Forum: Politik
Europa und die Nato: Macron hat recht
Ludovic Marin/ REUTERS

Frankreichs Präsident hat der Nato den Hirntod attestiert, die Empörung ist groß. Doch tatsächlich ist Macrons Analyse richtig. Europa muss endlich die Konsequenzen aus Trumps Politik ziehen.

Seite 1 von 12
sven2016 08.11.2019, 19:04
1. Dass eine NATO ohne die USA und im

Konflikt mit der neo-ottomanischen Türkei sinnlos ist, lässt sich nicht leugnen.

Nur: Was wäre eine Alternative? Due Europäische Verteidigungsgemeinschaft? Mit einem Vorlauf von 15-25 Jahren und sehr viel Geld, vielleicht.

Es fehlt wenigstens ein Konzept für die Zeit bis dahin. Das hat auch Herr Macron noch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bigroyaleddi 08.11.2019, 19:09
2. Na endlch dürfen wir Foristen das auch kommentieren

Und die Äußerungen von Macron sind leider, leider absolut richtig. Die Hinweise im Artikel auf die derzeiten USA und die Türkei sind mehr als berechtigt. Wer solche Partner hat, braucht sich keine Feinde mehr zu suchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bigroyaleddi 08.11.2019, 19:12
3. Und das ist der springende Punkt

Zitat von sven2016
Konflikt mit der neo-ottomanischen Türkei sinnlos ist, lässt sich nicht leugnen. Nur: Was wäre eine Alternative? Due Europäische Verteidigungsgemeinschaft? Mit einem Vorlauf von 15-25 Jahren und sehr viel Geld, vielleicht. Es fehlt wenigstens ein Konzept für die Zeit bis dahin. Das hat auch Herr Macron noch nicht.
Wir müssen hier in Europa eine europäische Armee hinkriegen, sonst wird das - äh - ein wenig schwierig ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wi_hartmann@t-online.de 08.11.2019, 19:14
4. Die Wahrheit gesagt

Die NATO diente bisher nur den Eigeninteressen einzelner Mit-
glieder insbesondere der USA.
Die Türken bestätigten dies ganz eindeutig und interessieren
sich in keiner Weise über das Lamento des Diskutierclubs
NATO.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
macarthur996 08.11.2019, 19:16
5. Europa

wir sind Menschen, wir sind Europäer. das Erste ist klar, das Zweite ist wie wir es sehen. Die Mehrheit der Deutschen ist für ein starkes Europa. Die Europäische Wirtschschaft ist die stärkste. unsere Angelegenheit ist, können wir uns zusammenraufen, so grob das auch tönt, doch darum geht es. Deutschland und Frankreich machen das gut und die kleineren Staaten unterstützen das, weil sie auch davon profitieren. es sieht im Moment nicht schlecht aus und wenn es anti-Europa Meckerer gibt, wie auch hier im Forum, ist das Ihre Sicht und ihr Problem

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widderfru 08.11.2019, 19:16
6. Gut das es den gibt

Gebe es doch mehr Politiker dieses Formats! Das ewige Geschwafel, das Katzbuckeln vor Trump und seinen Vasallen,
ist kaum erträglich. Der denkt an Gorbi, von "D"-Regierungspolitikern nichts. Eine solche Führungskraft fehlt in "D"!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nnam 08.11.2019, 19:17
7.

Endlich der längst fällige Beitrag eines unabhängigen führenden Poitikers der EU! Holt Russland mit ins Boot der EU und schafft eine Zollunion von Lissabon bis Wladiwostok! Über Dialog und Zusammenarbeit hin zu Partnerschaften und Frieden! s.a. "Ein Volk mit Visionen lebt auf! Deutsch-Russisches Pilotprojekt für den Frieden" Luther-Verlag.de

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kahabe 08.11.2019, 19:18
8. Allons enfant!

Lasst uns also eine Armee der EU installieren. Kanada und die USofDT sind da nicht mehr dabei. Ach ja, und Kleinbritannien zu Europas Wohl auch nicht. Die OTAN ist obsolet. Schöner Traum für die Weltbedeutung. Und
einen Aufstand in der Assemblée nationale auslösend. Bei Républic en Marche.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 08.11.2019, 19:19
9.

Na klar hat Macron Recht. Das will aber hierzulande keiner hören. Deutschland ist von seinem Weltkriegstrauma über einen weltfremden Pazifismus in eine selbstgefällige Passivität geschlittert. Man ist auf die USA angewiesen, weil sie uns einerseits vor den Folgen unserer eigenen Naivität schützen und andererseits Jemanden zum Kritisieren geben wenn unsere eigene Untätigkeit auch nichts besser macht.

Europa insgesamt braucht die NATO aber nicht (mehr), also kann man sie auch sterben lassen. Tatsächlich ist es in unserem Interesse uns von den USA abzunabeln, deren Politikvehikel die NATO ist und die ja gerne mal andere Interessen haben als wir. Wir sollten zu Washington die selbe gesunde Distanz halten wie zu Moskau oder Peking. Man kann ja immer noch zusammenarbeiten, wenn sich die Interessen überschneiden. Doch als Führungsmacht für Europa sind die USA weder moralisch noch in puncto Kompetenz tragbar - selbst wenn der orangene Irre bald nicht mehr im Weißen Haus sitzen sollte.

Aber wie gesagt: gerade für Deutschland wird es sehr unbequem. Nicht so des Geldes wegen - wenn wir das über die EU machen, sparen wir wahrscheinlich eher noch weil wir Redundanzen eliminieren, Forschungsressourcen bündeln, und beim Einkauf kräftig Mengenrabatt einfordern können. Aber politisch wird das - trotz aller Notwendigkeit und Vorteile - schwer zu verkaufen und verdauen sein: selbst mit führen, selbst Entscheidungen treffen, selbst für die Konsequenzen die Schuld bekommen. Und nicht mehr zurücklehnen, sagen "macht mal!" und anschließend dann "das habt ihr aber alles falsch gemacht!".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12