Forum: Politik
EU-Gipfel: Der Mann, der Nein zu Europa sagte

Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.

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Herr Hold 09.12.2011, 21:21
40. Interessen

Zitat von Andreas Rolfes
Beneidenswert die Briten. Wieso gibt es in Deutschland keine standhaften Politiker, die mal deutsche Interessen durchsetzen und NEIN sagen???
Dazu müssten die Politiker erst wissen, was die "deutschen Interessen" sind.Und bevor es keine Volksbefragung gab, tun Sie nichts anderes als die, denen Sie das Verhalten vorwerfen: Ihre Meinung muss wohl die der Mehrheit sein, weil die einzige (scheinbar) vernünftige. Bis dahin fischen Sie genauso im Trüben.

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Mr. XXX 09.12.2011, 21:22
41. xxx

Zitat von unterländer
: Zwar sind die Briten die Paria-Rolle in Brüssel gewohnt und gefallen sich seit Jahren darin, aber die überraschend klare Allianz 26 zu 1 in der Frage der Fiskalunion kam doch als Schock.
Moment mal! Von welcher Alianz "26 zu 1" sprechen Sie? In Brüssel ist doch heute gar nichts Handfestes beschlossen, geschweige denn unterzeichnet worden. Die Euro-Gruppe der 17 und möglicherweise neun weitere Staaten haben erklärt, sich künftig in Sachen Haushaltsdisziplin "enger abzustimmen". Punkt. Es handelt sich also zunächst um eine Absichtserklärung, die erst einer konkreten vertraglichen Ausgestaltung bedarf. Nach dem aktuellen Stand der Dinge scheint eine Umgestaltung der Verträge durch 17 -also "Vertrag im Vertrag"- juristich nicht möglich. Merkel hat zwar verlautbaren lassen, sie hätte diesbüzüglich "Spielräume" -was bei bei ihr heißt, auch diesen EU-Vertrag werde ich brechen, denn da wo ich herkomme, gabs kein "Vertragsrecht"- sicher ist das aber noch lange nicht, denn die Briten werden sich querstellen. Und wenn es klappt, dann wird erst bis März über die vertraglichen Details gerungen, dieses muß dann durch die nationalen Parlamente und in einigen bedarf es einer Verfassungsänderung, um die Ratifizierung durchzukriegen...

Der nächste EU-Gipfel zur "Lösung" der EU-Krise kommt sicher, schneller als man es sich denken kann...

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tutmosis 09.12.2011, 21:22
42. Titanic?

Zitat von deb2011
Mir persönlich graut vor einem Merkel-Sarkozy Europa. Für mich waren die Briten immer ein wichtiger Teil von Europa, haben zur kulturellen Identität von Europa sehr, sehr viel beigetragen. Es wäre also extrem schade, wenn man jetzt in Europa den Konsens aufgeben würde und Europa noch einmal teilen würde.
Wenn es Sie so arg vor Kontinentaleuropa graust, dann: also früher sagte man ja: 'Dann geh doch nach drüben!'...
Mir gefiel die Metapher mit dem Besteigen der Titanic besonders gut. Da waren auch Leute drauf, die sich von Europa entfernen und sich mehr den USA annähern wollten. Hat aber nicht gut geklappt.

Naja, ernsthaft: Sie haben natürlich recht. Ohne das Vereinigte Königreich fehlte in Europa was. Aber glauben Sie mir: Wir beide sind nicht die einzigen, die das wissen. Cameron versucht z.Zt. mit Recht, herauszuholen, was möglich ist.
Staaten sind mit niemandem befreundet, auch nicht mit anderen Staaten. Oft ist es sinnvoll, ähnliche Interessen gemeinsam zu verfolgen. Das aber mit 'Völkerfreundschaft' (den Begriff kenn' ich doch irgendwoher?) zu verrühren, ist kontinentale Sentimentalität.
In Großbritannien betrachtet man das richtigerweise nüchterner. Realismus und Pragmatismus. Gleich zwei der von Ihnen erwähnten wichtigen Beiträge, auf die Europa nicht verzichten sollte.

Grüße, tutmosis

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hans-peter köppe 09.12.2011, 21:22
43. Großbritannien ist der USA engster Verbündeter

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Großbritannien ist der engste Verbündete der USA und schon deshalb nicht allein. Ist es möglich, dass die USA im Grunde skeptisch, missgünstig gegenüber einem geeinten Europa gesonnen sind und in dem Sinne Großbritannien beeinflussen?

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A&O 09.12.2011, 21:27
44. Sie können es nicht udn sie lernen auch nichts

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Bevor jetzt der ganz grosse Jubel darüber ausbricht das man es den Tommies aber so richtig gezeigt hat, sollte man vielleicht einmal drüber nachdenken, ob all dieses ständige auf den letzten Drücker Milliardenschwere Entscheidungen zu erzwingen eigentlich in irgendeiner Weise große Politikerkunst darstellen soll? Man hat doch eher den Eindruck da sind seit knapp 2 Jahren die Praktikanten zugange und kriegen es eben gerade nicht hin. Die Bewertung der Leute vom Fach -sprich der Rating Agenturen - beweist ja eben diese These. Das eigentliche Problem ist ja nur am Rande, das jetzt England über die Klippe springt. Die konfusen und unentschlossenen Massnahmen der letzten 18 Monate sind eben das Menetekel - und das ist Merkozy hausgemacht. Nicht das der Rest der EU Tröpfe in irgendeiner Weise mit mehr Hirn gesegnet wäre. Wenn man sie so betrachtet denkt man unwillkürlich, irgendjemand sollte ihnen mal sagen, das man nicht mit einem Messer bewaffnet zu einer Schiesserei geht.....

