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Euro-Rettung: Unionspolitiker wollen reiche Sparer schützen
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Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.

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Privatier 27.03.2013, 11:25
210. "Einmalig" ist in der Politik nur die "Defloration" vormals "heiliger" Versprechen

Zitat von sysop
Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.
Bereits mit der ersten Wiederholung, schon beim zweiten Mal, werden daraus umgehend und übergangslos "erprobte und bewährte Vorgehensweisen".

Nur noch Tagträumer und Andere, denen nicht mehr zu helfen ist, glauben weiterhin den Beschwichtigungen unserer völlig abgehobenen politischen Elite.

Alle übrigen Vernüftigen heben dagegen ihr Vermögen von Konten ab, die bereits über Nacht zum "quelloffenen Selbstbedienungsladen" auch deutscher Politik(er) werden können und bringen ihre Werte außerhalb der Reichweite ihrer Gegner - die sich stets vorbehalten, von Tag zu Tag klüger zu werden - in Sicherheit.

Bevor dies einmal "Notfall-gesetzlich" - weil leider alternativlos - verboten wird.

MfG

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spiegel-kommentar 27.03.2013, 11:27
211. Übersteigerter Bankensektor...

Der Bankensektor ist auch bei uns satt aufgeblasen und wird sicher wieder auf ein realwirtschaftliches Niveau schrumpfen müssen. Mit allen möglichen Anlagen ist nichts produktives geschaffen worden, sondern nur heisse Luft. Dafür sollten in erster Linie die Banken und ihre Anteilseigner haften (letzere mit ihren Aktien oder Wertpapieren). Wer ab Zypern noch Beträge über 100.000 Euro auf der Bank liegen hat, sollte sich klar sein, dass im Zweifel alles über diesem Betrag nicht abgesichert ist. Warum sollte sich dann hinterher der Steuerzahler dafür verantwortlich fühlen? Zinsen sind immer auch eine Entschädigung für eingegangenes Risiko. Ob jemand für 0 Zinsen sein Geld auf ein Konto legt, ist eine persönliche Abwägung. Meines liegt schon länger nicht mehr bei der Bank (obwohl ich nicht so viel habe, dass es ein Problem werden könnte). Für diejenigen, die der Bank ihr Geld leihen fühle ich mich im Notfall nicht zuständig...

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Herr Hold 27.03.2013, 11:32
212. Versicherung

Zitat von gazettenberg
Was wären Sie denn bereit, als Kunde für diesen Versicherungsschutz zu zahlen? So ein Rundum-Sorglos-Paket wäre bestimmt nicht billig.
Naja, eine Versicherung wäre wohl zu teuer. Und die Kreditinstitute haben ja gewissermaßen eine Vorsorge durch die Mindestreserve,
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken" (EdB) und Einlagensicherungsfonds.

Wird natürlich bei einer Pleite mehrerer Banken nicht reichen...

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chico 76 27.03.2013, 11:32
213. Ein

Modell kann Zypern nicht sein.
Warum werden nur Vermögen mit >100.000€ herangezogen ?
Zumindest eine abgeschwächte Staffelung nach unten wäre gerecht gewesen.
Auch die "kleineren" Sparer haben von dem einmalig hohem Zinssatz profitiert.
Hohe Profite=hohes Risiko, sollte allgemein bekannt sein.
Wenn nicht, Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

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ikarus47 27.03.2013, 11:39
214. Wäre doch schön

Zitat von geronimo49
ich schon seit Jahren auf den ersten intelligenten Satz. Wenn er sich ueber die Ueberdimensioniertheit eines Bankensystems beklagt, dann sollte er mal durch das luxembourger Kasino fahren, da findet er alle paar Meter eine Bank. Das Volumen des Bankenbusiness im Verhaeltnis zum BIP ist dort noch viel schlimmer als auf Zypern. Auch rein schwarzgeldmaessig ist Zypern dagegen peanuts. Amazon & Co. fuehlen sich dort in Sachen "Steuervermeidung" auch sehr wohl.. Vielleicht schaltet Meister mal besser vorher seinen Kopp ein, bevor er unsinniges Zeug plappert.
wenn die Medien endlich mal den Mut fänden,das Gebaren in den übrigen Steueroasen,Lichtenstein ,Luxemburg, Malta,Kanalinseln usw. zum Thema machen.Wie tragfähig ist eigentlich deren Geschäftsmodell?Der Luxemburger Junker,selber ein Profiteur,ein guter Freund von Schäuble mit seinem Geldkoffer.
Es kann doch nicht sein,was es eigentlich nicht geben darf.

Genau so ein Tabu Thema,wie der Vergleich Renten/ Pensionen.
Sobald das Thema auf den Tisch kommt,sofort der Einwand Äpfel/Birnen Vergleich,hättest ja auch Beamter werden können.

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sebfran 27.03.2013, 11:41
215.

