Forum: Politik
EU-Wahl: Angela Nazionale
AP

Der Wahlerfolg der Rechtspopulisten ist eine Warnung: Wenn die Deutschen nur an sich denken, tun es die anderen erst recht. Da ist Angela Merkel wie Marine Le Pen. Beide verstehen nicht: Wer souverän bleiben will, muss europäisch werden.

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caronaborealis 29.05.2014, 16:38
30. Hellseher

Aus der Sicht eines vorbehaltlosen Europafreundes ist diese Analyse nicht falsch. Nur: Die Wahrheit ist nicht schwarz oder weiss. Da sind unendliche viele Schattierungen und Farben möglich. Und so ist es auch mit Europa und der Zukunft. Ich kann nicht verstehen, dass es kluge Menschen gibt, welche nur diesen einen Weg für Europa sehen. Die Gegner eines Europa linker Ausprägung haben mindestens gleichviel treffende Argumente. Die werden aber schwups in die rechte Ecke gedrängt. So wird das nie etwas mit Europa.

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regardlessfreeregardlessf 29.05.2014, 16:38
31. Ach diese....

Zitat von memyselfundso
Die Deutschen, werter Autor, finanzieren die EU mit fast einem Drittel mit, die Deutschen zahlen Schulden anderer Stichwort Target und das Angesparte der Deutschen schmilzt durch die Niedrigzinsen. Alles Dinge, die Erbmillionaere nicht schlimm finden muessen.

Aber waeren die Deutschen egoistisch saehe das anders aus, zumal gerade die Deutschen sofort als Rechtspopulisten diffamiert werden, denn es sind ja Menschen, die unter dem Generalverdacht stehen rechtsextrem zu sein und welche erbschuldbeladen sind. Insofern sind gerade die Deutschen das Gegenteil von egoistisch, eher ist der Autor verblendet.....irgendwann reicht dieses Spielchen nicht mehr aus....

Irgendwann koennen sich Elfenbeinturmbewohner nicht mehr darauf ausruhen, angeblich bessere Menschen zu sein, irgendwann reicht dieses Spielchen nicht mehr aus.[/QUOTE]

ewige Midlife Crisis der Deutschen...es wird besonders in Verbindung gebracht....wen um ihren Machtanspruch in der EU geht....wie viel ging-für den wiederaufbau nach Ostdeutschland....das die Deutschen eben so ihren Profiteren daraus....über sieht der Forist....wer hat den den NVA Militär schrott aus der damaligen DDR schrott an die EU Südstaaten zu einem hohen Profit verkauf....

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luny 29.05.2014, 16:39
32. Volksabstimmung

Zitat von M. Michaelis
Tatsächlich ist der erstarkende Nationalismus in Europa das Resultat einer europäischen Politik die die langfristig die Nationalstaaten in Frage stellt und die Nationalen Parlamente zur Showveranstaltung degradiert.
Hallo M. Michaelis,

demokratisch legitimiert ist das EU-Abenteuer jedenfalls nicht,
soviel ist klar.

Bei der Wahl zum EU-Parlament werden die Stimmen der einzelnen
Bürger unterschiedlich gewertet. Da ist nichts mit "One man, one
vote".

Der EU-Rat, der demnächst den EU-Kommissionspräsidenten
auskungelt, besteht aus den 28 Staatschefs.

Jeder hat eine Stimme. Joseph Muscat aus Malta vertritt dabei
ca. 411.000 Einwohner, die amtierende deutsche Bundeskanzlerin
ca. 81 Mio. Einwohner. Die Sitzungen des EU-Rates sind nicht
öffentlich.

Ich bin für eine EU-weite Volksabstimmung, ob die EU-Bürger
bereit sind, ihre nationale Souveränität für die EU aufzugeben.

LUNY

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RalfWagner 29.05.2014, 16:39
33. Ja, ja, Herr Augstein,

"Wer souverän bleiben will, muss europäisch werden." Und wer trocken bleiben will, muss sich nass machen.
Euro-Fehlanreize plus Hollands Sozialismus ergeben eben den kompletten Niedergang. Und so wird auch der Herr Renzi seinen Traum von den Vereinigten Staaten von Europa bald zum Albtraum der Italiener machen - leider aber auch zu unserem, denn leider sind wir schon viel zu europäische und damit nicht mehr souverän geworden.