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rafkuß 09.12.2011, 21:27
45. Aua!

Zitat von Louis_tick
naja, die Schweizer sind ja auch nicht schlecht dran, Wir sind halt zu dumm, um grosse Banken aufzubauen und denken wir muessen immer wie die Verrückten arbeiten das ganze Leben und was produzieren. Vielleicht schaffen es die Briten mit der City of London ja auch.
Nicht, dass ich daran erinnern möchte, dass die Schweiz bekanntlich keine Insel ist, bergiger, deutlich weniger bevölkert und problemgeplagt ... dieser Vergleich hinkt nicht nur, der wird schon im Rollstuhl transportiert!
Und: glauben Sie mir, ich bin wirklich heilfroh, dass wir nicht nur versuchen mit/aus heißer Luft letztendlich wertlose bunte Papierfetzen zu drucken, um sich KURZ(!) daran berauschen zu können.
Und wie`s so ist nach den Räuschen - der Riesenkater ist gewiss!

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antonwitt 09.12.2011, 21:29
46.

Zitat von maulkorb
Im Gegensatz zu vielen meine ich, daß Frau Merkel eine Niederlage erlitten hat. Warum? Die Erringung der Zustimmung der 26 EU Partner war nämlich der mit Abstand leichteste Teil ihres Vorhabens. Das Schlimmste liegt noch vor ihr. Wie Mario Monti die Beschlüsse von Merkel durchs italienische Parlament bringen will, ist mir schleierhaft. In Irland steht sogar eine Volksabstimmung an. Wenn es schon am Anfang so schlecht läuft, dann stehen die Zeichen nicht unbedingt auf Sieg.
Dann eben zurück zum alten Europa - Grenze hier, Grenze da, Geldtausch, etc. Jeder für sich und in den Ferien stehen wir im Grenzstau, Visa-Pflicht und endlich wieder Kolonialwaren-Läden mit exotischen Genüssen aus GB, Irland, Italien, Österreich, Frankreich, Spanien, etc. Und unseren Sekt können wir auch wieder Champagner nennen...
Im 18./19. Jahrhundert musste man auf der Fahrt von Hamburg nach München auch 16 Grenzen überschreiten und unterschiedliche Währungen eintauschen. Hat auch alles funktioniert, geht alles. Europa der 100 Staaten! Bayern wird wieder königlich, Hamburg Stadtstaat, Niedersachsen wird von diversen Königshäusern zum Lehenstaat (vorsicht, das englische Königshaus stammt aus Hannover....), ...
Ja, ja, die gute alte Zeit, DM, Pfund, Franke, Schilling, Krone, Lira, Gulden, etc.
Ich glaube, dies haben wir endgültig hinter uns. Blick nach vorn in ein einiges - vielleicht vereintes - Europa!

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ad2000 09.12.2011, 21:30
47. Raus aus dem Euro!

Zitat von sysop
Die Euro-Skeptiker unter den britischen Konservativen jubeln:*Endlich haut mal einer auf den Tisch in Brüssel. Andere sprechen nach dem Veto ihres Premiers von einem Schwarzen Tag für ihr Land - David Cameron habe Europa damit den Deutschen und Franzosen überlassen.
Wer wäre es mit: Der Mann, der Ja zu seiner Nation sagte! Eine Attitüde, die unsere Volksvertreter seit Jahrzehnten nicht mehr beherrschen und stattdessen Vaterlandsverrat par excellence begehen!

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rafkuß 09.12.2011, 21:32
48. Ich schätze mal, das Geplärre...

[QUOTE=nouwo;9282534] Zitat von antonwitt
welches die Kindergärtnerin den Wänsten zur Verfügung stellen kann - Monopoly heisst es. Des Kindes Cameron Spielbrett hat eine andere Aufmachung, jedoch ist gleiches Spielverhalten von Nöten. Dem Kind Cameron gefällt die Aufmachung des eigenen Spielbrettes besser als dem seiner Mitkinder. Die Regeln sind gleich. Jeder versucht, das Spiel zu gewinnen. Ich sehe GB heute nicht isoliert, sondern gestärkt. Good night
...des Kindes GB, das gewickelt werden müsste und nach dem (Finanzspritzen)Schnuller begehrt, geht spätestens in zwei Wochen los.

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weltbetrachter 09.12.2011, 21:33
49. Mißbrauch ... ???

Die Briten fühlen sich als "mißbrauchte Ehefrau von Europa" ??? Wer hat denn hier wohl wen mißbraucht.
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Wenn es darum geht, EU-Gelder abzugreifen, waren und sind die Briten immer in der ersten Reihe. Sobald aber auch Opfer zu bringen sind, machen die sich einen "schmalen Fuß" und blockieren dann auch noch alles.
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Solche können wir in Europa nicht gebrauchen. Sollen die doch mit sich selbst glücklich werden. Aber es wird der Tag kommen, wo die Briten an die Türe von Europa klopfen und um Hilfe betteln.

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