Forum: Politik
EU-Gipfel: Das Schachern um die Brexit-Beute
REUTERS

Kaum geht es ums Geld, bröckelt die geschlossene Front der Rest-EU. Zwei Agenturen müssen aus London abgezogen werden, Bewerberländer stehen Schlange. Und beim Gipfel in Brüssel beginnt das Gefeilsche.

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brux 22.06.2017, 16:36
100. Widerlich

Harmonie hat in der Politik nichts zu suchen. Es geht immer um Interessensausgleich.

Ich finde es widerlich, wie Journalisten die Völker gegeneinander aufhetzen wollen. Am tollsten wäre wohl ein Krieg.

Heute abend wird man sich auf ein Verfahren einigen und in ein paar Monaten ist das entschieden, wie immer.

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genauerschauer 22.06.2017, 16:39
101.

Zitat von derjoey
Es ist eine Abstimmung, bei der jeder mehrere Stimmen hat, aber alle Teilnehmer gleich viele. Warum gerade die Vewendung eines Punktevergabesystem bei Ihnen einem Offenbarungseid und offener Korruption gleichkommt, würde mich brennend intetessieren. Um Stimmen zu buhlen ist zudem ein diplomatisches und - bei Wahlen - demokratisches Mittel, oder haben Sie noch nie bemerkt, wie so manche Parteien ihre potenziellen Wähler umschmeicheln und ihnen blühende Landschaften versprechen?
Danke für Ihr Interesse. Warum dieses System zur Korruption einlädt habe ich bereits geschrieben. der Vergleich mit dem Wähler ist meiner Meinung nach nicht angebracht. Denn hier geht es darum, dass Mitgliedsstaaten die beste Lösung finden. Und das tun sie bestimmt nicht, indem Laien (nichts anderes sind Politiker) Punkte für die Ihrer Meinung nach besten Länder vergeben. Schade dass sich der Club nicht einmal auf Kriterien für Behördenstandorte einigen kann. Vielleicht tue ich dem Laden aber tatsächlich Unrecht und der Artikel enthält uns das genaue Verfahren einfach vor. Möglicherweise sind da unabhängige Expertenkommissionen in den Ländern vorgeschaltet. Möglicherweise werden einfach Aldi-Tüten voller Geldscheine an die jeweiligen Entscheider überreicht. Wissen tue ich gar nichts. Aber wundern würde es mich wiedeum auch nicht.

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genauerschauer 22.06.2017, 16:42
102.

Zitat von spon-facebook-10000476665
Unabhängig davon, dass jede Bürokratie eben kein wirtschaftlich geführtes Unternehmen ist, und die EU ein politisches Konstrukt ist hat und eben diese EU ein noch nie da gewesenes friedliches Europa von über 60 Jahren beschert. Den Osteuropäern, allen voran Polen, Tschechien, Ungarn und Slowakei (sog. V4) würde ich nicht nur nicht geben sondern eher EU Mittel weg nehmen. Nicht nur wegen den Standpunkten zu den Flüchtlingen aber insbesondere wegen den populistischen und antieuropäischen Parolen aller politischen Parteien in den jeweiligen Ländern. Alles nach dem Motto, EU ist schlecht aber die Fonds und das EU Geld, das nehmen wir gerne und dann versinken diese schwarzen Löchern der Parteifreunde. Das sage ich, wer dort auch geboren und aufgewachsen ist, und dort nun wieder lebt.
Welchen Frieden in Europa meinen Sie? Albanien, Bosnien, Serbien? Zentraleuropa war einfach zerstört und kraftlos. Aber keine Angst, bald gehts richtig los. Dank der EU :-)

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brux 22.06.2017, 16:49
103.

Zitat von mont_ventoux
Zwei Anmerkungen zum Artikel: (1) Ich bin mal gespannt, ob die EU27 nach dem Austritt der Briten, die immerhin zu den ganz wenigen Nettobeitragszahlern gehört haben, bereit ist, den Gürtel enger zu schnallen. Brauchen wir in der dann kleineren EU weiterhin 40.000 höchst bezahlte und bestens (alters-)versorgte Beamte? Und falls ja, wer übernimmt den Britenbeitrag? Wenn ich mir unsere Kanzlerin und den Kanzlerkandidaten so anschaue, habe ich da schlimmste Befürchtungen. (2) Zitat: „Frankfurt erfüllt diese Bedingungen spielend, hat allerdings andere Probleme: Für die Kinder der EBA-Mitarbeiter muss es genügend Platz an europäischen oder internationalen Schulen geben.“ Bestätigt meine Einschätzung, dass für EU-Beamte mal wieder Extrabrötchen gebacken werden müssen.
Ob Sie es glauben oder nicht. Die EU Beamten finanzieren ihre Pension und ihre Krankenversicherung komplett selbst durch Beiträge. Nach dem Gesetz sollen sie eigentlich nur 1/3 bezahlen und die Mitgliedsstaaten 2/3. Die Beiträge haben bis jetzt aber immer für 100% gereicht. Die Beamten räumen also seit 60 Jahren den Mitgliedsstaaten einen zinslosen Kredit ein.

Übrigens sind es nicht 40.000 Beamte, sondern 28.000. Und es gab letztes Jahr 11 Nettozahler. Die Briten standen dabei pro Kopf an 9. Stelle. Meinung ist eben nicht Kenntnis.

