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EU-Politiker Jan Philipp Albrecht: "Man muss krasse Ambitionen äußern"
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Jan Philipp Albrecht war einer der wichtigsten Politiker im Europaparlament. Jetzt wird der 35-Jährige Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. In Kiel will er weiter EU-Politik machen - nur etwas anders.

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Nordlicht1 05.08.2018, 11:55
30. da liegen Sie falsch

Zitat von ip2018
Sie mögen "IT-ler" sein. Aber wahrscheinlich im hintersten, dunklen Büro um Code zu schreiben. Und mit viel Zeit, sich um solch einen Mist zu kümmern. Das bisherige Datenschutzgesetz in der BRD war volllommen ausreichend. Es gab nämlich schon das Recht aufs eigene Bild und Daten. "....kennen sich vermutlich kaum mit Datenschutz aus und haben die 2-jährige Übergangsfrist von 2016 bis zum 25.05.2018 schlicht ungenutzt verstreichen lassen und dann offenbar noch schlechte Berater angeheuert...." Klar doch. Jeder hat soviel Zeit und die Muse wie ein Schullehrer, um sich täglich mit dem Mist zu befassen. Frage: haben Sie ein soziales Leben, z.B. in einem Verein? Fragen Sie mal dort nach. Fragen Sie mal einen Kleinbetrieb mit 11 Mitarbeitern. Denn ab 10 Mitarbeitern muß jetzt eine Person benannt werden, der über dem Mist wacht.
Ich bin als Netzwerkadministrator in Norddeutschland in einem grossen Handelsunternehmen tätig (nicht als Programmierer) und in mein Büro scheint die Sonne :-) Und ja, ich habe ein soziales Leben, danke der Nachfrage, Kinder und Enkel sind gesund und gedeihen prächtig. Und Kleinbetriebe können sich das als Dienstleistung bei einem Fachmann einkaufen. Wo bitte ist jetzt genau das Problem? Dafür dass die Welt immer komplexer wird kann ich nun wirklich nichts...

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stadtmusikant123 05.08.2018, 12:03
31. Unglaubwürdig

Wer glaubt, dass in Zukunft die Position des EU-Kommissars wichtiger sein wird als die des Bundeskanzlers, der träumt von der Weltmacht EU und dem sind damit die Sorgen der nationalen Bürger wurscht.

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ip2018 05.08.2018, 12:20
32.

Zitat von Nordlicht1
Ich bin als Netzwerkadministrator in Norddeutschland in einem grossen Handelsunternehmen tätig (nicht als Programmierer) und in mein Büro scheint die Sonne :-) Und ja, ich habe ein soziales Leben, danke der Nachfrage, Kinder und Enkel sind gesund und gedeihen prächtig. Und Kleinbetriebe können sich das als Dienstleistung bei einem Fachmann einkaufen. Wo bitte ist jetzt genau das Problem? Dafür dass die Welt immer komplexer wird kann ich nun wirklich nichts...
".... Und Kleinbetriebe können sich das als Dienstleistung bei einem Fachmann einkaufen...."

"....Wo bitte ist jetzt genau das Problem? ...."

Das Problem haben Sie schon benannt. Ein Kleinbetrieb muß sich also eine Dienstleitung einkaufen für einen Dienst, der ihm nichts bringt und der ihm unnötigerweise aufgezwungen wurde (vom Steuerberater hat er wenigstens noch was). Sie scheinen wirklich weit weg zu sein, vom realen Leben. Gehen Sie mal zu einem Elektroinstallateur oder Sanitärbetrieb in dieser Größe und fragen dort mal nach, was die davon halten.

Ihr Spruch entspringt der Arroganz eines Arbeitnehmers im warmen Nest, ausgestattet mit 30 Tage Urlaub, bezahlten Krankentagen und der Gewissheit, bei Pleite des Arbeitsgebers, in der sozialen Hängematte zu landen.

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schumbitrus 05.08.2018, 12:59
33.

Niemand zwingt Sie, das Internet zu nutzen, ABER WENN SIE ES NUTZEN, DANN RECHTSKONFORM!!!

Und wenn Sie das nicht selber bewerkstelligen können, dann müssen Sie sich die Dienstleistungen eben einkaufen! Wenn sie nicht wissen, wie Sie die Bremsbeläge so wechseln können, dass Sie durch den nächsten TÜV kommen, DANN GEHEN SIE DOCH AUCH IN EINE WERKSTATT!

Es gibt keinen rechtsfreien Wirtschaftsraum - auch nicht im Internet!

Mit Ihren Unterstellungen zeigen Sie aber, welch Geistes Kind Sie sind:

> Sie scheinen wirklich weit weg zu sein, vom
> realen Leben.

