Forum: Politik
EU nach Brexit-Votum: Juncker und Schulz, das unbelehrbare Duo
DPA

Mehr Integration der EU soll die Antwort auf das Brexit-Votum der Briten sein - wie eigentlich auf jedes Problem, wenn es nach Jean-Claude Juncker und Martin Schulz geht. Dabei sind sie selbst das Problem.

Seite 12 von 36
karend 27.06.2016, 20:12
110. .

"Die EU braucht mehr Einfluss". Ja, genau. Das ist es, was wir uns wünschen ...

"Es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass sie den Europahassern in vielen Ländern mit ihrem unkonditionierten "Weiter so" Munition liefern."

Skeptisch gegenüber Brüssel und den Politikern zu sein, hat nichts, aber auch gar nichts, mit Europahass zu tun. EU-Skeptiker zu sein entspricht keinesfalls, Europahasser zu sein. Aber es ist ein so schön simples Weltbild, oder? Zumindest offenbart es, wie tolerant Autoren gegenüber den Skeptiker sind.

Beitrag melden
kalim.karemi 27.06.2016, 20:13
111. die Weltfremdheit

diese Herren Schulz ist erstaunlich. Die Gesichter der EU machen den ganzen Verein, nicht sympathischer. Und auf die geniale Idee, daß das Out der Briten auf zu wenig Brüssel zurückzuführen ist, auf die muß man erstmal kommen. Dazu braucht es schon Spitzenbeamte und "überzeugte" Europäer wie Schulz und Junker.

Beitrag melden
angelprofi87 27.06.2016, 20:14
112.

Irgend jemand muss ja wieder schuld sein .....

Beitrag melden
spon_3308703 27.06.2016, 20:14
113. @parrotadvice4u

And .... is it possible that a country can ignore something or do you mean the britains resp. The government??

Beitrag melden
fliese1 27.06.2016, 20:14
114. Sie haben

Zitat von Hamberliner
Der Beitrag entspricht zwar auch sehr meiner Meinung, macht aber einen Bogen um den Grund, warum immer mehr Integration Europa vernichten kann und vielerorts nicht gewollt ist: die Vielfalt, die unterschiedlichen Lebensweisen, Denkweisen und Kulturen, vertragen es nicht, vereinheitlicht zu werden. Europa ist keine Nation und will es auch nicht werden. Vereinigte Staaten von Europa - das wär das Ende unserer Identitäten und Kulturen. Sollen sich Franzosen etwa von Deutschen das Foie Gras verbieten lassen und die Spanier den Stierkampf? Wollen wir Deutschen uns etwa von Schweden ein Tempolimit vorschreiben lassen? Für die Leute auf Sardinien ist eine Käsesorte mit lebenden Würmern eine traditionelle Delikatesse, mit welchem Recht verbietet das die EU? Und der Pferdefleisch-Skandal, gar nicht so lange her, kam doch zustande, weil Rumänien, wo Pferdefuhrwerke traditionell denselben Stellenwert hatten wie Autos, auf einmal Pferdefuhrwerke als allgemeines Verkehrsmittel verbot (wohl auf Druck der EU), so dass viele Pferde geschlachtet werden mussten. Die EU ist kein Staat, sondern ein Vertragswerk zwischen souveränen Nationalstaaten um unsere wirtschaftliche Prosperität zu stärken. Die Briten haben nun dankenswerterweise nachgeholfen, das begreiflich zu machen, und wenn diese biritsche Lektion Wirkung gezeigt hat werden sie bestimmt der EU wieder beitreten, sofern sie nicht sowieso drauf verzichten Artikel 50 auszulösen.
es auf den Punkt gebracht. Auch wenn manche hier nach immer mehr Europa schreien, wird dies an den von ihnen geschilderten Punkten scheitern. Die Vereinigten Staaten von Europa sind ein schöner Traum der aber an der Lebenswirklichkeit scheitert, weil den die meisten Menschen nicht wollen.

