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EU-Frust: Europa verschwendet seine Jugend
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Die Europäer verlieren das Vertrauen in die Europäische Union. Zu Recht. Besonders junge Menschen haben auf grenzenlose Möglichkeiten gehofft, heute sind von vielen Träumen nur Trümmer geblieben. Die Politik ignoriert ihre Sorgen - die Jungen müssen endlich ihre Rechte einfordern.

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pepe_sargnagel 14.05.2013, 16:06
10.

Zitat von sysop
Richtig so. Die Mächtigen auf dem Kontinent haben noch nicht verstanden, welches Potential sie verspielen. Die junge Generation darf sich diese Missachtung nicht mehr gefallen lassen. Sie muss lauter werden. Sie muss sich engagieren. Sie muss zur Wahl gehen, in die Parteien drängen oder neue Parteien gründen, konkrete Verbesserungsvorschläge machen. Sie muss ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen - denn sonst tut es keiner.
Die Schlussfolgerungen sind wichtig. Auch ist schön, dass jemand mal das Potenzial anspricht, welches hier bereitwillig und freiwiliig brach liegen gelassen wird.

Das einzige was am Artikel etwas abfällt ist, dass er nicht auch noch auf die Probleme der Neueinsteiger ins Berufsleben für Akademiker (25-30 Jahre alt) eingeht. Auch hier sind Suchzeiträume von einem halben Jahr und (häufig auch länger) normal. Auch diese Generation der bestens ausgebildeten Akademiker verabschiedet sich von der Hoffnung und dann wird ihnen noch gesagt, "sie hätten das falsche gelernt" oder "nicht gut genug". Das kann auch unschöne Konsequenzen haben, wenn genau diese Leute dann die Politik gestalten wollen und werden. Auch das gilt es zu bedenken.

Jedoch ein sehr guter Artikel. Er fordert gerade dazu auf sich Gedanken zu machen. Auch, dass sich eher die Arbeitslosen in die Poltikgestaltung einmischen, weil sie sonst nichts zu tun haben sollte weder den etablierten Parteien noch den Unternehmen gefallen. Die anderen werden ja eher mit Überstunden etc überfrachtet, weil sie ja schließlich nicht denken, sondern (häufig viel zu billig im Vergleich zu etablierten Stammarbeitern) arbeiten sollen. Nur ein Denkanstoss, der auch die Unternehmer betrifft!

Zum 1. Kommentar: Übrigens ist das auch nur meine Meinung. Ich glaube auch, dass der Verfasser des Artikels nur seine Meinung kund tut. Ökonomisch mag ihr Einwand schon berchtigt sein. Nur haben Sie auch schon gefragt wer ihre Rente bezahlt, wenn die Jugend nichts zu verteilen hat? Sollte ökonomisch auch noch ins Kalkül einbezogen werden bevor man sich beschwert oder diese Generation die Gesetze (aus der Not heraus?) abgeändert hat. Ich möchte nur auf viele weitreichende Folgen der aktuellen Politik und der aktuellen Situation hinweisen, wenn sich diese als persistent herausstellen sollte.

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g.hensel 14.05.2013, 16:06
11. kurzsichtig

Die an der macht befindlichen politiker vergessen, dass die jungen einmal ihre rente erarbeiten und bezahlen sollen. Sparen und strukturreformen sind erforderlich, ausbildungs- und intelligente beschaeftigungsprogramme fuer eine nachhaltige berufstaetigkeit der jungen sind erforderlich und machbar, nur muss an richtigen stellen gespart werden. unsinnige ausgaben der politiker gehoeren der vergangenheit an.,weniger egoismus der herrschenden politikerkaste waere hilfreich.

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hieristmeinsenf 14.05.2013, 16:07
12. Die Interessen der deutschen Wirtschaft

verlaufen eben kontrovers zu den Hoffnungen den jungen Generation in Europa. Es sieht auch nicht danach aus, als könnte man beides vereinen. Streitpunkt ist der Euro bzw. die Euro-Politik. Letzten Endes muss eins von beiden verschwinden: Der Euro (-Kurs) oder die Jugend in Europa.

