Forum: Politik
Europa: Freiheit soll Europas Exportschlager werden
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Tausende zieht es nach Europa - auch weil hier Menschen- und Freiheitsrechte und Rechtsstaatlichkeit gelten. Wir sollten diese Werte selbstbewusster vertreten.

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messwert 19.08.2017, 19:26
100. Freiheit soll Europas Exportschlager werden?

Können die Zielländer, überwiegend doch Armuts-/Entwicklungsstaaten, von Freiheit satt werden und Ausbildung erhalten? Außer den ganz fundamental-islamischen Ländern wie Saudi-Arabien, deren Regierungsscheichs Freiheit fürchten wie der Teufel das Weihwasser, besteht die Unfreiheit bei armen Völkern durch manifestierte, althergebrachten Regularien und Umständen. Allem voran, archaischen Traditionen, geprägt durch ethnische, bzw. religiöse Verfeindungen und Bildungsferne. Ein weiteres, gravierendes Freiheitshindernis sind dortige Machtdespoten die, getragen vom jeweiligen Stammesverband, ihren Machtanspruch selbst kriegerisch verteidigen, bzw. durchsetzen. Nimmt sich da o.g. europäischer Freiheitsexport nicht extrem naiv aus? Zudem wird doch der westliche Allzweckbegriff –Freiheit-, selbst innerhalb Europa unterschiedlich interpretiert und praktiziert, oder? Überhaupt, wie wären denn die propagierten westlichen Werte in den Armutsvölkern, aufgrund dortiger EU-Rechtlosigkeit DURCHSETZBAR? Bedürfte es zuvor nicht unabdingbar, dass die beheimateten Völker SELBST die Grundlage dafür schaffen, indem sie die herrschenden Konfliktdämme auflösen? Wurde die Armut, trotz ca. einer US-Dollar Entwicklungs-Billion über rund 5 Jahrzehnte nicht eher größer, afrikanischen Machthaber aber stinkreich, und sind despotische Machtstrukturen demokratisch gewordenen? Zweifelsfrei aber wäre der Armut deutlich entgegenzuwirken, würden die Rohstoff-Zocker und multinationalen Konzerne, unterstützt von WHO und Nationalstaaten, nicht einzig ihrer Profitgier frönen, sondern ihre enorme Flächen-/Rohstoffnutzung in Armutsländern fair, mit der ansässigen Bevölkerung und deren Bedürfnisse ausrichten. Ferner müsste der GANZE Westen und die bislang eher versagenden NGOs generell, für nachhaltige, KOSTENFREI Ausbildung sorgen und absolut geboten, Anreize zur Geburtenreduzierung schaffen. Meines Erachtens liefe o.g. -Exportschlager Europas- wieder darauf hinaus, dass Menschen aus heimatlichem Ungemach in die vielversprechenden EU - Gefilde wechseln. Warum sich ohnehin so viele mühsam und kostspielig, ausgerechnet bis nach Deutschland durchschlagen ist schließlich kein Geheimnis. Allerdings auch das nicht, dass Deutschland durch diesen weiteren Zuwachs von Fremdkulturen und Islam-Gläubigen MEHR als seine Freiheit einbüßen wird. Siehe, lt. Merkel gestern zum Terror in Barcelona, - der Terror wird uns nicht besiegen-! Setzt das nicht unseren Kampf dagegen, (samt entsprechenden Folgen), voraus? Bedauerlicherweise kennen unsere Berliner Parteien grundsätzlich, weder MASS noch Vernunft. Hierfür wäre ein Import segensreich! (Kann diese Meinung die Zensur überstehen?)

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dkdent67 19.08.2017, 20:16
101. Klingt alles wie immer schön...

und im Prinzip stimme ich voll und ganz zu. Nur ist das Ganze wie immer voll deutschem Gutmenschenidealismus. Deutschland hat sich zur moralischen Supermacht entwickelt. Der Musterschüler in Demokratie, Weltoffenheit, Liberalismus und Ökologie. Nur schade, dass die anderen Europäer (Polen, Ungarn, Tschechen, Italiener und selbst die Österreicher) immer weniger folgen wollen und schon gar nicht ständig Lehren in Menschlichkeit und Moral bekommen wollen. Unsere lieben Politiker und Medien agieren nach dem altbekannten Satz aus dem Kaiserreich:" am deutschen Wesen soll die Welt genesen" - aber dieses Mal ist es ja nur gut gemeint und mit hehren Absichten.

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jufo 19.08.2017, 20:32
102. Warum soll Europa Werbung machen?

