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EU-Flüchtlingspolitik: Das kalte Herz der Union
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Die neuen EU-Pläne zur Flüchtlingspolitik sind die Erfüllung rechtspopulistischer Träume. Aber lieber macht Angela Merkel Europa dicht als ihre eigene Regierung.

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_unwissender 29.06.2018, 17:44
110. Das sind sie, die gemeinsamen Werte ...

Zitat von crixus
Empathie Scheint nicht mehr Modern zusein. Wir richten lieber Lager in Afrika ein,außen Augen außen Sinn. So sieht die Problem Lösung Europas aus. Kein Wort über Flucht Ursachen Bekämpfung,würden wohl auch die Geschäfte Stören.
Ein paar rechte Schreihälse reichen aus?
Nein, die Ablehnung der Anderen ist latent. Vor den Flüchtlingen waren es die Türken, davor die (Ex-)Jugoslawen und noch davor die Saupreußen und davor die Flüchtlinge aus dem Sudetenland.
Bayern hat schon immer eine große Pflege auf Fremdenfeindlichkeit gelegt.
Seit die Republik in Bayern kaputt geschossen wurde, hat ein anderer Menschenschlag die Oberhand gewonnen.

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kajoter 29.06.2018, 17:46
111. Widerspruch

Die CSU ist nicht das kalte Herz der CDU, sie ist vielmehr ein Wurmfortsatz.
Ich als Norddeutscher empfinde diese Regionalpartei allmählich als lästig und überflüssig, unabhängig vom Subjekt der strittigen Debatte. Das Konstrukt der Schwesterparteien konnte nur so lange vernünftig sein, wie die CSU eine Art von bayerisches Kolorit pflegt und vertritt. Nun aber nimmt diese Minipartei eine gesamte Regierung in Geiselhaft, nachdem sie sich bereits vorher des öfteren mit bindespolitischem Unfug profilieren konnte. Es reicht.
Der CDU möchte ich empfehlen, nach Bayern zu gehen und dieser sowieso fragwürdigen, jahrzehntelangen Dominanz ein Ende zu machen.

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paulz+ 29.06.2018, 17:49
112.

Klar: Die Fremden ins Getto zu sperren, hat schon immer kaputte Gesellschaften geheilt, weiß man ja (Achtung, Sarkasmus!). Ich bin Europa-Fan aus Geschichtskenntnis: Die EU ist eine Ansammlung von Zwergstaaten, die ihre technologische Überlegenheit rasend schnell einbüßen, was übersetzt so viel heißt wie: Todgeweiht. Nur gemeinsam sind sie stark genug, um die Rückkehr zur grausigen geschichtlichen Normalität zu überleben, die wir gerade um uns sehen. Als Kind wurde ich Europa-Fan, weil mir diese Blaue-Uhr-Fahne so gefiel, und ich glaube, mehr ist davon nicht geblieben. Probleme zu übertünchen statt zu lösen, überladet das Kamel damit, bis die Geschichte ein Strohhalm fallen lässt. Und das würde dann sowieso heißen, dass wir Glück hatten, und ihr die Bomben ausgegangen sind. Ich sehe, dass sich dem Staats-Nationalismus allenfalls ein EU-Nationalismus entgegenstellt, der genauso korrupt, unfähig und verheuchelt ist, und plane schon mal die eigene Flucht. Ich hoffe, die Staaten, die verzweifelte Europäer aufnehmen werden, sind barmherziger als wir.

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PeterMayer 29.06.2018, 17:49
113. Frage der Quantität

Zitat von gantenbein3
Nur dumm, dass die Menschen trotzdem kommen. Und jetzt? Im Mittelmeer ertrinken lassen? Oder sie mit Frontex in libysche Folterlager verfrachten? Und diejenigen, die es trotz alldem bis an die deutsche Grenze schaffen rigoros zurückschicken, damit Seehofer sein Erfolgserlebnis hat? Suchen Sie sich etwas aus, werter Mitforist, Asylrecht hin oder her.
Natürlich werden Menschen trotzdem kommen.
Es ist aber eine Frage der Quantität, also: wie viele kommen denn noch, wenn die Chancen auf (dauerhaften) Aufenthalt in Deutschland/Europa deutlich geringer sind?
Ich habe nie verstanden, wenn behauptet wurde, Immigration könne man nicht verhindern (wie das Merkel in dem berühmenten TV-Interview im Jahr 2015 getan hat). Natürlich kann man das nicht zu 100% -- aber eben bspw. zu 95%, wie das seit 2018 im Vergleich zu 2015 geschehen ist.