Nein, das reale leben ist eben auch das Internet - und wenn man darin mit den Daten anderer Menschen umgeht, dann hat das gewissen Regeln zu gehorchen! Und wenn Sie keine Daten ihrer Kunden verarbeiten, dann interessiert Sie die DSGVO auch nicht!

> Gehen Sie mal zu einem Elektroinstallateur
> oder Sanitärbetrieb in dieser Größe und
> fragen dort mal nach, was die davon halten.

Warum sollen diese Betriebe ins Internet gehen, ohne was davon zu verstehen?! Planen Sie eine Wüstendurchquerung, ohne sich auszukennen und ohne sich zu informieren - und wollen Sie dann noch Kunden mitnehmen?!

> Ihr Spruch entspringt der Arroganz eines
> Arbeitnehmers im warmen Nest, aus-
> gestattet mit 30 Tage Urlaub, bezahlten
> Krankentagen und der Gewissheit, bei
> Pleite des Arbeitsgebers, in der sozialen
> Hängematte zu landen.

Aus Ihrem Statement quillt die Ohnmacht eines überforderten Unternehmers heraus. Nur weil das Internet so einfach aussieht und jeder "rein kann", heißt es nicht, dass man darin gefahrlos alles machen kann. Als UNTERNEHMER muss man sich aber SELBSTSTÄNDIG über ALLE RISIKEN seines Betriebs informieren und ggf. Maßnahmen ergreifen. Wenn der Sanitärbetriebsbesitzer plötzlich anfängt, mit Chemikalien zu handeln, dann muss er sich auch über die Risiken der Chemie-Prozesse informieren und ggf. Maßnahmen treffen, um Kunden und Nachbarn vor Gefahren zu schützen! Es ist die Entscheidung des Eigentümers. Aber wenn er sich falsch entscheidet oder ihm sein Betrieb um die Ohren fliegt, weil keiner Ahnung von Explosionsgefahren hatte, dann kommen auf den (dann ehemaligen) Unternehmer große Probleme zu. Und wenn dein betrieb von Amtswegen, wegen einer Gefahr für die Allgemeinheit, dicht gemacht oder nur unter der Auflagen der sofortigen Gefahrenbeseitigung und der Einhaltung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen weiter betrieben werden darf, DANN IST DAS 1. RECHTSKONFORM und 2. eine notwendige Schutzmaßnahme.

Und wenn Sie mit dem Recht nicht klar kommen, das Sie im Internet als Unternehmer zu beachten haben, dann gehen Sie mit ihrem Betrieb einfach nicht ins Internet! Oder sie kaufen sich die Unterstützung ein, die Sie brauchen, um dort legal Dienste anbieten zu können.

So einfach ist es: ES IST EINE UNTERNEHMERISCHE ENTSCHEIDUNG, DIE IHNEN NIEMAND ABNEHMEN KANN. Aber andere für eigenes Unvermögen verantwortlich zu machen ist ja viel einfacher, als sich selbst das eigene Unvermögen UND den eigenen Unwillen anzulasten, sich mit der aktuellen (in Deutschland längst geltenden!) Rechtslage sowie den daraus folgenden Konsequenzen vor Augen zu halten ..

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christiansteiffen 05.08.2018, 14:34
34.

Zitat von schumbitrus
Wer was Substanzielles mitzuteilen hat, der hat auch mit der DSGVO kein Problem: Entweder erhebt er/sie keine Daten oder er/sie geht pfleglich mit den Daten seiner Nutzer/Leser um. Wer dazu nicht willens und in der Lage ist fährt tatsächlich besser damit, seine/ihre Angebots-Leiche runter zu nehmen .. Die Auflagen sind absolut überschaubar und angemessen und zudem sind die Aufsichtsbehörden zunächst BERATEND unterwegs. D.h. jede Hysterie ist hier vollkommen deplatziert. Die (berechtigt spürbaren) Sanktions-Optionen gibt es für die Organisationen, deren Schadenspotenzial aufgrund von Datenmenge und Sensibilität groß ist. Insofern ist es doch vollkommen ok, wenn jemand, der/die durch die DSGVO zum kritischen Hinterfragen des eigenen Angebots angeregt wird - und der/die sich dann auch dagegen entscheidet, es rechts-konform weiter betreiben zu wollen. Denn gerade für Deutschland muss man doch sagen: DIE RECHTSLAGE HAT SICH QUASI NICHT GEÄNDERT - Was nach dem 25. Mai illegal war, war es aufgrund des deutschen Datenschutzrechts i.d.R. SCHON LANGE VORHER AUCH SCHON. Nur waren die Verstöße (mit zum Teil dramatischen Folgen für Betroffene/Opfer!) kaum sanktionierbar. Genau da hat die Verordnung jetzt für mehr Klarheit gesorgt. Und wer sein Angebot unter diesen Umständen nicht fortführen will, ist vorher auch schon lange auf sehr dünnem Eis unterwegs gewesen - vermutlich vielfach ohne auch nur eine Idee von den Risiken zu haben, die er/sei für sich und seine/ihre Leser/Nutzer/Kunden eingegangen ist! Insofern kann man in Sachen Hysterie ruhig mal etwas abrüsten und zu den Fakten zurück kehren!
Was reden sie hier für einen Nonsens? Haben sie überhaupt verstanden, was ich geschrieben habe?

