschefs knapp verfehlt haben.

Da ist für "Entspannung des Establishments" wahrlich kein Platz.

Viel eher sollte man sich Gedanken machen, warum eine zunehmende Zahl von Wählern so wählt, wie sie es tun.

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norgejenta 24.04.2017, 15:03
4. das spiel ist noch nicht vorbei

Ich weiss jetzt nicht was es da zu feiern gibt. wir haben das jahr 2017. Ergebnisse.. Österreich: Bundespräsiwahl knapp die Mehrheit für van der bellen.
Niederlande : 21 Prozent Rutte , 13 Prozent Wilders.
Frankreich: steht wohl noch nicht ganz fest, aber wohl Macron. das heisst erst mal.. alles ruhig das schiff fährt weiter, wir brauchen nichts ändern. Und es wird sich auch nichts ändern. Was auch? Kein Politiker zeichnet sich aus durch "Hier" schreien, wenn es darum geht Europa (von mir aus EU) weiter zu bringen. Auch für die Franzosen kommt zu aller erst Frankreich.. wir Deutsche vergessen das gerne, weil wir die einzigen sind , die ihr Land gar nicht schnell genug abschaffen wollen...
Mal sehen wie die Wahlen in den Zwanziger Jahren ausfallen..

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josho 24.04.2017, 15:06
5. Alle genannten Erfolge....

....sind keineswegs Belohnungen für gute Europapolitik, sondern der letzte Vorschuss für Brüssel und vor allem die Hauptstädte, endlich zu liefern in Sachen Europa, was Flüchtlingspolitik, Steuerflucht, Kriminalitäts-Bekämpfung, Verteidigung, Jugendarbeitslosigkeit usw. (die Liste ist fast endlos) anbetrifft. Die viel gepriesenen offenen Grenzen mögen für die Wirtschaft gut sein, beim Otto Normalverbraucher ziehen sie nicht, weil er zum einen nicht das Geld, zum anderen auch nicht die Sprachkenntnisse und überhaupt das Verständnis hat, vom Nordkap bis nach Sizilien reisen zu wollen. Europa ist so bürgerfern wie noch nie und die Geduld bei den Betroffenen ist zu Ende. Leichtes Spiel für Le Pen und Konsorten.

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rainerseiferth 24.04.2017, 15:08
6. Stimmt, die Sache ist noch nicht gelaufen

Nicht nur deshalb, weil Macron erst noch gewählt werden muss und weil im Juni Parlamentswahlen anstehen, die im schlimmsten Fall Macron zu einer lahmen Ente machen können. Der Bau und der Ausbau und der Umbau und die laufenden Renovierungen des Europäischen Hauses können nie als "gelaufen" gelten. Europa ist eine Dauerbaustelle, und das ist auch gut so. "Wir haben fertig" wäre eine fatale Einstellung.

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K:F 24.04.2017, 15:09
7. 2005 hat Merkel auch Reformen angekündigt

Im Wahlkampf 2005 hat Merkel auch Reformen angekündigt. Als Merkel dann mit knapper Mehrheit BK wurde, hat sie ganz schnell die Reformen im tiefsten Meckpomm vergraben. Merkel hat verstanden, das Reformen weh tun und Machtverlust bedeutet. So wird es auch Macron ergehen. Wenn er Präse wird, dann wohl knapp. Jeder versteht unter Reformen immer etwas anders. Die EU Eliten verstehen darunter, frei Märkte, Einschränkung von Arbeitnehmerrechte und Verringerung des Lohnniveaus. Reiche vverstehen unter Reformen, reicher zu werden, was bedeutet, keine Steuern zu bezahlen. Gewerkschaften verstehen darunter, max erkämfte Rechte zu sichern und auszubauen. Arbeitslose verstehen darunter, von Arbeit leben zu können.

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moistvonlipwik 24.04.2017, 15:13
8.

Zitat von fusselsieb
Andererseits versucht die Politik die Menschen zu ändern, die Identität zu nehmen und zu entwurzeln statt Politik für die Menschen zu machen.
Blödsinn wird auch durch Wiederholung nicht wahr. Die Identität kann man gar nicht "nehmen".

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TheoJetzke 24.04.2017, 15:14
9. Entspannen

Nachlassen hat doch sicher auch damit zu tun, dass mensch sich irgendwann angestrengt hat. Was machen die Schreiber*Innen auf dieser Seite eigentlich? Sich anstrengen? Vielleicht ist es das.
Für mich ist es eher .... , die mensch deshalb liest, weil der Spiegel zu Großvaters Zeiten mal eine lesenswerte Postille war.
Menschen, wie die, die hier schreiben, sorgen doch entscheidend mit dafür, dass die selbst ernannten Eliten mitsamt den etbalierten Parteien nur noch sich selbst auf die Schenkel klopfen: Früher erlebt mensch so etwas auf Feuerwehrfesten, heute in Kolumnen und Fernsehkommentaren.

Nicht jeder überzeugte Nicht-Wähler ist arm und ungebildet, es sei den Bildung wird auf die dünnen Bretter der Germanisten und Politologen beschränkt. Leider unterstütze ich mit meinem Verhalten auch extreme Positionen: Dort wo ich früher sagte, wählt doch Grüne oder SPD - diese sind das kleinere Übel - mache ich dieses heute nicht mehr. Sicher gibt es noch schlimmere Übel als Steinmeier, Roth, Gabriel und ..., aber es ist schon schwierig diese zu finden.

Nicht jeder der gegen das ist, was Menschen als Europa bezeichnen, ist Rassist. Wenn Typen wie Schulz und Juncker für Europa stehen, muss es nicht menschenverachtenden Menschen schwer fallen, für Europa zu sein.
Nehmt Euch an Beispiel an Sybille Berg: Geht in die Realität. Zumindest schreibt über Menschen, die in die Realität gehen. Wenn das auch nicht geht: Schreibt über Menschen, die schon mal von Menschen gehört haben, die darüber gelesen haben, dass es Menschen gibt, die in der Realität leben. Nur das schöne Café im Kietz nicht aus dem Auge verlieren.

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