Gleichzeitig ist das "rigorose Zuückschicken" bzw. "Nicht-Einreisen-Lassen" das effektivste Programm gegen das Ertrinken im Mittelmeer, die Menschen in Folter-Knästen in Libyen, die Verhungerten/Verdursteten in der Sahara und die kriminellen Schlepper . Denn wieder gilt: wenn ich weiß, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht lohnen wird, werde ich mich nicht auf die gefährliche Reise begeben und Schleppern Geld dafür zahlen, dass ich mich in überfüllte Schlauchboote setzen.
Leider ist es offenbar genau so trivial und brutal, wie es klingt.

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billhic 29.06.2018, 17:50
114. Nach seiner Größe beurteilst du Afrika, tust du das?

Zitat von n - n
... sollte sich mal einen Globus besorgen und dann die Größe von Afrika betrachten - dazu dann diejenige von europäischen Staaten ! Läßt der Autor eigentlich ein oder besser zwei Migranten in der Dachwohnung seines Hauses wohnen ? Oder ist das nur ein Problem für den allgemeinen Steuerzahler ? Mich würde auch begeistern, wenn SPON mal untersuchen würde, wieviele der afrikanischen Potentaten (unter Nennung der Namen) Millionenkonten in der Schweiz haben und dazu eine Loft in London zwecks Fluchtmöglichkeit.
Aber das solltest du nicht...
Diese afrikanischen Potentaten sind meistens "unsere" Leute, die die destruktiven Freihandelsabkommen aufrechterhalten und durch ihre Herrschaft Haupt-Fluchtursache sind.
Mit anderen Worten, wir sind selber Schuld.
nimm nur dieses Geschäft mit den Hähnchenteilen und dem Milchpulver. Der Steuerzahler subventioniert ihren Export, wodurch dann unser Geflügel und unsere Milch billiger ist, als das regional-afrikanische vor Ort und zerstört damit die dortige Wirtschaft. Daraufhin schicken wir Geld aus Steuermitteln, damit sie unser Zeug auch ohne Einkommen erhalten können, in Form von staatlicher oder kirchlicher Armenspeisung zum Beispiel (unsere Proudkte zu verwenden, ist dann die Bedingung für diee Gelder). Oder kurz: Wir schicken bereits durch Steuergelder verbilligte Produkte, die wir dann selber kaufen und dort verteilen. Kein Wunder, dass in Afrika der Glaube verbreitet ist, wir hätten hier endlos viel Geld. Kommen sie dann her, kümmert sich der Steuerzahler um die Flüchtlinge. Und Als Krönung des Ganzen, muss dieser ironischerweise feststellen, dass die Arbeiter in den Mastbetrieben und Schlachthöfen oft Aufstocker sind, also ebenfalls vom Steuerzahler finanziert werden. Das ist für 99,9% der Deutschen und Afrikaner eine Lose-Lose-Lose-Situation. Aber nur wir hätten die Macht, daran etwas zu ändern. Für Afrika gibt es keine Wahl. Es ist ja nicht so, dass nie jemand versucht hätte, sich diesem System zu entziehen. Aber das Beispiel, das wir an Kenia statuiert haben, hat Wirkung gezeigt.

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_unwissender 29.06.2018, 17:51
115. Gute Frage

Zitat von pascal3er
Kurz gesagt Gefängnisse. Dauert nicht mehr lange, dann schreiben wir wieder "Arbeit macht Frei" über diese neuen "Lager". Warum bekommen diese Menschen nicht die gleichen Rechte wie wir? Mhm, weils keine Deutschen sind, sondern Kanacken richtig? Wiederlich dieser Nazismus, führt in euren Untergang - wisst ihr das nicht?
Nachdem Konzerne wie Ikea nicht mehr die billigen Arbeitskräfte aus der DDR bzw. deren Haftanstalten ausnutzen können, wird eine Alternative gebraucht.
Vielleicht werden die neuen Fußbälle dann nicht von Kindern in Pakistan gemacht sondern von solchen in den Flüchtlingslagern. Denn die sind bestimmt noch billiger.

