Forum: Politik
EU-Ratspräsident: Tusk wirbt bei EU-Spitzen für längere Brexit-Verschiebung
Getty Images

Wird Großbritannien noch vor dem 30. Juni aus der EU austreten oder erst danach? Ratspräsident Tusk will in der Europäischen Union für einen längeren Aufschub werben - und den Briten Zeit zum Nachdenken geben.

Seite 1 von 19
andreas.vogt 14.03.2019, 11:11
1. Lasst und das Drama endlich beenden.

Die Briten wollen raus, dann sollen sie endlich raus.
Was nach 2 Jahren nicht um Konsens bei den Briten geführt hat, wird auch in ein paar Monaten nicht anders sein.
Ich persönlich bin es mittlerweile leid, dass man sich auf der Insel nicht darüber einigen kann, was man eigentlich will.
Da hilft vielleicht ein herzhafter spontaner Schock mit einem tatsächlichen EU Aussiteg mehr, wie nochmals ein paar Monate zu debatieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan1904 14.03.2019, 11:12
2. Alles wäre besser als eine Verschiebung

Wenn die Breiten jetzt den Aufschub kriegen ohne einen ausformulierten Plan vorzulegen, wie in dieser Zeit eine Einigung gefunden werden kann, dann wäre das für die Briten ein umfassender Sieg, gemessen an ihren bisherigen Aussichten. Die EU wiederum wäre eingeknickt und würde damit ihre Erfolge der vergangenen Monate und ihre geradezu vorbildliche Haltung zunichte machen. Die Europawahlen würden damit auch vom Brexit überlagert und profitieren würden davon nur europafeindliche Populisten.

Ich glaube in dieser Sache kann es mittlerweile nur noch ein rasches Ende mit Schrecken geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ruebenkatze 14.03.2019, 11:13
3. oh no

Schon jetzt ist das Europäische Parlament geschwächt durch die Tendenz, überproportional nationalistische Populisten nach Brüssel und Straßburg zu senden (Farage, Le Pen, Meuthen und Co.). Wenn dann auch noch mindestens 50% der Briten vollkommen destruktiv wählen, was zu befürchten wäre, wird unsere einzige demokratische Institution in Europa weiter geschwächt. So bitter es ist und so Leid es mir tut:
Just leave.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smart-bart 14.03.2019, 11:13
4. wo rüber?

ich sehe den Sinn darin nicht. die Eu möchte und soll auch nicht weiter verhandeln. wozu brauchen die Briten dann also Zeit? ich meine ist es nicht so, dass sie davon 3 Jahre hatten. sie wollen einen Deal, den die Eu aus guten Gründen nicht geben kann und keinen Deal wolleb sie auch nicht. Was also dann? Oder hat Herr tusk Angst, dass seine Landsleute plötzlich alle wieder nach Hause müssen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-1296420161675 14.03.2019, 11:17
5. Na wer sagt's denn

Das war zu erwarten. Wegen solchem Verhalten "unserer" Volksvertreter erhalten die Populisten, egal ob USA, Polen, Italien Deutschland ... (Liste beliebig verlängerbar) solchen Zulauf. Und danach will es wieder mal niemand gewesen sein. Das ist alles so armselig und sinnlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Analog 14.03.2019, 11:18
6. Der einfachste Weg:

Drei Monate verlängern und dann eine neue Volksabstimmung
mit drei Wahlmöglichkeiten.

O Brexit ohne Abkommen

O Brexit mit Abkommen wie Verhandelt

O Brexit zurück nehmen, in der EU bleiben


Was dann daraus kommt, wird nicht wieder debattiert sondern umgesetzt. Fertig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denny101 14.03.2019, 11:18
7.

Ja nicht !
Wir müssen in Europa endlich wieder europäische Probleme lösen und nicht britische.
Es reicht jetzt !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bert1966 14.03.2019, 11:19
8.

Herr Tusk hat Recht, die EU muss dem britischen Suizidkandidaten jede erdenkliche Hilfe anbieten, dazu gehört auch Zeit. Der EU kann es letztlich egal sein, wann die Briten in ihr Unglück schlittern oder vielleicht doch noch zu Vernunft und einer Mehrheit finden, die die Entscheidung an das Volk zurückverweist. Mr. Corbyn macht in dieser Frage eine genauso unglückliche Figur, wie die Premierministerin.

Klar muss auch sein: die Grenze des Machbaren beim Entgegenkommen der EU ist erreicht. Es erschließt sich nicht, warum man mittlerweile sogar bei Annahme des verhandelten Deals eine Verlängerung haben will. Zwei Jahre lang hat Mr. Maybe abgewartet, die Zeit für sich spielen lassen. Jetzt will sie durch den künstlich von ihr aufgebauten Zeitdruck ihr eigenes Parlament und ihr Land zu einer, ihrer, der vermeintlich einzigen Lösung erpressen. Ms. May instrumentalisiert dazu alle einschließlich der EU ausschließlich für ihre egoistischen Zwecke. Das darf man ruhig auch einmal so aussprechen.

Schon längst ist der Premierministerin auch die mehrheitliche Unterstützung ihrer Wähler entglitten, sie ist überhaupt nicht mehr legitimiert, für die Briten zu sprechen oder zu entscheiden - offenbar hat ihr das nur noch niemand gesagt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jandalriada 14.03.2019, 11:19
9. Das wäre für mich ein Unding

Die Briten stimmen am Dienstag darüber ab, das sie den Deal mit der EU nicht annehmen, am Mittwoch, das sie aber ohne Deal nicht austreten wollen. Das ist schwer zu vermittelndes Hickhack. Wenn die Briten jetzt eine Verlängerung bekommen und sogar an der Wahl des EU Parlamentes teilnehmen, halte ich die EU für gescheitert. Immer wieder hat die EU geäußert, das der ausgehandelte Deal der einzige Deal sein wird. Also dann wohl auch im Juni, also was bitteschön soll sich ändern, was UK in den letzten fast drei Jahren nicht hinbekommen hat ? Raus am 29.3., gerne mit sofortigem Angebot einzutreten. Aber keine Verlängerung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 19