Forum: Politik
EU-Reaktion auf Mays Rede: "Totaler Quatsch"
AP

Theresa Mays sogenannter Plan B sorgt in Brüssel für Kopfschütteln: Haben die Briten den Ernst der Lage nicht begriffen? Die Antwort der EU-Partner fällt deutlich aus.

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Allezy 21.01.2019, 19:52
1. Das waere in der Tat die sinnvollste Vorgehensweise

Den A50 zuruecknehmen und fuer eine weitere EU Legislaturperiode bleiben, d.h. nach 3 Jahren sinnvoller und realistischer Debatte und Vorbereitung erstmal in UK waehlen, wie geplant, und damit dem Gewinner das entsprechende Mandat geben fuer das er stand, wonach dieser dann die A50 Notifizierung geben kann.
Und die EU koennte sich in dieser Zeit ja auch endlich reformieren, z.B. in ein Kerneurozoneneuropa plus Rest aufspalten, was den Brexit dann evtl. sogar ueberfluessig machen wuerde.

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mwinkl02 21.01.2019, 19:55
2. Vertrauen wir in die älteste Demokatie der Welt!

und hören wir auf, zu versuchen diese zu bevormunden. Ich habe Respekt vor dem Britischen Humor ein Gesetz zu beschliessen, innerhalb von 3 Tagen einen Plan B vorzulegen. Shakespear hätte mit diesem Stück vermutlich noch Romeo und Julia übertroffen. Bewahren wir bitte den Respekt vor der ältesten Demokratie im letzten Augenblick eine Lösung zu finden, welche Politik, Krone und Volk es erlaubt gemeinsam umd nicht gegeneinander aufgebrach in die Zukunft zu schauen.

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wasp76 21.01.2019, 19:59
3. Das ist das Problem...

... der Populisten. Einfache Forderungen stellen und sich dann über eine komplizierte Realität wundern. Vielleicht wäre ein harter Brexit der heilsame Schock, sich wieder mehr mit Fakten als mit Gefühlen zu beschäftigen. Das die britischen Parlamentarier sich nochmals zusammenraufen ist doch unrealistisch. Eine Mahnung für alle Sympathisanten von AfD, Trump & Co.

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telarien 21.01.2019, 20:03
4. Es ist erbärmlich

Nicht das die Briten gehen, jeder wie er mag. Aber wie die Wirtschaft hier auch die Medien vor den Karren gespannt hat.
Da hat ein Volk, dass nie europäisch gedacht hat, tausend Sonderlocken hatte, nun ehrlich gesagt, wir sind raus. DAS ist Demokratie!
Den Rest Europas fragt niemand, wollen wir Briten zurück? Warum sollte die Politik fragen, wenn die Wirtschaft doch schon entschieden hat? Schade, die Idee von Europa war gut, mit Werten, mit Moral, nicht nur Geld.

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Drassanes 21.01.2019, 20:12
5. Das hört sich doch ganz sinnvoll an

Zitat von Allezy
Den A50 zuruecknehmen und fuer eine weitere EU Legislaturperiode bleiben, d.h. nach 3 Jahren sinnvoller und realistischer Debatte und Vorbereitung erstmal in UK waehlen, wie geplant, und damit dem Gewinner das entsprechende Mandat geben fuer das er stand, wonach dieser dann die A50 Notifizierung geben kann. Und die EU koennte sich in dieser Zeit ja auch endlich reformieren, z.B. in ein Kerneurozoneneuropa plus Rest aufspalten, was den Brexit dann evtl. sogar ueberfluessig machen wuerde.
Alle Seiten könnten dann erstmal herausfinden was sie wollen und dann das angehen. Genug Handlungsdruck und Leiden scheint nun ja jetzt aufgebaut zu sein. Und wer es noch immer nicht verstanden hat: Wenn Europa keine Lösung hinkriegt, dann wirds hier sowieso bald dunkel. Wer will eine politische Union und wer will nur handeln? Beides ist OK, die Länder sollten dazu eine klare Position finden.

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Newspeak 21.01.2019, 20:12
6. ....

"Ihnen zufolge könnte man den Brexit "für eine lange Zeit von fünf Jahren" verschieben. Fünf Jahre - so lange dauert zufällig auch eine Legislaturperiode des EU-Parlaments. Praktisch: Das Problem mit dem Brexit wäre dann bis zur Europawahl 2024 verschoben."

