Forum: Politik
Euro-Krise: Zoff in der CSU über Griechen-Austritt
dapd

Die CSU wird mit ihren populistischen Äußerungen zu Griechenland immer mehr zum Problem für die Kanzlerin. Alle Appelle, einen Euro-Austritt Griechenlands bloß nicht herbeizureden, haben bislang nichts genutzt. Nun warnen auch Parteifreunde CSU-Generalsekretär Dobrindt - den Christsozialen droht Streit.

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marcaurel1957 27.08.2012, 14:29
170.

Zitat von reiner Glücksfall
das Dosenfutter für diejenigen EU-Länder, die sich schon immer auf unsere üppig sprudelnden EU-Subventionen verlassen haben. Ich rechne es Dobrindt hoch an, dass er sich gegen den allgemeinen Main Stream der Politikerkaste stellt und der überwiegenden Volksmeinung eine Stimme gibt. Allerdings, lieber Alexander, bedenke das Sprichwort: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Wegen Äußerungen, wie

"... wir sind das Dosenfutter für diejenigen EU-Länder, die sich schon immer auf unsere üppig sprudelnden EU-Subventionen verlassen haben"

ich bin gegen jede Volksabstimmung über derartige Fragen.

Meine Bedenken, daß Unwissenheit und Ignoranz damit zur Leitlinen und Entscheidungsgrundlage der politischen Prozesse werden sind ganz offensichtlich begründet.

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ergosum_senior 27.08.2012, 14:47
171.

Zitat von marcaurel1957
Wegen Äußerungen, wie "... wir sind das Dosenfutter für diejenigen EU-Länder, die sich schon immer auf unsere üppig sprudelnden EU-Subventionen verlassen haben" ich bin gegen jede Volksabstimmung über derartige Fragen. Meine Bedenken, daß Unwissenheit und Ignoranz damit zur Leitlinen und Entscheidungsgrundlage der politischen Prozesse werden sind ganz offensichtlich begründet.
Dass man diese Entscheidung aber nicht alleine irgendwelchen Parlamentairern überlassen kann, weil sie das gleiche Problem haben, wie das welches Sie hier beschreiben ist ja nun auch hinreichend bewiesen worden. Mit anderen Worten, die von Ihnen implizierte Qualitätssicherung von politischen Entscheidungen durch überduchschnittliches Know How, Intelligenz und was Sie an dieser Stelle sonst noch unterstellen mörgen, ist eine glatte Lüge.

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wolly21 27.08.2012, 15:35
172.

Zitat von marcaurel1957
.... Üblicherweise halten sich auch Politiker an internationale Verträge, nur weil dies im Falle der Maastrichtkriterien ausnahmsweise anders war, sollten Sie nicht gleich eine Regel daraus machen.
Wenn der größere Teil der EURO-Staaten die Maastrichtkriterien über Jahre hinweg verletzt hat/noch verletzt, so ist das keine Regel?
In einem anderen Beitrag sprachen Sie selbst, von den "verantwortungslosen Politikern, die dies Schuldenkrise verursacht haben.
Ich habe noch keinen sagen hören: "Mea culpa, mea maxima culpa!"

Zitat von
Im übrigen, wenn es damals eine europäische Instanz - analog der EZB - gegeben hätte, die berechtigt gewesen wäre den Verstoß sofort zu verfolgen, wären wir heute in einer besseren Situation.
Wenn der Hund net....hätt', hätt' er 'n Hasen g'fangen!

Zitat von
Ich will keine Volksabstimmungen über Fragen, die die meisten Bürger rein fachlich nicht beurteilen können, weil sie a)nicht ausreichend gebildet sind, b) nicht informiert sind c) uninteressiert sind. Ich bin ein strikter Anhänger der repräsentativen Demokratie, die Volksabstimmungen nicht vorsieht, das ist meine Demokratie!
Wie wählen Ihre a), -b), -c) Bürger?

Und dann entscheiden/beschließen uninformierte Abgeordnete
(EMS!), die genauso wenig verstehen, wie Ihr "Durchschnittsbürger",

oder es entscheiden/beschließen 27 Abgeordnete (anwesende) von insgesamt 622 (also 4,3%) (Meldegesetz).

Sehr repräsantiv!

Zitat von
Wenn Sie die weitere Integration als etwas Negatives sehen, so fidne ich dies schade, denn ich sehe darain etwas erstrebenswertes und sehr Positives.
Ich sehe in weiterer Integration durchaus nichts Negatives, ich will sie nur nicht aufgezwungen erleben.
Derzeit scheinen sehr viele Europäer nicht sehr viel von mehr Integration zu halten.
Sowweit man lesen konnte, ist die Begeisterung für den von Frau Merkel angeregten "Konvent" eher gedämpft.