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Schmidt24 29.06.2018, 17:53
116. Was stellt sich der werte Herr Kuzmany eigentlich vor,

wie Europa in wenigen Jahren aussehen soll, wenn die Grenzen offen bleiben? Ist das aufgesetzte Ignoranz oder aufgesetzte Dummheit oder gibt er sowas nur deshalb von sich, weil er für SPON schreibt? So weltfremd kann ein Erwachsener doch eigentlich nicht sein. Jawohl, Herr Kuzmany - "Hauptsache, die kommen nicht mehr zu uns".

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oceang 29.06.2018, 17:56
117. Wieso überrascht?

Also wenn SPON erst jetzt aufwacht und sich die Augen reibt, weil es sich bei der von ihr immer wieder tatkräftig unterstützen Frau Merkel um eine knallharte Oppotunistin handelt, die einzig und allein in Eigeninteresse handelt irgendwie Kanzlerin zu bleiben (Posten als Selbstzweck), dann weiß ich ehrlich gesagt nicht so recht, was sie die letzten Jahre in ihren Redaktionsstuben so getan haben. Der vin ihnen genannte Vorwurf an Frau Merkel läuft auch ins Leere und ist deshalb nicht überzeugend authentisch , weil sie mit ihrer Berichterstattung die taktischen Spielchen einer Frau Merkel regelmäßig (und wohl bewusst, anders kann ich mir das nicht erklären) unterstüzen. Siehe auch die Artikel zu genau diesem CDU/CSU Thema hier auf SPON. Denn der "Streit" war von Anfang an nichts als taktische Spielerei, um einen Merkelschwenk derart zu verkaufen , dass er einigermaßen glaubwürdig rüberkommt. Dazu musste aber bewusst erstmal ein künstliches Eskalationsszenario her. Ab Montag steht dann Merkel trotz 180 Grad Drehubg wieder ganz fein als DIE konstruktive Lösungsfinderin da, was das Ziel war. Hätten die Leitmedien dieses Spiel im Sinne Merkels nicht mitgemacht, sondern von Anfang an mit Distanz und Nüchternheit betrachtet, würde das etwas anders aussehen. BTW: Was steht eigentlich in den anderen 62 Punkten des Seehofer Papiers, das Merkel ohne Murren abgesegnet hat? Eben!!! Jetzt den großen Merkelkritiker auf SPON zu geben nimmt Ihnen ehrlich gesagt niemand ernsthaft mehr ab.

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M. Michaelis 29.06.2018, 17:57
118.

Wer den Rechtspopulismus in Europa nicht weiter fördern will muss das Thema Flüchtlinge restriktiver behandeln.

Es ist auch kein Rechtpopulismus den Zustrom zu begrenzen und stärker zu kontrollieren. Wie haben schon aufgrund unserer hohen Standards sehr begrenzte Aufnahmekapazitäten und haben noch nicht mal den Zustrom der Vergangenheit abgearbeitet.

Hinzu kommt das sich bei uns Zuwanderung und Asyl vermengen. Asyl ist keine Zuwanderung sondern eine zeitlich befristete spezifische Nothilfe in Bezug auf Verfolgung. Leider wird dieses Instrument sehr häufig missbraucht. Die Suche nach einem besseren Leben und wirtschaftliche Not ist kein Asylgrund.

Kriegsflüchtlinge fallen ebenfalls nicht unter das Asylrecht sondern unter die Genfer Flüchtlingskonvention.

Migration ist etwas völlig anderes. Hier geht es darum dass Menschen einwandern um dort ihren neuen Lebensmittelpunkt zu haben und zu arbeiten. Hierfür braucht man Regeln um auswählen zu können wen man haben will und wen nicht. Der Einwanderer muss diese Krierien erfüllen und bestimmte Vorleistungen erbringen.

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poetnix 29.06.2018, 17:57
119.

Inhumane Abschottung mit Problemverlagerung auf Staaten außerhalb Europas.
Hilfe für notleidende Menschen ?
Fehlanzeige !
Die Abschottung wird auf Staaten deligiert, die sich bisher schon nicht als korekte Partner für ihre eigene Bevölkerung erwiesen haben.
Abstoßend !

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