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EU-Frust: Europa verschwendet seine Jugend
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Die Europäer verlieren das Vertrauen in die Europäische Union. Zu Recht. Besonders junge Menschen haben auf grenzenlose Möglichkeiten gehofft, heute sind von vielen Träumen nur Trümmer geblieben. Die Politik ignoriert ihre Sorgen - die Jungen müssen endlich ihre Rechte einfordern.

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Pinin 14.05.2013, 15:50
1. Wann werden ...

... sogar SPON-Redakteure einsehen, dass man auch im ClubMed auf Dauer nicht mehr ausgeben kann als man einnimmt, und dass die deutschen Arbeiter und Bürger nicht für alle bezahlen können und wollen?

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otzer 14.05.2013, 15:50
2. Wenn es eine einfache Lösung gäbe...

würden die Politiker sie sicher umsetzen. Fakt ist, dass ganz viele EU-Staaten (wenn nicht alle) über ihre Verhältnisse gelebt haben und das mit Schulden finanzierten. Irgendwann funktioniert das nicht mehr. Ich glaube nicht, dass wieder neue Schulden das Problem lösen.

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ponyrage 14.05.2013, 15:57
3. Kapitalismus am Ende

Das Problem liegt im System, ein paar Trostpflaster sind nichts als eben das - ein paar Trostpflaster. Wer immer noch nicht erkennt, dass es so nicht weitergeht, aber eine Rückkehr zum Alten auch nicht möglich ist, der tut mir leid. Oder er will gar nicht, dass es den Menschen besser geht, weil er den status quo braucht, damit es ihm selbst gut gehen kann, auf Kosten der anderen.

Dieses System ist auf Egoismus gebaut und wird daher immer zu Missbrauch durch Egoisten einladen. Und die sind meistens schlau genug, das System so für sich auszunutzen, dass für die anderen nur noch ein paar Brocken übrig bleiben. Banken, Manager und Politiker haben geradezu ein Kartell zur Ausbeutung (und letztlich Versklavung) der Bevölkerungsmehrheit gebildet, und jeder von denen ist bestens darin geschult, in Talkshows diese Tatsachen zu verschleiern, sich selbst als Leistungsträger darzustellen und zu behaupten, dass doch jeder schließlich seines eigenen Glückes Schmieds sei, weshalb es völlig in Ordnung sei, dass immer mehr Menschen nicht ohne staatliche Unterstützung über die Runden kommen, sogar wenn sie einen Vollzeitjob haben. Von der Rente mal ganz zu schweigen, wenn es erst so weit ist, wird es noch schlimmer.

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lefs 14.05.2013, 15:57
4. Von den Jungen in Deutschland

mit Billigstlöhnen und prekären Arbeitsverhältnissen spricht die deutsche Presselandschaft nie mit dieser Empathie.

Mitleid kennen die gar nicht mit der eigenen Bevölkerung.

Wir sind für unsere Politik und die Jubel-Presse nur dazu da, das Weltklima zu retten oder Banken zu retten oder das Euro-Chaos zu retten. An uns denken die nie. Auch für uns ist das alles eine Katastrophe! Auch wenn ihr das nicht merkt.

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fam.weber11 14.05.2013, 16:01
5. Hä

Wieso der Zorn auf Deutschland verständlich ist, erschließt sich mir nicht automatisch. Mein Nachbar lebte zehn Jahre wie Bolle, ich jedoch nach meinen Möglichkeiten und daher bescheiden. Jetzt isser insolvent. klaro, wer daran Schuld ist. Muss hinzufügen, habe ihm oft geraten, sein Geld wirtschaftlich und mit Augenmaß auszugeben.

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jan07 14.05.2013, 16:04
6. Wirklich erschreckend...

... denn Europas Völker leiden ja heute schon massiv unter Kinderlosgkeit, Überalterung und allen damit verbundenen Themen. Und selbst dann können wir den wenigen Jugendlichen auf diesem vergreisenden Kontinent keine berufliche Zukunft bieten. Ein erbärmliches Armutszeugnis für diese EU!

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mmk749 14.05.2013, 16:05
7. Mitgefangen

mitgehangen. ;)
Den EUdSSR Sozialismus in seinem Lauf halten wirklich weder Ochs noch Esel auf.
Die Jugend kann sich freuen, denn bald sind (fast) alle gleich arm dran. Dann gibts auch nichts mehr zu neiden und zu fordern.

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kritischer-spiegelleser 14.05.2013, 16:05
8. Der Frust ist berechtigt

Brüssel sollte statt Banken zu retten etwas für die Jugend tun. Aber bitte nicht wieder mit zusätzlichen Geldern, für die wieder Deutschland geradestehen muss. Es reicht dem deutschen Steuerzahler!

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gandhiforever 14.05.2013, 16:06
9. Im Kapitalismus gewinnt der Staerkere,

Zitat von sysop
Die Europäer verlieren das Vertrauen in die Europäische Union. Zu Recht. Besonders junge Menschen haben auf grenzenlose Möglichkeiten gehofft, heute sind von vielen Träumen nur Trümmer geblieben. Die Politik ignoriert ihre Sorgen - die Jungen müssen endlich ihre Rechte einfordern.
wobei ich stark so definiere, dass er sich durchsetzt.
Die Jugend hat keine Lobby, wer keinen Arbeitsplatz hat, der kann sich auch nicht durchsetzen .Anscheinend ist es nicht nur in Spanien oder Griechenland bedenklich, sehr bedenklich.

Was hat die Jugend denn fuer Moeglichkeiten, ihre Rechte einzufordern? Realistisch gesehyen keine! Denn die Maechtigen kuemmern sich erst um ein Problem, wenn dieses ungemuetlich wird, ihre Pfruende in Gefahr geraten.
Ich fuerchte, dass die Jugend zwei verschiedene Wege einschlagen wird. die einen werden resignieren, irgendwo eine Nische suchen, um so und so ueber die Runden zu kommen.

Der andere Weg basiert auf Ungeduld, man weigert sich, die Entwicklung einfach hinzunehmen. Es wird zu Demonstrationen kommen, ein Teil wird sich weiter radikalisieren, auch Gewalt gegen Vertreter von Staat und Wirtschaft sind sehr wohl denkbar.
Die Folge werden faschistoide Tendenzen sein, eventuell auch ein Umdenken in der Politik. Es sieht nicht rosig aus, egal wie man es sieht.

Europa bleibt dabei auch noch auf der Strecke.

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