Forum: Politik
EU-Flüchtlingspolitik: Das kalte Herz der Union
DPA

Die neuen EU-Pläne zur Flüchtlingspolitik sind die Erfüllung rechtspopulistischer Träume. Aber lieber macht Angela Merkel Europa dicht als ihre eigene Regierung.

Seite 15 von 33
simonweber1 29.06.2018, 18:15
140. Und

Zitat von Ezechiel
Der Herr Kuzmany meint das nicht so. Der Artikel wurde nur geschrieben, um wieder mal ein lebhaftes Forum zu haben. Wenn das Flüchtlingsproblem gemäß der christlichen Lehre angegangen würde, müssen wir so viele aufnehmen, bis wir selbst nur noch eine Garnitur Kleidung und eine Isomatte besitzen, und noch 4 qm Wohnraum für uns selbst beanspruchen. Ich denke auch bei Herrn Kuzmany gibt es Grenzen bezüglich der Hilfsbereitschaft. Die darf es nach der christlichen Lehre aber nicht geben. Ich denke, dass Herrn Ks. Gesinnung diesbezüglich, den Ansprüchen seines Artikels nicht genügt.
halten Sie sich an die christliche Lehre: "Verschenke alles was du hast an die Armen usw...."Lassen Sie einfach einmal die christliche Lehre weg. Es ist nicht unmenschlich wenn z.B. Seehofer will, dass diejenigen die hier ein Einreiseverbot haben abgewiesen werden.Es ist auch nicht unmenschlich wenn Flüchtlinge in anderen EU Staaten einen Asylantrag gestellt haben in diesem EU Land bleiben sollen. Im Prinzip kommt jeder Staat irgendwann an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft.Da hilft auch die christliche Lehre nicht weiter.

Beitrag melden
747-LR 29.06.2018, 18:16
141.

Zitat von cruiserxl
...liebe Menschheit grab dich ein und mach den Deckel drauf, wir sind unfähig
Liebe Cuiserin, die Welt, in der sie gut und gerne Leben möchten, unterscheidet sich wahrscheinlich nicht allzu sehr von meiner, in der ich gut und gerne Leben möchte (Allerdings befürchte ich, dass gerade sie dann den Anderen gerne Vorschriften machen würden). Nur diese Welt gibt es weder für lau, für gute Wünsche, und auch nicht für 8 Milliarden auf dieser Welt ...

Beitrag melden
heinzjürgenneu 29.06.2018, 18:17
142.

Zitat von kraijjj
Ich habe mal einen Bericht über die Wüstenroute nach Lybien gesehen. Die meisten der Migranten, die sich für das Auswandern entschieden, schienen eine absolut naive Vorstellung von Europa zu haben. Wohlstand für jedermann, der es dorthin schafft schien die Vorstellung zu sein. Was nun unsere Verantwortung für Afrika betrifft liegt bei uns ja einiges im argen. Unsere hochsubventionierte Agrarindustie, welche ihre Überschüsse u.a. in Afrika ablädt und dort die Bauern brotlos macht. Die Abschottung unseres eigenen Marktes. Die Narrenfreiheit, die wir unseren Konzernen bei der Ausbeutung dieses Kontinents gewähren. Die Liste könnte man noch fortsetzen. Wir tragen hier Schuld an allerlei Übel in Afrika. Nur sehe ich wenig humanes darin jählich mehrere Hunderttausend Menschen von dort in die EU zu holen. Zumindest nicht nach der Devise, das wir die Zähesten aus dem Meer fischen und bei uns Verbleib gewähren. Es lößt weder die Probleme des Kontinents noch hilft es Europa weiter. Menschen die häufig kein Anspruch auf Asyl bekommen (man möge mich korrigieren wenn ich da falsch liege), die aufgrund sprachlicher und anderer Barrieren kaum am erträumten Wohlstand werden teilhaben können, stranden hier und werden auf Jahrzehnte hin alimentiert oder stehen in Konkurrenz zu innereuropäischen Migranten, die sich um einfachste Arbeiten bemühen. Nicht nur das wir vieles vor Ort in Afrika billiger machen könnten, nein es ändert weder etwas an den (von uns verursachten) Problemen noch an den selbstgemachten Problemen des Kontinents. Korruption der Eliten, Stammes-/Clandenken, ein explodierendes Bevölkerungswachstum. Damit will ich kein Abschottung Europas propagieren aber Migration muss sich hier auch am Bedarf des Ziellandes orientieren. Und die eigentlichen Probleme müssen angegangen werden.
"Unsere hochsubventionierte Agrarindustie, welche ihre Überschüsse u.a. in Afrika ablädt und dort die Bauern brotlos macht."
Wo haben Sie sich denn diesen Unfug angelesen?
Sie sollten mal die Exportstatistiken lesen. so was wird von NGO's immer wieder ohne Prüfung behauptet. Moralische Selbsterhöhung duldet keinen Sachverstand

Beitrag melden
Jusoka 29.06.2018, 18:18
143. Asyl für alle. Wer zahlt?

