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EU-Treffen in Brüssel: Imponiergehabe vor dem Gift-Gipfel
DPA

Die Fronten vor dem EU-Gipfel sind verhärtet. Deutschland und Frankreich provozieren sich gegenseitig, der Fahrplan zur Bankenunion spaltet die einstigen Partner. Kanzlerin Merkel gerät in die Defensive.

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tauschspiegel 18.10.2012, 13:11
50. oho

Zitat von sysop
Die Fronten vor dem EU-Gipfel sind verhärtet. Deutschland und Frankreich provozieren sich gegenseitig, der Fahrplan zur Bankenunion spaltet die einstigen Partner. Kanzlerin Merkel gerät in die Defensive.
*** direkte hilfe für ausländische banken wesentlich finanziert vom deutschen steuerzahler? vergeben von einer bankenaufsicht, in der die schuldnerländer die mehrheit stellen?? diese forderungen sind ein schlechter witz, haben mit demokratischen regeln nichts mehr zu tun und sagen alles aus über das europa in den köpfen der meisten politiker. allein die forderung zeigt, wie sehr sich die politker von der bevölkerung entfernt haben. europa wird erst wieder wachsen können, wenn jedes land für sich selbst eigenverantwortlich einen weg aus der krise gefunden hat - durch strukturreformen, erhöhung der reichensteuern, hohe steuern auf finanzgschäfte, harte begrenzung der bankmanager etc. etc..
die verschiedenen interessen der einzelnen nationen sind eben nicht mehr unter einen hut zu bringen

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rokokokokotte 18.10.2012, 13:13
51. ....

Zitat von sysop
Die Fronten vor dem EU-Gipfel sind verhärtet. Deutschland und Frankreich provozieren sich gegenseitig....
Man könnte meinen, dass viele der Schreiber hier Compiègne noch nicht wirklich überwunden haben.
Armselig - und traurig!

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j.cotton 18.10.2012, 13:16
52. Aha: Die großen Dinge, wie....

Zitat von mpigerl
Also genau das Modell, welches Europa zwischen 476 nach Christus und 1945 probiert hat. Hat ja immer super geklappt.... Ich denke, langfristig wir nur ein großer europäischer Staat Erfolg haben ... natürlich mit möglichst autonomen Regionen. Dann wird es eben eine Region Frankreich geben und Deutschland entsorgt die Bundesebene und behält die Verwaltungen der Bundesländer. Und das alles mit klarer Kompetenztrennung. Die regionalen Regierungen kümmern sich um alle inneren Angelegenheiten und die europäische Regierung um die "großen Dinge", wie Währung, Verteidigung, Außenhandel, etc.
...Währung, Außenhandel,...
...und um die "kleinen Dinge " wie Rentengerechtigkeit, Steuern, Korruption, und, und...die "regionalen" Regierungen.
Ich also mit 67 in Rente, mein französischer Kollege mit 60.
Und die bezahl` ich dann auch noch zum Teil.
Tolle Idee!
Und das ist nur ein kleiner Teil des ganzen Propblems.
Was machen wir z.B. mit den ganzen bestehenden z.t. gravierenden Mentalitätsunterschieden zwischen den Ländern? Zwischen Süd und Nord?
Alles gleichschalten oder wie?
Nochmals: Das kann nicht funktionieren!
(bzw nur für die "Eliten", denn deren Mentalität ist recht deckungsgleich: money, money, money...)

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Olaf 18.10.2012, 13:17
53.

Zitat von sysop
Die Fronten vor dem EU-Gipfel sind verhärtet. Deutschland und Frankreich provozieren sich gegenseitig, der Fahrplan zur Bankenunion spaltet die einstigen Partner. Kanzlerin Merkel gerät in die Defensive.
Immerhin scheint dem SPON ja jetzt auch langsam zu dämmern, dass Frau Merkel die Forderung nach dem Sparkommissar erhebt, um die Euro Bonds abzuwehren.

Die anderen Staaten wollen Euro Bonds (also gemeinsame Haftung), aber keine strengere Aufsicht.

Hollande wird nie einem Sparkommissar zustimmen, welcher der Grande Nation vorschreibt wieviel Geld sie ausgeben darf.

Alles in allem eine gute Position, um deutsche Interessen zu vertreten ohne als Blockierer darzustehen.

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eu-sklave 18.10.2012, 13:18
54. Um was geht es

Zitat von Ylex
Zitat: "Der französische Präsident beklagte sich darüber, dass die Forderung nach einer politischen Union häufig ein Ablenkungsmanöver sei, um dringliche Entscheidungen zu vermeiden." Ja, natürlich. Hollande macht damit klar, dass Frankreich an einer politischen Vereinigung von Europa null Interesse hat - ihm geht es nur um eines: um Geld. Und so ist es auch bei den Spaniern, bei den Griechen, bei den Italienern und bei den Portugiesen. Ein Währungseuropa, ein Euro-Europa wollen sie, aber nicht mehr. Das passt so gar nicht zu den verbalen Höhenflügen in der Bundestagsdebatte. Wie dumm muss einer sein, dass er auch nur noch einen Funken Vertrauen in diesen elenden Raffgier-Zirkus hat?
Um was geht es Ihnen wenn Sie im Supermarkt gehen?
Wollen Sie die Verkäuferin heiraten?,
den Filialleiter in den Familienbund aufnehmen?,
den Lieferanten küssen?

Um was geht es Ihnen bei Ihrem Arbeitgeber?

Natürlich geht es Ihnen immer nur um Geld was sonst?

