Forum: Politik
EU-Reaktion auf Schweizer Votum: "Wir können das nicht widerspruchslos hinnehmen"
AFP

Der Schweizer Volksentscheid für harte Zuwanderungsregeln verärgert die europäischen Nachbarn. Bundesfinanzminister Schäuble sieht "eine Menge Schwierigkeiten" auf die Eidgenossen zukommen, EU-Politiker Brok droht mit Konsequenzen.

Seite 16 von 77
spiegel-kommentar 10.02.2014, 08:52
150. Stammtisch

Zitat von jjcamera
Allerdings zeigt sich deutlich, dass die direkte Demokratie (die viele bei uns fordern) nur zu Entscheidungen führen kann, die 'emotional', also aus dem Bauch heraus (auf Stammtischniveau), getroffen werden. Komplexe Zusammenhänge politischer Entscheidungen und ihre Folgen in der Zukunft werden nicht begriffen.
Ob die Politik die "komplexen Zusammenhänge" besser begreift, wage ich nach dem Euro-Debakel zu bezweifeln. Warum sollen emotionale Themen nicht auch emotional entschieden werden? Wir müssen uns in unserem Land wohlfühlen. Kontrollierter Zuzug wäre auch bei uns besser. Wie Sozialkassen sonst geplündert werden, sieht man an akutellen Beispielen.

Beitrag melden
Beat Adler 10.02.2014, 08:52
151. Es wurde keine emotionale aus dem Bauch heraus Entscheidung getroffen

Zitat von jjcamera
Die Schweizer haben eine längere Tradition in "Demokratie" als wir. Allerdings zeigt sich deutlich, dass die direkte Demokratie (die viele bei uns fordern) nur zu Entscheidungen führen kann, die 'emotional', also aus dem Bauch heraus (auf Stammtischniveau), getroffen werden. Komplexe Zusammenhänge politischer Entscheidungen und ihre Folgen in der Zukunft werden nicht begriffen. Was bleibt, ist: die, die am wenigsten davon verstehen, sind immer in der Mehrheit... Einmischung durch die EU sollte aber unterbleiben, denn in der EU befinden sich Länder, die sich ein Vorbild an der Schweiz nehmen sollten, statt ihr zu drohen wie Herr Brok.
Es wurde keine emotionale aus dem Bauch heraus Entscheidung getroffen.

6 Monate wurde darueber diskutiert, debatiert, argumentiert. Wenn der Stimmbuerger DANACH abstimmt, dann ganz rational. Niemand schiesst aus der Huefte. Den 44%, welche sich nicht beteiligt haben, war die Entscheidung offenbar nicht wichtig genug. Auch Diese haben ganz ueberlegt sich NICHT beteiligt.
mfG Beat

Beitrag melden
marcel2101 10.02.2014, 08:53
152. Amüsant

Da echauffieren sich nun ausgerechnet solche, die nicht einmal mehr vom Volk gewählt wurden, sondern sich ihre (EU-)Posten gegenseitig zuzuschachern pflegen, über einen echten demokratischen Volksentscheid. Und weil der nicht in ihrem Sinne ausfiel, drohen sie nun mit empfindlichen Konsequenzen. Mal sehen, ob und wann nun deswegen der "regime change" für die Schweiz in die Wege geleitet wird... *kicher*

Beitrag melden
Tyconderoga 10.02.2014, 08:53
153. Nö

ich bin ein europäischer Nachbar und ich bin NICHT verärgert.

Zitat von sysop
Der Schweizer Volksentscheid für harte Zuwanderungsregeln verärgert die europäischen Nachbarn. Bundesfinanzminister Schäuble sieht "eine Menge Schwierigkeiten" auf die Eidgenossen zukommen, EU-Politiker Brok droht mit Konsequenzen.

Beitrag melden
optima-worldwide 10.02.2014, 08:53
154. 19.Jahrhunderts

Zitat von immertreu
Muss sich die Semidemokratische EU überall einmischen? Sie entwickelt sich immer mehr zum politischen T34 und Schulz mit Brok sitzen am Steuer. Diese Großmachtsfantasien gegenüber Nachbarstaaten zeigen die wahre Einstellung der ach so friedlichen EU.
Herr/Frau Immertreu: in welchem Jahr des 19. Jahrhunderts leben Sie ?

Es ist keine Grossmachtsphantasie, (ie haben Sie ja als Deutsche 1990 schon ausgelebt,)der Weg zum europ. Bundesstaat ist die Zukunft. Gefaellt Ihnn n icht ? Bueno, es gibt noch ein para kleine Inseln , dort koennen Sie mit einem relativ kleinen Investitionsbetrag , ein Haeuschen mit Staatsangehoerigkeit erwerben. Soll ich Ihnen dabei helfen ?


Freundliche Gruesse

Beitrag melden
eantil 10.02.2014, 08:54
155. @ghost24

Wo haben Sie bitte den Schwachsinn mit den Einnahmen durch die Schweiz her? Selten so einen Unfug gelesen.

Selbst wenn dies der Fall wäre, die Schweizer kämen dennoch rüber zum Einkaufen. Schließlich können sie sich durch die deutlich niedrigeren Preise hier auch mehr leisten und ihr Leben verschönern. Daran ändern die paar Aussagen der EU bestimmt nichts dran.

Beitrag melden
mimas101 10.02.2014, 08:54
156. Hmm

Da hat ein Land, das nicht der EWG angehört, demokratisch abgestimmt und dabei beschlossen eine Quotenregelung bzgl. des Ausländerzuzuges einzuführen. Und schon verfällt das brüsseler Marktkoordinierungsbehördchen in Schnappatmung und kreischt empört, mit einer Diktion die unangemessen zu souveränen Staaten ist, auf.
Dabei kommen dann die üblichen Worthülsen wie Globalisierung, Freizügigkeit und ähnliches zum Vorschein die nichts anderes als eine Umschreibung rein für Konzerngewinne sind.

