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EU-Reaktion auf möglichen Brexit: Und raus bist du...
DPA

Nach dem EU-Austritt ginge es Großbritannien besser - sagen die Brexit-Befürworter. Europapolitiker und Experten erwarten hingegen, dass Brüssel ein Exempel statuieren würde.

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Patrik74 23.06.2016, 15:47
150. Was ist schon demokratisch?

Zitat von HighFrequency
Sie haben recht. Diese Formulierung offenbart die ganze unverschämte Arroganz der EU. Respekt vor demokratischen Entscheidungen war gestern - wenn überhaupt...
Nach Lesart der Eurokraten, ist eine Volksabstimmung das undemokratischste, was man machen kann, siehe Griechenland. Was das Volk will, ist egal - in einer lupenreinen Demokratie ist nur maßgeblich, was "die Märkte" wollen. Ziel und Maßstab allen politischen Handelns ist, dass "die Märkte" nicht "nervös" werden.

Das höchste der Gefühle sind nationale Wahlen, aber auch das nur unter dem Vorbehalt, dass "genehme" Regierungen gewählt werden - alles andere ist Populismus....

Keine Sorge, ein Brexit würde "die Märkte nervös" machen, und ist daher ausgeschlossen - alternativlos.

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tpro 23.06.2016, 16:05
151.

Zitat von Allgemeinbetrachter
ein Brexit wäre die Chance für Südeuropäische Staaten in punkto Industrie. Alle Lieferungen von GB könnte man einer massiven Verzollung unterziehen. Die Südeuropäischen Staaten könnten hier bzgl. einiger Konsumgüter investieren. D.h. in ihre eigene Industrie und damit Europa beliefern. Das würde die Wirtschaft in Südeuropa ankurbeln. Die Briten bleiben auf Ihren Waren sitzen und bekommen die Quittung ihres Brexits Frei Haus geliefert. An Jean Junckers Stelle würde ich mit der EZB bei einem Austritt von GB sprechen, dass sie zusätzlich Gelder für Südeuropa und solche Invests noch günstiger in den Markt bringen, sofern die Südeuropäer reagieren. Mal sehen was heute raus kommt. Das wäre die Chance für einen Aufschwung Europa Süd.
1.) Südeuropäische Länder, die zum großen Teil Landwirtschaft betreiben, kann man nicht von heute auf morgen in Industriestaaten umwandeln. Es fehlen Infrastruktur und die Fachkräfte.


2.) Wo soll man zusätzliche Gelder hernehmen? Tritt GB aus, fehlen im EU-Topf schon jährlich 5 Milliarden EUR. Außerdem ist unsicher, daß das Geld wirklich sein Ziel erreicht. Und nicht, wie schon geschehen, in dunkle Löcher in Süditalien fließt.

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Arthur Travers Harris 23.06.2016, 16:35
152.

Zitat von ticino49
EU = Frau Merkel (nicht de jure, aber de facto). Wer sich nicht Deutschland unterwirft, an dem wird ein Exempel statuiert (kennen die Schweizer). Merke: Verwerfungen in Europa haben immer den Ursprung in Deutschland
Das ist nicht das erste Mal das sie es versuchen und mit Sicherheit nicht das letzte Mal. Es ist jedes mal schlecht fuer die Deutschen ausgegangen
Meine erste Handlung nach dem erfolgreichen Referendum waere schon direkt am Freitag sofort alle EU-Verordnungen auszusetzen worauf die EU uns sofort auschliessen muesste. Der zweite Schritt waere sofort massive Strafzoelle auf deutsche -und nur deutsche- Produkte zu erheben, bzw diese schon direkt am Hafen zu zerstoeren. Irgendein Betrug ist dort immer eingebaut, das macht die Sache leicht.
Im dritten Schritt wuerde ich mir die deutschen Banken und ihre Ableger in der City vornehmen und zwar so das man das Wehgeschrei noch in Berchtesgaden hoert.
Das hat den grossen Vorteil das die Wirtschaftskriminalitaet im UK um ca. 60-80% sinkt.

