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Europa intim: Alle sind gleich, EU-Beamte sind gleicher
Martin Siepmann/ imagebroker/ imago images

Sie finden, Sie zahlen zu viel Steuern? Dann heuern Sie doch bei einer europäischen Behörde in Deutschland an. Was die wenigsten wissen: Dort verdient man nicht nur gut, sondern ist auch von der nationalen Steuerpflicht befreit.

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epsilon 23.05.2019, 15:36
10. Sonntag

Ich frage mich nur, bei welcher Partei man am Sonntag sein Kreuz machen muss, dass derart OFFENSICHTLICHER Irrsinn (es ist ja nicht der einzige...) endlich aufhört. Europa ja! EU von mir aus auch, aber bitte nicht mehr in ihrer jetzigen Form!

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watch15 23.05.2019, 15:37
11. Tja, so ist das ...

... und dabei ist das Europäische Patentamt ja nur eine Behörde in Deutschland. Da gibt es noch ganz andere Einrichtungen. Neben dem monatlichen Steuervorteil dann noch die Pensionsansprüche ... da kann Otto-Normal-Beamter hier wirklich nur mit den Ohren wackeln. In meinen Augen ein weiteres, schönes Beispiel für den Selbstbedienungsladen EU mit der Doppelzüngigkeit (zum Thema Steuergerechtigkeit) ihrer Funktionäre. Rechnet man dann noch bei den 750 Abgeordneten diejenigen dazu, die 365 Tage Sitzungsgelder im Jahr abrechnen (siehe Herr Schulz!) dann weiss man als Steuerzahler doch gleich, dass die Abzüge gut untergebracht werden. Sich dann noch über die EU-Verdrossenheit und -Frustration der Bürger wundern ... ist schon ziemlich naiv. Allerdings kann sich ja jeder bei einer EU-Behörde bewerben und Nutznießer des Steuersystems werden. Also kein Neid.

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consti92 23.05.2019, 15:39
12. Abgrund der Dummheit

Wie Max Liebermann schon sagte: "Ich kann nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte". Hätten Sie, Herr Fleischhauer, auch nur ein Jota journalistische Integrität, dann hätten Sie angemerkt, dass das Europäische Patentamt nichts (GAR NICHTS) mit der EU zu tun hat. Aber vielleicht wäre das zu viel Rechercheaufwand gewesen (1 Minute auf Wikipedia). Angestellte internationaler Organisationen zahlen übrigens generel keine Einkommenssteuer und das weltweit, nicht nur in Deutschland. So bleibt nur ein schlecht recherchierter Artikel. Danke für diese journalistische Sternstunde

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Le Commissaire 23.05.2019, 15:39
13.

Zitat: "Sobald die Wahl vorbei ist, sollten sie in Brüssel mal über die Besteuerung beziehungsweise Bezahlung ihrer Mitarbeiter nachdenken, wäre mein Rat."

Das wird nie geschehen! Genau so wenig wird der zweite Standort des EU-Parlaments in Straßburg aufgegeben werden (die Franzosen haben etwas dagegen). Wenn eine "Wertegemeinschaft" nicht einmal sochen Unsinn abgeschafft bekommt, kann ich auf sie verzichten.

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fbr_fr57 23.05.2019, 15:39
14. Schlecht / nicht recherchiert

Schade Herr Fleischhauer, Sie polemisieren hier gegen "die Besteuerung der Mitarbeiter Brüssels" herum und wählen ausgerechnet das Europäische Patentamt (EPA) als Beispiel. 5 min Recherche hätte Ihnen verraten, dass letzteres nichts mit Brüssel / EU zu tun hat, sondern auf einem multinationalen Abkommen der Mitgliedsstaaten des Europ. Patentübereinkommens (umfassend u.a. Schweiz, Norwegen und Türkei) beruht. Merke: Europäisch ist nicht immer gleich die vielbescholtene EU, sondern es sind die Mitgliedsstaaten, die die fiskalischen Rahmenbedingungen des EPA festlegen. Tiefschlag, ist aber ja auch nur ein "opinion piece."