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UnitedEurope 14.05.2013, 16:08
13. Titellos

Zitat von Pinin
... sogar SPON-Redakteure einsehen, dass man auch im ClubMed auf Dauer nicht mehr ausgeben kann als man einnimmt, und dass die deutschen Arbeiter und Bürger nicht für alle bezahlen können und wollen?
Darum geht es doch gar nicht. Es geht hier um eine Generation, die nichts für die Fehler der älteren kann und dennoch am Stärksten darunter zu leiden hat. Man züchtet sich eine ganze Generation von geborenen Verlierern, die keine Chance haben dem Kreis zu entfliehen.

Die Fehler der jetzt in Schwierigkeiten steckenden Länder sind unbestritten, aber wer heute 20 ist, kann dafür nicht zur Verantwortung gezogen werden. Diese Generation, die eigentlich das Fundament für die nächsten Aufschwünge darstellen soll, wird aus dem Land getrieben, weil sie keine Zukunft sehen und niemand ihr eine geben kann.

Wer an der Jugend oder der Bildung spart, sägt den Ast auf dem er sitzt.

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xianjin 14.05.2013, 16:08
14. Frieden

aber wir haben doch das Friedensprojekt Euro, wer braucht da noch Arbeit? Und laut Schäuble ist ja die Lage schon sooo viel besser als noch vor ein paar Jahren. Dieser anti-europäischen Jugend kann man es auch nicht recht machen! /Ironie aus
Im Ernst, wenn der "europäische Traum" so aussieht, dann können wir gleich auf die "ewig Gestrigen" hören und "einen Schritt zurück" in Richtung freie Nationalstaatengemeinschaft machen, anstatt weiter alternativlos über eine ernsthafte Konkurrenz für die USA und Asien zu träumen. Und wenn wir mal ehrlich sind, diese Träumer gibt es fast nur noch in Deutschland, wo die negativen Seiten dieses "Traumes" noch nicht allgegenwärtig sind. Der Traum ist aus, es hat eben nicht geklappt, na und? Dürfen wir jetzt trotzdem nicht die ideologische Brille abnehmen und rational darüber nachdenken, wie es weitergeht? Ach nein, dann wären wir ja gefährliche Rechtspopulisten, die allesamt "gegen Europa" agieren... schöne neue Welt.

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Paul-Merlin 14.05.2013, 16:09
15. Nicht nur die Zukunft der Jugend

wird von den Politikern der Euro-Zone verspielt sondern die Zukunft von 90 % der Gesamtbevölkerung in der Eurozone wird in den Staub getreten. Die Ursache ist der Euro selbst. Schon vor seiner Einführung gab es mahnende Stimmen mehr als genug, dass eine Währungsunion mit so inhomogenen Ländern nicht funktionieren kann. Die Hinweise wurden ignoriert. Was vielleicht in der Anfangsphase - jeder macht mal Fehler - noch nachvollziehbar war ist es inzwischen schon lange nicht mehr. Nur Dummköpfe rasen mit Vollgas auf eine Betonwand zu. Genau das machen aber die verantwortlichen Politiker der Währungszone. Inzwischen ist es doch schlichtweg unübersehbar, dass jede Rettungsaktion nur kurzfristig Luft verschafft und dann die gleichen Probleme in noch massiverer Form auftreten. Inzwischen sind wir schon so weit, dass die Sparer, letztendlich werden es auch die Kleinsparer (weit unterhalb der Grenze von 100 TEUR sein), in die Haftung genommen werden. Diese Haftung wird nicht nur auf dem Papier stehen, sondern schlagend werden. Zypern wird auf Sicht im gesamten Euroland zur bitteren Realität werden. Es ist die Frage, warum diese währungspolitsche Geisterfahrt nicht gestoppt wird? Wahrscheinlich hat die gesamte politische Klasse Angst vor den Konsequenzen. Denn natürlich bedeutet das Ziehen der Reißleine, dass die bislang schon aufgelaufenen Garantien bzw. Zahlungsverpflichtungen aufgedeckt werden und fällig werden. Diesen Offenbarungseid werden Regierung und Abgeordnete politisch nicht überstehen. Dennoch, jeder Tag länger wird die Folgekosten erhöhen. Die Beendigung des gescheiterten Euro-Abenteuers ist überfällig.

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idealist100 14.05.2013, 16:09
16. Frage??