Es ist doch so schon attraktiv. Schön wäre, wenn andere Regionen versuchen würden, ähnliche Angebote zu machen. Ja die Demokratie ist eine europäische Erfindung. Die Athener waren es, ja genau das Volk was heute ein wenig chaotisch wirkt.

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leiendeu 19.08.2017, 20:35
103. Probleme lösen

Wir sind nicht in der Lage, alle Probleme dieser Welt zu lösen. Dieses ewige Gutmenschentum wird unser Land noch zugrunde richten. 90% der Flüchtlinge kommen aus wirtschaftlichen Gründen. Einige wollen arbeiten, aber die meisten sind auch nicht im Ansatz qualifiziert einfachste Jobs zu erledigen. Es braucht viele Jahre, um die Leute zu qualifizieren, wenn das überhaupt gelingt. Dazu kommt, dass die meisten Flüchtlinge unsere Kultur nicht akzeptieren und lieber in ihren muslimischen Gebräuchen verharren. Wenn wir überleben wollen, dann gibt es nur einen Weg: Aufnahmestopp und Hilfe vor Ort. Dazu kommt noch, dass wir uns durch die Flüchtlinge auch der Gefahr islamistischer Terroranschläge aussetzen.

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benny_na_lievo 19.08.2017, 20:38
104.

Ich finde so manchen Leserkommentar hier beschämend. Was soll falsch daran sein, sich dafür einzusetzen, dass die Werte von Freiheit und Demokratie in den Herkunftsländern der Flüchtlinge gestärkt werden, um es diesen Menschen zu ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben. Selbstgefällig vor dem Rechner sitzen und sagen, Europa habe auch einen langen und blutigen Weg hinter sich, die Leute müssen sich schon selbst helfen, ist sehr wohlfeil. Und man komme mir nicht damit, die Menschen in der DDR hätten auch demonstriert und so Demokratie bekommen. Ohne Gorbatschow und ohne eine geschwächte Wirtschaft wären diese Demonstranten wie woanders einfach niedergemäht worden. Es braucht Unterstützung von außen, dass ein Volk für Freiheit kämpfen kann.

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Matttthias 19.08.2017, 22:21
105. nett und naiv

Jungen Menschen fehlt manchmal der Überblick . Nie in den letzten 200 Jahren war Europa kleiner und unwichtiger als heute. Die Forderung nach Boykott sämtlicher unsauberer Staaten ist nett. Aber auch jugendlich naiv. Deutschland boykottiert schon Russland und die Türkei. Hat es wirklich etwas genützt ? Putin lässt weiter Oppositionelle erschiessen. Erdogan radikalisiert sich jeden Monat weiter. Jetzt sollen wir auch Pakistan, 50 unsaubere afrikanische Staaten, China und die Philipinnen boykottieren. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Sauber sind nur noch Costa Rica, Chile, Singapur und Bhotswana sowie mit Abstrichen Indien. Der Artikel ist typisch deutsch : Neonationalistischer Moralismus. Irgendwas tun. Auch wenn nichts dabei rauskommt. Bekannt ist dies als "deutscher Idealismus". Auch Sprachkentnisse in Urdu scheinen davor nicht zu schützen. Hamburg versinkt im Moralismus. Hoffen wir dass andere Länder klarer sehen sonst versinkt es bald in der Nordsee. Dann hiesse es nicht mehr "Hotel Atlantic" sondern "Hotel Atlantis".

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MattKirby 19.08.2017, 23:35
106. @hikage#51

Und wer lässt es zu, dass die Bodenschätze bspw. in Afrika von westlichen und v.a. chinesischen Konzernen ausgebeutet werden, oder Elektronikschrott importiert wird. Genau, es sind die mehr oder weniger legitimierten Regierungen dieser Länder, für die die Bevölkerung selbst verantwortlich ist. Das Geschwätz von der Verantwortung des Westens für das Elend in der Welt kann ich nicht mehr hören. Verantwortlich dafür sind allein die Menschen in diesen Ländern.

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Fragen&Neugier 19.08.2017, 23:45
107. Nichts ist falsch daran, sich für Freiheit und Demokratie einzusetzen.