Genau. Verschoben. Nicht geloest. Die Briten hatten zwei Jahre Zeit, sich zu einigen. Sie haben es nicht geschafft. Sie werden es auch in fuenf Jahren nicht schaffen. Wie stellt man sich das eigentlich vor, dass die Wirtschaft fuenf Jahre lang im Ungewissen bleibt? Was soll dieser grandiose Unsinn? Die Loesung des Brexits ist, wenn sich die Briten im Unterhaus nicht noch auf den bisherigen Deal einigen, der No Deal Brexit. Klar und einfach. Terminiert auf den 29.3. Danach kann man sich dann in Ruhe die Wunden lecken, und vor allem die EU hat Ruhe vor dem zaenkisches Volk auf der Insel, das bisher nur eine sinnvolle EU Vertiefung blockiert hat. Geht mit Gott, Englaender, aber GEHT.

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AxelSchudak 21.01.2019, 20:13
7. Noch ein Forum? Egal, Plan C:

Das ist heute das vierte Forum zu dem Thema - ggf. sollte man darüber nachdenken, ein gemeinsames Forum hinter diese Artikeln zu schalten?

Hier nochmal eine Alternative, die ja beim ständigen Gemeckere häufig gefordert wird. V3:

Man schafft sich 2 Jahre Zeit bis zum Austritt des UK aus dem Wirtschafts der EU, bei sofortigem Austritt aus der EU.
Bis dahin gilt der Status z.B. Norwegens, d.h. Übernahme aller Regelungen und Zahlung, aber keine Mitgliedschaft.

Innerhalb dieser Zeit werden 3 Referenden durchgeführt!

1. Befragung des britischen Volkes - diesmal rechtsverbindlich - ob das UK der EU wieder beitreten soll - mit vollen Pflichten und ohne Rabatt.
Falls dem zugestimmt wird, wird das UK ohne Aufnahmeprozess wieder aufgenommen.
2. Falls dem nicht zugestimmt wird, wird die Bevölkerung Nordirlands befragt, ob man sich vom UK abnabelt und Irland beitritt - mit der Konsequenz einer Aussengrenze zu Irland, falls das fehlschlägt.
3. Falls Nordirland beim UK verbleibt gibt es ein Referendum in Irland, ob Irland aus der EU austreten und dem Wirtschaftsraum des UK beitreten will, um die harte Grenze zu verhindern.

Falls alle dies ablehnen, gibt es die harte Aussengrenze in Irland, aber eben unter Zustimmung aller Beteiligten.
Nach zwei Jahren findet dann der Austritt des UK statt - hart, oder mit was auch immer bis dahin beschlossen wurde.

Vermutlich wird auch Schottland eine Abstimmung fordern, wenn Nordirland eine bekommt. Auch dort
sollte man ein beschleunigtes Aufnahmeverfahren anbieten, falls das UK dies zuläßt.

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newage85 21.01.2019, 20:14
8. Was ist mit deutschen Plänen?

Wird die EU ein Erfolg? Ja oder Nein.

Wenn Nein, sollten wir ganz schnell ebenso austreten.

Wenn ja, dann mal Backen zusammenkneifen und zur Tat geschritten. Im restlichen EU-Land liegt unglaubliches ungenutzes Potenzial. Wenn wir da endlich mal Arbeit leisten und zu politischen und gesellschaftlichen Konsenz kommen ist der Gewinn viel größer als beim Aufwand für die Selbstauflösung aka "Brexit".

Wir müssen was dafür tun dass die Zusammenarbeit leichter und besser wird. Wenn es den direkten Nachbarn richtig gut geht, da können wir gar nicht dran verlieren.

Dazu muss man aber die Kleinstaatlerei und die vielen verschiedenen Lösungen durch gemeinsame ersetzen.

Ja und da beginnt meine Skepsis. Können wir das? Ist sowas überhaupt allgemein gewollt? Ja und wenn sich nichts bewegen lässt, was heißt das dann für uns, unsere Politik, unsere EU-Mitgliedschaft?

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equigen 21.01.2019, 20:20
9. Weitere 5 Jahre Hängepartie?

Bloß nicht! Die EU würde in der Zeit von den Briten gelähmt werden.

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