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EU-Zukunftsszenario: So sieht Europa in zehn Jahren aus

Wir schreiben das Jahr 2021: Der Euro ist gerettet - aber er hat die politische Landschaft komplett verändert. Die Briten sind aus der EU ausgetreten, Deutschland regiert auch am Mittelmeer. Ein satirisches Zukunftsszenario des britischen Historikers Niall Ferguson.

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Rübezahl 24.11.2011, 13:57
1. :-)

Zitat von sysop
Wir schreiben das Jahr 2021: Der Euro ist gerettet - aber er hat die politische Landschaft komplett verändert. Die Briten sind aus der EU ausgetreten, Deutschland regiert auch am Mittelmeer. .
Das lassen die Engländer doch garnicht zu !:-)

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aubenaubiak 24.11.2011, 14:07
2. Jetzt ist klar, warum der Herr Historiker ist.

Denn im Deuten der Zukunft hat er keine Expertise. Bevor die Iren dem Vereinigten Koenigreich beitreten verhungern die lieber. Und die Schotten sind drauf und dran das sinkende Schiff zu verlassen. Warum sie das aendern sollten? Kurze Ueberlegung: sie haben das Oel und zahlen derzeit viel Geld an London. Wenn sie unabhaengig werden, dann koennen sie das Geld behalten. Und die Spekulanten werden das Land zerreisen. So wie Norwegen auch. Logisch, oder?

Da schreibt einer wie er es gerne haben wuerde. Aber nicht wie es wird. :-D

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ZiehblankButzemann 24.11.2011, 14:07
3. Unverhofft kommt oft!

Die Wahrscheinlichkeit, daß dieses Szenario in dieser absurden Welt tatsächlich in ähnlicher Form Realität werden kann ist gar nicht so gering. Die Arbeitslosenquote bei den Südstaaten-Europas scheint der Autor aber mit 20 Prozent absichtlich niedrig angesetzt zu haben, um uns allen noch einen kleinen Hoffnungsschimmer zu bewahren.

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ambergris 24.11.2011, 14:08
4. .

Ganz nett zu lesen, aber im Endeffekt nicht mehr als die feuchten Träume eines neo-konservativen Blenders, der die Angst vor einem neuen Nazideutschland beschwören will und so ziemlich jedes Klischee bedient, das die europäischen Nationen zu bieten haben. Der Spiegel sollte solches Gewäsch nicht mehr abdrucken. Aber da hab ich ja den Fehler gemacht und draufgeklickt.

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MarkInTosh 24.11.2011, 14:11
5. Mal kurz nachgefragt...

Soll das witzig sein?

In eine laue Art von Satire gepackt formuliert ein britischer Historiker sein persönliches Bild der europäischen Zukunft, prall gefüllt mit allen britischen Vorurteilen der EU gegenüber und eindeutig parteipolitisch und nationalistisch geprägt.

Ein Punkt jedoch dürfte schon seit Jahrzehnten wahr sein:
Der Austritt Großbritanniens aus der EU würde enorme Vorteile bringen - für die restlichen 26 EU-Staaten. Endlich wäre der ewige Eigenbrötler, Nörgler und Eigenvorteilsverschaffer Nr. 1 nicht mehr als große Belastung der Gemeinschaft existent und man könnte sich endlich mit den Problemen des Staatenbunds beschäftigen, ohne die ständigen Blockaden seitens der Inselregierungen. Im

Gegensatz zu Herrn Ferguson sehe ich zudem die Lage für die Briten nach einem EU-Austritt nicht ganz so rosig: Nicht nur, dass der dortigen Industrie schlagartig ein großer Markt verbaut bzw. der Zugang zu ihm erschwert würde; es würde auch ein großer Geldgeber fehlen. Ganze Wirtschaftszweige in GB sind quasi abhängig von Industrie und Agrar-Subventionen seitens der EU. Ein Austritt des Landes würde die EU entlasten und selber sehr teuer bis kaum handhabbar werden. Ob sich eine Regierung Cameron dann noch so lange halten könnte, möchte ich mal ganz stark verzweifeln.

Also: Wenn Großbritannien will, dann soll's doch auf Anraten solcher "Experten" die EU verlassen. Der Schritt wäre zum Vorteil der EU längst notwendig...

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Malshandir 24.11.2011, 14:20
6. Traurig

Eine Satire ist das wenig, traurig nur, wie man sich der Realität verschliesst.
UK lebt inzwischen nur noch von der Londoner City und ansonsten gibt es nichts mehr, abgesehen vom schottischen Öl.
Und die Iren bleiben lieber in der EU denn zurück unter die britische Knechtschaft.

Auf einen Punkt, der wahrscheinlicher ist, wird nicht eingegangen, der Nord-Süd-Teilung mit den Alpen als Grenze.
Der Austritt des Vereinigten Königreichs ist nicht ganz unwahrscheinlich und ein Krieg IRAN-ISRAEL genauso, aber das war es dann auch schon.

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Michael Giertz 24.11.2011, 14:20
7. Dystopie vs Utopie

Zitat von sysop
Wir schreiben das Jahr 2021: Der Euro ist gerettet - aber er hat die politische Landschaft komplett verändert. Die Briten sind aus der EU ausgetreten, Deutschland regiert auch am Mittelmeer. Ein satirisches Zukunftsszenario des britischen Historikers Niall Ferguson.
Also schon der Trailer verrät mir, dass da nur eine Dystopie beschrieben wird: Euro noch da, Deutschland regiert auch am Mittelmeer?
Auweia.

Eine Utopie wäre wohl eher: Euro tot, Europäischer Sezessionskrieg zu Ende gegangen und EU 2.0 mit echtem demokratischen Unterbau gegründet. Ist positiver als noch zehn Jahre Euro.

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ermanos 24.11.2011, 14:21
8. Warum?

Warum gibt SPON diesem konservativen Spinner Ferguson, dessen Weltbild sich in Schlagzeilen der "Sun" oder der "Daily Mail" zusammenfassen ließe, ein Forum?

Hier der Grund: Weil er sich für Deutschland interessiert ("Wir" bekommen Aufmerksamkeit aus dem Ausland! Toll!). Und weil er die von vielen Spiegel-Lesern heimlich so geliebten Klischees wiedergibt ("Deutschland Nr. 1 in Europa!" "Versklaven die Südländer!" Hehe, was sind wir Deutsche doch für harte Kerle.)

Nichts schöneres kann es für einen Spiegel-Redakteur geben. Auf alle Fälle besser, als sich alle paar Monate eine neue Titelgeschichte über Hitler oder Preußens Gloria aus den Fingern saugen zu müssen.

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Europa! 24.11.2011, 14:22
9. Spaß muss sein

Die Engländer waren schon immer die skurrilsten Köpfe in Europa. So einen Spleen muss man sich aber auch leisten können.

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