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EU-Gipfel: Der Mann, der Nein zu Europa sagte

Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.

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deb2011 09.12.2011, 20:38
20. Ein bisschen billig

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Mir persönlich graut vor einem Merkel-Sarkozy Europa. Für mich waren die Briten immer ein wichtiger Teil von Europa, haben zur kulturellen Identität von Europa sehr, sehr viel beigetragen. Es wäre also extrem schade, wenn man jetzt in Europa den Konsens aufgeben würde und Europa noch einmal teilen würde.

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unterländer 09.12.2011, 20:39
21.

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Zitat aus dem Artikel: Zwar sind die Briten die Paria-Rolle in Brüssel gewohnt und gefallen sich seit Jahren darin, aber die überraschend klare Allianz 26 zu 1 in der Frage der Fiskalunion kam doch als Schock. Zitat Ende

Vor allem dem Herrn Augstein sollten hier doch die Ohren klingeln. Hatte er doch vorgestern noch davon schwadroniert, Deutschland und hier insbesondere Frau Merkel würde sich mit ihrer Haltung zum Euro isolieren. M.E. wird ihn jedoch diese kapitale Fehleinschätzung nicht daran hindern, die Schuld für die Isolation GBs wieder bei Frau Merkel zu suchen.

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schnitti23 09.12.2011, 20:40
22. Abwarten!

Es wird nicht lange daueren, bis die Briten das selbstgemachte Desaster erkennen.
Wer ständig im Abseits steht, den will man nicht in seiner Mannschaft.
Oder man stuft ihn herunter in die 2. Liga.

Wenn die Briten erst mal realisiert haben, daß sie nicht mehr am Top-Tisch sitzen, wird ganz schnell der Katzenjammer eintreten.

Wahrlich erschreckend aber war ein Statement Camerons, in dem er unumwunden zugab, daß Europa für ihn nicht mehr ist als ein Absatzmarkt britischer Produkte.
Solche Freunde brauchen wir nicht!

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wühlmaus_reloaded 09.12.2011, 20:48
23. Hauptsache, einer blickt durch ...

Zitat von heidehans
Und das ist auch gut so; die Deutschen sind in der Mehrheit viel zu blöde, um die Vor- und Nachteile des Vereinten Europas zu begreifen.
... wie gut, dass wir wenigstens Sie haben ! Dumm nur, dass die, die die Vorteile haben, nicht identisch sind mit denjenigen, welchen die Nachteile auf die Füße gekippt werden.

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rabenkrähe 09.12.2011, 20:49
24. nene

[QUOTE=antonwitt;9282318] Zitat von nouwo
Kindergarten stimmt wohl, nur hat Trotzköpfchen C. auch keine Chance, wenn die anderen Kinder nicht mehr mit ihm spielen wollen. egal was die Kindergärtnerin sagt. Und nur nein sagen, weil Mutti zu Hause dann neue Streicheleinheiten verteilt, scheint fehl am Platz. Dieses ewige Hin und Her, ja, nein, vielleicht nervt - alle mal an einem Strang ziehen, in eine Richtung, so dass auch der Durchschnittseuropäer es versteht, wäre gut. Dies ist kein tug-of-war. Mach einer mir doch mal klar, warum meine "Freunde" für mich bezahlen sollen, wenn ich zu viel Geld ausgebe. Das kann mal im Suff passieren, doch wenn ich dies dauernd und vorsätzlich tue, muss ich im äußersten Fall Insolvenz anmelden, den Gürtel enger schnallen und mich tatsächlich kümmern. Und wenn GB seine City-of-London-Interessen schützen will, bitte, dann los, nur ohne die anderen Kinder, die wollen kein Monopoly mehr spielen - vielleicht Mensch-ärgere-dich (grins), oder eben etwas anderes in einer geschlosseneren Gruppe!
............

