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Europa-Rede: Cameron kündigt Abstimmung über EU-Mitgliedschaft an
DPA

Die Briten sollen 2017 über ihren Verbleib in der EU entscheiden. Premierminister David Cameron plädiert in seiner Grundsatzrede zum Thema Europa für ein Referendum über die Mitgliedschaft in der Staatengemeinschaft - und warnt vor einem Scheitern des europäischen Projekts.

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neuesausderanstalt 23.01.2013, 09:10
100. Wieso lassen wir uns länger von

unseren Politikern und Euro-Fanatikern auf die falsche fährte führen ?! **** Die Engländer - allen Nigel Farage - haben doch vollkommen recht. Es wird nichts mit die Vereinigten Staaten von Europa - kann es nicht, aufgrund der vielen Sprachen, Kulturen und Mentalitäten. Auch wirtschaftlich kann es nicht funktionieren. Wir können es doch selbst beobachten, wie sich bereits jetzt eine Spaltung vollzieht. Eine EWG wäre doch vollkommen ausreichend - wir , als Bürger, müssen doch nicht irgendwelche Allmachtswünsche einiger Politiker erfüllen. Die Bürger interessieren die Herrschaften in Brüssel - von niemanden gewählt - doch überhaupt nicht. Es wird Zeit endlich die Realitäten wie Nigel Farage zu erkennen. Der wird Cameron noch Beine machen. Schönen Tag.

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diwoccs 23.01.2013, 09:13
101. Ja

Zitat von Medienkenner
Wird Zeit, daß auch in Deutschland abgestimmt wird.
Über die Rückgabe der DDR an die Russen ? Ich stimme mit ja.
Wurden wir Bundesrepublikaner gefragt, ob wir die " Wiedervereinigung" wollten ?

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celino 23.01.2013, 09:14
102. Vorteile

Zitat von kanzlerkandidat
Die Briten sollen nicht so lange warten, sie sollten jetzt abstimmen. Der Verbleib der Briten in EU ist ja davon abhängig ob EU ein Reichen Klub ist oder die arme Südeuropa auch ein Stück vom Kuchen abbekommt, so lange es für Briten Vorteilhaft ist wollen sie ja natürlich in EU bleiben. Das geht so nicht immer nehmen, wenn die Briten nicht geben wollen dann sollten sie heute gehen.
Wenn es um die Betrachtung der Vorteile geht, stehen die Briten wahrlich nicht alleine. Trotz pathetischer Parolen ("europäische Vision", "großartiges Friedensprojekt" usw.) standen und stehen die nationalstaatlichen Interessen im Vordergrund. Bei Frankreich waren es wirtschaftliche und politisch-strategische Gründe. - Sehr aufschlussreich hier analysiert:
France's Strategy | Stratfor

Für die Südländer ging es vor allem um Geld, für Osteuropa um Geld und einen gewissen Schutz vor immer noch misstrauisch beäugten russischen Machtgelüsten

Für Großbritannien ging es um freien Handel, aber auch um Einfluss auf die Machtverteilung bzw. das Machtgleichgewicht auf dem europ. Kontinent. Dabei sein, um für GB nachteilige Entwicklungen zu verhindern und dabei ein möglichst wenig Einsatz zu opfern war hier der Antrieb. Wer sich ein wenig mit den langfristigen Grundzügen britischer Außenpolitik befasst hat, dürfte nicht überrascht sein.

Auf ihre Art haben die Briten von Anfang an ehrlich gespielt. Sie haben nie damit hinter dem Berg gehalten, dass britische Interessen für sie im Vordergrund standen und dass die EU vor allem ein Vehikel zu deren Sicherung war - so wie bei allen anderen auch !

Für die EU-Granden dürften die britischen Störfeuer ein Tritt vor's Schienenbein sein. Inzwischen wäre Barroso wohl entzückt von einem EU-Austritt GB's. Damit wäre das große Deutschland überwiegend von süd-affinen Freunden umgeben, unter deren Mehrheit Deutschland endgültig politisch/wirtschaftlich untergeht.

Ein EU-Austritt Großbritanniens wäre eine maßgebliche Schwächung Deutschlands im europäischen Machtgefüge.

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die-dicke-aus-der-uckerm. 23.01.2013, 09:14
103. 2017 ?

Zitat von sysop
Die Briten sollen 2017 über ihren Verbleib in der EU entscheiden. Premierminister David Cameron plädiert in seiner Grundsatzrede zum Thema Europa für ein Referendum über die Mitgliedschaft in der Staatengemeinschaft - und warnt vor einem Scheitern des europäischen Projekts.
Dann ist das alles nur populistisches Gewäsch um bei der kommenden Wahl nicht eine Klatsche einzufangen.

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washington.mayfair 23.01.2013, 09:15
104.

Zitat von Karaja
besser gleich morgen abstimmen und übermorgen die Schotten, die kommen dann wieder zurück.
Was soll die Häme? Ich finde es gut, wenn die eigene Bevölkerung gefragt wird, wie sie es denn gerne haben möchte. Die Briten sind zumindest EU Kritisch. Auch die Bevölkerung.
Und dann, je nach dem wie die Abstimmung ausgeht, werden sie mit dem Ergebnis leben müssen. Das kann man aber dann sehen.
Selbstbestimmung kann nie verkehrt sein.

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aramis50 23.01.2013, 09:16
105. So sollte es sein!

