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EU-Innenminister ohne Konzept: Europa in der Sinnkrise
REUTERS

Europa droht an der Flüchtlingskrise zu zerbrechen: Selbst auf Minimalkompromisse, die lediglich die Symptome des Dramas lindern würden, können sich die Regierungen nicht einigen. Wenn schon das nicht geht - wofür gibt es die EU eigentlich noch?

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clockwork-orange 15.09.2015, 05:55
1. wofür es Europa gibt?

Das frage ich mich nicht erst seit der Flüchtlingskrise. Dieses Bürokratie-Monster gehört abgeschafft. Und wer von Einigkeit unter den Mitgliedstaaten träumt, sei daran erinnert, wie so etwas im kleinen schon mal in Jugoslawien gescheitert ist.

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surfaxel 15.09.2015, 06:00
2. Es zeigt, dass die EU eine ...

Schönwetter- Veranstaltung ist, die nicht in der Lage ist, auf demokratischem Weg ein Problem zu lösen. Das Verlagern vom Kompetenz nach Brüssel geschieht in Deutschland nur um die eigene Hilflosigkeit und Planlosigkeit zu kaschieren . Es wird Zeit, den Kasperlverein zuzumachen und wieder selbst Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Wenn Frau Merkel das nicht kann, dann eben ohne sie, ein Rücktritt geht schnell...

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Karaja 15.09.2015, 06:04
3. Nach der faktischen

Vergemeinschaftung der Schulden in der EU nzw. dem Euroraum hilft hier nur eine Vergemeinschaftung des Asylrechts. Das Grundgesetz muss mittelfristig geändert werden, das deutsche Asylrecht abgeschafft und gegen ein europäisches ausgetauscht werden. Das ist der einzige Weg ein weiteres zerreißen der EU abzuwenden. Der Trend - egal, ob es sich um Banken, Konzerne oder Staaten handelt - sich die kleinsten Schmerzen und die größten Wohltaten aussuchen zu können muss ein für alle Mal unterbunden werden, will Europa überleben. Das nenne ich mal alternativlos!

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Fackus 15.09.2015, 06:08
4. wofür es Europa noch gibt ?

Damit solche Katastrophen gemeinsam bewältigt werden können!
Wenn sich aber Deutschland immer wieder quer stellt - wie solls dann gehen ?

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epigone 15.09.2015, 06:08
5. Großer Unsinn, Herr Becker!

Die EU ist was sie ist - und das ist in vielerlei Hinsicht für uns alle bereits ein großer Gewinn. Ich erspare es mir, ihnen das zu erklären, denn das hieße, davon auszugehen, dass sie ihren Beruf vollkommen verfehlt hätten.

Was die EU nach Innen, für ihre Bürger und Staaten ist und noch werden kann, werden wird und muss, ist das Eine. Ob sie deshalb heute ein (typisch deutsch-idealistischer) Weltenretter sein kann, ist eine volkommen andere Frage, nämlich eine naiv-unrealistische.

Jedenfalls ist es völlig unangebracht, die Situation der immerhin zumeist aus sicheren UNHCR-Lagern kommenden Syrer für herzerweichenden Bilder zu missbrauchen, zugleich aber vom wirklichen Elend in der Welt weitestgehend journalistisch abzusehen.

Wenn es der journalistisch-manipulativen "Öffentlichkeit" um Humanität und Menschenrechte ginge, so wären zuallererst und vor allem Fähren, Flüge und Brücken v.a.in alle schwarzafrikanische Staaten südlich der Sahara (bis auf SA) und nach Indien und Indonesien erforderlich, Länder in denen man leicht des Hungers sterben kann, was insbesondere für Kinder gilt.

Ich wünsche mir jedenfalls endlich mehr erwachsenen und verantwortungsvollen Journalismus, der moralische Pflichten wie Grenzen unserer europäischen Gemeinschaft benennt.

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braindead0815 15.09.2015, 06:12
6. hier zeigt sich

immer mehr, was die EU kann und was sie nicht kann.
ein gebilde, um neoliberale interessen zu vertreten. währung, globalisierung. alles um wirtschafts-/lobbyinteressen umzusetzen, nicht den menschen zu dienen.
ob bankenkrise, eurokrise, nsa-überwachungskrise, flüchtlingskrise. die krisen werden immer mehr, keine wird bewältigt. es werden nur symptome behandelt, um die interessen der wirtschafts-und finanzindustrie und der USA zu schützen.

und allen voran - fr. merkel. als erfüllungsgehilfin.
um die flüchtlinge wird geschachert,als wäre es vieh.

europa - quo vadis?
gestern standen wir vor dem abgrund - heute sind wir einen schritt weiter.

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andreu66 15.09.2015, 06:13
7. Merkel stürzt EU in tiefe Krise

Wer im Alleingang Syrien einlädt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die anderen nicht mitziehen. Die Einigung für Wenige kann gar nicht funktionieren, weil dann morgen Berlin kommt und den andern nach dem gleichen Schlüssel Millionen aufdrücken will und deren Länder auch noch destabilisieren.

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Niedlifizierer 15.09.2015, 06:17
8. Europa, doch nur ein lockerer Freihandelsraum?

Das Konstrukt der EU war seit den Anfängen nur auf eine Erweiterung des Wirtschaftsraums ausgerichtet. Man denke nur an die früheren Bezeichnungen (Montanunion!, Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft! (EWG)).

Eine politische Union war und wurde nie angestrebt, auch wenn Pappkulissen wie EU-Parlament und -Kommission dem Bürger etwas anderes suggerieren sollen. Es ging von Anfang an (im wahrsten Sinne des Wortes) nur um Kohle. Nicht umsonst sitzt in Brüssel der weltweit größte Lobbyistenhaufen!

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rolf.scheid.bonn 15.09.2015, 06:19
9. Die EU ...

... ist leider nur eine Schönwetterkonstruktion. In stürmischen Zeiten kann man sich nicht darauf verlassen. Jeder Staat sucht für sich die beste Lösung. Für das Problem der Flüchtlinge hat Die EU nie einen praktikablen Plan gehabt. Das rächt sich jetzt. Und das ist nur der Anfang. Wenn die Grenzen nicht endgültig dicht gemacht werden, kommen immer mehr Flüchtlinge. Erst eine Million, dann zwei, vier, acht und so weiter. Und alle Flüchtlinge werden vorgeben, aus Syrien zu kommen. Das wird dann das Ende der EU sein. Schade, es fing doch alles so gut an vor 60 Jahren. Australien hat das Problem durch konsequente Abschottung in den Griff bekommen. Dort kommt keiner mehr illegal rein. Und vor den Küsten Australiens ertrinkt auch niemand mehr. Im Gegensatz zur EU-Südküste. Deswegen ist die australische auch die menschlichere Lösung. Nur bei Adaptation der australischen Lösung kann die EU überleben, andernfalls wird sie unter den Flüchtlingsmassen zerbrechen.

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