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Euro-Rettung: Unionspolitiker wollen reiche Sparer schützen
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Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.

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sascha_bakunin 27.03.2013, 11:55
220. Deswegen ist Mutti auch so entspannt.

Verglichen mit den Sparanlagen in Deutschland ist die Staatsverschuldung ein Klacks.Und jetzt wird uns allen ganz abrupt klar wie das gelöst wird! Mein Freund der alte Marx hat ja immer geglaubt dass eine Revolution in Deutschland losgeht, hatten wir bisher noch nicht, auch das wird Mutti noch hinkriegen.

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muunoy 27.03.2013, 11:56
221. Es ist alles noch viel schlimmer

Zitat von rsi
sind die, die sparsam sind und sich auf schlechte Zeiten rüsten wollen, zum Wohle derer, die über ihre Verhältnisse leben. Schon jetzt zahlen Fleissige mehr Steuern als Faule. Unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit wird jeder als unsozial abgestraft, der viel erreicht ("der nimmt sich zuviel"). Früher oder später: Die Realität wird es richten.
Diese polemische Jagd auf sog. Reiche, ohne genau zu spezifizieren, wer das eigentlich ist (für SPD und Grüne ist man bereits ein pöser, pöser Reicher bei einem Arbeitseinkommen ab 64 TEUR), treibt inzwischen noch viel schlimmere Blüten. Putzig finde ich auch, dass ich für die Steuerstasi als Selbständiger bei guter Auftragslage ein pöser, pöser Reicher bin, der abgezockt werden muss, während diesselben Freaks in schlechten Jahren fordern, dass ich doch für mehr Einkommenkontinuität sorgen möchte.
Auch viele Foristen fordern hier lautstark die weitere Enteignung von Leuten, die versuchen, sich etwas Vermögen aufzubauen. Wenn ich die Kommentare hier so lese, sind wir ja schon auf dem Weg in die DDR 2.0. Aber auch die wird scheitern, was leicht zu erklären ist:
Als Selbständiger muss ich fürs Alter knapp 1 Mio. EUR ansparen, wenn ich im Alter nicht anderen auf der Tasche liegen möchte und auch im Alter die vom Staat eingeforderten Steuern und Abgaben zahlen kann. Ja, der Staat verlangt hier Steuern auf bereits versteuertes Einkommen.
Als ich Angestellter war, hat der Staat bereits 122 TEUR aus meinem Netto-Einkommen für die staatliche Rente enteignet. Dies mit dem Versprechen, dass der Staat in Zukunft andere Leute enteignen wird, um mir zumindest etwas davon zurück zu zahlen. Dieses Versprechen wird aber nicht gehalten werden.
Nun denn, ich bin weiter fleißig und spare bei meinen Konsumausgaben, damit ich im Alter trotzdem niemanden auf der Tasche liegen muss und weiter Steuern zahlen kann. Aktuell füttere ich bereits mit meinen Steuern mehrere Familien und Heerscharen an Beamten mit durch. Wenn nun der Staat mein fürs Alter angespartes Vermögen bis auf 100 TEUR enteignet, werde auch ich zum Sozialfall. Auch macht es keinen Sinn mehr, bei Überschreiten dieses Schwellenwertes weiter zu arbeiten. Wer bitteschön soll denn dann noch die ganzen Transferleistungsempfänger und den öffentlichen Dienst bezahlen? Das ist der Grund, warum bisher alle kommunistischen Systeme, in denen zunächst die Vermögen enteignet wurden, scheiterten. Und das wird auch in der DDR 2.0 sein. Dort aber viel schneller, weil viele eben auch abhauen werden und die Mauer diesmal deutlich größer sein müsste.

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warndtbewohner 27.03.2013, 11:56
222. Nur Gefasel

Aktionäre zur Kasse zu bitten, quasi an die Miteigentümer der Banken, das wird sich nur schwer durchsetzen lassen. Meister quasselt nur, am Ende blecht der Steuerzahler...

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james-100 27.03.2013, 11:57
223.

Zitat von sysop
Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.
Also will die Union zur Begleichung der Rettungspakete für Banken und der großen Vermögen, die Steuern für die Normalbürger massivst erhöhen, damit deren Klientil,also die Kapitalbesitzer ungeschoren davon kommen. Mit der Erhöhung der Mwst. auf 25% wird angefangen. Und da der Satz für Grundnahrungsmittel bzw Grundbedürfnisse ja lt Schäuble abgeschafft werden soll, sollte jedem klar werden, wer hier bei einer erneuten schwatz/Geld-Regierung extrem bluten soll. Kleiner Tipp: die Reichen werden es nicht sein.

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ausländer33 27.03.2013, 11:57
224. Ganz falsch!!!

