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EU- und Russland-Politik: Schäuble knöpft sich Steinmeier vor
AP/dpa

"Es ist genau das geschehen, was viele befürchtet haben": Finanzminister Schäuble kritisiert in ungewohnt scharfer Form seinen Kabinettskollegen Steinmeier. Es geht um den Brexit - und um Russland.

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dean_reed 03.07.2016, 11:38
210. Sie argumentieren d...

Zitat von Zaunsfeld
Unsinn. Ein Krieg beginnt doch nicht mit einem Sturz einer Regierung. Ein Krieg beginnt, indem eine Kriegspartei (in diesem Fall Russland) seine Truppen in ein anderes Land schickt, um dort Territorium zu erobern, entweder für sich selbst oder eine dann eingesetzte Marionetten-Regierung auf dem besetzten Territorium.
Der Westen hat eine den Russen nahe stehend Regierung gestürzt, um an Einfluss zu gewinnen. Auf der anderen Seite ist die Rote Armee nicht in die Ukraine einmarschiert, wie Sie es anzudeuten versuchen.
In einem Punkt haben Sie aber fast Recht, mit der "Marionetten Regierung" nur hat der Westen die Fäden in der Hand (:

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speedy 03.07.2016, 11:40
211. Danke Herr Steinmeier

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.Auch das Steinmeier gestern bei der SPD Programmkonferenz,zwei Fragensteller die die USA so hochlobten und Russland als inbegriff des Bösen darstellten folgendes sagte: Sie sollten der konservativen deutschen Presse nicht immer alles glauben was diese veröffentlichen".Selbst denken und alternative Medien die nicht dem transatlantischen diktat der USA unterworfen sind wäre eine gute Alternative den nur wer beide Seiten anhört und auch versucht zu verstehen kann eine richtige Entscheidung treffen.

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Zaunsfeld 03.07.2016, 11:42
212.

Zitat von mundi
Warum diese anerzogene Abneigung gegenüber den Russen?
Sie haben aber schon noch in Erinnerung, dass Russland bzw. die von Russland geführte Sowjetunion 40 Jahre lang eine Diktatur in einem großen Teil Deutschlands installiert und delegiert hat und ständig damit drohte, den Rest Deutschlands bzw. Europas auch noch zu erobern?
Ich komme aus Ostdeutschland und ich bin froh, dass die Sowjetunion am Kalten Krieg zugrunde gegangen ist und die Russen nun weg sind.

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stonecold 03.07.2016, 11:44
213.

Zitat von granathos
sie müssen Russland unterscheiden, wenn sie nicht abgedroschene Floskeln produzieren wollen, die aus ihrgendeinem KaderSchulungsmaterial stammen könnte. Ist es noch GorbiRussland? PutinRussland? Oder nicht doch schon SchirinowskiRussland? Mag Putin ja noch so einiger maßen akzeptabel sein, aber die Gefahr liegt doch eindeutig bei Wolfowitz Schirinowski, oder? Dessen Einfluss ist bedauerlicherweise stetig gewachsen. Er treibt Putin schon und wird es auch weiter tun. Nun heisst es für uns Mitgefühl, Dank und Respekt den Esten und anderen Verbündeten zu zeigen und dem GutRussland natürlich.
Wenn Sie Schirinowski für einen politischen Faktor halten, der Putin vor sich hertreibt, zeigt das lediglich, dass Ihr Verständnis der russischen Realität doch sehr rudimentär ist.

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Zaunsfeld 03.07.2016, 11:45
214.

Zitat von jackohnereacher
1. Haltet Euch an die Vereinbarungen bezüglich der Osterweiterung der NATO. 2. Neuerliche Aufrüstung von Bundeswehr und NATO ist zwar von der Wirtschaft gewollt, aber unnötig. Lasst die Russen in Ruhe, betrachtet sie als gleichwertige Menschen und versucht nicht Unruhe in dieses Land zu bringen!
1. Es gibt keine Vereinbarung. Wo kann ich die nachlesen?

