Forum: Politik
Euro-Krise: CSU beleidigt Draghi als "Falschmünzer Europas"
REUTERS

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt attackiert den EZB-Chef wegen dessen Idee für eine Zinsobergrenze beim Kauf von Staatsanleihen. Mario Draghi sei "auf dem besten Weg, als der Falschmünzer Europas in die Geschichte einzugehen", sagte er in einem Zeitungsinterview.

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wwwwebman 26.08.2012, 13:50
60. "kunde"...

Zitat von Stephan Bräutigam
Nicht der Euro schürt den Hass, sondern die diejenigen, die wie Dobrindt andere Länder und Personen beleidigen. Und wenn immer mehr Deutsche sich diese als Beispiel nehmen, steht Deutschland bald alleine da. Und dann werden auch die letzten merken, dass man als Exportweltmeister auch Kunden braucht.
...ist jemand, der die gelieferten waren BEZAHLT und nicht, wer sie über TARGET-2 geschenkt bekommt!

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Edelweiß 26.08.2012, 13:51
61. Dobrindts Spaß, Merkels Problem

Wenn der Generalsekretär einer Regierungspartei den EZB-Chef öffentlich einen Falschmünzer nennt, hat Merkel ein echtes Problem. Das kann sie (meine ich) nicht mehr eiskalt weglächeln, da wird sie sich langsam mal entscheiden müssen und das auch öffentlich, deutlich mitteilen.
Auch Weidmann wird sich entweder distanzieren oder bekennen müssen, da er sich nahezu zeitgleich mit gesetzteren Worten zum gleichen Thema geäußert hat. Wie kann es noch eine vernünftige Kommunikation zwischen Bundesbankpräsident und EZB geben, wenn alle Beteiligten wissen, dass der eine den andern zumindest hinter seinem Rücken Falschmünzer nennt?

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zack34 26.08.2012, 13:51
62. Deutsche Kakophonie

Zitat von sysop
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt attackiert ...
Unabhängig davon, ob der sachliche Hintergrund der Aussage so trägt oder nicht... Hr. Dobrindt entwickelt sich mit Kauder u.Co. zu einem weiteren außenpolitischen Amokläufer.

Leute, die Wirkung ihrer Worte in dieser (!) Situation dermaßen falsch einschätzen können, sollten tunlichst ihr Maul halten, was auch Hr. Juncker zurecht angemahnt hat.

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giovanniconte 26.08.2012, 14:00
63. ...im Prinziep hat er Recht...

Zitat von Volker Zorn
- aber dann sollten er und seine Partei auch Taten folgen lassen und Frau Merkel die Unterstützung für den ESM und weitere "Rettungspakete" verweigern. Die CSU weiß natürlich genau, wie hoch die Ablehnung gegen die aktuelle Europapolitik bei den eigenen Wählern ist. Vielleicht hofft man, mit ein wenig Gepolter die nächsten Wahlen zu überstehen.
Natürlich sind solche Verbalattacken Scheingefechte, aber einen wahren Kern haben sie schon.

Hier wird Europa verkauft an die Banken, anstatt sich an Verträge zu halten, die ja von ALLEN Mitgliedern abgeschlossen wurden.

Die Wahrheit wird hier viel zu wenig gesagt, es wird immer nur nach Konsens gesucht, zum Nachteil der realproduzierenden Nationen und Wirtschaften.

Kompromisse sind hier aber tödlich, hier soll ein tödliches Gift schöngeredet werden und das darf so nicht sein, das darf so nicht einfach durchgehen.

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wolfgangotto 26.08.2012, 14:01
64. Es wird Schwarz-Gelb

Es wird Schwarz-Gelb in unnachahmlicher Stammtischmanier gelingen, durch unbedachtes und unqualifiziertes Geschwätz in drei Regierungsjahren 50 Jahre europäische Aussöhnung und Einigung zu zertrümmern. Der Schaden wird unermesslich sein, wenn den Dobrindts/Söders/Seehofers nicht bald in den Arm gefallen wird.

