Forum: Politik
EU nach Brexit-Votum: Juncker und Schulz, das unbelehrbare Duo
DPA

Mehr Integration der EU soll die Antwort auf das Brexit-Votum der Briten sein - wie eigentlich auf jedes Problem, wenn es nach Jean-Claude Juncker und Martin Schulz geht. Dabei sind sie selbst das Problem.

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MatthiasSchweiz 27.06.2016, 22:05
210.

Zitat von Nr43587
Im Gegensatz zu England zeigt Deutschland eben europäische Solidarität. Ganz uneigennützig ist das nicht, denn als größtes und zentrales Land in Europa profitiert Deutschland auch am meisten von einem friedlichen, properierenden Europa.
Solidarität mit den Banken und den heimischen Wirtschaftslobbyisten zeigt Deiuschland, ja, aber nicht mit den anderen europäischen Ländern, ausser vielleicht mit deren Regierungen, falls sie bürgerlich sind. Deutschlands Ruf hat wegen dessen Politik verkörpert durch Merkel und Schäuble arg gelitten. Zurecht, leider.

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oli69 27.06.2016, 22:06
211. Top

Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Hoffentlich bringen auch andere Medien mal so einen Bericht. Zu den betroffenen scheint es ja nicht durchzudringen.

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seniormartinez 27.06.2016, 22:07
212. Kommentar aktuell?

Auf welche Äußerungen bezieht sich denn dieser Kommentar? Im Netz finde ich nix aktuelles zu dem Thema von Juncker & Schulz... Ihr?

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langenscheidt 27.06.2016, 22:08
213. Juncker wer?

Was ist Juncker eigentlich für ein Politiker? Kommt er aus einer der wichtigen Geldgeberländer in der EU? Ist sein Land führende Industrienation in Europa? Wessen Interessen vertritt er überhaupt - die von Europa? Wessen Europa?

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MatthiasSchweiz 27.06.2016, 22:09
214.

Zitat von Reza Rosenbaum
Man kann ja gegen Juncker und Schulz einiges sagen, aber sie haben natuerlich recht damit, dass die EU nicht genug Einfluss hat und nicht genug integriert ist. Man sehe sich mal DIE Staatenunion schlechthin an: die USA. Fuenfzig Staaten mit 300 Mio Buergern, von arktisch bis tropisch, vom California Beach Bum (TM), bis zum Lousiana Shrimper, vom Gang-Mitglied in Ferguson bis zum Bauern in Kansas und Hipster in Portland - alle machen mit und sind OK damit, dass es einen Praesidenten gibt, eine Zentralbank, eine Administration, die fuer alle spricht und fuer alle bestimmt. Klar knarzt und kracht es auch da mal, siehe Gay Marriage etc., aber im Grossen und Ganzen halten alle zusammen. Hat natuerlich auch einen blutigen Buergerkrieg gebraucht, bis das so war. ... Die EU hat zwei Moeglichkeiten: entweder es werden staerkere Strukturen hergestellt, die den Mitgliedsstaaten mehr Souveraenitat abverlangen und die EU Regierung ermaechtigen, oder das Experiment wird zerfallen, und die einzelnen Staaten werden in der wirtschaftlichen und militaerischen Bedeutungslosigkeit verschwinden. Ich habe immer gedacht, die EU Buerger waeren rational genug, das erstere durchzusetzen. Aber weil wir im neuen Zeitalter der Idiotie und des faktenfreien Bauchgefuehls leben, wird das wohl so nichts mehr. So oder so stehen wir vor einem Strukturwandel in der EU.
Vergleichen Sie doch nicht die USA mit der EU, das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, rein von der Entstehungsgeschichte her.

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Arthur Travers Harris 27.06.2016, 22:09
215.

Zitat von f_eu
Falscher Vergleich. Weil eine Sprache und keine speziellen nationalen Interessen vieles erleichtern.
Sind Sie sicher das Sie mir antworten? Das was da steht ist nicht von mir, sondern Reza Rosenbaum

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Grorm 27.06.2016, 22:09
216.

Zitat von Oliver Schönrock
[...] Juncker ist bei weitem der verhassteste EU-"Politiker" in GB [...]
Ist Juncker dem Durchschnittsbriten vielleicht einfach zu intelligent? Denn die Luxemburger zumindest waren mit ihm sehr zufrieden ...

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just_ice 27.06.2016, 22:11
217. Selten so gelacht...

...und absolut treffend dieser Bericht über die Rheinländer und Luxemburger (die Erstgenannten an Korrumpierbarkeit in Nichts nachstehen, aber diese an Trinkfestigkeit und im Feinschmecken noch übertreffen). Ich bin selber Rheinländer und in einem Ort an der Grenze zum Großherzugtum aufgewachsen, in dem 3 Viertel der Bevölkerung ihren Lebensunterhalt als Grenzgänger in der luxemburger Steuerhinterzieherindustrie verdienen und alltäglich der europäische Gedanke ad absurdum geführt wird.

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Arthur Travers Harris 27.06.2016, 22:12
218.

Zitat von Nr43587
Im Gegensatz zu England zeigt Deutschland eben europäische Solidarität.
Bei den Griechen und anderen nennt man es massive Erpressung wenn die Austerity Cavalry einreitet.
In Deutschland beruhigt diese "europaeische Solidaritaet" halt das Gewissen.

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Aspekte plus 27.06.2016, 22:13
219. UK zahlt nichts an die Eurozone ...

Zitat von bimmer
Diese EU der Juncker und Schulz' kann man nur ablehnen! Die beiden stehen für Stillstand, unendliche Bürokratie und ausufernde Regulierungswut! Und was Schulz angeht: Wie konnte er tatenlos zusehen, dass wir dreimal(!) mehr in die EU einzahlen als GB, obwohl wir nur ein 18% höheres BIP haben? Die deutschen EU-Vertreter stehen noch nicht einmal richtig für unsere Interessen ein, was sind das für stümperhafte Verhandler? So gehört das Ganze auf den Müllhaufen der Geschichte! Wir brauchen eine EWG, mehr nicht. Aber mit gerechter Lastenverteilung!
und hat einen kleinen Agrarsektor ... bekommt also zwar pro Nase mehr Subventionen, aber es fällt im Gegensatz zu Frankreich kaum ins Gewicht.

Langfristig sehe ich am ehesten eine EWG mit Freihandel ohne Agrarsektor (Planbarkeit der eigenen Versorungungssicherheit) und ohne PZF (Zuwanderung in Sozialversicherungssysteme planbar machen)

Oder den Bundestaat USE - aber da ist weit und breit niemand da mit Pioniergeist und Leadership. Bzw. keine, die hochkommen könnten im sklerotischen Brüssel Politik-Nichbetrieb.

Beförderung bis zur Unfähigkeit - das scheint oft das einfachste - aber wenn sie bleiben?

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