Sind Sie deshalb Raffgierig? (;-)

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Willi Wacker 18.10.2012, 13:18
55. der Verstoß gegen die Maastrichtregeln

Zitat von GlobalerOptimist
Merkel in der Defensive? Ist das tatsächlich eine Neuigkeit. Die Bankenunion widerspricht geltendem Recht. Frau Lagrange hat es munter ausgeplaudert. Genauso wie die Rettungsschirme gegen die Verträge verstoßen. No bail-out! Gesetzesbrecher sind immer in der Defensive, egal ob in Berlin oder Paris.
war auch ein Bruch der Regeln.
Und? Sitzen Schröder und Eichel vielleicht hinter Gittern?

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Gruuber 18.10.2012, 13:23
56. Merkel vernichtet mit der CDU/CSU so wie viele andere Schwesterparteien

in der ganzen Welt Grundregeln der ihnen heiligen Privatwirtschaft. Zugegeben mit Hilfe anderer Parteien.

Siehe Eigenverantwortlichkeit! Diese Regel, die von CDU/CSU und allen ihren Schwesterparteien auf der ganzen Welt ununterbrochen den Menschen gepredigt wird, wurde in Staatsverantwortlichkeit bzw. Haftung der Steuerzahler umgedreht. Zumindest für viele Großpleitiers und Großversager in der Bank-, Finanz- und Produktionswirtschaft.

Wobei noch dazu kommt, dass von den Politikern ständig die kaufmännische Sorgfaltspflicht gröblichst verletzt wird. Insbesondere von den Regierungen, die von der Merkel-CDU geführt werden. Hätten die Ackermänner & Co nämlich das Doppelte oder Dreifache der Unsummen an Staatshilfe gefordert, hätten es die Merkelregierungen auch gewährt. Ohne Wenn und Aber!

Dass ohne Diskussion und Nachrechnen das Geld der Steuerzahler durch den Schornstein gejagt wird, sieht man auch daran, dass in immer kürzeren Abständen immer größere Unsummen an Steuergeldern für Großpleitiers und Großversager bereitgestellt und auch bezahlt werden.

Wie könnte so etwas passieren, wenn jemand, der die kaufmännische Sorgfaltspflicht beachtet, die Schulden der Großpleitiers und Großversager genauer unter die Lupe genommen hätte?

Kann das jemand erklären? Wobei man auch in Zukunft mit derselben atemberaubenden Steuervernichtung gerechnet werden muss. Wann sollen die Ackermänner & Co bzw. die Pleiteländer wirklich auf Herz und Nieren geprüft worden sein? Kein Mensch weiß, welche Riesen-Finanzlöcher noch irgendwo auf die Steuerzahler lauern.

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CompressorBoy 18.10.2012, 13:23
57.

Zitat von sysop
Man will außerdem prinzipiell nicht dabei helfen, "Altlasten" in anderen Ländern zu entsorgen.
Diese im Prinzip lobenswerte Haltung Berlins wollen anscheinend einige deutsche Journalisten-Dussel nicht verstehen.

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j.cotton 18.10.2012, 13:24
58. Mit diesem "ganz eigene Süden"...

Zitat von Willi Wacker
wir haben hier im eigenen Land genug Steuerverschwender - Kraft, Wowereit, Böhrnsen (NRW, Berlin, Bremen) Das ist unser ganz eigener "Süden".
...meinen Sie doch Bayern und den Bankenlapsus, sie alter Schelm! Diesen Steuerverbrenner haben Sie also nicht vergessen?

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Almartino 18.10.2012, 13:25
59.

Zitat von divus71
noch immer in den Kategorien der 'Kleinstaaterei' (mein Haus, mein Boot, mein Auto) denken, wird das mit der EU eh nicht funktionieren. Gerade D und F sind wirtschaftlich dermaßen miteinander verwoben, daß sich diese kleinkarierte Debatte sowieso der Wirklichkeit entzieht! Der eine kann ohne den anderen garnicht erfolgreich agieren. Schauen wir mal in ein deutsches Auto, wo die einzelnen Teile dafür alle so herkommen.. Europa MUSS sich einig sein, wenn es mit China den USA und Indien noch irgendwo auf Augenhöhe verhandeln will. Europa macht noch 1% der Weltbevölkerung aus. Wir müssen zusammenhalten um global überhaupt noch eine Rolle zu spielen! Solchen "Stürmen im Wasserglas", wie diese Mikrodiskussion um die "Fronten" in einer europäischen Verhandlung, sehe ich recht gelassen entgegen.. Zu 99% sind das doch nur Verhandlungstechnische Mücken, die Medial zu Elefanten werden. Ganz ehrlich, bisher hat Frau Merkel einen guten Job für uns deutsche gemacht. Wem geht es denn am besten in Europa, viell. sogar weltweit!?..
Die "Kleinstaaterei" ist genau das, was Europa wieder vermehrt braucht.
Wo die Initiative wieder zählt und Übersicht herrscht; mit einem
gesunden Gemeinschafts-Sinn. Das bringt viel mehr im Kampf mit den
Grossen wie China oder Indien. Sicher in die Sackgasse führt dieser
elende Moloch der (gründlich misslungenen) Gleichmacherei Typ
Brüssel! In Bezug auf Europa reicht die gute alte EWG vollumfänglich!
Wir brauchen nicht noch mehr Zentralismus in Europa, sondern
Föderalismus, Subsidiarität, unternehmerische Freiheit und (nicht
vergessen) tiefere Steuern.

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