2. Niemand lässt die Russen nicht in Ruhe. Denn im Gegensatz zu Putin, der die Territorien unabhäniger Staaten annektiert und in diesen Ländern Krieg führt, hat kein NATO-Staat das Bedürfnis danach, russisches Territorium zu erobern.
Die Russen sollten mal lieber die Territorien ihrer Nachbarstaaten in Ruhe lassen, statt ständig zu fordern, man solle sie in Ruhe lassen.

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it--fachmann 03.07.2016, 11:45
215. Bedenklich

Zitat von HeisseLuft
Nur mal so, da es hier auch um Manöver und Säbelrassen geht: „Russlands Streitkräfte sind nicht nur mit viel Geld modernisiert worden. Ihre Soldaten werden auch ständig mit Übungen, die oft Zehntausende Soldaten einbeziehen, auf Einsätze vorbereitet. Dabei sind seit 2013 besonders die „unerwarteten Überprüfungen der Kampf- und Mobilisierungsbereitschaft“ verbreitet. Die Staatsnachrichtenagentur Ria Nowosti hat dazu eine Aufzählung veröffentlicht, die einige Dutzend dieser Übungen auflistet. So ordnete Putin am 26. Februar 2014 eine „unerwartete Überprüfung“ mit rund 150.000 Soldaten an. Was die Staatsnachrichtenagentur nicht schrieb, war, dass Zehntausende von ihnen an den Grenzen der Ukraine standen, sowie den zeitlichen Zusammenfall mit der Krim-Besetzung. Für 2015 listet Ria Nowosti allein zwölf solcher Übungen auf; so übten im März des Jahres rund 38.000 Soldaten, „die Militärsicherheit Russlands in der Arktis-Region“ zu gewährleisten; im September, kurz vor Beginn des Syrien-Einsatzes, übten rund 95.000 Soldaten des Zentralen Militärbezirks unter anderem die Landung aus der Luft an unbekanntem Ort. Im Oktober vorigen Jahres fand eine Übung der Schwarzmeerflotte statt, etwa zur Ortung feindlicher Unterseeboote und zu Angriffen mit Bomben und Raketen gegen Ziele am Meeresufer. Für 2016 hat die Agentur auch schon acht „unerwartete“ Übungen gezählt. So trainierten im März neuerlich rund 30.000 Soldaten der Luftlandetruppen. Seit Dienstag voriger Woche – gleichzeitig zu den Nato-Manövern – werden alle vier Militärbezirke zugleich überprüft, mithin die Mobilisierung von Soldaten im ganzen Land; laut dem unabhängigen Militärfachmann Alexander Golz hat es das seit 30 Jahren nicht gegeben. Auch Reservisten sind davon betroffen, werden militärisch aus- und weitergebildet, auch über das offizielle Ende der Übung am 22. Juni hinaus. „Eine solche Mobilisierung ist nur möglich und nötig für den Fall, dass sich das Land anschickt, mit einem globalen Gegner zu kämpfen – mit der Nato oder China“, so Golz. Ein Reiz der „unerwarteten Übungen“ besteht aus russischer Sicht darin, dass man niemanden darüber informieren müsse, wie aus dem Verteidigungsministerium verlautete. Aus dem Außenministerium hieß es zur Erklärung, dass diese „eigene, neue Form“ von Übung in den entsprechenden Verträgen nicht vorgesehen sei, weshalb auch kein Verstoß vorliege.“ Aus: http://www.faz.net/aktuell/politik/a...-14296619.html
Was Sie hier berichten ist durchaus bedenklich. Ich habe kaum Zeifel an der Richtigkeit Ihrer Darstellung. Aber müssen wir nicht auch bedenken, dass Rußland sich von der NATO eingekeilt sieht? Der verstorbene Peter Scholl-Latour hat in sedinen letzten Lebensjahren vehement darauf hingewiesen. Und der Typ kannte sich wirlich aus in politischen und militärischen Dingen. Ganz anders, als unsere Politiker, meist Juristen und entsprechend weltfremd.

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vivare 03.07.2016, 11:46
216. Hätte man doch auf ihn gehört....