Zitat von Niederbayer
Wieder mal in Wirtschaftslehre nicht aufgepasst. Eben weil die Bank auf die Spareinlagen zurückgreifen kann, gibt es den Einlagensicherungsfond. Wenn die Bank die Einlagen der Sparer nicht anfassen dürfte, bräuchte es auch keinen Fond. Allerdings würden dann viele auch keinen Kredit bekommen. Der eine legt sicht 100K € auf´s Konto. Der andere will sich 5k € leihen. Da nimmt die Bank die 5000 vom Konto des anderen und verleiht sie. Dafür bekommt sie Zinsen und zwar mehr als der anderen auf seine Einlage bekommt. Immerhin muß die Bank für seine 100K gradestehen wenn er sie wiederhaben will. So funktioniert das Geschäft seit hunderten von Jahren.
Die Bank muss eben nicht geradestehen!!!
Wer lesen kannn ist klar im Vorteil.
Verzichten Sie auf ihr Geld, weil die Bank es einem anderen geliehen hat??? Doch wohl kaum!!!
Wenn Sie ihr Geld zurückhaben wollen und der Bank deswegen die Pleite droht, kann der Staat um die Bank zu stützen, auf (mindestens) Teile ihrer Spareinlagen zugreifen!
Wenn dann Ihr Konto vom Staat leergeräumt wurde und die Bank trotzdem in die Insolvenz geht, haben sie nichts mehr auf dem Konto!!!
Mit Einlagensicherung und auch ohne.
Die Einlagensicherung ist eine staaliche Garantie und keine Garantie der Bank Ihnen gegenüber.
Haben sie nichts mehr auf dem Konto (weil vom Staat "enteignet") kann auch der Einlagensicherungsfond nicht mehr greifen!
Null Euro auf dem Konto = Null Euro vom Fond!!!

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cabane 27.03.2013, 11:57
225. Gläubiger / Sparer ?

Zitat von sysop
Zypern als Präzedenzfall - müssen künftig Großsparer die Euro-Rettung mitfinanzieren? Politiker der CDU erteilen solchen Plänen jetzt eine Absage: Die Einlagen auch reicher Bankkunden müssten unangetastet bleiben.
Sehr nett, dass unsere Unionspolitiker Sparer ausnehmen wollen und nur Eigentümer und Gläubiger zur Banken-rettung heranziehen wollen. Was ist denn der Unterschied zwischen einem Sparer und einem Gläubiger? Ein Sparer leiht der Bank Geld und die Bank hat einen Gläubiger mehr. Wenn es also hart auf hart kommt, sollten "Sparer" von mehr als 100.000 € pro Kreditinstitut darauf vorbereiten, dass Sie auch als Gläubiger bluten können.

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james-100 27.03.2013, 11:59
226.

Zitat von ctulhu
Es kann doch nicht sein, dass erhöhtes Risiko risikofrei bleibt! Defacto kann dann jede Bank in Zukunft mit Phantasiezinsen werben und der Steuerzahler übernimmt die Zeche. Top!
Das ist eben der Auftrag, den Merkel,Schäuble,Rösler und Co von der "Finanzelite" bekommen hat. Und den wird die eiskalt erfüllen, koste es Menschenleben soviel es will.

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james-100 27.03.2013, 12:01
227.

Zitat von kiterdude
Also wer glaubt den noch der guten Merkel ein einziges Wort, das aus ihrem Mund tropft? Die Reichen haben sich seit Jahrzehnten auf kosten der Armen ein sehr gutes Leben gegönnt. Wird doch mal Zeit das zurück zu zahlen und Dank zu sagen. Also ich würd das ganze recht fix erledigen. Alles über 100k geht in die Kasse, davon werden die Löcher gestopft, die die Reichen gerissen haben mit ihrer Gier.. der Rest.. denke wir finden was, das Sinn macht um das übrige Geld zu verwenden.
Das braucht es noch nicht einmal. Einfach Banken pleite gehen lassen und alles was über 100K liegt,ist erstmal weg. Dann kann man sich an den Insolvenzverwalter wenden.

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inci2 27.03.2013, 12:04
228.

Zitat von üpoiu
Auf Zypern ist das jetzt mit Sicherheit nicht mehr möglich, genau wie es in Deutschaland in den letzten 20 Jahren unmöglich geworden ist. Davor war es sehr wohl möglich, Bäcker, die ein gutes Produkt hatten, konnten zu gutem Wohlstand kommen. Gerade die Energiekosten sind exorbitant gestiegen, und das in einer Branche, die eben sehr Energieintensiv ist. Letzten Monat hat der Bäcker bei uns, der vor 15 Jahren noch 7er BMW gefahren ist sein Geschäft an die nächste Großbäckereien-Kette abgegeben. Auch Gastwirte konnten mit einem Umsatz von 20000 Mark monatlich für ein kleines Bistro sehr gut leben. Heute ist bei der ganzen Kostenstruktur ein Leben oberhalb von Hartz IV mit einem Umsatz von 10000 Euro fast nicht möglich.


Das war auch bei uns nicht möglich. Wie gesagt, die Frau war schätzungsweise 60 oder 65 Jahre alt. Unterstellen wir mal, daß sie das Geschäft seit 35 Jahren betreibt ergäbe das eine Sparquote von etwa 57.000€ pro Jahr!

Das war und ist in Deutschland unmöglich.

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ausländer33 27.03.2013, 12:04
229. Das liegt daran, ...

Zitat von balsamico58
Wie groß muß die Verzweiflung sein, die POlitiker nun umtreibt, laut und defacto über Enteignungen nachzudenken? ...
das die Politk weiß, das es mit dem Euro nicht mehr lange geht.
Da muss man das Volk - so ganz langsam - darauf vorbeiten, das es dann die Rechnung zu bezahlen hat.

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