Zitat von catomaior
Auch wenn es der Autor nicht begriffen hat, das Asylrecht dient nicht dem Ziel die Ungerechtigkeit der Welt auszumerzen. Das Asylrecht soll allein denjenigen Menschen helfen, die politisch verfolgt sind. Wer in Not, Armut, oder unter allgemein schlechten Bedingungen sein Leben verbringen muss, der hat keinen Anspruch auf Asyl. Die Anerkennungsquoten zeigen, dass die allermeisten Antragsteller aus persönlich nachvollziehbaren aber nicht asylrelevanten Gründen in das Unionsgebiet einreisen. Wer ein starkes Asylrecht wünscht, der muss konsequent den Missbrauch bekämpfen. Die Einreise von Armutsflüchtlingen in das Unionsgebiet stellt einen offenkundigen Missbrauch dar. Es geht nicht darum, ob "jemand aus Afrika weg will", die humanitären und ethisch moralischen Erwägungen des Autors sind für das Asylrecht irrelevant. Recht richtet sich nicht nach dem Bauchgefühl. Wie üblich, bei juristischen Themen werden bunte Erwägungen angestellt, die nichts mit der Regelung aus dem Grundgesetz zu tun haben.
Ich bin Ihrer Meinung. Nur gibt es nicht wenige gute Menschen mit höchstem moralischem Anspruch, welche anderer Meinung sind. Sie sind dafür, dass arme Menschen aus allen Ländern dieser Welt, ohne Begrenzung zu uns kommen sollten. Wer für die Kosten aufkommt ist diesen Menschen egal. Sie kämpfen für Humanität ohne selber für die Folgen aufzukommen. Wir sind ja so unermesslich reich. Dabei wird ausgeblendet, dass unser Sozialsystem am Boden liegt. Überall wurde in den letzten Jahren gespart. Unser Exportmotor brummt, weil wir ein Heer von Leiharbeitern haben. In der Pflege, in den Krankenhäusern, in der Rente, in der Infrastruktur, überall fehlt Geld. Hier kümmern sich die Humanisten nicht um die Probleme. Wir haben 2000 Milliarden Euro Schulden. Irgendwann steigen die Zinsen wieder. Dann hat Deutschland kein Geld mehr.
Warum schließen sich nicht alle Befürworter des unbegrenzten Zuzugs in unsere Sozialsystem zusammen und kommen mit ihrem gesamten Eigentum für die Migranten auf?
Nur edel und gut sein zu wollen, aber die Mehrheit bezahlen zu lassen, ist scheinheilig.

Beitrag melden
danduin 29.06.2018, 18:20
144. Was kann die Lösung denn sein und was nicht.

Europa kann nicht alle Afrikaner aufnehmen, dann bricht Europa zusammen.
Keiner, auch kein Afrikaner, will in einem zusammen gebrochenen System leben. Das Mittelalter läßt grüßen.
Ich will dies auch meinen Kindern nicht hinterlassen.

Also müssen wir Nation-Building in Nordafrika betreiben. D.h. Aufbau eines funktionierenden politischen und Rechtssystems, Forschungs/Bildungszentren und und und
Es gibt keine sonstige humane, dauerhafte, logische Lösung des Problems.

Beitrag melden
747-LR 29.06.2018, 18:20
145.

Zitat von poetnix
Inhumane Abschottung mit Problemverlagerung auf Staaten außerhalb Europas. Hilfe für notleidende Menschen ? Fehlanzeige ! Die Abschottung wird auf Staaten deligiert, die sich bisher schon nicht als korekte Partner für ihre eigene Bevölkerung erwiesen haben. Abstoßend !
Jetzt müssen sie nur noch verlangen, alle Strassenhunde der Welt aufzunehmen! Dann trete ich PETA bei, ganz bestimmt, und esse nur noch meinen mit Solarstrom aufbereiteten Kot! Und kümmern sie sich um ihre Interpunktion.