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Veritas123 23.05.2019, 15:39
15. Leider unwahr

Ich bin es durchaus gewohnt, dass Artikel über die EU von Halb- und Unwahrheiten nur so strotzen. Das Außmaß des Unwissens, das in diesem konkreten Artikel zum Ausdruck kommt, macht mich jedoch sprachlos. Zum einen gibt es einen guten Grund, warum EU-Beamte keine nationale Steuer zahlen - sie zahlen nämlich ihre Steuer direkt an die EU - der Spitzensteuersatz ist hier übrigens 45% und es gibt keine Abschreibungsmöglichkeiten wie im nationalen Steuerrecht. Zum anderen ist es bezeichnend, dass als Beispiel für die verwöhnte EU-Bürokratie das Europäische Patentamt als Beispiel herangezogen wird. Vielleicht sollte man dem Autor mal erklären, dass das Europäische Patentamt gar keine EU Behörde ist (nicht alles, was "Europa" im Namen hat, ist auch eine EU-Behörde). Er hätte auch die Gehälter bei Goldman Sachs als Beispiel nehmen und es der bösen EU in die Schuhe schieben können. Die offensichtlich völlig fehlende Recherche ist auch für einen Kommentarartikel unwürdig. Das würde man allenfalls bei einem privaten facebook-post erwarten.

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Le Commissaire 23.05.2019, 15:41
16.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Herr Fleischhauer, anstatt nach unten zu treten sollten sie an ihrem Gehalt arbeiten.
Jemand mit einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro und einer Steuerlast von 13,5% ist für Sie "unten"? Wo leben Sie eigentlich?

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gula19 23.05.2019, 15:41
17. Konsequenz daraus?

Also ich ziehe eine andere Konsequenz aus diesem unakzeptablen Zustand. Fuer mich sind die Parteien im EU Parlament die derartige Skandale, wie auch die der Ueberbezahlung der EU-Abgeordneten, seit Jahrzehnten tolerieren unwaehlbar. Da ist mir Salvini und Strache noch lieber. Die tun wenigstens etwas fuer ihre eigene Bevoelkerung.

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thorstenwege 23.05.2019, 15:41
18. Verständlicher Aufruf. Aber der Sachlage entbehrend

So verständlich die Forderung auch ist, dass Angestellte von EU-Institutionen, Diplomaten und anderen Expats Steuern zahlen sollen, sie entbehrt einer sachlichen Grundlage. Wie der Autor richtig schreibt, ist der Wohnort (ein Tag mehr als die Hälfte der Tage im Jahr) entscheidend für die Steuerpflicht eines Einwohners. Die genannte Personengruppe hat formal jedoch keinen Wohnsitz in dem Land in dem sie arbeiten. Sie wohnen weder im Herkunftsland (auch faktisch nicht) noch im Arbeitsland (formal juristisch). Diese Menschen sind auch nicht gemeldet beim Einwohnermeldeamt. Das hat mit der Neutralität des Arbeitgebers zu tun. Im Falle des Patentamtes: die sitzen in DE, AT und NL. Es würde eine Steuerungleichheit zwischen den Angestellten entstehen wenn die jeweiligen Länder besteuern dürften. Außerdem: In Belgien sind natürlich die meisten EU-Angestellten ansässig. Also würde Belgien überproportional profitieren und würde der Streit um die Vorteile einen EU Amtssitz in den eigenen Grenzen zu haben, noch viel stärker. Deshalb sind es neutrale Einwohner die ihre Steuern an die EU entrichten. Über die Höhe kann man streiten. Es steht außerdem jedem frei sich dort zu bewerben. Auf den ersten Blick sehr attraktive Bedingungen. Nur sollte man auch bereit sein 80 Std in der Woche zu arbeiten und seine Familie in ein anderes Land zu bringen. Diplomaten wie zb Botschaftsangehörige sind natürlich auch keine Einwohner im Gastland. Sie repräsentieren ihr Heimatland auf Zeit. Die profitieren also auch von Steuerprivilegien.

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archi47 23.05.2019, 15:43
19. Dass die Kommission höchste Gehälter des Ö.D. zahlt,

das war mir bekannt.
Aber dass es darüber hinaus noch diese Steuervermeidung gibt, das haben sie bislang wirklich erfolgreich "geheim" gehalten.
Natürlich gehört sich das schleunigst geändert.

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