Forum: Politik
EU-Gipfel: Der Mann, der Nein zu Europa sagte

Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.

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Der Pragmatist 09.12.2011, 20:15
10. Abwarten

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Wenn der linke "Guardian" so furchtbar kritsch gegenueber Cameron ist, dann muss Cameron in der Tat etwas Gutes gemacht haben. Abwarten und Tee trinken!

Pragmatist

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jupiter999 09.12.2011, 20:19
11. Etwas überrascht, ...

... ich muss es gestehen, bin ich nun doch bei der Reaktion der britischen Presse. Zumindest bei ein paar der Reaktionen.

Daily Mail - Das erwartete. Obwohl fast ein wenig zu harmlos. Die aggressiv anti-Europäische und ebenso anti-Deutsche Daily Mail wäre hier eigentlich für viel markigere Schlagzeilen gut. Kein Seitenhieb auf Merkel ? Kein Vergleich ala Cameron-Spitfire schießt Messerschmittmerkels Vertrag ab ?

Die Sun - Ja das passt. Genau das was zu erwarten war.

Der Telegraph - Hier bin ich verwundert. Der extrem konservative "Daily Torygraph" entscheidet sich für eine Schlagzeile die ja fast nach besorgter Kritik an Cameron klingt. Sollte der Tory... Entschuldigung .. der Telegraph nicht eigentlich die Unnachgiebigkeit ihres Premiers gegenüber dem Eurokratischen Feind als großen Sieg loben ? Oder ist Isolation mittlerweile Ausdruck für etwas gutes ?

The Guardian - Auch hier Besorgnis ? Aber auch für den Guardian müsste das doch gut sein wenn man jetzt vom defacto vierten Reich der Eurobürokratie isoliert ist ?


Spüre ich hier eine leichte Verunsicherung im Empire ? Eine Spur von Angst man habe es jetzt bei allem Abscheu gegenüber der EU vielleicht doch etwas zuweit getrieben und sich selbst geschadet ?

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heidehans 09.12.2011, 20:20
12.

Zitat von internetwitcher
Ich denke mal wenn man jetzt eine Volksbefragung zum Euro und zu Europa machen würde, gäbe es eine Mehrheit in der deutschen Bevölkerung, die für einen Ausstieg aus beiden wäre. Aber da ja die deutsche Bevölkerung bisher systematisch übergangen wurde, werden sich die deutschen Politiker hüten das Volk zu fragen.
Und das ist auch gut so; die Deutschen sind in der Mehrheit viel zu blöde, um die Vor- und Nachteile des Vereinten Europas zu begreifen.

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Lichtgestalt1503 09.12.2011, 20:21
13. Ich

Zitat von internetwitcher
Ich denke mal wenn man jetzt eine Volksbefragung zum Euro und zu Europa machen würde, gäbe es eine Mehrheit in der deutschen Bevölkerung, die für einen Ausstieg aus beiden wäre. Aber da ja die deutsche Bevölkerung bisher systematisch übergangen wurde, werden sich die deutschen Politiker hüten das Volk zu fragen.
persöhnlich sehe das mit der Mehrheit der Deutschen gegen Europa anders. Sicherlich ist die Stimmung schlecht, aber wollen wir denn wirklich die DM wiederhaben? Wäre dann alles, vor allem langfristig, gut oder besser? Das es in der Anfangsphase eines so gewaltigen Projektes wie Europa mit so vielen verschiedenen Interessen und Meinungen gepaart mit strukturellen und organisatorischen Problemen in der "Führung" Europas auch zu ernsten Schwierigkeiten kommen würde kann eigentlich nicht verwundern. Trotzdem glaube ich, dass der Grundgedanke richtig ist und wünsche mir die Vergangenheit nicht zurück.

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antonwitt 09.12.2011, 20:23
14.

[QUOTE=nouwo;9282249] Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen. Cameron ist das böse Kind, das nicht das Spiel mitspielen möchte, das die Kindergärtnerin vorgibt. Vielleicht hat er keine Lust darauf oder möchte einfach nur etwas tun, was ihm besser erscheint...... ..... So, Mr Cameron, keep on fighting!
Kindergarten stimmt wohl, nur hat Trotzköpfchen C. auch keine Chance, wenn die anderen Kinder nicht mehr mit ihm spielen wollen. egal was die Kindergärtnerin sagt. Und nur nein sagen, weil Mutti zu Hause dann neue Streicheleinheiten verteilt, scheint fehl am Platz.
Dieses ewige Hin und Her, ja, nein, vielleicht nervt - alle mal an einem Strang ziehen, in eine Richtung, so dass auch der Durchschnittseuropäer es versteht, wäre gut. Dies ist kein tug-of-war. Mach einer mir doch mal klar, warum meine "Freunde" für mich bezahlen sollen, wenn ich zu viel Geld ausgebe. Das kann mal im Suff passieren, doch wenn ich dies dauernd und vorsätzlich tue, muss ich im äußersten Fall Insolvenz anmelden, den Gürtel enger schnallen und mich tatsächlich kümmern.
Und wenn GB seine City-of-London-Interessen schützen will, bitte, dann los, nur ohne die anderen Kinder, die wollen kein Monopoly mehr spielen - vielleicht Mensch-ärgere-dich (grins), oder eben etwas anderes in einer geschlosseneren Gruppe!

