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EU-Gipfel: Merkel fordert Osteuropa heraus
AFP

Deutschland ist bereit, mehr Geld für die EU auszugeben. Doch ein internes Papier der Bundesregierung zeigt, dass Berlin dafür Gegenleistungen erwartet. Auf dem EU-Gipfel droht Streit.

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DerÜblicheVerdächtige 23.02.2018, 11:19
1. es ist ja ok, wenn der der viel hat

auch mehr leistet... das ist das Solidaritätsprinzip. No issue.
Aber das heisst nicht, dass die anderen gar nix machen und ganz besonders heisst das nicht, dass andere sich hinstellen und sagen, dass sie überhaupt keine Veranlassung sehen, etwas zu tun.
*seufz*

Diese Seppel setzen die gute Idee der EU (so mistig sie auch umgesetzt is im Moment) auf's Spiel.

Erinnert das einen an Bismarks Reichsgründung? :P

nur wen krönen wir jetzt zum Kaiser?

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reznikoff2 23.02.2018, 11:20
2. Geld als Druckmittel...

...einzusetzen, um Leute gefügig zu machen, ist eine echt jämmerliche Maßnahme. Daraus lässt sich auf Dauer keine Gemeinschaft erhalten. Das wird die EU zum Kippen bringen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Weniger Geld verteilen und auf das setzen, wo Gemeinsamkeiten bestehen. Man kann sich eine EU nicht zusammenkaufen. Gleichzeitig heißt das auch: diejenigen, die nur zum Handaufhalten in die EU gekommen sind, sollten wieder austreten. Die sind keine Bereicherung. Sondern überflüssig.

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Kanalysiert 23.02.2018, 11:21
3. Korrekte Maßnahme

Darauf warten wir schon länger, dass man diese Unsummen der Geldverteilung endlich mal an Bedingungen knüpft. Alles Andere ist nicht vermittelbar. Seit Jahren ärgern wir uns über das Verhalten der Ost-EU-Länder, die stets ganz vorne stehen, wenn es was abzukassieren gibt und bei potentiellen Pflichten im Gegenzug sich dann verweigern.
Nur Hand aufhalten und Kriminalität zu uns zu exportieren ist nicht akzeptabel!

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Rainer Heidelberg 23.02.2018, 11:21
4. es ist nicht akzeptabel

wenn gewisse Länder (z.B. Polen) nur von der EU profitieren. Das muss ein Ende haben. Die EU sollte sparen, die Administration und den Regulierungswahn reduzieren und regionale Förderungen auf ein Minimum beschränken. Das wäre gerecht. Öttinger kann gut reden. Er war noch nie für das Ergebnis einer Firma verantwortlich. Völlig unterqualifiziert. Deutschland und andere Staaten sollten gar nichts mehr zahlen! Das wäre die richtige Antwort an Steuerzahler!

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werder11 23.02.2018, 11:22
5. ein witz

daß ein land wie polen der eu droht - womit denn? wollen sie gegen uns krieg führen? hoffentlich erklärt bald mal jemand aus brüssel, was länder wie polen, ungarn, rumänien oder bulgarien u.a. eigentlich für die eu tuen - was haben WIR davon, außer selbst finanzierten export, daß uns zb polen laufend auf der nase rum tanzen darf und auch noch abkassiert dafür - ich bin dafür, daß wir gar nichts mehr zahlen - dieses päpstlicher sein als der papst sollten wir endlich mal ablegen!

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Hermes75 23.02.2018, 11:23
6.

Frau Merkel, Solidarität kann man nicht kaufen. Egal ob Personen oder Staaten: Entweder man ist solidarisch oder man ist es nicht.
Ich fand die letzten beiden Jahre hinsichtlich diesen Punktes sowohl aufschlussreich wie auch enttäuschend.
Eine Solidargemeinschaft kann nur funktionieren wenn die Mitglieder hinter dieser stehen. Wir brauchen keine Mitglieder deren Solidarität man kaufen muss.

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chronoc 23.02.2018, 11:25
7. Panik!

Wird die EU die gesamte Organisation stromlinienförmiger gestalten? Werden die teils massiven Vergünstigungen oder "Aufwandsentschädigungen" der Abgeordneten des Europäischen Parlaments eingedampft? Werden die unzähligen Bürokratiemonstren endlich deutlich gestrafft? Was ist mit dem schwachsinnigen Riesenumzug jeden Monat von Brüssel nach Straßburg? Ich frage mich immer wieder, wieso auch die EU stets und ständig in Geldnot zu sein scheint, die Mittel für ausufernde Edelbürokratie aber IMMER in riesigen Mengen da sind. Wäre die EU eine klar durchoptimierte Organisation, die auf Effizienz getrimmt wäre, würde man noch so manchen Exit stemmen können. Da die EU aber ein Selbstbedienungsladen in Hochglanz ist, kommt man dann schnell in Panik, wenn etwas passiert.

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KingTut 23.02.2018, 11:26
8. Bitte Gegenrechnung nicht vergessen

Das ist nicht ganz nachzuvollziehen. Denn wenn die Briten aus der EU austreten, dann entsteht zwar auf der einen Seite eine nominelle Einbuße in Höhe ihrer Beitragszahlungen, aber auf der anderen Seite müssen die Briten, um weiterhin Zugang zum größten Binnenmarkt der Welt zu haben, Ausgleichszahlungen an die EU entrichten. Gemessen an dem, was dafür die Schweiz und Norwegen pro Kopf der Bevölkerung an die EU zahlen, sollten wir nach dem Brexit also netto keine Einbußen haben. Ich frage mich, warum die Gegenrechnung plötzlich nirgendwo auftaucht.

Was die Leistungen Deutschlands an die EU betrifft, so haben wir natürlich das Recht, diese an Bedingungen zu knüpfen. Frau Merkel ist in diesem Punkt zu Recht knallhart. Wäre sie nur bei der Türkei auch so unnachgiebig. Diese Widersprüchlichkeit unserer Kanzlerin ist ein Mysterium.

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budweiser1 23.02.2018, 11:30
9. Perfekte Gelegenheit den Haushalt zu bereinigen

Also was Besseres kann der EU doch jetzt nicht passieren: den Brexit nutzen um den aufgeblähten EU-Haushalt mal auf Vordermann bringen.
1. die entfallenen 12-14Mrd. UK Gelder ersatzlos streichen
2. Die Gelder nach neu verteilen, und zwar nach Effizienz, Rechtstaatlichkeit, Solidarität etc.

Sollen die Ost-Staaten doch toben. So what? Und mit diesem Reinemachen des Haushalts könnte die EU bei den Bürgern auch wieder Glaubwürdigkeit erlangen. Es wird nicht mehr so viel Geld sinnlos verpulvert.
Frau Merkel ist in einer einmaligen Situation: sie muss keine Angst haben, nicht wiedergewählt zu werden und hat als Vertreterin der größten Volkswirtschaft in Europa das notwendige politische Gewicht. Also, worauf noch warten? Damit könnte Sie ein bleibendes Vermächtnis hinterlassen. Als die Frau, die gemeinsam mit Macron die EU wieder auf die Spur gebracht hat. Und wenn es Polen, Ungarn, Tschechien nicht passt: you can always join the Brexit!

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