Forum: Politik
EU-Gipfel zur Krim: Europas große Chance
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kioto 20.03.2014, 10:46
1. Ursache und Wirkung verwechselt

Der Konflikt wurde doch eskaliert, um einen Gegenpol zu EU Kritik und EU Verdrossenheit zu bilden. Ein in totalitären Staaten erprobtes Mittel.
mfg Kioto

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Zickenschulze 20.03.2014, 10:47
2. EU zeigt Einigkeit

Es ist die Einigkeit der Ratlosen und Handlungsbeschränkten. Es gibt keine kurzfristige Lösung für gegenläufige politisch-wirtschaftliche Interessen bez. der Krimkrise. Das Maß der (fragwürdigen) Sanktionen traut sich niemand in der EU auf den Punkt zu bringen. Die Reaktion Russlands könnte beim Überspannen des Bogens härter gegen die EU ausfallen, als die veranlassten Sanktionen. Insofern bleibt den Regierungschefs der EU nichts, als Geschlossenheit zu demonstrieren - uns dabei wird es wohl bleiben.

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ghanima23 20.03.2014, 10:54
3.

"Daher müssen die EU-Staaten, so Bremmer, dort ähnliche Einigkeit zeigen, wenn es also nicht mehr darum geht, Putin zu bestrafen, sondern das fragile demokratische Experiment in Kiew und Umgebung zu fördern."

Welches fragile "demokratische Experiment" mein der Mann damit? Den Putsch nach bereits 2 color Revolutionen als "fragiles demokratischen Experiment" zu bezeichnen, mag vielleicht der Sichtweise des europäischen Ablegers der Carnegie Endowment entsprechen, ist aber genauso hohle Propaganda wie Spruchbänder, welche den allgemeinen Niedergang un Verfall als 'Fortschritt des Sozialismus' gepriesen haben. Solche propagandistischen Sprechblasen sind doch einfach nur lächerlich.

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unlogisch 20.03.2014, 10:59
4. einfache Bürger wollten ihre Macht beweisen

Zitat von sysop
In dieser für Putin und Russland so wichtigen Ukraine haben einfache Bürger aber gerade ihre Macht bewiesen - indem sie ihre Vorliebe für Europa deutlich artikulierten.
Sehr geehrter Herr Schmitz,

wo ist denn da die Vorliebe für Eurpa, bis auf Klitschkos Partei (4%) sehe ich das nicht.

Zitat von
Nach einer Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung mobilisiere der Parteivorsitzender Tjahnybok „antisemitische Ressentiments, Fremdenfeindlichkeit und ukrainischen Isolationismus“. Er äußere sich „dezidiert antirussisch und gleichzeitig antiwestlich und trifft damit Stimmungen, die in einigen Regionen der Westukraine prävalent sind.“
Quelle: (de.wikipedia.org) über Swoboda http://de.wikipedia.org/wiki/Allukra...oboda%E2%80%9C

Könnten Sie diese einfache Frage bitte beantworten?

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ghanima23 20.03.2014, 11:03
5.

"An derlei Stellgrößen geduldig zu schrauben, liefert keine krachenden Schlagzeilen wie Strafmaßnahmen im Stil eines neuen Kalten Krieges. Ein solches Vorgehen ist letztlich auch anstrengender, weil es viele Jahre dauern kann. Doch wenn Europas Politiker langfristige Interessen über kurzfristige stellen, handeln sie strategisch statt nur taktisch, sagt Jan Techau von der Brüsseler Denkfabrik Carnegie Europe.

Will die EU Putin wirklich beibringen, dass seine Art von Außenpolitik im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr hat, kann es für sie nur eine Antwort geben: eine eigene strategische Außenpolitik für das 21. Jahrhundert"

Und die Amerikaner können frohlocken bindet es doch Europa in Zukunft auf Gedeih und Verderb an die USA. Damit hat es sich dann aber auch mit einer "eigenen strategische Außenpolitik für das 21. Jahrhundert". Das die Russen ebenso wie Europa langfristig an "Stellgrössen" schrauben werden, sie müssen dann ja wohl ob sie wollen oder nicht, lässt am Ende nur einen im Regen stehen, Europa.

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heinzpeter0508 20.03.2014, 11:05
6. Einigkeit in was - im Russland bashing

Nur ein hirnrissiges Ablenkungsmanöver der EU Politclowns, von den wahren Problemen in der EU. Die EU bekommt die Eurokrise nicht in den Griff, die EU bekommt das Problem der Südländer nicht in den Griff, d.h. Arbeitslosigkeit und Strukturreformen, die EU ist unfähig zu einer nachhaltigen, ökologischen Energiepolitik zu kommen, die EU findet kein Mittel gegen die Verarmung der Menschen.

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Spiegelkritikus 20.03.2014, 11:07
7. Ideologisch motivierte Analyse

Zitat von sysop
Wird Putins kalte Machtpolitik die EU spalten? Im Gegenteil. Die Europäer sind sich einig wie selten. Jetzt bietet sich ihnen eine große Gelegenheit: Sie könnten endlich gemeinsam eine strategische Außenpolitik zimmern.
Eine US- und kapitalhörige "Analyse" wie aus dem Biderbuch. Die EU soll nun also Einigkeit zeigen und eine "strategische Aussenpolitik zimmern", indem sie das "fragile demokratische" Pflänzchen in Kiew nach Kräften unterstützt und fördert. Dass es sich hierbei um eine nicht vom Volk gewählte Übergangsregierung handelt, die obendrein von Rechtsradikalen durchsetzt ist, wird natürlich mit keinem Wort erwähnt - aber das kennen wir inzwischen ja zur Genüge.

Die neue politische Geschlossenheit, die hier propagiert wird, soll also von vornherein auf Heuchelei und Födrerung zwielichtger, teils undemokratischer Kräfte gegründet werden. Das ist fürwahr eine gute und tragfähige Basis! Zudem stünde sie unter direkter Ägide der USA, würde also die diesbezügliche Abhängigkeit weiter zementieren.

Was der Autor zudem übersieht: Kommt es zu einer Eskalation der gegenseitigen Sanktionen, ist es rasch vorbei mit der Einigkeit, vor allem, wenn Russland die EU-Länder unterschiedlich sanktioniert. Spätestens dann verfolgt jedes Land wie üblich seine eigenen Interessen - man muss kein Prophet sein, um das vorherzusagen.

Nein, der Westen muss endlich selbstkritisch sein Handeln vor und seit der zwangsläufig heraufbeschworenen Krise überdenken, vom hohen Ross herunterkommen und in einen Dialog auf Augenhöhe mit Russland eintreten. Alles andere ist kontraproduktiv und gefährlich.

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harald_haraldson 20.03.2014, 11:07
8. Was soll dabei herauskommen?

Die fünfte Kolonne der USA? Erste Maßnahme der neuen Einheit in Europa könnte dann gleich das zügige Durchwinken des Freihandelsabkommens sein; vielleicht liegt dann nächstes Jahr zu Weihnachten schon die erste Chlor-Ente auf dem Teller!

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mdhp 20.03.2014, 11:08
9. Sorry, aber das ist utopisch

Gerade kurz vor der Krise sind doch gerade die Engländer quer geschossen, warum sollte sich das jetzt für die ändern ?
Die interessiert die Ukraine und Russland doch noch weniger als uns. Das alles wird viele Staaten vor große innenpolitische Probleme stellen, auch uns, wenn die Gaspreise explodieren. Der lachende Gewinner dürften die USA sein, dank sinkendem Euro (wir werden es erleben), boomt dann deren Wirtschaft, dank stärkerem Dollar (und höhere Verschuldung).

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