Der Konflikt geht schon ein wenig tiefer, als Kindergarten. Es geht um die Frage, ob Europa einen eigenständigen Weg sucht, oder sich einfach den US-Unarten anschließt. Eben dafür steht Cameron, der mit seinen Konservativen auch meint, mit hemmungsloser Deregulierung der Finanzmärkte, mit gnadenloser Überschuldung und mit der Umverteilung von unten nach oben nebst ungebremster Gelddruckerei ließen sich Probleme wie die derzeitigen angehen.
Das Mutti-Europa hat zwar eher Willensbekundungen abgegeben, statt effektive Beschlüsse abzuliefern, aber, immerhin, ist der Wille zu solidem Wirtschaften zu erkennen. Und das ist etwas, was den USA und Cameron so gar nicht liegt.
rabenkrähe

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rufus008 09.12.2011, 20:50
25. ...

Zitat von schnitti23
E Wahrlich erschreckend aber war ein Statement Camerons, in dem er unumwunden zugab, daß Europa für ihn nicht mehr ist als ein Absatzmarkt britischer Produkte. Solche Freunde brauchen wir nicht!
Ist das für Deutschland so anders? Ich persönlich würde kein einziges EU-Land als unseren "Freund" bezeichnen - eher als Handelspartner. Letzten Endes verfolgen wir doch alle nur unsere eigenen Interessen.

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maulkorb 09.12.2011, 20:54
26. Die Tugend der Standhaftigkeit

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
In seiner Rede hat Helmut Schmidt vor deutscher Dominanz gewarnt und gesagt "die europäischen Nachbarn werden sich wirksam dagegen zu wehren wissen". Cameron hat damit angefangen und man darf nicht dabei vergessen, daß im Frühjahr vermutlich ein anderer Franzose Präsident sein wird. Merkel bläst der Wind stramm ins Gesicht.

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bristolbay 09.12.2011, 20:56
27.

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Sollen sich diese doch klipp und klar von der Idee eines vereinten Europas verabschieden. Es ist doch viel schöner, wenn man vor einem stinkenden Kamin sitzt und über die Vergangenheit nachdenkt. Ach wie schön war doch das große Königreich mit all seinen Kolonien.
Man muß doch nur an den Irak-Krieg denken, auch hier hat sich England aus der Reihe Europas verabschiedet und ist als Schoßhündchen von George W. Bush gelandet.
Lasst die "Inselaffen" ihr eigenes Süppchen kochen und sich schnellstens aus der EG verabschieden.
Aber wehe, die Banken in der City fallen.

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antonwitt 09.12.2011, 20:56
28.

Zitat von deb2011
Mir persönlich graut vor einem Merkel-Sarkozy Europa. Für mich waren die Briten immer ein wichtiger Teil von Europa, haben zur kulturellen Identität von Europa sehr, sehr viel beigetragen. Es wäre also extrem schade, wenn man jetzt in Europa den Konsens aufgeben würde und Europa noch einmal teilen würde.
kurze Hinweise: Sarko nächstes Jahr weg, Merkel 2013
Kultur und Identität für Europa? Wenn dann vor vielen Jahrhunderten.
Oder meinten sie das Essen (Plumpudding, Minced Beef,...), die Getränke, die Versklavung der halben Welt (Commonwealth genannt), das Königshaus (alles Deutsch!!!, Hannover, Battenberg), Golf, Fussball, Hockey, Polo, Cricket, Linksverkehr, Autos, Dampfmaschinen, etc? Alles Vergangenheit.
Ansonsten haben wir doch einen Tunnel nach drüben, Fähren, Flugzeuge - also von Teilung kann keine Rede sein. Außerdem müssten "man" dann auch mal zum Ganzen gehört haben, dann könnte man wieder teilen....

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klasl 09.12.2011, 20:57
29.

[QUOTE=nouwo;9282249] Zitat von sysop
Insofern, obwohl ich nicht unbedingt ein Freund der Engländer bin (aber auch nicht deren Feind - neutrale Haltung!), möchte ich mal kundtun, dass mich dieser Mr. Cameron ob seiner Stand- haftigkeit schon beeindruckt. Er schützt nationale Interessen, das ist seine Aufgabe.
Als Brite möchte ich Sie dazu fragen, welche unserer NATIONALEN Interessen David Cameron da gestern denn nun besonders geschützt hat? Daß er sein Möglichstes für die City of London getan hat, steht außer Zweifel. GB ist aber doch etwas größer, als die City of London, deren Interressen auch nicht unbedingt mit denen des Landes identisch sind.

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