Wenn das Volk der Souverän sein soll ist es nach einem gesunden
Demokratieverständnis logisch das man ihn fragt!

So etwas haben wir in Deutschland allerdings nicht, als bitte nicht
neidisch kommentieren wenn man nur ein Abnicker, ohne persönliches
Rückrat gewesen ist!

Wie alles enden wird weiß keine!

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rnauner 23.01.2013, 09:17
106. Liebe Leut' da habt ihr (hier im SPON-Forum)

das wesentliche nicht erfasst:

Ab 2015 (nach der Wahl) will Cameron mit der EU über weitere Thatcher-Handtaschen verhandeln - vulgo: noch mehr britische Privilegien. Und zwar immer mit der Drohung dass ja 2017 ein Referendum erfolgen würde.

D.h. was Cameron wirklich will ist weiterhin die Vorteile der EU für Small Britain und noch einige mehr um dann 2017 zu den Schnöseln (Bankstern) sagen zu können, seht doch was ich ausgehandelt habe, habe ich doch immer gesagt, dass ich in der EU bleiben will.

Was Cameron wirklich betreibt ist schlimmster Imperialismus wie anno 19. Jahrhundert - nur hat er noch nicht geriffen, dass im und nach dem 2. Weltkrieg aus Great eben ein Small Britain geworden ist.

Sean Connery übernehmen sie (und zwar nicht nur den schottischen Whisky) und am besten sollten die Iren (Republik) nur noch dann Unterstützung von der EU bekommen, wenn sie die Briten aus dem Norden ihrer Insel rausschmeißen - es ist an der Zeit den Hagestolzen die Unterseite der Inseln zu zeigen.

Womit Cameron übrigens noch kalkuliert: in vier Jahren, also 2017, wird in den USA ein neuer Präsident gewählt, der dann nicht mehr Obama heißen wird. Und die vollkommen beknackten sog. Republikaner sind sicher dazu in der Lage während der Verhandlungen zwischen Small Britain und der EU zusätzlich mit dem Zaunpfahl 51. Bundesstaat zu fuchteln, was den Verhandlungen nochmal etwas mehr Schwung geben würde - nur hat Cameron schlicht nicht begriffen, dass die USA gar kein Interesse an Small Britain haben, weil sie lieber mit dem (vermeintlichen) Great Europe zu tun haben wollen.

Liebe Engländer, tut euch selbst den Gefallen, schiebt die Tory-Deppen in die Nordsee und schiebt die Lackaffen von Windsors gleich hinterher, dann könnt ihr so um die 8-9 Mrd. Pfund einsacken und ne schöne Fete machen - bringt wesentlich mehr als alle Verhandlungen mit der EU!

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sprücheklopferklopfer 23.01.2013, 09:17
107. optional

Es hat schon seinen Grund, dass das Grundgesetz so geschrieben ist, dass nicht jede Hilde und jeder Helmut über Dinge abstimmen sollen, die sie nicht verstehen.
Es reicht schon, dass jede Hilde und jeder Helmut wider besseres Wissen hier seinen Mentaldurchfall absondern kann...

Das trifft auch für GB zu....ein reiner Populismus, um britische Ressentiments zu nutzen. Wobei diese Linie nicht neu ist, bereits Thatcher und die Premiers der 60er/70er taten alles für eine Unterwanderung...

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fridericus1 23.01.2013, 09:17
108. Das Problem der EU ...

... oder besser eines von vielen (aber ein gravierendes) ist die Ablehnung des Konstruktes von großen Teilen der europäischen Bevölkerung - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die einen glauben, sie würden ausgesaugt, die anderen, sie seien Zahlmeister, wieder andere, sie würden Ihrer Souveränität beraubt. Und das schlimmste: Recht haben sie mit Blick auf aktuelle massive Fehlentwicklungen in der EU alle. Trotzdem gibt es zur Idee der friedlichen Koexistenz in Europa mit freiem Handel und offenen Grenzen keine wirkliche Alternative.

Also stehen die Politiker vor dem Problem, gegen den Willen großer Teile ihrer Wähler etwas umsetzen zu müssen. Die Versuchung, zum Zwecke der Wiederwahl die Austrittskarte zu ziehen, ist groß. Cameron konnte ihr nicht widerstehen und hat jetzt das Riesenproblem, beim Wort genommen zu werden. Die Verschiebung der eigentlich versprochenen Volksabstimmung auf 2017 ist ein Versuch, aus dieser Falle rauszukommen. Er weiß genau, das saldiert die Risiken für sein Land bei einem Austritt viel größer sind als die möglichen Vorteile. Was will er denn aus Großbritannien außerhalb der EU machen - ein Steuerparadies für Investmentzocker mit abgeschotteten Grenzen? Das mag für die Schweiz funktionieren, aber auch die stehen mittlerweile mit dem Rücken zur Wand.

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disiz84 23.01.2013, 09:18
109. Wie

stellen Sie sich dann die EU vor? Die EU ist schon heute dermassen schwach und peinlich, wenn jetzt auch noch die Engländer austreten ist bald Schluss. FR und IT sind schon nicht mehr zahlungsfähig und der Rest ist relativ unbedeutend, klein oder komplett pleite. Deutschland ist nicht mal in der Lage militärische Hilfe zu leisten, da sind dann die Briten wieder gut genug. Und würde man in DE eine Abstimmung über einen Austritt machen, wäre dies äusserst knapp, glaubt man vielen Umfragen wäre DE nach einer Abstimmung nicht mehr dabei.

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