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Thomas 29.05.2014, 16:39
34. So ist das

Sie sprechen mir mit diesem Artikel aus dem Herzen. Vielen Dank, Herr Augstein. Es ist wohl keineswegs so - wie viele Kommentare vermuten lassen - dass 'EU Gegner' nicht wahrgenommen würden; vielmehr fehlt in unseren Debatten die angesprochene Weitsicht. Die Probleme und Herausforderungen vor denen wir stehen werden wir - wenn überhaupt - nur gemeinsam Rahmen der EU lösen. Uns in Deutschland ginge es ohne die Zusammenarbeit mit den anderen EU Staaten wesentlich schlechter. Gerade uns.

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Mac_Beth 29.05.2014, 16:42
35.

Zitat von
Sie wurde von den Banken ausgelöst. Und gegen die Banken ist La France profonde von Le Pen allein genauso machtlos wie Merkels Wirtschaftswunderdeutschland.
Es sind nicht nur die Banken, sondern auch Politiker, die im Sinne der Finanzwirtschaft unsägliche Reformen vorantreiben oder schleifen lassen. Der Euro hat den Europäern in der Summe rein garnichts gebracht. Als einzige Kraft gegen Misswirtschaft und Fehlentscheidungen stellt sich die von ihnen ungeliebte AfD Herr Augstein. Genau diese Partei wird von ihnen und ihresgleichen aber mit Leidenschaft bekämpft.

Anstatt sich einfach mal mit den Ansätzen und Wahlprogrammen der AfD vernünftig auseinanderzusetzen, wird immer die Rechtspopulismus-Keule geschwungen, obwohl das keinerlei Substanz hat.
Der Unwillen sich vernünftig mit dieser Partei auseinanderzusetzen war schön in der Ausgabe von hartaberfair neulich mit Herrn Lucke zu beobachten. Als Friedmann meinte ihn aus der Reserve locken zu wollen und fragte ob Deutschland ein Einwanderungsland sei, hat er Lucke mit Nachdruck geantwortet, dass dies selbstverständlich der Fall sei. Danach hat von den anderen Gästen KEINER mehr was gesagt und waren peinlich berührt. Das Thema wurde entsprechend schnell gewechselt.

Nein Herr Augstein. Sie verstehen nicht, dass ein Festhalten an aktuellen Strukturen die europäische Idee immer mehr von innen heraus zersetzt. Die Staaten müssen in der Lage sein ihre eigene Wirtschaft zu stabilisieren, ohne zigmilliarden an Rettung.

Ja, wir haben Nationalstaaten in Europa. Wir werden diese noch für sehr lange Zeit haben. Vielleicht verschwinden sie niemals. Darum geht es aber auch garnicht, sondern um eine Kooperation und enge Partnerschaft zwischen diesen Staaten. Das klappt aber nicht, wenn Europa in einem dauerhaften Krisenzustand ist.
Nationalstaaten sind nichts schlimmes. Die Deutschen kapieren einfach nicht, dass zwischen Nationalismus und Patriotismus immernoch ein Unterschied besteht.

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spon-facebook-10000471913 29.05.2014, 16:42
36. Quadratur des Kreises: Rat versus Parlament

Herr Augstein liegt falsch wenn er glaubt, dass der Rat lediglich "abnicken" muss, was die EU- Parlamentswahl als Ergebnis brachte. Es ist unrealistisch, ja absurd zu erwarten, dass der Rat oder gar Frau Merkel jetzt "mal einfach den Kandidaten Juncker durchsetzt" und das noch beim Abendessen! Wenn wir was gelernt haben in Europa, dann, daß man zunächst die anderen Mitglieder Ernst nimmt und respektiert und für die nächste Kommission ein belastbares Mandat zuerst aushandelt. Programm geht doch auch bei uns in Berlin vor Personal, oder? Auch das EU-Parlament stimmt letztlich über das Kommissions-Programm ab, wenn es einen Kommissionspräsidenten bestätigt, den der Rat vorzuschlagen hat. Und das wird selbst für Herrn Juncker nicht einfach werden im Parlament. Frau Merkel hat das gemacht, was man von einer Person ihres Formats erwarten darf. Das jetzt abzuwerten, drückt aus, daß man die politischen Abläufe nicht verstanden hat in Brüssel, ebensowenig wie den Lissabon-Vertrag!

