Forum: Politik
Europa intim: Alle sind gleich, EU-Beamte sind gleicher
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Sie finden, Sie zahlen zu viel Steuern? Dann heuern Sie doch bei einer europäischen Behörde in Deutschland an. Was die wenigsten wissen: Dort verdient man nicht nur gut, sondern ist auch von der nationalen Steuerpflicht befreit.

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sabaka56 24.05.2019, 17:35
210.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Jeder mittlere Manager in der Autoindustrie verdient erheblich mehr. Das ist der Grund, warum wir in der Regel nur mittelmäßige Politiker haben. Wer wiurklich gut istm tut sich diesen unterbezahlten Kasperkram nicht an. Da liegt das Dilemma. Die immer weiter sinkende Gehaltsspierale kommt in den Köpfen an und heute werden schon mittelmäßige Gehälter als übertrieben dargestellt. Herr Fleischhauer, anstatt nach unten zu treten sollten sie an ihrem Gehalt arbeiten.
Haben Sie eigentlich gelesen um was es in dem Beitrag von Herr F. geht. Ihr Geschreibe ist in diesem Forum am falschen Platz.
Zusätzlich leben sie anscheinend in der falschen Welt. Die mittleren Manager in der A.I. sind nicht die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung.

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conrath 24.05.2019, 17:52
211. Ungenügend

Jeder kann sich über Internet über die Gehaltstabellen der Angestellten und Beamten der EU Institutionen und internationalen Organisationen informieren. Und lesen, dass die Beamten eine interne Steuer zahlen, die den Mitgliedstaaten indirekt wieder üver die Verminderung der Beiträge wieder zugute kommen.

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spontanistin_antwort 24.05.2019, 18:32
212. Bin ja einiges gewohnt, aber das...

...macht mich wirklich sprachlos!

EU-Bedienstete zahlen natürlich Steuern, aber halt an die EU und nicht an einem einzelnen Mitgliedsstaat.

Und im direkten Vergleich mit anderen Expats sind die Gehälter okay, mehr aber auch nicht.

Was andere Steuerprivilegien angeht, wird es viele freuen zu hören, dass es die in Deutschland nicht gibt. Die Niederlande haben genauer nachgerechnet und festgestellt, dass jeder Euro Steuervorteil gut und gerne 100 Euro zusätzliche Einnahmen ins Land bringt, denn die Leute geben das meiste Geld ja vor Ort aus. Für die ist das ein Geschäftsmodell.

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bauern-muenchen 24.05.2019, 18:56
213. @187

Lesen Sie mal Beitrag 186. Das Gleiche, nur etwas anders ausgedrückt.
Ansonsten: im von Fleischhauer vergöttertem kapital-faschistischen System wird Leistung in Produktivität (Output durch Input) berechnet. Wie hoch ist die Produktivität dieses Artikels? Dann empfehle ich doch mal den Artikel über AfD-Pretzell von ihm zu lesen. Eine Aneinanderreihung von Vorurteilen. Für solche Texte benötige ich 5 Minuten. Nein, beim Spiegel werde ich mich nicht bewerben, er ist Teil des Systems. Erkennt man bspw. auch daran, dass von der "Ibiza-Affäre" anstatt von der "FPÖ-Affäre" geschrieben wird. Wie seinerzeit aus Marketing-Gründen von der "Spiegel-Affäre" anstatt von der "Franz-Josef Strauss-Affäre" geschrieben wurde.

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Aberlour A ' Bunadh 24.05.2019, 22:20
214. Fleischhauer, übernehmen Sie? Man fasst es nicht!!!

Zitat von Lok Leipzig
Thema verfehlt: Herr Fleischauer hat nicht kritisiert, dass seine Bekannte zuviel oder zuwenig verdient, er hat kritisiert, dass sie wie alle anderen EU-Bediensteten keine oder zu wenig Steuern zahlt. Das ist der Punkt und dieser Zustand ist ungerecht. Warum soll die gering verdienende Kassiererin im Supermarkt für die Steuerprivilegien der meist hoch dotierten EU-Mitarbeiter zahlen? Was ist eigentlich mit den Diäten und Sitzungsgeldern der EU-Parlamentarier? Zahlen die etwa auch keine nationalen Steuern? Fleischhauer, übernehmen Sie!
Zum hunderttausendsten Mal: seine Bekannte IST KEINE EU-BEDIENSTETE. Das europäische Patentamt ist keine EU-Institution.
Und bei tatsächlichen EU-Beamten wird Steuerzahlung als Bestandteil der Beamtenbesoldung gegengerechnet. Was muss eigentlich noch passieren, damit Leute wie Sie das verstehen? Mir fehlen die Worte.

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jneuss 25.05.2019, 08:34
215. Europa - eine Insel?