Zitat von benny_na_lievo
Ich finde so manchen Leserkommentar hier beschämend. Was soll falsch daran sein, sich dafür einzusetzen, dass die Werte von Freiheit und Demokratie in den Herkunftsländern der Flüchtlinge gestärkt werden, um es diesen Menschen zu ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben. Selbstgefällig vor dem Rechner sitzen und sagen, Europa habe auch einen langen und blutigen Weg hinter sich, die Leute müssen sich schon selbst helfen, ist sehr wohlfeil. ....
Nichts ist falsch daran, sich Frieden, Freiheit und Demokratie für die ganze Welt zu wünschen. Natürlich ist der Verweis auf den langen, blutigen Weg Europas sehr wohlfeil.
Nur - einerseits war und ist dieser Weg leider nichts besonderes weltweit gesehen und die Ansichten, ob mit den Mittel, die die EU-Granden zur Entwicklung Afrikas dieses Ziel erreicht werden könne oder ob sie eher das Gegenteil bewirkten, gehen weit auseinander.

Für viele ist das, was Politiker und Konzernchefs als Entwicklungshilfe leisten und in der Heimat verkaufen, nichts weiter als schlauere Ausbeutung, ökinomisches und politisches Kalkül und z.T. die Beförderung der beklagten Verhältnisse.

Im Fernsehen kommen zuweilen auch "Migrationsmanager", z.B. Leiter der grossen UNO-Lager mit konkreten politischen, gesellschaftlichen, menschlichen und ökonomischen Erfahrungen. Ihre Aussagen und Bewertungen unterscheiden sich etwa gleich von denen der guten Menschen und denen der Xenophoben und Rassisten und Europafeinde.

Warum ist das wohl so? Warum werden die, die am ehesten Bescheid wüssten, die, die am wenigsten ideologisch verblendet sind und am wenigsten versteckte politische Absichten haben am wenigsten gehört, m.E. ausschliesslich aus politischem "Anstand" und wegen des Informationsauftrags der ö.r. Medien überhaupt eingeladen in Talkrunden - nur um sie gleich "abzuwürgen" oder mindestens betreten darauf zu verweisen, sie sollten doch "zur Sache" kommen und die Zuseher nicht erschrecken mit ihren Horrorgeschichten - sicher alles Einzelfälle - das grosse Ganze kennen schliesslich nur unsere guten Politiker. Nur sie allein vermögen gottgleich die einzig richtigen Zusammenhänge und Lösungen zu finden - z.B. eine europäische Lösung muss her! Ab initio aussichtslos - aber was kann der beste Politiker dafür, wenn seine vorgeschlagene Politik den bösen Partnerregierungen nicht passt?
Es ginge, wenn alle wollten, die könnten und alle können wollten - völlig unabhängig von den eigenen Ressourcen.

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dondon 20.08.2017, 07:59
108. Weltweites Moralisieren

Genau anders herum: Durch das immer weiter zunehmende weltweite Moralisieren und Anprangern erklären wir diesen Menschen, dass ihre Lebenswelt schlecht und unsere Lebenswert überlegen ist. Viele deuten es dann so, man sieht es derzeit an vielen türkischstämmige Mitmenschen, dass sie sich minderwertig fühlen und dagegen "rebelieren". Der Fehler liegt ganz woanders: Die meisten Länder werden ausgebeutet und der Wohlstand landet woanders. Sie wollen schlichtweg etwas Wohlstand. Aber der wurde Ihnen ja genommen. Das Ausbeuten muss aufhören, ebenso das massive Moralisieren.

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radioactiveman80 22.08.2017, 10:11
109. Mit diesen guten Vorsätzen...

...hat u.a. Deutschland seine Soldaten seit über 15 Jahren an den Hindukusch gestellt. Das Problem dabei ist: 1.) war das nur der Vorwand weil man nach wie vor der Bevölkerung keine ehrliche Debatte über Sicherheitspolitik und nationale Interessen zumuten will 2.) Hat man geglaubt dass man das Volk dort innerhalb kürzester Zeit von einem komplett anderen Wertesystem überzeugen kann, ein Prozess der normalerweise viel länger dauert ("Hey, Ziegenbauer, Deine Tochter muss jetzt aber zu Schule, uns egal was Du davon hältst") 3.) Unterm Strich hat das nachweislich nicht geklappt, weil man nir Marionetten installiert. 4.) In Afghanistan hätte man die Taliban in irgendeiner Form beteiligen müssen, sie waren zu einflussreich um sie zu ignorieren. Sie hätten uns Bin Laden in 4 Wochen auf dem Silbertablet serviert. 5.) Der Westen ist so geblendet von der Vorstellung, immer das "Richtigere" Lebensmodell zu bieten, dass er vollkommen verkennt dass das nicht überall funktionieren kann. 6.) Ein noch lebender Gadaffi hätte seine Küste besser im Griff...

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