Forum: Politik
EU in Sorge wegen Johnson: "Die Chancen für einen No-Deal-Brexit sind drastisch gesti
REUTERS

Der neue britische Premier will die Einheit der EU testen - daran scheiterte schon seine Vorgängerin. Brüsseler Diplomaten bereiten sich auf das radikalste Szenario vor.

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kh.groenewald 25.07.2019, 20:00
100. Johnson

Ohne Handelsabkommen, eine bedeutungslose Industrie und dann soll es aufwärts gehen? Leidet Johnson an totalem Realitätsverlust oder tischt er zum wiederholten Male Lügen auf? Der größte Wirtschaftssektor, die Finanzwelt, wandert gerade aufs Festland ab. Bis 2050 sollen die heute 18 bis 25 Jährigen, also 30 Jahre lang, warten, dass es aus dem tiefen Tal aufwärts geht. Nach dem Brexit geht es zwangsläufig rasant bergab. Das gibt einen Aufstand sondergleichen. Abertausende Briten haben die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und verlassen das Land Richtung EU - Länder. Ja, die Populistenschwätzer sind die großen Macher und machen sich aus dem Staub wenn sie sehen, wenn sie ihre Lügen nicht umsetzen können.

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claus7447 25.07.2019, 20:02
101. Zum einen...

Zitat von 123rumpel123
Die Hintergrundgeschichte mit der EU ist schon Entschuldigung genug. Die EU ist in der Welt weniger beliebt als man hier so blauäugig glaubt.
... können sie dies sicher mit Fakten hinterlegen. So wie sie das bisher immer konnten.

Klar wäre China und USA Europa ohne EU lieber, dann könnte man die Einzelstaaten leichter auseinandernehmen. Aber wie gesagt... Nachweise bitte.

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Farhad 25.07.2019, 20:03
102. Vorteile eines No Deal Brexits

Zitat von Actionscript
Bei einem harten Brexit wird das UK auseinanderfallen. Denn es gibt eben auch Teile, die nie einen Brexit wollten. Um das Irland Problem zu lösen, hätte ein harter Brexit vermutlich die Vereinigung von Irland und Nordirland zur Folge. Und auch Schottland würde eine Abspaltung wieder in Erwägung ziehen. Doch scheint mir, dass BoJo davon unbeeindruckt ist. Vermutlich scheint ihn das Irland Problem garnicht zu interessieren. Populisten denken eben immer in simplen Schemen.
werden oft ausgeblendet. Es ist richtig, dass ein Austritt ohne Abkommen wirtschaftliche Nachteile zur Folge hat und ein Austritt mit dem Abkommen die bessere Option ist. Sollte sich aber herausstellen, dass UK demnächst tatsächlich nicht als ein enger Partner fungieren wird und ein Austritt mit Abkommen keine positiven Aussichten hat, wäre eine Annäherung von Schottland und Irland an die EU eine strategisch vorteilhafte Konstellation mit durchaus wirtschaftlichen Vorteilen.

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kh.groenewald 25.07.2019, 20:04
103. Ich frage mich,

wie Donny und sein kleiner Neffe Boris noch frei rumlaufen. Diese beiden Psychopathen gehören normal in die Ballaburg, wo jeder Psychologe sich die Hände reibt und seine Wahre Freude daran hätte tiefen Abgründen geistiger Psyche zu begegnen.

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kodu 25.07.2019, 20:05
104. Nun wird gepokert...

...und der britische PM lässt nichts unversucht, bei der EU den Eindruck zu erwecken, ALL-IN gehen zu wollen, bzw. daß er ohne Skrupel bereit ist, bis "5 NACH 12" zu warten, um einen ihm genehmen Austrittsvertrag zu erzwingen. Diese Konstellation macht Sorge, aber es sind die Briten, die sie sich gewählt haben. Den Bürgern Europas bleibt nur, zu hoffen, daß ihre Vertreter ihre jeweiligen Karten richtig einschätzen. Berechenbarkeit galt einmal als große politische Tugend und die Menschen zahlten mit prinzipiellen Vertrauen in die demokratische Ordnung zurück...

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hans.lotz 25.07.2019, 20:06
105. Ungeschickte Diplomatie

Die Inkonsequenz der EU hat es erst möglich gemacht, dass Boris Johnson die Chance für sein Poltern erhalten hat. Hätte insbesondere Tusk nicht jede Terminverlängerung der Briten abgenickt und ein Minimum an Standing gezeigt, wäre das Thema längst erledigt. Und das wäre gut so.
Es ist nicht zu erwarten, dass von der Leyen den Schmusekurs gegenüber den EU-Unwilligen Briten beenden kann.
Die Solidarität und der Zusammenhalt der EU-Staaten in Sachen Brexit ist endlich.

