Forum: Politik
Europa und die Türkei: Die Angst vor Erdogans Antwort
AP

Die EU könnte die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei stoppen und Milliardenhilfen einfrieren. Doch bisher schreckt man vor harten Schritten zurück - auch aus Sorge vor der Reaktion Erdogans.

Seite 1 von 20
warkeinnickmehrfrei 23.07.2016, 07:14
1. Erdogans Antwort ?

Was soll er denn antworten ? Die Türkei ist zu 100% abhängig vom Zugang zu den Europäischen Märkten und vom stetigen Zufluß von ausländischem Kapital. Hierzu reicht ein Blick auf die Kennzahlen der türkischen Wirtschaft und der Hinweis wie das Land zum Beispiel seine dringend notwendigen Energieimporte finanziert. Sollte die EU sich aus irgendeinem Grund dazu entschließen den Zugang türkischer Exporteure zu den Märkten zu erschweren oder zu verhindern, gehen in Ankara 4 Wochen später die Lichter aus und die Türken wegen Massenarbeitslosigkeit auf die Strasse. Das sogenannte Erdogansche Wirtschaftswunder ist ein mit Fremdmitteln finanziertes potemkinsches Dorf. Das BIP der Türkei ist bei aller heissen Luft aus Ankara nicht grösser als das der kleinen Niederlande.
Bekommen die Investoren Bedenken und beginnen ihr Kapital abzuziehen und bleiben die Aufträge aus dem Ausland , die die türkische Exportindustrie am Laufen halten aus, bricht die Türkei zusammen wie ein Kartenhaus und findet sich in einer Liga mit Venezuela. In diesem Zusammenhang sind die Bemühungen der Türkischen Zentralbank vom Wochenende zu sehen und auch die Äusserungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten dienen nur der Beruhigung der Investoren. Soviel dazu, wer hier auf wen Druck machen kann. Alles andere ist nur der politischen Feigheit in Berlin und Brüssel geschuldet.

Beitrag melden
K:F 23.07.2016, 07:17
2. Lieber ein Ende mit Schrecken

als ein Schrecken ohne Ende. Gegen Erdogan die EU und MErkel schon gar nichts machen. Erdogan wird die Flüchtlinge nach Europa schicken, denn nächstes JAhr sind Wahlen. Er ist angefressen und sint auf Rache. Erdogan empfindet alle Kritik als persönlichen Affront und Einmischung in die inneren Angelegenenheiten der Türkei. Erdogan definiert Demokratie anders, als es die Granden der europäischen und deutschen Politikelite gerne hätten. merkel hat sich in ihrem Türkendeal mit dem Falschen eingelassen.

Beitrag melden
warlock2 23.07.2016, 07:28
3. Was für Leute gehören in eine Regierung?

Spinner, die sich selbst inszenieren wollen oder welche die wissen was sie tun. Welche Leute werden in deiner Nachbarschaft mehr respektiert? Einer der eine klare Linie fährt oder der, der heute mal so und morgen einmal anders denkt.
Wir alle kennen die Antwort. Erdogan ist kein lieber Junge aus der Nachbarschaft und er wird auch keiner und wenn Europa nicht bald eine fähige Regierung bekommt, ist das schöne Leben zu Ende.

Beitrag melden
Sal.Paradies 23.07.2016, 07:34
4. Erpressern gibt man nicht nach

Glauben die Redakteure eigentlch selber was sie da schreiben? Diese Leute behaupten ohne Unterlass, dass gegen aufkommenden Diktatoren wie Erdogan nicht wirklich was unternommen werden könnte, weil ja...bla..bla..bla..! Es wird immer ein Grund gefunden, warum alle in Schockstare verharren müssen und man faktisch erpressbar ist. Wenn dies so wäre, dann können wir, also die EU, den Laden sowieos komplett dicht machen. Dann kann Erdogan dieselbe Karriere wie z.B. Kim Jong-un nehmen, der sich praktischerweise ein ganzes Land Untertan machte. Es wird immer irgend einen Nachteil geben, wenn man mit bestimmten Menschen die Beziehungen abbricht. Das Problem ist ja nur, dass wir dann bald eine Beziehung Erpresser vs. Erpresste haben, welches, je länger es dauert, immer weniger beendet werden kann. Die EU hatte jetzt wieder mehrere Monate Zeit sich ein adäquates Systen wg. Flüchtlingen einfallen zu lassen und es ist wie immer. Da wird ein fataler Deal mit einem Despoten eingegangen und alle sind froh und gehen zur Tagesordnung über, weil das Thema eben so schwierig und anappetiltch ist. Hätte die EU ein Konzept, würde man über so eine Anhängigkeit doch gar nicht sprechen und letztendlich müssen wir eines Tages alle Grenzen dicht bekommen und gleichzeitig ein adäquates Einwanderungssystem gnerieren, weil wir jedes Jahr neue Katastrophen mit neune Füchtlingswellen bekommen werden. Das hört nie auf und jedem Mensch mit Lebenserfahrung sind diese Umstände völlig klar. Erdogan unterwirft direkt vor unserer Haustüre und dann noch als "Beitrittsland" einen ganzen Staat und Politiker/Medien, etc..glauben noch immer daran, dass sie mit einem solchen Menschen verhandeln könnten? Selbst der primitivste B-Movie zeigt doch wie es ist = wer sich erpressen lässt und dies nicht unterbricht, weil er Angst hat etwas zu verlieren, wird auf Dauer noch viel mehr wenn nicht alles verlieren. Wenn die EU Erdogan nicht die Rote Karte zeigt, braucht sie in Zukunft niemandem mehr gegenüber irgend etwas von "Demokratie" erzählen, denn niemand mehr wird sie ernst nehmen...

Beitrag melden
dr_allwissend 23.07.2016, 07:40
5. Mir wird ganz schlecht

wenn ich diesen wiederkehrenden Unsinn höre, dass mab die Türkei für das Flüchtlingsabkommen braucht.

1. Seit die Balkanroute zu ist, kommen kaum noch welche auf diesem weg. Das hat nichts mit dem Flüchtlingsabkommen zu tun.

2. Man kann auch Seegrenzen bewachen. Ist nur eine Frage des Wollens. Für die 3 Milliarden, die an die Türkei gezahlt werden sollen, kann man einen Haufen Patroullienboote kaufen und Frontexmitarbeiter einstelken.

3. Man streicht alle sozialen Wohltaten über die Vorgaben der GFK hinaus. Und stattet die UN Organisationen so aus, dass sie die Versorgung übernehmen. