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EU-Parlamentschef Schulz: "Ich kämpfe für Europa jetzt auf nationaler Ebene"
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Jetzt hat er es offiziell gemacht: SPD-Politiker Martin Schulz gibt sein Amt als Präsident des Europaparlaments ab. Er wechselt in die Bundespolitik - möglicherweise auf einen Top-Job.

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pulverkurt 24.11.2016, 10:20
10. Guter Mann!

Guter Mann, vor dem ich viel Respekt habe. Nimmt kein Blatt vor den Mund und findet immer deutliche Worte gegenüber Autokraten und das ganze sie umschwirrende extremistische Verschwörungsgesindel jeglicher Couleur. Daß ihn soviel Offenheit bei dieser Klientel ziemlich verhaßt macht spricht auf keinen Fall gegen ihn. So einen Mann können wir in Berlin gut gebrauchen.

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Grammatikfreund 24.11.2016, 10:20
11. Verräterisch

"Im kommenden Jahr werde ich den Platz eins der Landesliste Nordrhein-Westfalen für den Bundestag einnehmen" so Schulz.

Wäre Herr Schulz ein Demokrat, hätte er gesagt: Ich werde mich um Platz eins ... bewerben." Mit seiner Bemerkung zeigt er, was er von innerparteilicher Demokratie hält. Wäre ich jemals in Versuchung gewesen, SPD zu wählen, hätte ich das jetzt erledigt. Wer sich über das Erstarken unsäglicher Populisten wie Trump, Wilders usw. beklagt, sollte nicht vergessen, mit dem Finger auf Politiker wie Schulz zu zeigen. Er hat nach eigener Meinung viel erreichen können. Irgendwie stimmt das sogar, denn er und seine Kollegen haben erreicht, dass Politikverdrossenheit und Skepsis gegenüber der EU immer größer werden. Vielen Dank dafür!

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SchmidtPe 24.11.2016, 10:22
12. Ganz der Schröder, dieser Schulz!

Für Deutschland kämpfen auf europäischer Ebene. Diese Ankündigung hätte ich von einem deutschen Politiker erwartet. Schulz will aber das genaue Gegenteil. Der EU-Traumstaat soll von der deutschen Bevölkerung finanziert werden. Durch Verzicht auf Einkommen und soziale Sicherheit. Ganz der Schröder, dieser Schulz.

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Hank-the-Voice 24.11.2016, 10:22
13. Lieber Martin kämpfe dafür, dass Europa den EU-Bürgern wieder Spass macht

kämpfe gegen Lobbyismus, Selbstbedienungsmentalität und Überregulierung
kämpfe für Freiheit, Changengleichheit und echte Demokratie

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manicmecanic 24.11.2016, 10:25
14. doppeltes Recycling

zum Würgen dieses 'demokratische'Postenverteilen.Da wird nun auf einmal auf Befehl von oben ein Listenplatz vergeben!Komisch,ich hatte die Prozedur ganz anders in Erinnerung.Kann mich aber nicht wundern bei der SPD,ich habe die Hoffnung bei denen längst aufgegeben,daß sie aus der Phase der unerträglichen Übernahme der Politik der Gegner wieder heraus kommt.Ich kann diesen Haufen nie wieder wählen so wie es aussieht.Mit Volldampf in den Untergang.

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ichliebeeuchdochalle 24.11.2016, 10:26
15.

Zitat von rosenblume
Steinmeier Bundespräsident, Gabriel bleibt Parteichef und Schulz wird Kanzler. Das wäre doch mal ein Powerhaus, mit dem man die Mutti in Rente schicken könnte.
Powerhaus? Bei 22% der Wählerstimmen, bei 75% Wahlbeteiligung. Das sind gerundet 17% aller Wahlberechtigten. Powerhaus? Schenkelklopfer des Tages.

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voneisenstein 24.11.2016, 10:27
16. ich, ich, ich

"Im kommenden Jahr werde ich den Platz eins der Landesliste Nordrhein-Westfalen für den Bundestag einnehmen" (O-Ton Schulz).
Soso. Er wird den sicheren Listenplatz also "einnehmen". Schulz hat offenbar zu lange im Selbstbedienungsladen EU verbracht, wo man sich als Amtsträger das, was man will, einfach nimmt. Ohne die Parteibasis oder Parteigremien überhaupt befragen zu müssen. Mit diesem Riesenstaatsmann (Eigenwahrnehmung) an ihrer Spitze wird die SPD wieter untergehen. Selbstverschuldet und verdient, wie ich meine.

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kastenmeier 24.11.2016, 10:28
17.

Nirgendwo sind wir m. E. z. Z. so gut besetzt wie auf dem Posten der Kanzlerin und dem des Außenministers (vielleicht noch Nationaltorwart und Bundestrainer).
Herrn Schulz kann ich mir als Außenminister allerdings sehr gut vorstellen. Hauptsache es kommt nicht zur Ablösung von Frau Merkel.

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dialogischen 24.11.2016, 10:30
18. Parteibasis?

Wissen denn die Mitglieder der SPD schon von ihrem Glück, hinter einer Ikone des Korporatismus marschieren zu dürfen?

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MatthiasSchweiz 24.11.2016, 10:31
19.

Als Schulz vor seiner Wahl zum Präsidenten des EU-Parlaments davon gesprochen hat, dass die EU Reformen brauche, mehr Demokratie, Transparenz, habe ich gedacht, ok, tönt gut. Leider ist nicht viel bis gar nichts daraus geworde. Ok, man kann natürlich sagen, das EU-Parlament ist gross (eigentlich viel zu gross), es gibt verschiedene Blöcke mit verschiedenen Interessengruppen dort, usw. Aber Schulz selber hat nach den demokratischen Abstimmungen in Sachen Brexit, Ukraine-Referendum in den Niederlanden, oder auch bei CETA wo Wallonien sein Recht wahrgenommen und ein Veto eingelegt hat, offenbart, dass er eigentlich von Demokratie nicht viel hält, oder nur so lange, wie ihm die Entscheide in den Kram passen. Genauso wie Juncker übrigens, mit dem zusammen er einen sehr negativen Eindruck von der EU hinterlassen hat, abgehoben, undemokratisch. Und dazu kommt, dass Schulz einen rechthaberischen, polternden, überheblichen Eindruck macht. Ich weiss nicht, was die SPD mit ihm will. Aber da ja dort Gabriel an der Macht ist, der auch nicht wirklich einen Eindruck hinterlässt, als ob er von Demokratie viel hält, passt es doch wieder.

Rat an die SPD: Schickt Euren Vorsitzenden in die Wüste, oder macht zumindest nicht immer was er will, wenn er Euch wieder mal unter Druck setzt, und werdet wieder zu einer echten sozialdemokratischen Partei statt den Neoliberalismus mitzutragen. Was bringt es Euch, in der Regierung mitmachen zu dürfen, wenn Ihr dafür das verratet, wofür die SPD eigentlich stehen sollte?

War jetzt viel Kritik an der SPD, an Gabriel und Schulz, da darf man nicht vergessen, dass CDU/CSU und Grüne nicht besser sind. Das Programm der FDP gefällt mir nicht, aber wenigstens stehen sie zu ihrem unmenschlichen Wirtschaftshörigen Programm. Als wählbare Alternativen würden mir da nur noch die Linken einfallen, oder Die Partei.

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