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Euro-Rettung: Unionspolitiker wollen reiche Sparer schützen
DPA

Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.

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üpoiu 27.03.2013, 09:38
100.

Zitat von inci2
Gestern wurde in irgendeiner Nachrichtensendung über eine ca. 60-65-jährige Frau berichtet, die sich ihres Lebenswerkes beraubt sieht, da sie von ihren Ersparnissen von ca. 2 Millionen Euro voraussichtlich die Hälfte verlieren wird. Die Frau betreibt eine Art Konditorei und es wurde auch berichtet, daß es einige Filialgeschäfte gebe. Ich gönne der Frau ihren Erfolg und kann auch nachvollziehen, daß sie wegen des Verlustes von nahezu 1 Million Euro fertig auf der Bereifung ist, wie man so schön sagt. Allerdings habe ich mich gefragt, wie man es auf Zypern mit Konditorei zu 2 Millionen Euro bringen kann. Denn das ist ja quasi das, was nach Steuerabgaben und Gehältern sowie der Kosten für den Betrieb, Energiekosten und die private Lebensführung übrig bleibt. Ich glaube kaum, daß es in Deutschland Konditoren oder Bäcker gibt, die das ebenfalls schaffen. Es wäre schon interessant zu erfahren, wie das auf Zypern möglich ist.
Auf Zypern ist das jetzt mit Sicherheit nicht mehr möglich, genau wie es in Deutschaland in den letzten 20 Jahren unmöglich geworden ist.
Davor war es sehr wohl möglich, Bäcker, die ein gutes Produkt hatten, konnten zu gutem Wohlstand kommen.

Gerade die Energiekosten sind exorbitant gestiegen, und das in einer Branche, die eben sehr Energieintensiv ist.

Letzten Monat hat der Bäcker bei uns, der vor 15 Jahren noch 7er BMW gefahren ist sein Geschäft an die nächste Großbäckereien-Kette abgegeben.

Auch Gastwirte konnten mit einem Umsatz von 20000 Mark monatlich für ein kleines Bistro sehr gut leben. Heute ist bei der ganzen Kostenstruktur ein Leben oberhalb von Hartz IV mit einem Umsatz von 10000 Euro fast nicht möglich.

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alpenkraut 27.03.2013, 09:39
101.

Zitat von si tacuisses
Die Äußerungen von Jemoen Dijsselbloem waren weder Fahrlässig noch voreilig. Sie waren erfrischend ehrlich.
Das ist ja gerade das Gefährliche.
In einer von der Intransparenz lebenden Finanzwirtschaft.

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Madir 27.03.2013, 09:40
102.

Zitat von OldJerk
eure Pensionen sind sicher - die für einen selbst vorsorgenden Selbstständigen reichen 100000 Euro als Rentenvorsorge nie und nimmer.
Einfach auf verschiedene Institute verteilen, die 100.000€ gelten ja pro Bank und nicht Bankenübergreifend. Aber das wird sich im Zweifelsfall vermutlich auch ändern :)

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kantundco 27.03.2013, 09:41
103. Eigentlich ...

... eine Selbstverständlichkeit in einem Rechtsstaat.
Zuerst die Aktionäre, dann die Kunden.

Nur: Nützen wird der CDU diese Aussage nicht mehr. Eher schaden gegenüber den Neidern.
Und die SPD wird es nützen. Für die und die Grünen sind Sparer sowieso verdächtig und solche mit einem Barvermögen von über 100.000,- € gelten als reich. Das wird noch deutsche Gerichte intensiv beschäftigen. Viel Spaß!

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geroi.truda 27.03.2013, 09:42
104. *

Zitat von sysop
Das deutsche Gesetz zur Bankenrestrukturierung beteilige Eigentümer und Gläubiger eines Instituts an dessen Abwicklung, nicht aber die Sparer
Sparer sind Gläubiger. In welchem Umfang der nicht unter die Einlagensicherung fallende Teil von Spareinlagen im Rahmen des KredReorgG bzw. der §§ 48a ff. KWG zur Sanierung der Bank herangezogen wird, hängt vom Einzelfall ab.

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inci2 27.03.2013, 09:42
105.

Zitat von gog-magog
Na ja, das ist ja nun wirklich nichts Neues, dass die Union und die Mövenpicker es eher von den Armen nehmen, als von den Reichen. Das hätte man nicht extra erwähnen müssen, denn wer arm ist, spendet ja nicht an die "Volksparteien". Wenn der Mittelfluss also gewahrt werden muss, was ja das oberste Prinzip der Parteipolitik darstellt, dann muss man immer die Reichen schonen.
Wenn alle Bürger monatlich einen Euro in einen Bürgerlobbytopf zahlen würden, könnte man sich davon die besten Lobbyisten leisten, die Berlin und Brüssel das Gruseln lehren könnten.

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Niederbayer 27.03.2013, 09:42
106.

