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Europa-Referendum: EU-Gegner treiben Cameron in die Enge

In Brüssel wird David Cameron vom französischen Präsidenten*gerüffelt, daheim in Großbritannien probt seine Europa-skeptische Fraktion den Aufstand. Der Premier macht eine äußerst unglückliche Figur, es gibt nur einen Ausweg für ihn.

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tromsø 24.10.2011, 18:48
1. Fraktionszwang toll

Zitat von sysop
In Brüssel wird David Cameron vom französischen Präsidenten*gerüffelt, daheim in Großbritannien probt seine Europa-skeptische Fraktion den Aufstand. Der Premier macht eine äußerst unglückliche Figur, es gibt nur einen Ausweg für ihn.
Toll finde ich, dass man rausfliegt, wenn man als Minister dagegenstimmt. Das nenne ich gelebte Demokratie

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marcaurel1957 24.10.2011, 18:58
2. Reisende soll man nicht aufhalten

Ich mag England und fühle mich bei meinen Besuchen dort sehr wohl

Trotzdem hat Szarkosy völlig recht, wenn er sagt, daß die gegenwärtige Diskussion die Sache der Eurogruppe ist und englischer Rat nicht benötigt wird.

Im übrigen kann England gern aus der EU aussteigen, denn so sehr ich da Land und die Menschen schätze, Saboteure braucht niemand.

Es wird zwar einige Zeit dauern, aber irgendwann wird England begreifen, daß es ein kleines Land an der Pheriepherie Europas ist, das in keiner Hinsicht irgendewtas besonders darstellt.

Das Empire ist Geschichte, man muß entscheiden, ob man Europa mitgestalten will oder zur amerikansichen Kolonie mutieren möchte

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lorenz_meier 24.10.2011, 19:00
3. Nur zu!

Ein Austritt Grossbritanniens aus der EU wäre das vernünftigste was das Land tun könnte. Die europäische Integration ist nicht gottgegeben, und das aktuelle Gebahren der Eurokraten und Länderregierungen ist höchstens peinlich...von fehlender Legitimität ganz zu schweigen.

Die EFTA als wirtschaftlich motivierte Freihandelszone würde eine ausbaufähige Platform für eine europäische Zusammenarbeit bieten welche jedem Land seine politischen Freiheiten lässt und pragmatisch die Handelshindernisse beiseitigt. Politische Strukturen wie "Brüssel" und "Strassbourg" sind so überflüssig wie ein Kropf, vor allem wenn sie jegliche rechtsstaatlichen Prinzipien wie Gewaltentrennung, Subsidiarität, Verantwortlichkeit und Legitimität ignorieren.

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wwwwebman 24.10.2011, 19:04
4. jetzt auf die richtige seite stellen!

der euro ist am ende - wenn das nicht bald anerkannt wird und die richtigen konsequenzen gezogen werden, reißt er die "europäische freundschaft" mit in den abgrund!

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diamorphin 24.10.2011, 19:11
5. Amüsant

Wie der Begriff "Abweichler" wiedermal verwendet, in dem Artikel hier für jene britische Abgeordnete, die der EU skeptisch gegenüberstehen.

Allein der Begriff macht klar, wie der Hase läuft, nicht nur in Deutschland sondern beinahe weltweit: Es gibt nicht sowas wie eine Entscheidungsfreiheit für die jeweiligen Parlamentarier. Wer nicht mitmacht und nicht so wählt/abstimmt wie die Eurokraten es gerne hätten, wird massiv unter Druck gesetzt, sowohl von der eigenen Regierung wie auch von den Medien usw.

Früher war man Dissident, Staatsfeind o.ä. heute ist man halt ein "Abweichler". Aber das ist bloss ein anderer Begriff für das und ich denke zudem, das Ende wird sein wie immer - jene die unliebsam sind, weil sie nicht zu Marionetten der Regierung geworden sind, werden früher oder später kaltgestellt. Entweder auf friedlichen oder nicht sooo wahnsinnig friedlichen (dominique strauss kahn z.B.) Wegen...

Freundliche Grüsse aus CH
diamorphin

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Baikal 24.10.2011, 19:15
6. Eine selbst gestellte Falle..

Zitat von sysop
In Brüssel wird David Cameron vom französischen Präsidenten*gerüffelt, daheim in Großbritannien probt seine Europa-skeptische Fraktion den Aufstand. Der Premier macht eine äußerst unglückliche Figur, es gibt nur einen Ausweg für ihn.
.. und das wird allen passieren, die Politik allein als taktisches Manöver zum Machterhalt begreifen und keine strategische Planung kennen. Das wird auch Merkel - hoffentlich bald - den Hals brechen, der kurze Franzose ist schon so gut wie weg und Camerons Dreamteam wird folgen.

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harzvier 24.10.2011, 19:16
7. endlich Basisdemokratie!

Man kann den Briten nur dazu gratulieren, dass ihr politisches System noch nicht so stromlinienförmig ist wie im Rest Europas.
Eine Volksabstimmung über die EU-Zugehörigkeit finde ich sehr gut.Ich hoffe dabei auf die Briten. In Deutschland wurde und wird uns ein Referendum über die eigene Zukunft leider vorenthalten. Ich hoffe, dass man sich das in England nicht gefallen lässt. Die EU ist nicht demokratisch legitimiert und somit einer Identifikation nicht würdig. Mitbestimmung wird verwehrt, Finanzierung hingegen erzwungen.Ich wünsche mir deshalb eine wählbare EU-kritische Partei in Deutschland.

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bombi_22 24.10.2011, 19:17
8. C'était un homme intélligent.. le General

Für England werden wir immer "The Continent" bleiben. Etwas, in dessen Angelegenheiten man sich (aus alter Gewohnheit) laufend einmischt, das man jedoch im Grunde des Herzens verachtet, ebenso wied die gemeinsame Institutionen und "last but not least" die Währung. In den letzten Jahren kam es selten dazu, aber wer würde auch nur eine Sekunde zweifeln, wie die Entscheidung ausgeht, wenn Großbritannien sich je in einer echten Schicksalsfrage zwischen den "American Cousins" und "The Continent" entscheiden müsste. Meine Ansicht: Reisende soll nan nicht aufhalten, dann aber bitte mit allen Konsequenzen - inklusive Visumspflicht für den Besuch im französischen Zweitwohnsitz (man kann ja Schotten und Waliser ausnehmen :-) ). Im letzten "Economist" ist zu lesen, dass die Anti-EU Hardliner planen, sich im Fall des Austritts den freien Zugang zu Europas Märkten mit Hilfe der WTO zu erstreiten. Ich wünsche ihnen dann ähnlichen Erfolg dabei, wie er den afrikanischen Staaten derzeit hinsichtlich ihrer Agrarprodukte beschieden ist.

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chrimirk 24.10.2011, 19:23
9. GB verlässt die EU und keiner weint nach!

GB ist einer der Großen in der EU, der ständig und besonders durch Querulantentum auffiel. Dabei ist doch die EU Mitgliedschaft keine Pflicht. Jedes Land kann doch jederzeit den Klub verlassen.
Und die anderen können endlich aufatmen und sich konstruktiver Arbeit zuwenden.
Und in London können die Briten ein Zentrum alle dieser modernen Finanzagenturen, Investmenterfinder, Leerverkäufer u.ä. werden/bleiben/ausweiten.
Viel Spass. Und Tschüss.

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