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EU-Reform: Merkrons letzte Chance
AFP

Angela Merkel und Emmanuel Macron stehen kurz davor, einen historischen Kompromiss im Kampf gegen den Populismus zu verspielen.

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Bernd99 30.05.2018, 19:07
1. selbst schuld

Wer permanent an den Interessen eines signifikanten Teils der Gesellschaft vorbeiregiert, moralisch überheblich auftritt und eine Flüchtlingspolitik betreibt die offensichtlich enorme Probleme erzeugt, darf sich nicht wundern, dass andere Parteien in baldiger Zukunft die Mehrheit stellen werden. Mit Populismus hat das wenig zutun. Vielmehr handelt es sich um einen ganz normalen demokratischen Prozess: Menschen wenden sich von den Parteien ab die ihre Interessen nicht mehr vertreten und wechseln in Scharen zu Parteien die das tun. Wer ein gemeinsames Europa will, muss auch nationale Interessen vertreten. Die Aufgabe nationaler Interessen führt erst recht zum Nationalismus.

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RalfHenrichs 30.05.2018, 19:10
2. Was für ein schlechter Artikel

99% Blabla und vielleicht ein oder zwei Sätze, aus denen man erraten kann, was Macron eigentlich genau will und was Merkel dagegen setzt. Besser wäre es mit einer nüchternen Beschreibung von Macrons Vorschlägen und Merkels Bedenken.

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Neapolitaner 30.05.2018, 19:20
3. Merkels Zenit ist längst überschritten

sofern es jemals einen Zenit gab. Macron sollte sich besser mit den nordeuropäischen Staaten verständigen. Die können ihm erklären, was sie wollen - und Deutschland wird das dann auch wollen , ganz ohne Merkel.

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PaulchenGB 30.05.2018, 19:20
4. Eine vereinte europäischen Macht? Unter welcher Führung?

Macron oder Merkel? Die EU (28 Staaten, 500 Mio Einwohner) ist schon mal nicht Europa (45 bzw. 47 Staaten/720 Mio). Innerhalb der EU konnte ja nicht mal das Vereinigte Königreich zum Verbleib bewogen werden. Dann kommt das ständige Oberlehrerverhalten von F und BRD hinzu: z.B. Italiener haben falsch gewählt, Verhalten bei den BREXIT-Verhandlungen und Handelsstreit mit USA, um nur einiges zu nennen. Weiterhin: Österreich stellt jetzt die Personenfreizügigkeit in Frage. Die Visegrad kochen ihr eigenes Süppchen. Einstimmigkeitsprinzip. Spanien sperrt Oppositionelle ein. Haltung zur Türkei oder Iran. Die EU wird niemals mit einer Stimme sprechen können, weil jedes Land eigene Interessen verfolgt. Da sind die Weltmächte USA, China und Russland klar im Vorteil, ja sogar Kanada und Japan sind handlungsfähiger als die EU.

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theodtiger 30.05.2018, 19:23
5. Endlich handeln!

Insbesondere die Regierung Merkel muss jetzt endlich ihre zögerliche Haltung aufgeben und die gerade noch vorhandene einmalige Chance ergreifen, die Eurozone nachhaltig zu stärken. Es gibt genug sinnvolle Aspekte in Macrons Vorschlägen, sodass etwas konsensfähiges für die anderen Partner zusammen vorgeschlagen werden kann. Angesichts der sich abzeichnenden Gefahr durch italienische Rechts- und Linkspopulisten für die Stabilität unserer Wirtschaft und Währung, ist jetzt resolutes Handeln dringend erforderlich - ohne kleinlich nur auf die kurzfristen Kosten zu starren. Das wird allemal billiger eine schwere Wirtschafts- und Währungskrise schultern zu müssen, an der Deutschland als Exportland besonders stark leiden müsste.