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Talloires 23.06.2016, 16:36
153. Etwas differenzierter wenn möglich.

Zitat von tpro
Anscheinend stellen sich die Briten so eine Art "Mitgliedschaft light" vor. Alle Vorteile, aber nichts dazu beitragen. Ich hoffe die EU bleibt hart und gibt den Schmarotzern keine Vorteile.
Was heisst hier "die Briten" und weshalb Mitgliedschaft light? Etwas weniger als die Hälfte der Briten will den Brexit, mit allen Konsequenzen. Die andere Hälfte nicht, sie will nämlich in der EU bleiben. Weshalb sind das dann Schmarotzer?
Und wobei soll die EU denn hart bleiben? Märkte schliessen und nichts nach GB verkaufen, ist das die Lösung, die Ihnen vorschwebt?
Aber Sie können abrüsten: Der Brexit ist für diesmal abgesagt, sagen die Buchmacher.

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binismus 23.06.2016, 18:08
154. EU-Reaktion auf möglichen Brexit:

Der Austritt Englands hätte abschreckende Folgen. Aber nur für diejenigen abschreckend welche am englischen Beispiel sehen würden was ein Austritt für negative Folgen hat. Ich bin froh, wenn die überheblichen Briten mit ihrem Austritt sich selbst in den A.... treten.

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Arthur Travers Harris 23.06.2016, 19:22
155.

Zitat von binismus
Der Austritt Englands hätte abschreckende Folgen. Aber nur für diejenigen abschreckend welche am englischen Beispiel sehen würden was ein Austritt für negative Folgen hat. Ich bin froh, wenn die überheblichen Briten mit ihrem Austritt sich selbst in den A.... treten.
Oh es ist also zu 100% sicher das diese schrecklichen, unertraeglichen negativen "Folgen" genau so eintreten?
Wie auch immer die aussehen: Britain can take it!
Mal ganz davon abgesehen das Eurostan ja auch nicht unbedingt besser wird, sondern kontinuierlich schlechter.

Wer aber mit Sicherheit in den A.... getreten bekommt ist der "Man spricht wieder deutsch in Europa-Exportweltmeister". 15% eurer Exporte landen aktuell noch bei uns.
Zeit massive Zoelle darauf zu erheben, so wegen der deutschen Arbeitsplaetze.

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rhabarberzüchter 23.06.2016, 22:17
156. Sehr geehrter Herr Deutschlandhasser

Zitat von Arthur Travers Harris
Oh es ist also zu 100% sicher das diese schrecklichen, unertraeglichen negativen "Folgen" genau so eintreten? Wie auch immer die aussehen: Britain can take it! Mal ganz davon abgesehen das Eurostan ja auch nicht unbedingt besser wird, sondern kontinuierlich schlechter. Wer aber mit Sicherheit in den A.... getreten bekommt ist der "Man spricht wieder deutsch in Europa-Exportweltmeister". 15% eurer Exporte landen aktuell noch bei uns. Zeit massive Zoelle darauf zu erheben, so wegen der deutschen Arbeitsplaetze.
Bei uns messen zu viele Menschen dem Brexit eine Bedeutung bei. Dabei ist es doch völlig Wurst, ob die Briten dabei sind oder nicht. Das von Ihnen beschimpfte Deutschland wird an dem Brexit nicht zerbrechen, sondern gestärkt hervor gehen. Es ist gut möglich, dass dieses verunglimpfte Deutschland England in nicht allzu ferner Zukunft die rettende Finanzinfusion geben muss, damit es nicht den Infarkt erleidet. Ich wäre an Ihrer Stelle ganz leise, wenn ich mein Spielzeugauto Minirover einen in der ehemaligen DDR gefertigte BMW-Motoren einbauen musste und der Bentley in der wiedererstandenen Stadt Dresden in der gläsernen Manufaktur zusammen geschraubt wird. Das hätte selbst Ihr Namensvetter nach dem 13. Februar 1945 nicht gedacht. Nochmals: Ich habe um Deutschland keine Angst, allerdings nur, wenn es sich nicht wieder in ein Abenteuer stürzt oder stürzen lässt, auch nicht von NATO-Partnern. Übrigens heben viele von uns etwas englisch und auch russisch gelernt. Die Wörter "peace" und " mir" heißen bei uns Frieden, und zwar mit dem Westen und dem Osten.. Und was sagen Sie zu der Pressemeldung, dass zur Zeit viele in D lebende Briten die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen? Alles Verräter, oder?