Zitat von ausländer33
Ich kann den SPON-Artikel leider nicht mehr finden. Vor einigen Tgaen erklärte in dem Artikel jemand, das die Einlagensicherung nur gelte, wenn die Bank pleite geht. Zur Verhinderung der Pleite dürfe man sehr wohl auf das Geld der Sparer "zurückgreifen". Sehr interessant!!! Damit die Bank nicht Pleite geht, wird dem Sparer das Geld weggenommen. Wenn sie dann Pleite ist... dann brauche ich keinen Einlagensicherungsfond mehr. Mein Geld ist ja schon weg. Darauf muss man erstmal kommen, so sicher sind unsere Spareinlagen!!!
Wieder mal in Wirtschaftslehre nicht aufgepasst. Eben weil die Bank auf die Spareinlagen zurückgreifen kann, gibt es den Einlagensicherungsfond. Wenn die Bank die Einlagen der Sparer nicht anfassen dürfte, bräuchte es auch keinen Fond. Allerdings würden dann viele auch keinen Kredit bekommen.

Der eine legt sicht 100K € auf´s Konto. Der andere will sich 5k € leihen. Da nimmt die Bank die 5000 vom Konto des anderen und verleiht sie. Dafür bekommt sie Zinsen und zwar mehr als der anderen auf seine Einlage bekommt. Immerhin muß die Bank für seine 100K gradestehen wenn er sie wiederhaben will. So funktioniert das Geschäft seit hunderten von Jahren.

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nic 27.03.2013, 09:44
107.

Zitat von kiterdude
Also wer glaubt den noch der guten Merkel ein einziges Wort, das aus ihrem Mund tropft? Die Reichen haben sich seit Jahrzehnten auf kosten der Armen ein sehr gutes Leben gegönnt. Wird doch mal Zeit das zurück zu zahlen und Dank zu sagen. Also ich würd das ganze recht fix erledigen. Alles über 100k geht in die Kasse, davon werden die Löcher gestopft, die die Reichen gerissen haben mit ihrer Gier.. der Rest.. denke wir finden was, das Sinn macht um das übrige Geld zu verwenden.
Hört sich vielleicht verrückt an aber mit 100000 Euro ist man in Deutschland alles andere als Reich. Würde man allerdings nur 20% des Vermögens von 1% der reichsten Deutschen abgreifen wäre ganz Europa saniert. Sie sehen, Reichtum kann relativ sein. Aber mit 100000 Euro bessern sie lediglich ihre Rente etwas auf.

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fixiundpaxi 27.03.2013, 09:44
108. Wie kann man nur so dämlich sein...

...und sich darüber streiten, ob 100 K viel Geld sind? Der eine geht davon 19 Jahre lang bei Aldi einkaufen, der andere gibt's an einem Nachmittag für ein Auto aus.
1. Wer nichts hat, muss auch nicht meckern.
2. Wer was hat, sortiert es rechtzeitig beiseite.

Geprügelt sind nur die dazwischen, die ein bisschen haben und die mit ihrem Häuschen, ihrer Altersvorsorge oder ihrer Familienerbschaft auskommen müssen/wollen.
Und dieser typische Kleinbürger wird von der Kleinbürgerpartei vertreten und wählt sie auch! Egal, wie sehr er sich über "Mutti" aufregt...,sie wedelt mit dem Zeigefinger, er hat das Gefühl von Ordnung und sie sieht sogar so aus wie er!
Das sind die vielen Menschen, die sich 100.000,- erspart haben und die nun walkrampfmäßig eingespurt werden. Und die sind ganz stolz, weil sie jetzt auch zu den "Reichen" gehören...
Wird schon klappen ;-)

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Keycard 27.03.2013, 09:44
109. Klug?

Zitat von 7212
Dieser Artikel bei SPON direkt unter "Eurokrise kostet Menschenleben." Genau, CDU! Sparen wir lieber weiter am Mob, an Krankenhäusern, Ausbildung und Infrastruktur! Hauptsache, eure Privilegierten-Klientel muss nichts fürchten und ihr könnt dann die Enteigneten und Verarmten noch beschimpfen (denn die sind ja nur zu faul zum arbeiten oder zu karrieregeil, um Kinder zu kriegen, gell?) Wenn der Wähler nur klug genug wäre, diese Koalition der Menschenverachter im September dahin zu befördern, wo sie hingehört. Aber angesichts aktueller Ergebnisse habe ich da wenig Hoffnung.
Sie halten es fuer klug, den Artikelueberschriften und der Artikelanordnung des SPON blindlings in die Falle zu tappen??? Was Sie schreiben ist doch laecherlich, wie leicht kann man sich nur manipulieren lassen? Sie haben offensichtlich keine Ahnung, worum es bei diesem Thema geht. Klug waere sich jetzt einmal in dieses Thema einzulesen und dann solche haarsteubenden Schlussfolgerungen zurueckzunehmen.

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