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Euro-Krise: Helmut Schmidt fordert Opferbereitschaft
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Das deutsche Interesse hat keinen Vorrang: Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt spricht sich für ein starkes Europa aus. Angesichts der Schuldenkrise drängt er auf "Entschlusskraft und Opferbereitschaft" - und fordert pro-europäische Urteile des Bundesverfassungsgerichts.

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plang 02.07.2012, 23:48
1. Der Altkanzler

hat bei dieser Gelegenheit der Kanzlerin auch seine Anerkennung für ihr Verhandlungsgeschick ausgesprochen. Dieses unterdrückte Details war zeitnaher als der hier wiedergegebene Verweis auf seine Kritik vor 3 Monaten, die ich im übrigen teile.

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Der_M 02.07.2012, 23:49
2. Frech...

Ganz schön frech der alte Mann.
Und senil scheint er mittlerweile auch vollends zu sein, denn wie kann es Sinn machen, dass "Das deutsche Interesse keinen Vorrang hat", wenn es doch angeblich im deutschen Interesse ist, in der EU aufzugehen.
Europa ist ein Kontinent (sollten auch viele andere Politiker lernen...), dem ist das herzlich egal.

Und derlei Anmaßungen nicht genug, erdreistet man sich doch tatsächlich, den Richtern am BverfG erzählen zu wollen, was sie zu denken/entscheiden haben.
Nur komisch, dass es scheinbar notwendig erscheint, noch einmal extra zu betonen, was denn "die richtige Entscheidung" ist...

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Liechtenstein 02.07.2012, 23:52
3.

Zitat von
Ausdrücklich bekannte sich der SPD-Politiker zu einer verstärkten Zusammenarbeit in Europa und verwies dabei auf den Artikel 23 des Grundgesetzes, der Deutschland den klaren Auftrag gebe, für die Integration der EU zu arbeiten. "Von einem Vorrang deutschen Interesses ist dort keine Rede."
Davon, andere Länder erst jahrelang eine Party feiern zu lassen und dann Deutschland die Zeche zahlen zu lassen steht dort auch nichts.

Der geschätzte Herr Alt-Bundeskanzler ist halt auch zu weit weg vom Brennpunkt des Geschehens. Sonst würde er nicht solch einen Unsinn fordern.

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benutzer10 02.07.2012, 23:53
4. Eingriff in die UNabhängigkeit

Zitat von sysop
Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt ... fordert pro-europäische Urteile des Bundesverfassungsgerichts.
Vielleicht sollte er einfach mal seinen Mund halten. So eine Einmischung in die Unabhängigkeit des BVerfG, so ein Aufbauen von Druck, das halte ich für unangemessen.

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thiotrix 02.07.2012, 23:56
5. Entweder ist der Mann senil...

... oder bewußt böswillig gegen das eigene, das deutsche Volk. Aber so denken gegenwärtig leider fast alle deutschen Politiker: deutsche Bürger nur noch als EU-Arbeitssklaven; der gesamte Wohlstand des deutschen Volkes ist nur noch für Pleitestaaten mit Betrügern, Steuerhinterziehern und Verschwendern öffentlicher Mittel da. Deutsche Interessen müssen immer zurücktreten!

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levitian 03.07.2012, 00:04
6. Starkes Europa? Oder Stärkung der Kapitaleigner?!

Zitat von sysop
Das deutsche Interesse hat keinen Vorrang: Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt spricht sich für ein starkes Europa aus. Angesichts der Schuldenkrise drängt er auf "Entschlusskraft und Opferbereitschaft" - und fordert pro-europäische Urteile des Bundesverfassungsgerichts.
Na ja nu, der Mann ist alt und ganz offenbar kann er die Dinge nicht mehr so ganz richtig einordnen.

Nicht vom Bundesverfassungsgericht sollte er eine pro-europäische Haltung einfordern, sondern allenfalls von den Bürgern. Gesetze, das haben wir inzwischen gelernt, kann man zwar zurechtbiegen, wie es einem gefällt. Jendenfalls dann, wenn man ein politisches Mandat hat. Im Zweifel genügen vielleicht auch ein paar Milliarden auf der Bank. Aber das BVG sollte sich schon noch ans Grundgesetz halten. Und mit dem sind Fiskalpakt und EMS nicht vereinbar.

Übrigens, Herr Schmidt, wenn wir schon beim opfern sind: wie wäre es, wenn Sie künftig auf ihre Zigaretten verzichten würden. D a s wäre doch ein adäquates Opfern von Ihnen! Alles andere trifft Menschen wie Sie ohnehin nicht. Und immer nur von anderen Opfer verlangen ist uncool, man!

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kritiker111 03.07.2012, 00:05
7. Nein, diesmal nicht!

Auch wenn ich chmidz aus seiner Amtszeit noch sehr schätze... hier kann ich nicht mit ihm übereinstimmen!