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marcaurel1957 27.08.2012, 16:34
173.

Zitat von ergosum_senior
Dass man diese Entscheidung aber nicht alleine irgendwelchen Parlamentairern überlassen kann, weil sie das gleiche Problem haben, wie das welches Sie hier beschreiben ist ja nun auch hinreichend bewiesen worden. Mit anderen Worten, die von Ihnen implizierte Qualitätssicherung von politischen Entscheidungen durch überduchschnittliches Know How, Intelligenz und was Sie an dieser Stelle sonst noch unterstellen mörgen, ist eine glatte Lüge.
Ich denke nicht, daß durch die parlamentarische Durchführung die Qualität aller Entscheidungen"gesichert" wird!

Nur verbessert!

Die Qualität von Entscheidungen zu komplexen und anspruchsvollen Themen korreliert aber zweifellos mit Intellgenz, Bildung, Expertise und Erfahrung, dementsprechend werden parlamentarische Entscheidungen zu solchen Dingen eben besser, abgewogener und sinnvoller sein.

Oder sagen wir es so, statt 30 mal Unsinn, haben wir dann nur noch 15 mal Unsinn. Ein schöner Erfolg!

Dies ist sicher besser als die des von keinerlei Sachkenntnis getrübten Ansichten des Stammtisches

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marcaurel1957 27.08.2012, 16:47
174.

[QUOTE=wolly21;10833672]Wenn der größere Teil der EURO-Staaten die Maastrichtkriterien über Jahre hinweg verletzt hat/noch verletzt, so ist das keine Regel?
In einem anderen Beitrag sprachen Sie selbst, von den "verantwortungslosen Politikern, die dies Schuldenkrise verursacht haben.
Ich habe noch keinen sagen hören: "Mea culpa, mea maxima culpa!"

Die Verletzung der Maastrichtkriterien ist unstreitig, gleichzeitig wurden aber ein paar tausend andere Normen aus diversen Rechtsgebieten eingehalten. Was ist nun der Regelfall, die Einhaltung oder die Verletzung von Verträgen?
Hinsichtlich der „Culpa“ haben Sie zweifellos recht, leider!
Ich erwähnte die Notwendigkeit von zentralen europäischen Instanzen, weil nur so sichergestellt werden kann, dass Verstöße unmittelbar sanktioniert werden. Für die Fiskalunion ist so etwas ganz sicher nötig.
Nach welchen Kriterien Bürger wählen, können Sie in der entsprechenden Fachliteratur nachlesen. Ich kenne leider zu viele Menschen, die danach wählen ob der betreffende „gut“ aussieht, in welcher Kirche er ist und ob er sich „gut“ benommen hat. Dann kommt oft noch die lebenslange Treue zu einer Partei oder der Wunsch es „denen da oben“ mal zu zeigen.
Mich tröstet, dass es auch viele informierte Bürger gibt, die sich ihre Wahlentscheidung schwer machen und versuchen, danach zu wählen, was sie sachlich für das Beste halten.
Wie ich schon sagte, habe ich kein Zweifel, das der durchschnittliche Abgeordnete viel mehr über den ESM weiß als der Durchschnittsbürger. Vielleicht nicht genug, aber viel mehr als Karl Napf von der Alm
Was von dem Konvent zu halten ist, weiß ich nicht, von daher enthalte ich mich einer Wertung. Wenn es ernst gemeint wäre wäre es sicher eine großartige Sache

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wolly21 27.08.2012, 16:55
175.

Zitat von marcaurel1957
Ich denke nicht, daß durch die parlamentarische Durchführung die Qualität aller Entscheidungen"gesichert" wird! Nur verbessert! Die Qualität von Entscheidungen zu komplexen und anspruchsvollen Themen korreliert aber zweifellos mit Intellgenz, Bildung, Expertise und Erfahrung, dementsprechend werden parlamentarische Entscheidungen zu solchen Dingen eben besser, abgewogener und sinnvoller sein. Oder sagen wir es so, statt 30 mal Unsinn, haben wir dann nur noch 15 mal Unsinn. Ein schöner Erfolg! Dies ist sicher besser als die des von keinerlei Sachkenntnis getrübten Ansichten des Stammtisches
Woher haben Sie Ihr Wissen über die "Sachkenntnisse von Stammtischen"?
Sind Sie "Stammtischforscher"? ;-)

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marcaurel1957 27.08.2012, 17:52
176.

Zitat von wolly21
Woher haben Sie Ihr Wissen über die "Sachkenntnisse von Stammtischen"? Sind Sie "Stammtischforscher"? ;-)
In gewissen Foren kann man gewisse Sachkenntnisse erwerben...

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