Forum: Politik
EU-Gipfel in Brüssel: May kämpft um weitere Zugeständnisse beim Brexit
AFP

Theresa May ist nach dem parteiinternen Misstrauensvotum angeschlagen. Nun will sie vom EU-Gipfel in Brüssel weitere Zusagen, um das Abkommen doch noch im britischen Parlament durchzubringen.

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claus7447 13.12.2018, 10:00
1. How to ride a death horse

Einerseits kann man ja den Mut (der Verzweiflung) der Torys und May bewundern - nur - die Falle hat man sich selbst gestellt und ist umzingelt. Vermutlich haben die alle einen Hypnotiseur oder Therapeuten der ihnen jeden Tag suggeriert "Alles wird gut". Nur die Wirtschaft läuft nicht auf dem Motto Liebe Glaube Hoffnung!

Es wird noch sehr spannend bis März!

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shardan 13.12.2018, 10:00
2. ja bitte

Frau May, bei allem Respekt, dass Sie bis hierher so durchgehalten haben und offensichtlich das Beste für ihr Land wollen: Treten Sie zurück. Änderungen wird die EU nicht mehr akzeptieren, Sie bekommen bestenfalls ein paar warme Worte in Form einer Absichtserklärung mit auf den Weg. Gehen Sie - jetzt! Die Herren, die da jetzt motzen, werden schnell feststellen, dass regieren und verhandeln weit schwieriger ist, als als Hinterbänkler im Parlament in der Presse sie Schnauze aufzureissen. Lassen Sie Mogg die Suppe auslöffeln, die er da einbrockt. Lasssen sie BoJo doch den Beweis antreten - und schuldig bleiben - wo er die versprochenen hunderte Millionen Pfund für das Gesundheitssystem hernehmen will. Gehen Sie jetzt, sonst wird man Ihnen (und der EU natürlich) alles anlasten, was diese Herren, samt dem Herrn Farage, der sich eiligst verp**st hat, angerichtet haben.

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isi-dor 13.12.2018, 10:04
3.

Es ist nicht Aufgabe der EU, durch Nichtdurchsetzung des eigenen Interesses die Regierungschefin eines Austrittlandes irgendwie noch im Amt zu halten. Aufgabe der EU ist es, die Interessen derjenigen EU-Bürger zu vertreten, die in der EU bleiben.
Noch mehr Zugeständnisse kann es also unmöglich geben. Es ist alles ausverhandelt, die May hat unterschrieben. Sonst kommt sie noch 10 Mal angekrochen und will einen Nachschlag. So kann Politik niemals funktionieren.

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itsmie 13.12.2018, 10:23
4.

Nur wenn es ihr gelingen würde den Briten endlich, endlich klar zumachen, dass der Brexit ein Widerspruch in sich ist, kommt das ausgehandelte Abkommen durch. Keine harte Grenze in Irland aber komplett raus aus der EU... das geht eben nicht. Was passiert eigentlich mit dieser Grenze bei einem "No-Deal-Brexit"?

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hansulrich47 13.12.2018, 10:36
5. So stellen sich Johnson und Co aber Politik vor!

Zitat von isi-dor
Es ist nicht Aufgabe der EU, durch Nichtdurchsetzung des eigenen Interesses die Regierungschefin eines Austrittlandes irgendwie noch im Amt zu halten. Aufgabe der EU ist es, die Interessen derjenigen EU-Bürger zu vertreten, die in der EU bleiben. Noch mehr Zugeständnisse kann es also unmöglich geben. Es ist alles ausverhandelt, die May hat unterschrieben. Sonst kommt sie noch 10 Mal angekrochen und will einen Nachschlag. So kann Politik niemals funktionieren.
Noch ein Nachschlag und noch ein Entgegenkommen ist die Philosophie der Brexiteers. Denn, das hat Johnsons selbst gesagt: Er will den Kuchen essen, aber trotzdem noch haben. Dazu kann man natürlich auch sagen: Meschugge.