Auf der anderen Seite - wenn ich diese luxemburger Innen-Frau der EWG-Behörde so sehe die versucht auf den Hauptzahler der EWG, Deutschland, Druck auszuüben weil hier immer noch nicht genügend zukünftige Sozialhilfeempfänger aus anderen Ländern herziehen können (Staubsauger-Effekt, dann bleibt Luxemburg vor solchen Zuwanderern verschont pp) dann hat die EWG wohl Sorge das andere EWG-Mitglieder dem schweizer Beispiel folgen und ebenfalls Quoten festlegen.
Es träte dann der Effekt ein das andere EWG-Mitglieder zur Schönung ihrer eigenen Staatsbilanzen ihre Arbeitslosen nicht mehr wegexportieren können und dann selbst für diesen Personenkreis aufkommen müßten (was nachgewiesenermaßen nicht geht). Damit würde dann das Wohlstands-Kartenhaus sofort zusammenfallen und sich so manche fragen was die EWG eigentlich für eine Ansammlung ist.
Und Quotenregelungen werden zwangsläufig auch in der EWG kommen müssen wenn die Staaten, die meistens schwach auf der finanziellen Brust sind, wirtschaftlich gesunden wollen und berechtigt zunächst erst mal selbst an ihre eigene Bevölkerung denken.

Beitrag melden
Beat Adler 10.02.2014, 08:54
157. Nicht nur die Schweiz ist im Wandel begriffen, die EU ist es auch!

Nicht nur die Schweiz ist im Wandel begriffen, die EU ist es auch!

Beide, die Schweiz und die EU, sind Betroffene, wenn es um Einwanderung geht. Die Kinderquote pro Frau ist tief, das Durchnittsalter steigt, Roboter koennen noch keine Altenpflege uebernehmen;-) Die Wirtschaft soll wachsen.

1992 waere die Schweiz beinahe der EWG beigetreten. Damals war ich fuer eine solchen Beitritt. Der Wandel von der EWG zur EU der letzten gut 20 Jahre hat aber gezeigt, dass heute die EU von den Schweizern kritischer gesehen wird. Und viele EU Buerger gerne durch Basisdemokratie bei der zukuenftigen Gestaltung der EU mitwirken wollen: Sozusagen ein Aufblasen der Schweiz auf Europagroesse;-) Neue Kantone koennen einen Antrag auf Aufnahme in die Eidgenossenschaft stellen;-)

Wenn Schottland, Korsika, das Baskenland, die Lombardei und Katalanien selbstaendige Laender sind und nicht in die EU wollen, kann ein solcher Schritt ja begutachtet werden;-) Nach Aufnahme des Bistums Basel 1501 in die Eidgenossenschaft haben die damaligen Schweizer einen Antrag des Bistums Strassburg abgelehnt. Sie wollten keine zu grosses Helvetia;-)

Das Verhaeltnis der Schweiz zur EU bedarf der Klaerung, das hat die Abstimmung vom Sonntag 9.2.14 deutlich gezeigt. Der Sitzungsmarathon beginnt in Berlin mit dem Besuch des Schweizer Bundespraesidenten fuer 2014 und gleichzeitiger Aussenminister Didier Burkhalter.

In etwa 10 Jahren wissen wir, ob das Volk klug abgestimmt hat oder nicht.
mfG Beat

Beitrag melden
inselmensch69 10.02.2014, 08:54
158. Die Schweizer schotten sich nicht ab sie wehren sich nur.

Jährlich eine Zuwanderung von 80'000 Menschen in einem so kleinen Land mit 41'000 km Fläche wobei der Grossteil Gebirge ist, ist einfach zuviel. Nur weil jetzt die Stimmbürger diese masslose Einwanderung gesteuert haben wollen von Abschottung zu reden finde ich haltlos. Es geht nicht gegen Deutsche, Italiener und andere EU Bürger.
Was würden die Deutschen sagen wenn sie pro Jahr 800'000 Zuwanderer verkraften müssten?
Das sind Menschen die kommen wo zu Recht Wohnraum Arbeitsplätze und Infrastruktur beanspruchen.

Wenn in Städten wie Zürich Bern Basel der Wohnraum dermassen knapp wird wie es jetzt der Fall ist erzeugt dies zu Recht unter der Bevölkerung einen gewissen Unmut.

Kommt dazu das die EU regelmäßig Forderungen an die Schweiz stellt die bei der großen Masse nicht gut ankommen. Jetzt gleich wieder zu drohen ist das absolut verkehrteste.
Nicht nur die Schweiz profitiert sondern auch die EU Staaten. Vergessen das die EU Staaten mit ihren Landtransporten von der Schweiz profitieren. Das die Schweiz mehr Güter von EU Staaten bezieht als sie dorthin exportiert.

Beitrag melden
meineidbauer 10.02.2014, 08:55
159.

Zitat von immertreu
Muss sich die Semidemokratische EU überall einmischen? Sie entwickelt sich immer mehr zum politischen T34 und Schulz mit Brok sitzen am Steuer. Diese Großmachtsfantasien gegenüber Nachbarstaaten zeigen die wahre Einstellung der ach so friedlichen EU.
Zumal ich inzwischen kaum noch daran glaube, dass eine echte Abstimmung bei uns zu einem wesentlich anderen Ergebnis führen würde. Wo und wie leben die EU-Politiker eigentlich? Nun, das "Wie" zumindest lässt sich beantworten: Mit unserer Kohle - und das gewiss nicht schlecht.

Beitrag melden
Seite 16 von 77
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!