Zitat von Zaunsfeld
Unsinn. Ein Krieg beginnt doch nicht mit einem Sturz einer Regierung. Ein Krieg beginnt, indem eine Kriegspartei (in diesem Fall Russland) seine Truppen in ein anderes Land schickt, um dort Territorium zu erobern, entweder für sich selbst oder eine dann eingesetzte Marionetten-Regierung auf dem besetzten Territorium.
Mein Gott... Bürgerkriege beginnen meist, nach verfassungswiedrigen, gewaltsamen Staatsstreichen gegen eine demokratisch gewählte Regierung, die von einer Bevölkerungsgruppe gegen die Interessen anderer Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden.

Insofern ist selbstverständlich der gewaltsame, verfassungswidrige Staatsstreich von Kiew der AUSLÖSER für alle weiteren Ereignisse, der in der Endphase überwiegend von westukrainischen Nationalisten aus der Region Lviv und Ternopil getragen wurde.

Hier ein interessanter Artikel des Mitverfassers der ukrainischen Verfassung, übrigens ein Menschenrechtsaktivist und Unterstützer der pro europäischen "orangenen Revolution" in der Ukraine, der kurz nach dem Putsch einen Lösungsansatz vorschlug. Wäfre man diesem gefolgt, hätte es wohl eine friedliche Lösung geben können.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/krim-ukraine-russland-kompromiss

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papa55 03.07.2016, 11:47
217. die

Sache mit der Ukraine : Die USA haben doch zuegegeben das sie ein Putsch vorbereitet haben und der derzeitige sogenannte Ministerpresident ist auch von denen eingesetzt worden und der will unbedingt in die NATO

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ka117 03.07.2016, 11:47
218. toll

Zitat von dean_reed
Der Westen hat eine den Russen nahe stehend Regierung gestürzt, um an Einfluss zu gewinnen.
Und noch eine Stimme, die in den ehemaligen Ostblockstaaten nur willenlose Objekte sieht, wo es Veränderungen nur dann geben kann, wenn man von aussen etwas "stürzt", "anstachelt" oder wenn man etwas an sie "ausbreitet".
Als ob die Menschen in der Ukraine, in Polen, Tschechien, Baltikum nicht fähig wären selbst Entscheidungen zu treffen und selbständig denken und handeln.

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Zaunsfeld 03.07.2016, 11:53
219.

Zitat von Demokrator2007
1. Sie ist hilflos gegen modernen Terror weil dieser nicht innerhalb eines bestimmten Feindgebietes stattfindet, sondern global. 2. Die völlig bescheuerten und kostspieligen Natomanöver an der russischen Grenze verärgern nur ein Riesenreich das Partner im Kampf gegen die moderne Terrorpest sein könnte.
1. Terror ist kein militärisches Problem, sondern in erster Linie ein "ziviles" Problem. Das hat also mit der NATO nichts zu tun.

2. Die NATO führt nicht nur Manöver an der russischen Grenze durch, sondern Russland führt ja auch Manöver direkt an der NATO-Grenze durch. Wo soll denn da der Unterschied liegen?
Nunja, ein Unterschied besteht ja wohl darin, dass Russland in seinen Manövern ganz offen das Erobern zum Beispiel der baltischen Staaten oder der Ukraine übt, und das ja auch offen kommuniziert, während die NATO übt, russische Angriffe in Osteuropa abzuwehren oder zumindest so lange aufzuhalten, bis die großen Waffen in Stellung gebracht sind. Wer da also wirklich der Agressor ist, können Sie sich ja mal ganz im stillen Kämmerlein überlegen.

Russland ist abgesehen davon nur ein territorialer Riese, aber wirtschaftlich ein Zwerg, dessen Wirtschaftsgröße gerade mal der Italiens entspricht, wobei Russland aber zur Erwirtschaftung dieses BIP 180 Millionen Menschen braucht, während Italien das auch mit 60 Millionen Menschen schafft.
Abgesehen davon kann Russland ja wohl kaum dienlich sein im Kampf gegen den Terror. Putin selbst hat doch schon in Russland Terroranschläge gegen die eigene Bevölkerung in Auftrag gegeben, um die Schuld auf Tschetschenien zu schieben und einen Grund zu haben, das Land anzugreifen. Und der damals von Putin geführte FSB war auch noch so blöd, sich dabei erwischen zu lassen. Kann man alles nachlesen.

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