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Markus Frei 13.12.2018, 10:37
6. Entscheidung

Dies dürften die entscheidenden Tage für die Zukunft der EU sein. Knickt die EU jetzt ein wird es in 10 Jahren keine EU mehr geben, warum sollte man auch in der EU bleiben wenn ein Austritt mehr Vorteile bringt. Ich bin mir sicher das es nicht wenige in Brüssel gibt die hoffen das es einen "harten" Brexit gibt, damit auch der letzte EU-Gegner merkt was es bedeutet in der EU zu sein und was es bedeutet aus dem Verbund auszutreten. Andererseits gibt es halt auch eine Merkel der die kurzfristigen Profitinteressen deutscher Konzerne weitaus wichtiger sind und am liebsten der Briten alles zusagen würde was die sich wünschen. Das Dumme ist nur das Brüssel die Verhandlungen führt und nicht Berlin.

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Pless1 13.12.2018, 10:39
7. Erstaunliche Sichtweise des Herrn Rees-Mogg

Vielleicht sollte Mr. Rees-Mogg einmal darüber nachdenken, zurück zu treten. Jetzt, da er sein Pulver verschossen hat. Die Extremisten unter den Brexiteers haben keine Mehrheit, nicht einmal in der eigenen Fraktion. Wären das verantwortungsvolle Demokraten würden sie sich nun hinter ihren Leader stellen und einfach mal - mit Verlaub - die Klappe halten.

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Pless1 13.12.2018, 10:43
8.

Zitat von isi-dor
Es ist nicht Aufgabe der EU, durch Nichtdurchsetzung des eigenen Interesses die Regierungschefin eines Austrittlandes irgendwie noch im Amt zu halten. Aufgabe der EU ist es, die Interessen derjenigen EU-Bürger zu vertreten, die in der EU bleiben. Noch mehr Zugeständnisse kann es also unmöglich geben. Es ist alles ausverhandelt, die May hat unterschrieben. Sonst kommt sie noch 10 Mal angekrochen und will einen Nachschlag. So kann Politik niemals funktionieren.
Das Problem ist, dass britische EU-Politik jahrzehntelang genau so funktioniert hat: "Wenn wir lange genug quertreiben werden wir am Ende unseren Willen durchsetzen." Die Briten sind genau darauf quasi konditioniert.

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haresu 13.12.2018, 10:57
9.

Zitat von shardan
Frau May, bei allem Respekt, dass Sie bis hierher so durchgehalten haben und offensichtlich das Beste für ihr Land wollen: Treten Sie zurück. Änderungen wird die EU nicht mehr akzeptieren, Sie bekommen bestenfalls ein paar warme Worte in Form einer Absichtserklärung mit auf den Weg. Gehen Sie - jetzt! Die Herren, die da jetzt motzen, werden schnell feststellen, dass regieren und verhandeln weit schwieriger ist, als als Hinterbänkler im Parlament in der Presse sie Schnauze aufzureissen. Lassen Sie Mogg die Suppe auslöffeln, die er da einbrockt. Lasssen sie BoJo doch den Beweis antreten - und schuldig bleiben - wo er die versprochenen hunderte Millionen Pfund für das Gesundheitssystem hernehmen will. Gehen Sie jetzt, sonst wird man Ihnen (und der EU natürlich) alles anlasten, was diese Herren, samt dem Herrn Farage, der sich eiligst verp**st hat, angerichtet haben.
Ob May wirklich "das Beste für ihr Land" will? Und nichts anderes? Ich habe da Zweifel. Nicht nur weil der Brexit in jedem Fall schlecht für das Land ist und May das auch ganz genau weiß. May hat sich entschlossen den Willen einer Mehrheit von knapp 52% der Bevölkerung aus einem nicht bindenden Referendum durchzusetzen. Sie wollte das unbedingt alleine schaffen, ohne Labour einzubinden, ohne überhaupt das Parlament zu befragen, ohne das Volk über das Ergebnis abstimmen zu lassen. Das hätte man auch ganz anders machen können. Nicht nur ihre Ziele und Nebenziele sind fragwürdig, auch ihre Strategie ist desaströs. Erst versucht sie die EU zu erpressen, jetzt das britische Parlament. Im Ergebnis wird der ungeordnete Brexit immer wahrscheinlicher. Fazit: May verdient aus meiner Sicht überhaupt keinen Respekt.

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