Beitrag melden
Großkarl 27.06.2016, 20:16
115. Sehr gut

Das erste mal seit langem dass ich hier einen solch guten Artikel gelesen habe

Beitrag melden
der_franzose 27.06.2016, 20:17
116. Mathematik

-Juncker-Schulz-Merkel-Schäuble=Europa (wie wir es uns wünschen)

Beitrag melden
cicero_muc 27.06.2016, 20:18
117. #27: Was Cameron tut oder sagt ist völlig belanglos

Zitat von parrotadvice4u
"BRITAIN will NOT ignore the result of the historic EU referendum - but won't bow to pressure from Brussels to trigger Article 50 immediately, David Cameron declared today.
Cameron ist vollständig irrelevant.

Die UK-Regierung zerfällt, die Opposition liegt sich gegenseitig in den Haaren.

Die UK sind kurz davor unregierbar zu werden.
Neuwahlen liegen in der Luft - die evtl. erst von dem neuen Premier ausgerufen werden.

Das alles hat aber bitteschön nichts, aber auch gar nichts mit der EU zu tun.

Das Einzige, was zählt ist das, was die UK machen sobald sie wieder eine handlungsfähige Regierung haben.

Weiß der Teufel, vielleicht machen sie nochmal ein Referendum, in dem sie das Volk befragen, ob das letzte Referendum ignoriert werden darf und statt dessen das Parlament entscheidet was zu tun ist.

Das Brexit-Referendum war im Prinzip nichts anderes als eine gigantische (und teure) Meinungsumfrage, mit keinerlei rechtlicher Konsequenz.

Cameron ist nur ein ein blasser Schwätzer, eine "lame duck" wie sie im Buche steht. Der ist mehr oder minder nur noch so eine Art Frühstücks-Direktor.

Meine Empfehlung an Sie:
Wenn sie britische Medien zitieren, dann wählen Sie doch bitte eine weniger schreierische Publikation aus.

Falls Sie sich da nicht so auskennen, dann probieren Sie es doch mal mit "The Guardian" oder "The Times".

Wenn Sie so ein Medium zitieren, wie sie es ausgewählt haben, dann können Sie sich eigentlich nur blamieren. Das ist doch nur peinlich.

Beitrag melden
arago 27.06.2016, 20:18
118. Bei dem Kommentar habe ich Unbehagen.

Ich kenne die Originaldenke von Schulz und Juncker nicht. Sollten sie aber mehr Macht für das Europäische Parlament gefordert haben, ist das doch völlig richtig. Die EU wird nur von den Nationalstaaten durchlöchert und die Kommission ist deren willfähriger Vollstrecker. Im Gegensatz zu dem EU-Parlamant, das als einzige Institution demokratisch legitimiert ist. Niedrige Wahlbeteiligung ist ja kein Wunder, wenn das Parlament sowieso nur abnicken darf.
Wir brauchen ein Europa der Regionen und ein direkt gewähltes Parlament, aus dessen Mitte wie woanders auch, die EU-Regierung gewählt wird. Wir brauchen auch Parteien, die sich in ganz Europa engagieren und keine verlängerten Büttel unseres alten Parteiensystems. Ich fühle mich als deutschsprechender Europäer, das ist gut so und das möchte ich auch bleiben! Ich freue mich über meine bayrisch sprechenden Freunde genauso wie über meine bretonisch, katalanisch, estnisch, maltesisch oder griechisch sprechenden.

Beitrag melden
kalim.karemi 27.06.2016, 20:18
119. Sie sind lustig

Zitat von lathea
Viele in der EU regen sich darüber auf, dass sich die EU mit Kleinigkeiten beschäftigt statt mit den wichtigen und großen Problemen. Sie kann sich jedoch nur mit den Problemen beschäftigen und Regelungen treffen, die auch in ihrem Zuständigkeits- und Regelungsbereich liegen. Dazu muss man ihr nicht nur mehr Aufgabenbereiche übertragen, sondern auch mehr Souveränität. Das geht nur mit mehr Integration.
meinen Sie etwa ernsthaft, daß sich nach "noch mehr EU" Brüssel mit weniger Kleinigkeiten beschäftig? Das Gegenteil wird der Fall sein, Brüssel wird sich mit jeder Kleinigkeit beschäftigen und eine zentralistische Regel entwerfen.

Die EU sollte sich auf Verteidigung, Sicherung der Außengrenzen, Reisefreiheit und freien Märkte konzentrieren. Alles andere den nationalen Parlamenten überlassen. Wie die Briten werden sich immer weniger Menschen dafür begeistern, ihre Souveränität nach und nach aufzugeben.

Beitrag melden
Seite 12 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!