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descartes 25.07.2019, 20:14
106.

Zitat von L_P
Wie schwer es doch Vielen fällt, sich mit einem Abstimmungsergebnis abzufinden. Eine knappe Mehrheit der Briten wollte zum Abstimmungszeitpunkt raus aus der EU. Eigentlich sollte es nach so einem Ergebnis ein Wettrennen zwischen den Demokraten geben, wer den Wählerwillen am schnellsten umsetzt. Doch was sehen wir statt dessen? Den Versuch "deals" zu machen. Sind in Brüssel und London dealer oder Demokraten am Werk?
In einer Demokratie hätte eine Abstimmung dieser Tragweite mit einer einfacher Mehrheit gar nicht entschieden werden können! Das System, das Sie meinen nennt sich Ochlokratie!

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Sendungsverfolger 25.07.2019, 20:15
107. Tiefschlaf

Zitat von Makrönchen
Ich kann die EU nicht verstehen, man muss doch (unter Freunden!) so lange verhandeln, bis ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis vorliegt. Warum weigert sich die EU? Gegenüber der Schweiz verhält sie sich leider genauso arrogant. Auch die EU würde unter einem No-Deal-Brexit leiden. Vielleicht kommt das in Brüssel mal so langsam an. Und Herr Johnson wird wohl bereit sein, einen solchen einzugehen.
Ich frage mich immer, in welchem Tiefschlaf solche Foristen wie Sie sich die ganze Zeit befunden haben.

Alles schon tausendmal erklärt, alles schon tausendmal dargestellt, alles schon tausendmal durchgekaut ... und nichts davon ist hängen geblieben. Irgendwie macht es bei solchen Leuten nie "Zoooom" wie es Klaus Lage besingt.

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Kritik 25.07.2019, 20:16
108.

Zitat von jogola
Ihre Branche ?
Wir sind ein Automobilzulieferer, wir liefern allerdings praktisch keine Teile in das UK (an wen auch, sind ja nicht mehr viele übrig geblieben). In unserem Fall (Japanisches Mutterunternehmen) ist die Krux, daß unser europäisches Headquarter, das die Geschäfte innerhalb der EU führt, seinen Sitz in England hat.
Unsere Branche ist in diesem Fall also weniger relevant, mein Kollege bezog sein Statement nicht auf die Perspektive unseres Unternehmens, sondern auf eine im UK weit verbreitete Ansicht. In England grassiert die Angst, daß unser Headquarter nach einem Brexit in die EU verlagert wird (und das ist so gut wie sicher). Das Europageschäft aus einem nicht-EU-Land zu führen, daran denkt man bei uns noch nicht mal...

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Nubari 25.07.2019, 20:19
109. Goldene Zukunft Großbritanniens,

die Worte Boris Johnsons. Keine Ahnung, ob er an seine eigenen Worte glaubt. In der britischen Brexit-Diskussion werden so viele Unwahrheiten verbreitet und Fakten unterschlagen, dass das niemand sagen kann. Beispiel Fischindustrie: die Brexiteers fordern eine 200-Meilen Schutzzone und schwadronieren vom Erfolg einer von der EU entfesselten Fischerei. Niemand scheint zu interessieren, dass das UK 570.000t Fisch anlandet, aber der Inlandsmarkt nur 243.000t aufnimmt. Die EU ist der Hauptabnehmer britischen Fischs, kann aber bald aus dem Mercosur billiger und zollfrei beziehen. Die Autoindustrie baut zurück; Honda schließt, die gesamte Produktion, Ford ein Werk, Nissan verlegt Modelle nach Japan und Spanien, Toyota diskutiert noch, Jaguar investiert in der Slowakei. Airbus wird bei No-Deal seine Lieferkette neu ordnen. Die einzige Chance wäre, schnell vollen Marktzugang zur EU herzustellen und für die Übergangszeit massiv Regulierungen abzubauen (Arbeitnehmer, Umwelt, Steuern), um das Attraktivitätsdefizit auszugleichen. Das würde auch der Finanzindustrie helfen, die könnte damit Schwarz- und Fluchtgeld aus aller Welt anziehen. Die Opfer des Boris Johnson werden die kleinen Leute. Ihnen drohen reduzierte Rechte, reduzierter Schutz, höhere Preise und weniger staatliche Leistungen. Doch ist es sinnlos zu argumentieren - auf gute Argumente antworten Brexit-Freunde mit Beschimpfungen, Phantasiezahlen und Lügen. Da mir selbst der Brexit nicht wehtun wird, halte ich dann Abstand und spreche über das Wetter.

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