Forum: Politik
Euro-Krise: Die rätselhaft coolen Deutschen

Der Euro*taumelt, die Nachbarländer meckern über die*Berliner Dominanz, die Kanzlerin hetzt von Krisengipfel zu Krisengipfel. Doch die Deutschen bleiben*anscheinend völlig entspannt. Woher nur kommt diese neue Gelassenheit?

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globulli 02.12.2011, 13:51
330. Die German Angst

...spiegelt sich in den Medien und der Politik wieder. Und unsere Medien und die Politik suggerieren uns doch auch den weltweiten Finanzcrash...man könnte also doch von der Angst reden.

Der Punkt ist: Die Kaufklaune spiegelt wohl eher wieder, was die meisten Leute hier denken. Genau wie bei der Grippe. Es ist doch erfreulich, dass die Panik, die von den Medien und der Stimmungspolitik entfacht wird/werden soll, nicht auf die Bevölkerung übergegriffen hat (oder die Leute wollen ihr Geld ausgeben, bevor es wertlos ist).

Man könnte es aber auch so sehen: Das Szenario des Zusammenbruchs der EU-Zone und der Weltwirtschaft ist alltagsfern, abstrakt und die meisten Leute können sich nicht vorstellen, wie drastisch die Folgen auf ihr Leben sein könnten. Wenn ich also nicht weiß, wovor genau ich Panik bekommen soll, hab ich einfach keine. Die letzte große Krise ist immerhin knapp 70-80 Jahre her.

Dass die Angst vor einer Atomkatastrophe größer ist, lässt sich durch die zeitliche Nähe zu Tschernobil erklären und weil die Bilder von Fukushima jedem vor Augen gehalten wurden.

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marcaurel1957 02.12.2011, 13:53
331. vom Leben der kleinen unbedeutenden Völkchen

Zitat von jb_78
Geht es nicht ne Nummer kleiner? Als unbedeutendes Völkchen/Land welches friedlich und ohne Machtinteresse existiert, das von jedem gemocht wird, dort urlaub.....
Na ja, Napoleon war ungefähr deutlich kleiner als ich - rein körperlich natürlich...

Die Vorstellung, die europäischen Völker könnten in der Welt des 21. Jahrhunderts "als unbedeutendes Völkchen/Land welches friedlich und ohne Machtinteresse existiert, das von jedem gemocht wird.." ) existieren ist grenzenlos naiv.

Die europäischen "Völkchen" könnten sich natürlich aussuchen, unter wessen Hegemonie sie schlüpfen wollen, nach wessen Vorstellungenman in Zukunft leben möchte.

Ich bezeichne diese Vorstellung nicht als erstebenswert.
So habe ich bespielsweise absolut nichts gegen die Amerikaner, ganz im Gegenteil, aber ich bin recht froh, daß wir durch die Union in der Lage sind, unsere eigenen europäischen Vorstellungen durchsetzen können


die EU deren politische und ökonomischen Vorstellungen

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Brennstoff 02.12.2011, 13:54
332. weiah

Eine Bitte an die betroffenen Foristen,
schreiben sie doch bitte nicht immer "Kriese", wenn Sie Krise meinen, davon bekommt man ja Augenkrebs!

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Flukator 02.12.2011, 13:54
333. Der Deutsche

Der Deutsche befürchtet doch in jeder Negativeldung immer gleich die große Krise und den Kollaps der Weltwirtschaft. Jetzt wo es endlich eintritt, hat der Deutsche nichts mehr zu befürchten.

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taubenvergifter 02.12.2011, 13:55
334. ...

ich lese hier von "Kriese"(!) und "Sinnflut"(!).
Da bleibe ich dieser "Diskussion" doch lieber fern.

Nur dies:
Wer jetzt in Panik verfällt, der muss über Vermögen verfügen, das er zu verlieren droht.
Ich habe diesbezüglich nicht viel zu verlieren. Was mein Vermögen hätte sein können, ist in den letzten zwei Jahrzehnten schön von unten nach oben verteilt worden. So geht´s der -noch- ruhigen Mehrheit.

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tw2 02.12.2011, 13:56
335. Lebenserfahrung

Zitat von sysop
Woher nur kommt diese neue Gelassenheit?
Es ist Lebenserfahrung, das ist alles. AIDS, Rinderwahnsinn, Schafskrankheit, Weltwirtschaftskrise... ich kenne niemanden, der davon betroffen war oder ist. Was soll ich mich also ängstigen?