Zitat von sysop
Die Europäer verlieren das Vertrauen in die Europäische Union. Zu Recht. Besonders junge Menschen haben auf grenzenlose Möglichkeiten gehofft, heute sind von vielen Träumen nur Trümmer geblieben. Die Politik ignoriert ihre Sorgen - die Jungen müssen endlich ihre Rechte einfordern.
Wieso nur in den südlichen Ländern. Bei uns haben cdu-spd-fdp-grüne den gleichen Kahlschlage mit Praktikantenstellen, befriesteten Arbeitsverhältnissen, Minijober, Zeitarbeiter geschaffen. Wer von eine Befristung in die nächste wandert hat keine Zukunftsperspektive noch Lust auf Kinder und da nutzen auch so hehre Gelder von UVL oder Mutti nebst Schröderkindlein nichts. Verlorene Generation ohne Nachwuchs ist zum Untergang bestimmt. Alles zum Wohle kurzfristiger Gewinnmaximierung.

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lexus1234 14.05.2013, 16:11
17. Dem ist nichts hinzuzufügen. Das stimmt!

Zitat von sysop
Die Europäer verlieren das Vertrauen in die Europäische Union. Zu Recht. Besonders junge Menschen haben auf grenzenlose Möglichkeiten gehofft, heute sind von vielen Träumen nur Trümmer geblieben. Die Politik ignoriert ihre Sorgen - die Jungen müssen endlich ihre Rechte einfordern.
Jedem, der nun wieder vom "verschwenderischen Club Med" anfängt sei gesagt, daß er sich mal in die Situation der Menschen dort versetzen soll. Es waren nämlich nicht sie, die diese Situation herbeigeführt haben, sondern deren Banken und Politiker.
Und wenn von "Sparen" gesprochen wird, dann bedeutet das in Politdeutsch, dass es den Bürgern weggenommen wird und wurde. Die Frage lautet: Wohin ist das ganze Geld gegangen und wohin geht es?

Zu den Banken, also den Mitverursachern und Maximierern des Problems.
Wäre es nicht dahin gegangen, wäre auch diese Not nicht in der Form entstanden.
Daher ist es gut und richtig, daß neue Parteien entstehen, in Italien die von Beppe Grillo, in Deutschland die AFD. Und ja: Wenn es so weitergeht, ist das einige Europa verloren. Dank "Eurorettung".

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gonger 14.05.2013, 16:11
18. Jugend in Europa

Das Problem ist daß die Grenzen des Wachstums erreicht sind, besonders in Süd- und Osteuropa. Die Jugendlichen werden schlichtweg auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr benötigt. Das sagt denen nur kein Politiker.

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E_SE 14.05.2013, 16:11
19. Grenzenlos...

Zitat von sysop
Als besonders kalt wird die deutsche Regierung wahrgenommen, die ständig aufs Sparen drängt. Die Krise der südeuropäischen Länder ist zwar vor allem hausgemacht. Aber der Zorn gegen Berlin ist auch verständlich: Wer keinen Job findet, nur arbeitslose Freunde hat und vielleicht bald seine Wohnung verliert - der hat keine Lust, sich von den reichen Deutschen anzuhören, man müsse sich mehr einschränken oder anstrengen.
... ist ein gutes Stichwort. Sie, Frau Peters, haben es doch vorgemacht. Lissabon, dann Lüneburg, Barcelona, Sydney und Paris. Beeindruckend.
Ohne EU wäre das wohl nichts geworden.
Ja, die heutige Jugend wird im Stich gelassen. Absolut. Und in erster Linie durch die südeuropäischen Länder, die sich in keinster Weise an einem tragfähigem wirtschaftlichen Aufbau der künftigen Generationen engagiert haben. Und das ist ein schockierendes Drama, weil die Jugend keine (Ausbildungs-)perspektive hat.
Das Empfinden über die kalten Deutschen - ist ein Gefühl, mehr allerdings aber auch nicht. Nackte Zahlen sind nun mal kalt.
Ich schätze meine spanischen und italienischen Kollegen sehr. Und ich kenne mittlerweile viele die hier in Deutschland eine berufliche Ausbildung oder Anstellung finden. Für uns in Deutschland als auch für die Jugendlichen ein Gewinn.

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