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brux 22.06.2017, 16:51
104. Frage

Zitat von genauerschauer
Welchen Frieden in Europa meinen Sie? Albanien, Bosnien, Serbien? Zentraleuropa war einfach zerstört und kraftlos. Aber keine Angst, bald gehts richtig los. Dank der EU :-)
Sie wissen hoffentlich, dass diese Staaten nicht in der EU sind. Sinnloser Beitrag.

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Merlotrot 22.06.2017, 16:57
105. Was macht die EMA?

Zitat von pauerkraut
1. Sollte das auch ein Anlass sein die Bürokratie der EU zu verschlanken und zu verdünne. 900 Mitarbeiter fuer ein Pharma Office ?? 2. Bei der zur erwarteten Feilscherei sollte man evtl eine Art Lotterie Verfahren in Betracht ziehen..
Sie wissen was die Tätigkeiten dieses"Pharma-Office" sind? Ansonsten erst mal schlau machen, bevor etwas gepostet wird!

Hier der link zur EMA Homepage, falls Interesse besteht, vielleicht wird dann auch etwas klarer was die Mitarbeiter dort leisten und nicht einfach die Anzahl der Mitarbeiter angezweifelt.

http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/home/Home_Page.jsp&mid=

p.s. ich bin kein Mitarbeiter der EMA, mag aber keine un-konstruktive Kritik

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axeljean 22.06.2017, 16:58
106. Schulen

Es gibt in Frankfurt die offizielle ,von der Kommission eingeführte und kontrollierte Europäische Schule , sowie eine private Europäische Schule in Bad Vilbel. Wenn Brüssel 4 Europäische Schulen hat , könnte in Frankfurt leicht eine zweite offizielle Europäische Schule eröffnet werden .

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sdietze 22.06.2017, 17:01
107. Liebe Leute,

einige betrachten jedes Forum immer nur als Möglichkeit zum Schimpfen. Lieber sollten wir alle mal produktiv nachdenken. Die Lösung, das Parlament nur in Brüssel zu lassen, und die Pharma-Aufsicht nach Strassburg zu legen, ist wirklich charmant. Die Bankenaufsicht nach Frankfurt ist auch nicht schlecht. Aber beide Behörden können ihre Aufgaben mit den gleichen Kosten auch in anderen Ländern erfüllen. In Zeiten der Digitalisierung sollten die süd- oder osteuropäischen Länder bevorzugt werden, damit die auch mal was von Europa haben.

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Isegrim1949 22.06.2017, 17:13
108. Due Nagelprobe

"...Charmant finden manche auch die Idee, die EMA nach Straßburg zu versetzen, dafür den (zweiten) Sitz des Europäischen Parlaments dort zu schließen und so als erwünschten Nebeneffekt den absurden Wanderzirkus zwischen Brüssel und Straßburg zu beenden....." Zitat Ende.
Für mich eine einleuchtende und absolut logische Möglichkeit. Jetzt muss die neue französische Regierung beweisen ob man europäisch denkt oder lieber an die "Grande Nation "
Man würde keine neuen Gebäude benütigen und nebenher den Wanderzirkus unserer EU-Oberen beenden und Geld sparen, was ja anscheinend dringend nötig ist.

Ich wage die Prophezeiung, dass man zwingende Gründe findet anders zu entscheiden.

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schwaebischehausfrau 22.06.2017, 17:23
109. @Brux: "pro Kopf"..

Zitat von brux
Ob Sie es glauben oder nicht. Die EU Beamten finanzieren ihre Pension und ihre Krankenversicherung komplett selbst durch Beiträge. Nach dem Gesetz sollen sie eigentlich nur 1/3 bezahlen und die Mitgliedsstaaten 2/3. Die Beiträge haben bis jetzt aber immer für 100% gereicht. Die Beamten räumen also seit 60 Jahren den Mitgliedsstaaten einen zinslosen Kredit ein. Übrigens sind es nicht 40.000 Beamte, sondern 28.000. Und es gab letztes Jahr 11 Nettozahler. Die Briten standen dabei pro Kopf an 9. Stelle. Meinung ist eben nicht Kenntnis.
Bei der Frage, wie groß das Beitrags-Loch ist, das durch den Austritt der Briten entsteht, ist eine Betrachtung des "Pro-Kopf-Beitrags" der EU-Nettozahler leider wenig hilfreich. Klar, Luxemburg zahlte zuletzt "pro Kopf" einen höheren Netto-Beitrag als UK, aber das Beitrags-Loch wäre trotzdem "Peanuts" gegenüber den 11,5 Mrd. Euro, die UK in 2015 netto eingezahlt hat (2015 war UK, zugegebenermassen durch Sonder-Effekte in diesem Jahr auch der zweitgrößte Netto-Beitragszahler betr. Gesamt-Betrag und auch der drittgrößte "pro Kopf"-Nettozahler.

Mag sein, dass es "nur" 28.000 Beamte sind, aber schon 2014 waren es insgesamt über 60.000 EU-Mitarbeiter (incl. aller EU-Behörden + Unterbehörden , Übersetzern + Dolmetschern).

Und was die Altersversorgung der EU-Beamten angeht: Sie sollten deren Altersversorgung, Bezüge und Spesen (und insbesondere die kreativen Spesen-Regeln wie im Falle von Schulz gerade nochmal gesehen) und sonstigen "Erschwerniszulagen" einfach mal in Relation stellen zu den Bezügen, die entsprechende Beamte in nationalen Behördern in ihren Heimatlandern bekommen. Fehlt nur noch, dass man einen Feiertag ausruft wie Heilige-Drei-Könige, an denen dann EU-Stern-Singer von Haus zu Haus ziehen und Spenden sammeln für die hungernden EU-Beamten.

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