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trackerdog 29.05.2014, 16:42
37. Eigene Sicht

Jeder hat so seine Sicht der Dinge, wie man an Ihnen sieht.
Meine Einschätzung ist die:
Merkel ist überhaupt der einzige Regierungschef, der über die Einheit Europas sinniert.
Das die anderen Herrschaften nicht widersprechen, liegt einzig und allein daran, dass sie noch so lange wie möglich Vorteile aus der EU ziehen wollen.
An ein vereintes Europa dachte und denkt niemand - erst recht nicht nach dieser Wahl.
"Wer am Nationalstaat festhält - ob bürgerlich-gemäßigt oder radikal-hasserfüllt -, der wird auf Dauer zur Bedrohung Europas, politisch, wirtschaftlich, sozial."
Wie Sie diese Einschätzung belegen wollen ist wohl Ihr Geheimnis.
Ich behaupte mal einfach das Gegenteil.
Und pleite gehen wir, ob diese EU scheitert oder weiterwurstelt!
Dafür einen herzlichen Dank an alle Politiker.

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pikeaway 29.05.2014, 16:45
38. Amerikanische Verhältnsse? Ein Erfahrungsbericht.

Zitat von antonius
Ist mir aus der Seele gesprochen. Seit Helmut Kohl wird D nicht mehr von weitsichtigen Politikern - ausser Schaeuble - regiert. Aber der Artikel gibt mir Anlass, meine Europafahne im Garten nicht auf Halbmast zu setzen. Es gibt also noch mehr Menschen, denen Eur. nicht gleich ist.Wenn Merkel und Co. weiter so handeln, wird Eur. zum Spielball von USA, Russland und China.
Etliche meiner Kommentare waren verbunden mit dem Hinweis, dass in den USA der einfache Bürger oder von Bürgern organisierte Gruppen keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen haben. Diese Kommentare wurde regelmäßig nicht veröffentlicht, obwohl eine wissenschaftliche Studie, dem Kommentar als Zitat beigefügt, einen entsprechenden Nachweis erbracht hatte. Ergebnis der Studie:

Die USA sind eine Oligarchie.

Eine kleine Gruppe von Reichen und von global agierenden Konzernen bestimmt die Richtung der Politik ud die Gesetzgebung zum Nutzen der gruppe, zum Nachteil der Bürger.

Und jetzt lese ich folgenden Satz, den ich nur untnerstreichen kann

„Merkel und die anderen Regierungschefs wollen ihre Macht nicht mit dem Volk teilen.“

Anmerkung: Eine Quellenangabe liefere ich nach, denn nach meinen Erfahrungen ist die Gefahr der Nichtveröffentlichung groß, wenn man seriöse Quellen angibt, die dem zugehörigen Artikel widersprechen. Es könnte ja den Leser zum Nachdenken veranlassen. Auch eine Referenz zu „Der Freitag“ ist nicht gerne gesehen.

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memyselfundso 29.05.2014, 16:46
39. micromiller: danke...

Zitat von micromiller
Genau dass sollte die Agenda aller aufrechten Europaer sein, nur die Vereinigten Staaten von Europa werden es ins naechste Jahrhundert schaffen. Unsere Kanzlerin aus der ex DDR is leider ohne Visionen, ihre Agenda ist ihr politischen Ueberleben und als schrecklich wichtig zu gelten. Wir benoetigen Visionaere in Europa, die den Mut und die Energie haben ein Europa der Buerger zu bauen, am besten eine nationalistische Europapartei.
... Sie zeigen, worum es wirklich geht: ein Grosseuropa mit Supranationalismus. Dagegen ist der Nationalismus popelig. Wer darf uns Supereuropaer anfuehren gegen die Asiaten etwa?

Eine bessere Demaskierung als Ihr Kommentar ist nicht moeglich.

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