Zitat von sysop
Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.
In den USA gehen Banken seit jeher in die Insolvenz. Die Insolvenz von systemrelevanten Banken ist lediglich problematisch.

Zudem gibt es Unterschiede zwischen Banken. Es gibt z.B. Banken in der Eurozone, die in dem Geschäft mit Immobilien, im Zusammenhang mit den Immobilienkrisen in den USA und Spanien sehr stark engagiert waren. Dieses übermäßige Engagement stand auch im Zusammenhang mit einer Abwendung von der Realwirtschaft bzw. der eigentlichen Wirtschaft, da das Geschäft mit der eigentlichen Wirtschaft nicht genug Gewinn versprach.

Insofern entscheiden solche Unterschiede dann, ob auch Banken Aus- nahmen im negativen Sinne sind.

Die zyprischen bzw. zypriotischen Banken sind auch Ausnahmen im negativen Sinne, weil der zyprische Staat und die zyprischen Banken mit geringen Steuern und sonstigen Abgaben bzw. den hohen Zins- versprechen, ein Geschäftsmodell geschaffen hatten, das definitiv verwerflich war.

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ich_bin_der_martin 27.03.2013, 11:42
216. deßhalb....

Zitat von schmuggi29@gmx.de
Wer in der Schule(Geschichtsunterricht) gut aufgepasst hat, weiß was in der ersten Zeit geschieht, in der sich ein neuer Staat bildet. Da geht es nicht demokratisch zu sondern Interessen werden nötigenfalls mit Gewalt durchgesetzt. Politiker und Geschichtler sprechen von den Kinderkrankheiten eines Staates, der ja auch eines Entwicklung unterliegt. Das geht wie ein roter Faden durch alle ehemaligen und bestehenden Staatengebilde. Von den Sumerern über Rom; USA, China bis jetzt nach Europa. Das ist was am Tag ist hierzuland... Jeder für sich... wer am meißten Geld hat kauft sich seine zukünftigen Pfründe, oder nimmt sie sich mit Gewalt....
so könnte man sich diese undemokratischen entscheidungen erklären.
da wurden übernacht verpflichtungen eingegangen, welche im erfüllungsfall nicht nur das sozial-sytem sondern auch unsere ersparnisse dahinrafft.
also sind reich und arm nur scheinbar gespalten und könnten eigendlich zusammenhalten...

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Liebknecht 27.03.2013, 11:49
217. Natürlich

Zitat von böseronkel
Die Prof. Horn, Bofinger, Bontrup, Hickel usw. werden von der wirtschaftswissenschaftlichen Fachwelt als exzellente Wirtschaftsexperten anerkannt und keineswegs von "Weltanschauungsmedien" zu solchen ernannt.


nicht nur das, auch

... die Rente ist sicher

... der Euro ist eine stabile Währung und wird nicht inflationiert

... die Erde ist eine Scheibe

Sie können nicht einfach Dinge behaupten als ob diese der Wahrheit entsprechen
würden; oder sind Sie Politiker?

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hesse 27.03.2013, 11:51
218. ....philossovos manisses.

Zitat von sysop
Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.
Ihr letzter Satz wird hoffentlich unerfüllt bleiben, weil sonst die allseits beklagte zu große Scherenöffnung künftig weiterhin wächst. Der Prekäre- und der untere Mittelstand ( 60% ? ) werden sich das nicht bieten lassen. Wer weiter denkt fragt sich, ob nach Maastricht alle erfolgten EU-und €-Gesetzgebungen überhaupt gültg sind. Unter diesem Aspekt kann man die letzte ungarische Lösung verstehen.

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Spiegelkritikus 27.03.2013, 11:55
219. Sozialismus für Banken, Kapitalismus für die Bürger und Steuerzahler

Zitat von sysop
......Das deutsche Gesetz zur Bankenrestrukturierung beteilige Eigentümer und Gläubiger eines Instituts an dessen Abwicklung, nicht aber die Sparer......
Natürlich sind auch Sparer bzw. Anleger Gläubiger einer Bank, das sollte sich sogar in der CDU herumgesprochen haben. Im Pleitefall müssten also Einlagen von mehr als 100.000 Euro, die nicht durch den Sicherungsfond aufgefangen werden, nachrangig herangezogen werden.

In Zypern geschieht das mit einem Anteil von ca. 40% dieser Einlagen.
Allerdings kommen die Steuerzahler via ESM und IWF für 10 Milliarden der Verluste auf, was immer noch Sozialismus für Banken bedeutet. Ohne diese Übernahme hätten Großanleger alles verloren.

Aus genau diesem Grund hat man bisher keine Banken in Europa pleite gehen lassen, sondern mit ungeheuer viel Steuergeld (auch via EZB) gerettet und so soll es auch künftig bleiben, wenn es nach unserer Politik geht. Geschont werden also die großen Anleger (darunter andere Banken), die Aktionäre und die Anleiheneigner. Ein perides System!

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