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klardenkendermensch 30.05.2018, 19:27
6. Europa ist unsere einzige Chance

Ja es wäre wirklich ein historisches Drama, wenn die einmalige Gelegenheit, das europäische Projekt voranzubringen fahrlässig verspielt würde. Leider schieben das eigene Versagen zu viele Politiker in ganz Europa einfach auf die Bürokraten in Brüssel. Dabei ist es doch tatsächlich so, dass es uns allen in Europa, besonders eben auch Deutschland wesentlich schlechter gehen würde, wenn wir die EU nicht hätten. Leider haben wir eben nur keine parallele Realität, die anschaulich verdeutlichen würde wie wichtig ein vereintes Europa für den Wohlstand, die Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie für die europäischen Staaten ist. In längeren historischen Zyklen gedacht legen wir jetzt das Fundament ob Europa in Zukunft weltpolitisch und wirtschaftlich noch eine wesentliche Rolle spielen will oder ob wir zu einem unwesentlichen, fremdbestimmten Anhängsel der Weltmächte, insbesondere der kommenden, diktatorischen Weltmacht China werden. Wäre dies der Fall, sind unsere heutigen Probleme dann wirklich absolute Luxusprobleme. Leider erkennen dies die wenigsten und fallen statt dessen auf die hetzerischen, spaltenden und an der Realität vorbei gehenden Parolen der Populisten herein. Es geht uns historisch gesehen eigentlich so gut wie nie zu vor und trotzdem erhebt sich der zerstörische Geist des Nationalismus, Rassismus bis im Extremfall zum Faschismus reichend. Wieso ist dies so? Vielleicht weil die schweigende Mehrheit, die Gefahr nicht erkennt die besonders von den braunen, rechten Hetzern droht. Demokratie muss von den Demokraten immer wieder aufs Neue verteidigt werden. Das gilt auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene und leider weiß man immer erst was man verloren hat, wenn man es nicht mehr hat. An Europa kann man sicherlich einige kritisieren und verbessern, aber es gibt dazu keine Alternative, die unsere Freiheit und unsere freiheitlich geprägt Lebensart sichert, deshalb lasst uns anfangen für unser freies, vereintes Europe zu kämpfen und es gegen nationalistische, hetzerische und spaltende Populisten von Rechts oder von Links zu verteidigen, denn diese haben in der Geschichte immer nur Leid, Zerstörung und Tod über die Menschen gebracht.

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rudig 30.05.2018, 19:29
7. aha,

jetzt sind Menschen, die die EU und den Euro kritisch sehen, Populisten. So langsam wird es immer schlimmer mit dieser EU
und was der einfache Wähler will interessiert die Politiker gar nicht mehr. Das sieht man jetzt in Italien.

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joG 30.05.2018, 19:30
8. Alles sehr charmant...

...aber das Ziel ist konterproduktiv. Das letzte, was wir brauchen, ist Bismarcks Denkfehler. Natülich beendete die Vereinigung Deutschlands unter Berlin die dreutsche Kleinstaaterei und verhinderte weitere Kriege unter ihnen. Was er halt übersah war, dass die Einigung lediglich eine writere Großmacht schuf und die Wahrscheinlichkeit eines wirklich großen Krieges Spieltheoretisch wesentlich erhöhte. Diese Kriege kamen pünktlich. Sein Denkfehler war, dass nicht eine neue Großmacht die Kriegswahrscheinlichkeit reduziert sonder vergrössert in einem multipolaren Sicherheitssystem. Man muss Sicherheit auf der Supraebene schaffen und nicht auf niederer Ebene.

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werner.schmidt.mch 30.05.2018, 19:37
9. Die vergebene Chance

Wer da glaubt der deutsche Michel wird zugunsten Europas auch nur ein bißchen von seinem Wohlstand hergeben, der hat sich getäuscht.

Dabei könnte man mit ein bißchen Einsicht ein starkes und vereintes Europa schaffen.

Der Traum ist vorbei.

Wenn Italien kollabriert, dann gute Nacht Europa und Deutschland.

Vive la France.

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