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lupenreinerdemokrat 02.12.2011, 13:56
336. Völlige Zustimmung

Zitat von nebukadnezarin
Die Krise eskaliert - aber das Vertrauen in die Kanzlerin wächst. Also entweder grassiert bei mir der Alzheimerwahn, oder ich habe eine völlig falsche Wahrnehmung. Bei all den Menschen mit denen ich Tag für .....
Nicht hier völlige Zustimmung, auch bei den anderen 3 angeblich festgestellten Punkten zu den "Deutschen" sehe ich genau das Gegenteil.
Von Kaufrausch und Flucht in Sachwerte kann man vielleicht bei den paar % der Vermögenden und Wohlhabenden sprechen. Der 90% Rest der Bevölkerung hat schlicht nicht die Mittel irgendwo hin zu fliehen.

Das nicht Zurückwollen zur D-Mark ist ebenso Unsinn. Der Euro war von Anfang an eine Totgeburt und wird auch so von über 90% der Bevölkerung real erlebt.

Wie andere in Europa über die Deutschen denken - nun ja. Das sind wir ja gewohnt. Also warum sich nun plötzlich darüber aufregen? ;-)

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prisma-3d 02.12.2011, 13:56
337. Klappe die ... wievielte...

Währungsreform, Finanzkrise wäre es denn?
Ich persönlich habe am Anfang der ersten Finanzkrise ganz kurz ein wenig Panik bekommen. Dann aber las ich ein Inverview mit einem 90zig Jährigen (oder so) und der sagte ganz lapidar "Ich habe schon etliche Krisen mitgemacht... es geht immer weiter"

Wenn wir den Euro verlieren (würden) was wäre dann? Die (real) Wirtschaft ginge genauso weiter. Die Leute werden nicht von einen auf den anderen Tag aufhören zu konsumieren... geht ja auch gar nicht!
Die zweite Frage: Können wir dagegen etwas tun? Antwort: Nein! Die anderen Länder und auch wir haben in einem Maße Schulden angehäuft, die nicht zurückzuzahlen sind! Oder glaubt irgendjemand ernsthaft dass, egal welche Staatsschulden, diese im Jahre X getilgt sind? ...und wenn ja... dann bitte mal vorrechnen :-)

Jeder Staat (und Ausnahmen bestätigen nur die Regel) arbeitet Haushaltstechnisch auf einen "Währungsreset" hin!
Dass sagt uns zwar keiner ins Gesicht, aber bereits mit dem ersten Taschengeld sollten wir lernen, dass Sparen nicht heißt, weniger Schulden zu machen!

Wir hatten "das" in 100 Jahren dreimal! Und gehst uns schlecht?

Ich gehe sogar soweit zu sagen, ein "Reset" hat was fundamental soziales an sich! Viel verlieren kann nur der, der viel hat.

Und wer jetzt mit Details der jeweiligen Reformen daherkommt sollte bedenken dass diese Details immer nur Randerscheinungen behandeln und nicht das große Ganze!

Wenn die Deutschen jetzt cool bleiben liegt es vieleicht auch daran dass wir gelernt haben zu rechnen!

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anderton 02.12.2011, 13:56
338. ...

Zitat von marcaurel1957
Es ist mir gleichgütlilg wie Sie das nennen, ich nenne es die Schaffung eines vereinten Europas ein großartiges Projekt und eine vernünftige Sichtweise.
Einfach lächerlich! Sie sehen wohl immernoch nicht, dass dieses sinnlose Konstrukt komplett zusammengebrochen ist und mit allem was da ist gerettet werden muss? Wo sind denn die gemeinsamen Vorschläge der 27 Staaten? Wo kann man denn die Zusammenarbeit beobachten? Sagt überhaupt einer der Verantwortlichen irgendwas? Ausser Geld drucken fällt diesen Leute doch gar nichts ein! Und zum Schluss wird wie immer über die Deutschen hergezogen! Wie kann man nur an etwas festhalten, was von keinem Volk in Europa wirklich gewünscht wird - siehe Referendum, wenn denn mal eins gemacht wurde! Wie kann man nur so blind durch die Gegend laufen! Diese Aroganz rächt sich jetzt schon und wird diese verbrecherische und antidemokratische EU hoffentlich bald komplett von der Bildfläche verschwinden lassen!

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Ghanima22 02.12.2011, 13:57
339. hier könnte die Bank ihres Vertrauens werben!

Zitat von sysop
Der Euro*taumelt, die Nachbarländer meckern über die*Berliner Dominanz, die Kanzlerin hetzt von Krisengipfel zu Krisengipfel. Doch die Deutschen bleiben*anscheinend völlig entspannt. Woher nur kommt diese neue Gelassenheit?
Aus dem Wissen, das es sich nicht um eine Euro- sondern um eine Schuldenkrise aller westlichen Industrienationen handelt und wir dabei gar nicht so schlecht dastehen solange die Kanzlerin ihren Kurs beibehält.

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