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EU in Sorge wegen Johnson: "Die Chancen für einen No-Deal-Brexit sind drastisch gesti
REUTERS

Der neue britische Premier will die Einheit der EU testen - daran scheiterte schon seine Vorgängerin. Brüsseler Diplomaten bereiten sich auf das radikalste Szenario vor.

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thobie2 26.07.2019, 07:18
140.

Zitat von RalfHenrichs
Wenn die Briten nach einem Austritt besser aussehen als in der EU besteht die Gefahr, dass anschließend noch mehr Staaten austreten wollen. Wenn die Briten nach einem Austritt in eine tiefe Rezession rutschen, bleibt die EU eher stabil. Daher muss die EU den Briten einen Vertrag anbieten, den die Briten eigentlich nicht annehmen können. Das ist ja genau das Problem für die Briten in den letzten Jahren.
Das wird hier in Deutschland von unseren Braunhemden immer wieder propagiert. Allerdings scheint auch der AfD so ganz langsam offenkundig zu werden, dass der Brexit vielleicht nicht die allerbeste Idee war. Darum hat man in Sachen EU-Austritt von Deutschland ja schon zurück geruder. Und was hatte man den Briten doch gratuliert.

Hier einmal zur Klarstellung. Die EU bietet den Briten den Vertrag an, der am Besten für die EU ist. Make EU great again. Natürlich will die EU soviele Vorteile wie möglich für sich heraushandeln. Das kann man ihr nicht verübeln. Welchen Grund sollte es geben, den Briten entgegen zu kommen. Die Briten wollen raus aus der EU. Das ist völlig in Ordnung. Dann sollten sich die Briten aber auch nicht wundern, wenn sie behandelt werden, wie jeder deutlich kleinere Wirtschaftsraum, der um ein Handelsabkommen mit der EU ersucht. Die Briten hatten viele Sonderregeln in der EU (z.B. den Britenrabatt) für sich aushandeln können. Damit ist nun Schluss. Sie hatten die bestmögliche Vereinbarung und tauschen diese nun gegen etwas substantiell Schlechteres ein.
Die EU sollte bei ihrem Standpunkt bleiben: Take it or die.

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thobie2 26.07.2019, 07:28
141.

Zitat von jogola
dass es Wirtschaftsgüter gibt, die im Laufe des Herstellungsprozesses sieben mal den Kanal überqueren. Damit wäre ja hoffentlich ohnehin Schluss, wenn der CO2-Ausstoß demnächst Geld kostet.
Bei einem Brexit ohne Abkommen ist damit sofort Schluss. Denn mehrfach Verzollung machen Produktionsketten völlig unwirtschaftlich.

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carlitom 26.07.2019, 13:45
142.

Zitat von Johann Dumont
es gibt hier schon Anleger die in Pfund flüchten
Wo zum Teufel ist "hier" und was für Anleger sollten das sein? Ahnungslose Spieler, die zu viel Geld haben? Niemand, der bei Verstand ist, setzt aufs Pfund oder die Briten. Das ist absurd.

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carlitom 26.07.2019, 13:58
143.

Zitat von 123rumpel123
Die EU ist in der Welt weniger beliebt als man hier so blauäugig glaubt.
Was soll der Quatsch? Seit wann geht es hier um einen Beliebtheitswettbewerb und wenn doch, inwiefern sollten da ausgerechnet die Briten gegen irgendwen gewinnen?

Bei der EU geht es um Frieden und um die Stärke, die aus Gemeinsamkeit entsteht. Ein winziger Staat ohne Bedeutung und geführt von Irren kann nie und nimmer mit der (Verhandlungs-)Stärke der EU mithalten. Das weiß jedes Kind.

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Piantao 26.07.2019, 15:10
144.