Die Datenkraken Facebook und Co lachen sich doch schief über das Gesetz, weil sie erstens keine Probleme, das umzusetzen und zweitens sich über die Bereinigung des Marktes hoch erfreut zeigen.

Denn reihenweise dicht machen kleine Foren und Blogs, die sich mal gerade so über Wasser halten konnten durch Werbung.
Und die sollen sich "externe Beratung" einkaufen? Wie realtitätsfremd kann man eigentlich sein? Nein, die machen einfach zu.

Das soll also grüne Politik sein. Interessant. Glückwunsch für ein Gesetz, das einzig Monopolisten stärkt. Richtig gute, handwerkliche Arbeit, Respekt....

Soll man Schleswig-Holstein jetzt belächeln oder bemitleiden?

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tim_struppi 05.08.2018, 14:51
35.

Zitat von Nordlicht1
Aus meiner Sicht (als IT'ler wohlgemerkt) sorgt die DSGVO erstmalig dafür, dass sich zumindest ein Teil der Leute, die nicht alles blind unterschreiben, ernsthaft Gedanken machen, was mit ihren Daten passiert. Haben Sie sich einmal die seitenlange Microsoft EULA ('End User License Agreement') bei der Installation von Windows oder die AGB's von dem ach so tollen WhatsApp durchgelesen? Die meisten Deutschen dürften WhatsApp nicht nutzen, weil sie gegen deren AGB verstossen, ohne dass es sie juckt.
Und jetzt liest sich jemand dank DSGVO seitenlange juristisch formulierte EULAs, AGBs und Datenschutzerklärungen durch?

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christiansteiffen 05.08.2018, 15:05
36. In einer grünen Fantasiewelt schon...

Zitat von tim_struppi
Und jetzt liest sich jemand dank DSGVO seitenlange juristisch formulierte EULAs, AGBs und Datenschutzerklärungen durch?
In einer grünen Fantasiewelt macht das natürlich jeder User. Und die ganzen Abmahnanwälte werden sich natürlich auch aus Respekt vor grüner Politik dezent zurückhalten....

Das Gesetz hat Null Wirkung, stärkt aber perfekt die Monopolisten. Die Anwälte von Facebook hätten das nicht besser schreiben können. Wenn das ganze nicht bittere Realität wäre, man müsste Satire dahinter vermuten.

Aber mich wundert bei den Grünen nichts mehr, ganz ehrlich. Wer die noch wählt, braucht sich nicht zu beklagen.

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christiansteiffen 05.08.2018, 15:17
37.

Also nur noch Internet, wer es sich leisten kann, ja? Interessant Einstellung!

Ich sags doch: Stärkung von Monopolisten.

Kleine Foren, die dein Emailadresse bekommen und bissl Werbung machen, um die Server zu finanzieren, gaaanz schlimm.....

Aber Datenkonzerne wie Facebook und Co, die deinen Daten MASSIV nutzen als Grundlage ihres Geschäftsmodells... sagen sie und doch nochmal schnell, wie die betroffen sind von diesem famosen grünen Gesetz?

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christiansteiffen 05.08.2018, 15:17
38.

Also nur noch Internet, wer es sich leisten kann, ja? Interessant Einstellung!

Ich sags doch: Stärkung von Monopolisten.

Kleine Foren, die dein Emailadresse bekommen und bissl Werbung machen, um die Server zu finanzieren, gaaanz schlimm.....

Aber Datenkonzerne wie Facebook und Co, die deinen Daten MASSIV nutzen als Grundlage ihres Geschäftsmodells... sagen sie und doch nochmal schnell, wie die betroffen sind von diesem famosen grünen Gesetz?

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christiansteiffen 05.08.2018, 15:18
39.

Also nur noch Internet, wer es sich leisten kann, ja? Interessant Einstellung!

Ich sags doch: Stärkung von Monopolisten.

Kleine Foren, die dein Emailadresse bekommen und bissl Werbung machen, um die Server zu finanzieren, gaaanz schlimm.....

Aber Datenkonzerne wie Facebook und Co, die deinen Daten MASSIV nutzen als Grundlage ihres Geschäftsmodells... sagen sie und doch nochmal schnell, wie die betroffen sind von diesem famosen grünen Gesetz?

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