Beitrag melden
INGXXL 29.06.2018, 18:21
146. Typische Überschrift von einem Gutmenschen

der die Realität nicht sehen will. Je humaner man mit den Flüchtlingen umgeht umso mehr kommen. Da gilt der Satz von Peter Scholl-Latour Wer alle armen von Kalkutta hereinlässt hat dann Verhältnisse wie dort. Die Muslime bringen ihre Probleme mit nach Europa. Habe gerade das Buch von Münkler über den 30jährigen Krieg gelesen. Die Parallelen zum dem Konflikten in Nahost und Afrika sind offensichtlich. Die Religion spielt eine entscheidende Rolle und sollte nicht unter dem Deckmantel der Religionsreiheit gekehrt werden

Beitrag melden
Soziopathenland 29.06.2018, 18:21
147.

" Aber lieber macht Angela Merkel Europa dicht als ihre eigene Regierung."

Merkel tut das, was sie schon oft getan hat: Sie übernimmt einfach die Position des politischen Gegners und bleibt somit an der Macht. Sie hat schon Positionen von SPD und Grünen übernommen. Diesmal übernimmt sie eben Positionen der AfD.

Ich wette, dass Merkel 2021 ein fünftes Mal gewählt wird.

Beitrag melden
Over_the_Fence 29.06.2018, 18:21
148. Realpolitik

Dem Autor passt die neue Gesamtausrichtung der Politik merkbar nicht.

Aber die Richtung ist nunmehr die der sog. Realpolitik. Vor 3 Jahren war es noch eine Politik der hehren Ideale, aber dies wurde von vielen Menschen in der EU nicht goutiert, und es wurden auf demokratische Weise etliche Regierungen seitdem ausgetauscht. Dem wird nun zwangsläufig Rechnung getragen, denn die deutsche Kanzlerin kann nicht Politik gegen alle machen.

Diese Realpolitik wird von anderen Staaten der dem Westen zuzuordnenden Hemisphäre schon lange betrieben, ohne das es darüber einen Aufschrei gibt. Warum soll sich die EU denn anders verhalten als Kanada, die USA, Australien oder Japan? Wir sind keine besseren Menschen als andere, und bei den meisten hört der Idealismus spätestens dann auf, wenn ein Asylantenheim im Viertel gebaut wird, oder die eigenen Kinder in eine Schule sollen, wo der Migrantenanteil eine bestimmte Toleranzschwelle überschreitet.

Dementsprechend machen ja auch schon - wenig thematisiert - unsere engen Freunde aus Schweden, Dänemark oder Frankreich die Grenzen mehr oder weniger dicht. Es gibt für alles eine Obergrenze, auch wenn manche Politiker gegensätzliches behaupten.

Beitrag melden
kuschl 29.06.2018, 18:22
149. Moralisieren kostet nichts, löst aber auch keine Probleme

Mal wieder ein echter linkslarmoyanter Kunzmany und wie zu erwarten war, ohne den Hauch eines Lösungsansatzes. Der afrikanische Kontinent explodiert in seiner Bevölkerung und es gibt tatsächlich einige Träumer, die moralische Monstranz vor sich hertragend, die meinen, Europa könne dieses Bevölkerungsproblem lösen. Meine beruflichen Aufenthalte in Mali, Niger, Burkina Faso, Kenia, Sudan, Ägypten und Marokko haben mich eines Besseren belehrt, mir aber leider auch in den Jahren jede Illusion genommen. Wenn eine religiös beeinflusste Kultur es zuläßt, dass Frauen in den Ländern der Subsahara untereinander in ihrer Vielehe in Kinderzahlkonkurrenz stehen, in der Folge bis zu dreißig oder gar vierzig Kinder gezeugt werden, ohne sich im Mindesten Gedanken zu machen, diese zu ernähren oder mit etwas zu beerben, dann läuft dort etwas schief. Machen Sie doch mal eine Dienstreise in den Niger, Herr Kuzmany und versuchen Sie mal mit Ihrer schreiberischen Gewalt, mit der Sie hier moralisieren am Grundproblem der Migration etwas zu ändern. Die Menschen dort werden Sie vom Hof jagen. Die Probleme dieses Kontinents wachsen bevölkerungsmässig exponentiell schneller, als selbst der größte Moralist , wenn er könnte hier lösen kann. Wer Afrika hier herholen will, wird Afrika, mit allen Konsequenzen. Ich empfehle, vor Ort zu moralisieren. Hier ist es natürlich leichter.

Beitrag melden
Seite 15 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!