Den Artikel 23 des GG kann man schon lange nicht mehr als Grundlage für ein "negeres Europa" hernehemn. Dieses Europa und auch der Euro wurden mit viel Lügen und noch mehr Betrug, Erpressung und Nötigung aufgebaut. Dabei war die Bevölkerung weiterst gehend ausgeklammert - im Gegenteil, es wurde oft gegen den Willen der Bevölkerung an diesem Europa, das immer undemokratischer wurde und wird, herumgebastelt, bis das ganze System nur noch der Befriedigung der Interessen großer Unternehmen, von Banken und anderen Zockern diente.

Weshalb sollen wir uns an den vagen Artikel 23 gebunden fühlen, wenn die EU-Politiker ihre eigenen, oft nicht einmal von der Bevölkerung anerkannten oder autorisierten Verträge zu Makulatur mahen udn sie reihenweise brechen, alle Versprechen brechen, die sie derr Bevölkerung gegeben haben. Und das betrifft Politiker ALLER PARTEIEN!

Nein,dieses Europa ist so nicht mehr hinzunhemen. Kein Mensch wird veständnis dafür haben, dass er zur Befriedigung fremder Interessen arbeiten und Steurn zahlen und dabei seine eigenen Ansoprüche immer weiter zurückschrauben soll. Denn dieses Europa bringt dem Bürger gar nichts, der Euro sogar noch weniger. Eher im Gegenteil,wir werden immer mehr unterdrückt, überwacht und gemaßregelt und unser Geld verschwindet in sehr dubiosn Kaälen und macht Superreiche noch reicher! Dennalle Steuermiliarden dienen ja nicht dazu, der Bevölkerung weiterzuhelfen, sondern nur die Gier vion Zockern zu befriedigen!

Deustchland kann es sich auch gar nicht mehr leisten, derartige Summen auch nur zu garantieren, denn wir sind selbst überschuldet. Wenn man die ganzen versteckten Schulden noch rechnet, die sich z.B. ander Bundesbank angesammelt haben, die wir für EZB und anderen EU-Schwachsinn jetzt schon garantieren (und auch zahlen werden müssen), dann sind wir selbst auch schon pleite!

Und auf dieser Bais soll ein Europa zusammenwachsen, die Bürger noch mehr für blöde verkauft, belogen, betrogen und abgezockt werden? Für ein Heer von unfähigen und verlogenen, betrügenden underpressenden Politikern, die ihre eigenen Länder in den Ruin geführt haben und nun mit einem Malein gewaltiges Europa konstruieren können wollen?

Nein, irgend wann muss damit Schluss sein!

Lieber ein Ende mit Schrecken,als dieser Schrecken ohne Ende, der uns am Schluss alles kosten wird!

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wanneeickel 03.07.2012, 00:11
8.

Zitat von sysop
Man muss sein Herz über die Hürde werfen.
Viele Deutsche haben mehr als das Herz über die Hürde geworfen, das vergessen halt die, die sich, warum auch immer, zu den Vordenkern rechnen.
Die Deutschen haben viel von dem, was sie in der alten Bundesrepublik mal hatten, der Rache Gorbatschows geopfert, den Bankstern und den kleptokratischen "Eliten" eines Europa, das so niemand gewollt hat, das aber jetzt Zwietracht sät und Existenzen vernichtet- allerdings nicht die der Eliten, was eher gerechtfertigt gewesen wäre.
Helmut Schmidt gehört zu denen, die das ganze verpfuscht haben: er war einer derjenigen, die die Saat gelegt haben, Kohl hat weitergepfuscht, Schäuble pfuscht immer noch und so sind wir auf dem Weg in ein Europa, das nicht mehr demokratisch sondern kleptokratisch ist und in dem Zwietracht und Haß wachsen- pour le profit über das Vehikel einer Währung, die den Deutschen eben nicht das versprochene Nirwana gebracht hat sondern, Verzicht, Lüge und Betrug.
Was Schmidt wirklich meint ist das, was alle wissen: schmeißt Geld über'n Zaun, Leute- mein Europa soll euch teuer sein.
Und man sollte nicht vergessen, daß er, genau wie Schäuble und Bimbes darum kämpft, daß sein politisches Leben nicht als verpfuscht in die Geschichte eingeht, er will nicht, daß er als einer derjenigen gilt, die Europa letztendlich desintegriert haben.
Koste es uns, was es wolle.

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testthewest 03.07.2012, 00:12
9.

Zitat von sysop
Das deutsche Interesse hat keinen Vorrang: Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt spricht sich für ein starkes Europa aus. Angesichts der Schuldenkrise drängt er auf "Entschlusskraft und Opferbereitschaft" - und fordert pro-europäische Urteile des Bundesverfassungsgerichts.
Da er bestimmt keine 10 Jahre mehr lebt und für die Zeit die staatliche Absicherung reichen sollte (von der er sicher nichts opfert), kann er seine Zukunft locker sehen.
Vielleicht hält er sich aus dem Rest mal raus, den wir dann 40+ Jahre zu ertragen haben.

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