Ob es eine gute Idee ist, wenn ein europäischer Erstwähler und bekannter Journalist in einem vielgelesenen Presseorgan kurz vor der Wahl gegen diejenigen polemisiert, die sich täglich für eben diese EU einsetzen, sei dahingestellt. Aber Pressefreiheit ist ein hohes Gut und muss verteidigt werden. Dem steht aber auch eine Verpflichtung entgegen, richtig und vollständig zu recherchieren. Hier hat der Verfasser auf ganzer Linie versagt.
Ich arbeite bei der EU. Und, ja, das Einkommen ist in Ordnung. Wäre ich allerdings in der Kanzlei geblieben, in der ich zuvor gearbeitet hatte und hätte nationale Steuern gezahlt, dann wäre ich jetzt wirklich reich.
Ja, die Steuer wird an die Institution gezahlt. So steht es in den Verträgen von Rom. Und das macht auch Sinn, wenn eine (jede) supranationale Organisation die Aufgabe hat, Mitarbeiter aus vielen unterschiedlichen Rechtssystemen zu rekrutieren. Die im übrigen auch nicht den nationalen Sozialsystemen unterliegen (was einst meinen Vater davon abhielt, zur EU zu gehen).
Ja, der Steuersatz ist niedrig, im Vergleich zu manch anderen nationalen Steuern. Aber es kann auch nichts abgesetzt werden. Keine Tricks. Die Bierdeckelsteuer, die Friedrich Merz gerne hätte. Ach ja, und Zins- Dividenden- oder Mieteinkünfte müssen natürlich dort versteuert werden, wo sie entstehen, das Steuerprivileg gilt nur für das Einkommen aus dem Einsatz für Europa. Und der, Herr Fleischhauer, ist, so wie überall, wo Menschen sich für ihre Arbeit engagieren, durchaus anstrengender, als einmal alle fünf Jahre für die europäische Idee wählen zu gehen.

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vera gehlkiel 25.05.2019, 14:27
216. @Ein_denkender_Querulant

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Jeder mittlere Manager in der Autoindustrie verdient erheblich mehr. Das ist der Grund, warum wir in der Regel nur mittelmäßige Politiker haben. Wer wiurklich gut istm tut sich diesen unterbezahlten Kasperkram nicht an. Da liegt das Dilemma. Die immer weiter sinkende Gehaltsspierale kommt in den Köpfen an und heute werden schon mittelmäßige Gehälter als übertrieben dargestellt. Herr Fleischhauer, anstatt nach unten zu treten sollten sie an ihrem Gehalt arbeiten.
Wenn Sie in der Tat ein hochdotierter Automanager wären, würden Sie öffentliche Beleidigungen der Steuerzahler*innen und ihrer gewählten Repräsentant*innen schon aus Gründen der "Corporate Identity" unterlassen. Dass ein hohes Salär (ich "riskier" diesen Satz mal, obzwar er wg. Differenzierung die Chance, unter einem Fleischhauer-Beitrag auch zu erscheinen, nicht verbessert) automatisch besseres "Output" unter Leistungsgesichtspunkten bringt, ist insofern nur ein Mythos, insofern es den Menschen bei Lohnkonkurrenz eher um den direkten Nahfeldvergleich (keine These, soziologischen Fakt) geht. Natürlich ist die deutsche Autoindustrie in Wahrheit in einer Art und Weise protektionistisch abgefedert, dass die Verwendung des Begriffs "Marktwirtschaft" schon fast einer Verhonepipelung gleichkommt. Machen die andern aber auch, insoweit OK. Gäb es jedoch diesen "Kasperkram" nicht, würden echte Manager der Branche zu solchen "Hire-and-Fire" -Kautelen arbeiten, wie sie Elon Musk bietet. Und die Zuverlässigkeit hinsichtlich erwartbarer Prämien läge in Bereichen, wie sie selbstherrliche russische Präsidenten von Drittligavereinen, "Marke Ponomarev", aufbieten. Also, wenn Sie wirklich mittlerer Automanager sind, singen Sie jeden Morgen mit ihren Kindern das "Danke-Lied", bevor sie ins Büro fahren...

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Acalot 25.05.2019, 22:12
217. Eigentlich logisch.....

Es ist doch eigentlich eher die Herangehensweise der Staaten unsinnig, denn welche Logik hat es zuerst Leuten (Beamten) das Gehalt auszuzahlen nur damit die dann davon wiederum eine bestimmte Summe an den Staat zurückführen. Man sollte Beamtengehälter generell von der Steuer befreien und dafür einfach niedrigere Gehälter zahlen, denn das die rechte Hand auszahlt was die linke dann wieder einkassiert ist doch völlig unsinnig.

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Berliner42 03.06.2019, 14:30
218.

Zitat von Acalot
Es ist doch eigentlich eher die Herangehensweise der Staaten unsinnig, denn welche Logik hat es zuerst Leuten (Beamten) das Gehalt auszuzahlen nur damit die dann davon wiederum eine bestimmte Summe an den Staat zurückführen. Man sollte Beamtengehälter generell von der Steuer befreien und dafür einfach niedrigere Gehälter zahlen, denn das die rechte Hand auszahlt was die linke dann wieder einkassiert ist doch völlig unsinnig.
Es ist keineswegs unisnning, denn sonst finge die Steuerprogression für Beamte bei ihren sonstigen Enkünften bei Null an.

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