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nouwo 09.12.2011, 20:23
15. Was Sie sagen, das stimmt

Zitat von internetwitcher
Ich denke mal wenn man jetzt eine Volksbefragung zum Euro und zu Europa machen würde, gäbe es eine Mehrheit in der deutschen Bevölkerung, die für einen Ausstieg aus beiden wäre. Aber da ja die deutsche Bevölkerung bisher systematisch übergangen wurde, werden sich die deutschen Politiker hüten das Volk zu fragen.
m. M. nach.
Bemerkenswert sind nur die Meinungen hier und auch in
vorangegangenen heutigen Foren dazu.
England isoliert (geographisch schon immer, auf Grund
seiner geographischen Lage vielleicht ;)),
England europafeindlich (soll so impliziert werden),
will nur seine eigene (Finanz)-Industrie schützen,
etc. Selbst wenn man den Finanzsektor nicht im
originären Sinne als "Industrie" bezeichnen will
(mache ich auch nicht), so haben die doch immerhin
noch etwas, was aus Luft "Geld" oder wie auch immer
genannt produziert. Machen die anderen es denn nicht auch
so, evtl. nicht so hauptlastig?
Sieht man sich die Beiträge hier so an, muss man
zu dem Schluss kommen, dass entweder gezielt nur
diejenigen durchgelassen werden, die ins Bild
passen (Gleichschaltung) oder sich die Meinung über
Nacht ins Gegenteil verkehrt hätte.
Letzters möchte ich ausschließen.

Viele Grüße

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gewgaw 09.12.2011, 20:25
16. :{[

[QUOTE=nouwo;9282249] Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen. ............... Insofern ist dieses GB-Bashing hier nicht angebracht. Oder ist es der Deutsche gar nicht mehr gewohnt, Politiker zu erleben, die im Sinne ihrer eigenen Nation denken und handeln? So, Mr Cameron, keep on fighting!
Cameron hat sich für die City of London und für einige Hinterbänkler ins Zeug gelegt, für die übrigen 99 Prozent wird die Isolierung mittel- bis langfristig stark negativ sein. Bspw. überlegen japanische Autokonzerne ihre Autowerke in die EU zu verlagern, wenn die Engländer tatsächlich auch noch die EU verlassen, da zunehmend Handelshinternisse zwischen der Insel und der EU entstehen und sich weiter verfestigen werden.

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Lichtgestalt1503 09.12.2011, 20:28
17. Aber

Zitat von Andreas Rolfes
Beneidenswert die Briten. Wieso gibt es in Deutschland keine standhaften Politiker, die mal deutsche Interessen durchsetzen und NEIN sagen???
genau dass macht Mutti doch und ihre Standfestigkeit wird ihr doch überall als Starrsinn und Sturheit vorgeworfen? Ich kann nicht beurteilen, ob Sie das alles gut macht aber ich habe zumindest das Gefühl, dass sie das Land ernsthaft vertritt und durchaus auch hier-und-da mal mit der Faust auf den Tisch haut.

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reinhard_becker 09.12.2011, 20:29
18. .

Ich denke mal, wenn heute eine Volksbefragung in Britannien wäre, würde sich eine klare Mehrheit für den Verbleib in der EU ohne wenn und aber entscheiden. In Umfragen ablästern ist leicht und wird gerne gemacht. Die Entscheidungen fallen anders aus, wenn die Leute wissen, daß es um die Wurst geht, um es einmal so profan auszudrücken.

Daß in Kontinental-Europa irgendwo eine Mehrheit für einen Austritt zu organisieren wäre, ist eine Legende, die von der kleinen aber lautstarken Minderheit immer gerne behauptet wird, die sich anscheindend vollzählig in den SpOn-Blogs und bei BBC online versammelt hat.

Wenn man fröhliches, aber ahnungsloses Schwadronieren in Reinform lesen möchte, muß man da hineinschauen.

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knupauger 09.12.2011, 20:31
19.

Zitat von Andreas Rolfes
Beneidenswert die Briten. Wieso gibt es in Deutschland keine standhaften Politiker, die mal deutsche Interessen durchsetzen und NEIN sagen???
Was hat Merkel denn die ganze Zeit gemacht? Sie wird nicht ohne Grund als "Madame Non" bezeichnet.

Und was für ein "Nein!" erwarten sie? Nein zu Europa, raus aus dem Euro, zurück zur DM auf das im Rhein wieder Honif fließe?

Abgesehen davon war Camerons Verhalten alles, nur nicht standhaft. Er wurde durch die Politik seiner (vielen) Vorgänger, durch die City und durch seine "Verhandlungsstrategie" (hoffentlich spielt der arme Tropf kein Schach) in eine Situation gebracht, in der er gestern nur noch "Nein!" sagen konnte. In der ganzen Diskussion kam von ihm kein vernünftiger Vorschlag (Die Gelddruck-Bazooka? Hippie! Dann sitzen wir in zwei Jahren im selben Schlamassel, hab dann aber noch eine Inflation an der Backe) und schon gar kein vernünftiges Zugeständnis. Aber jede Gemeinschaft lebt davon, dass man Interessen für Zugeständnisse und Zugeständnisse für Interessen handelt.

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