Zitat von thobie2
Das wird hier in Deutschland von unseren Braunhemden immer wieder propagiert. Allerdings scheint auch der AfD so ganz langsam offenkundig zu werden, dass der Brexit vielleicht nicht die allerbeste Idee war. Darum hat man in Sachen EU-Austritt von Deutschland ja schon zurück geruder. Und was hatte man den Briten doch gratuliert. Hier einmal zur Klarstellung. Die EU bietet den Briten den Vertrag an, der am Besten für die EU ist. Make EU great again. Natürlich will die EU soviele Vorteile wie möglich für sich heraushandeln. Das kann man ihr nicht verübeln. Welchen Grund sollte es geben, den Briten entgegen zu kommen. Die Briten wollen raus aus der EU. Das ist völlig in Ordnung. Dann sollten sich die Briten aber auch nicht wundern, wenn sie behandelt werden, wie jeder deutlich kleinere Wirtschaftsraum, der um ein Handelsabkommen mit der EU ersucht. Die Briten hatten viele Sonderregeln in der EU (z.B. den Britenrabatt) für sich aushandeln können. Damit ist nun Schluss. Sie hatten die bestmögliche Vereinbarung und tauschen diese nun gegen etwas substantiell Schlechteres ein. Die EU sollte bei ihrem Standpunkt bleiben: Take it or die.
Das ist auch nur die halbe Wahrheit denn gerade wegen dieses ultimativen "no consessions" Auftretens der EU und ohne Rücksicht auf Verluste kann es zu einem "no deal Brexit" kommen über die finanziellen Kosten für die EU noch riesengroßes Gejammer entstehen wird. Veröffentlichte Zahlen von Experten in den letzten Wochen und Monaten prognostizieren einen dreistelligen Milliardenbetrag. Man kann sicher sein das in Brüssel "Köpfe rollen" werden, angefangen bei Junker, der allerdings sich jetzt schon rechtzeitig wegduckt. Man hätte durchaus etwas einsichtiger verhandeln müssen zum eigenen Schutz vor zu exzessiven Kosten für die EU.

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moev 26.07.2019, 15:15
145.

Zitat von Augustusrex
Die einzige Möglichkeit für einen weiteren Aufschub sollte es geben, falls GB substantielle Gründe dafür nennen sollte. Und bitte nehmt Rosinenpicken nicht als substantiellen Grund. Ansonsten: Reisende soll man nicht aufhalten. Der BoJo hat ja vermutlich das Perpetuum Mobile der Wirtschaftsentwicklung gefunden: harter Brexit und dann Aufstieg zur weltweiten Wirtschaftswundermacht. Die Menschen in GB tun mir leid, obwohl sie sich den Schlamassel selbst ausgesucht und eingebrockt haben.
Die EU wird jedweden Aufschub unter den Fadenscheinigsten Gründen gewähren!

Im Zweifel spielt man Verhandlungen vor, indem man ein paar Forderungen stellt von denen die Hälfte sowieso quasi automatisch erfüllbar sind und die andere Hälfte dann als Verhandlungsergebnis fallen gelassen wird.

Das Spielchen werden EU und Brexitgegner solange spielen, bis letztere mal wieder kurz in GB am Drücker sind und sofort den Brexit komplett absagen.

Selbst wenn direkt danach wieder die Brexiteers dran kämen, der abgesagte Prozess müsste dann komplett von Vorne gestartet werden.

Es sind ungleiche Machtverhältnisse, die Brexiteers können quasi nur zusehen wie es eine Verlängerung nach der anderen gibt und die Remainer hingegen können es mit einen einzigen Federstrick sofort beenden ohne das die Brexiteers das dann ihrerseits verzögern könnten.

Und einzig darauf zielt die EU, alles andere ist nur Schau.

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lanzelot72 26.07.2019, 17:36
146. @Piantao (144)

Würde es Sie sehr belasten, eine Quelle zu den angeblich veröffentlichten Zahlen im dreistelligen Milliardenbereich zu nennen?

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Artognou 26.07.2019, 21:11
147. Beitrag 9

ich lese immer wieder "Lasst sie gehen", das hört sich an, als würde die EU das UK festhalten...die Briten könnten ja schon längst raus sein, aber sie gehen ja nicht. Sie werden auch nicht am 31.10.raus sein, weil selbst Herr Johnson nicht gehen wird. Alles was er liefert ist heiße Luft.

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Johann Dumont 30.07.2019, 12:48
148. Danke für den Hinweis - leider ein Fehler -

Zitat von Stereo_MCs
Was haben sie denn jetzt schon zum zweiten mal mit Tony Blair? Wo hat denn bitte ein Tony Blair eine Schuld am Brexit bzw. damit "gepokert"?
es sollte David Cameron heißen.

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