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Hermes75 24.06.2016, 23:53
157.

Zitat von Patrik74
Nach Lesart der Eurokraten, ist eine Volksabstimmung das undemokratischste, was man machen kann, siehe Griechenland. Was das Volk will, ist egal - in einer lupenreinen Demokratie ist nur maßgeblich, was "die Märkte" wollen. Ziel und Maßstab allen politischen Handelns ist, dass "die Märkte" nicht "nervös" werden. Das höchste der Gefühle sind nationale Wahlen, aber auch das nur unter dem Vorbehalt, dass "genehme" Regierungen gewählt werden - alles andere ist Populismus.... Keine Sorge, ein Brexit würde "die Märkte nervös" machen, und ist daher ausgeschlossen - alternativlos.
In der Praxis werden Volksabstimmungen häufig von bestimmten politischen Grupierungen benutzt um ihre Interessen durchzusetzen. Um "Demokratie" geht es da nicht unbedingt. Im übrigen ist es auch Recht schwierig Politik auf einfache Ja/Nein Fragen zu reduzieren.
Und wo Sie gerade die Abstimmung in Griechenland ansprechen: Sie erinnern sich auch, dass Herr Tsipras die Griechen aufgefordert hatte mit "Nein" zu stimmen (was sie auch mehrheitlich taten) um dann das Gegenteil davon zu tun - sehr demokratisch, gelle?

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Hermes75 24.06.2016, 23:58
158.

Zitat von Arthur Travers Harris
Oh es ist also zu 100% sicher das diese schrecklichen, unertraeglichen negativen "Folgen" genau so eintreten? Wie auch immer die aussehen: Britain can take it! Mal ganz davon abgesehen das Eurostan ja auch nicht unbedingt besser wird, sondern kontinuierlich schlechter. Wer aber mit Sicherheit in den A.... getreten bekommt ist der "Man spricht wieder deutsch in Europa-Exportweltmeister". 15% eurer Exporte landen aktuell noch bei uns. Zeit massive Zoelle darauf zu erheben, so wegen der deutschen Arbeitsplaetze.
Nach Einschätzung ALLER Wirtschaftssachverständigen hätte ein Austritt Großbritanniens massiv negative Auswirkungen auf die britische Wirtschaft. Die Meinungsunterschiede liegen nur darin wie sehr die Wirtschaftsleistung zurückgehen würde. Ist auch irgendwie logsich, dass es nicht gesund sein kann, wenn ein Land praktisch alle seine Handelverträge aufkündigt, denn es geht ja nicht nur um die Beziehungen zu den übrigen EU-Ländern, sondern um Handelsverträge mit 82 Staaten weltweit.
Klar wird die Insel nicht untergehen - aber am Ende wäre es dann eben nicht mehr "Großbritannien", sondern eher Restengland.

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ansgard 24.06.2016, 10:14
159. re

Alles Gut. Die EU hat England nach dem Ausstieg so zu behandeln, wie jedes andere Land außerhalb der EU. Wer Zugang zum EU-Binnenmarkt möchte, muss sich - wie alle anderen auch - an die Regeln halten. Wenn England das nicht gefällt, gibt es keinen Zugang (ok, dann springt Onkel Sam ein und macht Druck auf die EU...).

Das hat doch mit Erpressung nix zu tun. Man kann doch nicht erwarten, dass man alle Vorteile bekommt ohne die Kröten zu schlucken. Ist im echten Leben genau so und nur egoistische Menschen denken anders.

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