Die meisten Schulden in Deutschland in Höhe von 2.000 Millarden Euro wurden überdies durch Schwarz-Gelb höchst persönlich im eigenen Land erzeugt. Also es besteht keinerlei Grund, sich über unsere europäischen Nachbarn zu erheben, abfällig zu äußern oder wohlfeile Lehren zu erteilen.

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fritz3 26.08.2012, 14:02
65.

Zitat von zack34
Leute, die Wirkung ihrer Worte in dieser (!) Situation dermaßen falsch einschätzen können, sollten tunlichst ihr Maul halten, was auch Hr. Juncker zurecht angemahnt hat.

Was ist denn die Situation?
Das problematischste an dem ganzen Euro-Trauerspiel ist m. E., dass es kein Ziel und kein "billiges" Ende mehr gibt, das auch nur im entferntesten den Menschen in Europa vermittelbar wäre.

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kanoprie 26.08.2012, 14:04
66. Sinnlos verzocken?

http://forum.spiegel.de/f22/euro-krise-csu-beleidigt-draghi-als-falschmuenzer-europas-69171-post10826167.html#post10826167

Wenn die EZB nichts unternimmt, dann gerät das Euro-Geldsystem in eine Liquiditätskrise. Es ist nämlich von der Geldmenge M1 zu wenig vorhanden. Dies ist nämlich die Geldmenge mit der nur gezahlt werden kann; u.a. auch die Steuern. Allgemein wird diese nötige Liquidität durch Neuverschuldung gesichert. Die Neuschuldner sind Gesellschaften, Privatpersonen oder Staaten. Zur Zeit sieht es so aus, dass nur Staaten zur Neuverschuldung antreten. Die anderen haben sich mit Geldansprüchen eingedeckt, vermehren diese und können sich von der Allgemeinen Geldtheorie her nicht verschulden. Wenn also behauptet wird, es sei genug Geld im System, dann werden immer diese Geldansprüche vorgeführt. Diese müssen allerdings in die zahlungsfähige Geldmenge M1 zurück gewandelt werden. Das System ist an einem paradoxen Punkt angelangt und hier sagt Draghi: Wir fluten mit frischem Geld (M1). Natürlich besteht dabei die Gefahr einer galoppierenden Inflation. Aber das Risiko muss eingegangen werden.

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Sackaboner 26.08.2012, 14:09
67.

Zitat von nordweiler
Dobrindt ist ein Brunnenvergifter "Seid Menschen, nicht Nationen, vergesst den alten Brauch !" Wer in den letzten fünf Jahrzehnten die wunderbaren Fortschritte im Zusammenleben der Völker des jahrhundertelang von Kriegen überzogenen Kontinents miterleben durfte.
Man muss nicht nationalistisch sein, um das Leben in einer souveränen Nation mit einer vom Volk gewählten Regierung einem unter Zwang hergestellten Großreich, das niemnad will und mit dem sich niemand identifizieren kann, unter anderem, weil unklar ist, welche Sprache da gesprochen wird und wie die kulturellen Belange der vielen so verschiedenen Völker berücksichtigt werden sollen, das von nicht demokratisch gewählten Kommissaren regiert wird, vorzuziehen.

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medienvertreter 26.08.2012, 14:10
68. Westerwelle, der verkappte Mobber

Dobrindt hat voll Recht. Es ist aber eine Schweinerei, daß Flachbohrer Westerwelle berechtigte Kritik an EZB und EU als 'Mobbing' bezeichnet - tatsächlich könnte man eine solche Denunziation als Mobbing bezeichnen. Den Gegener abwerten, weil man dessen Standpunkt nicht akzeptiert - miese Tour.

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cashcows_return 26.08.2012, 14:10
69.

Zitat von murphy0911
Hmm, wenn wir Bayern vom Rest der Republik abspalten, mit einer hohen Mauer umgeben und dafür sorgen das keiner von denen mehr Deutschland betreten darf, dann sollte das doch auch das Problem mit der CSU im Bund erledigt haben oder? Ich als Hesse wäre dafür jederzeit zu haben....
Ihr Post lässt tief blicken, wie tief Ihre demokratische Gesinnung verankert ist. Allerdings hat diese Denkweise in Deutschland ja Tradition.

Ich als Hesse distanziere mich davon!

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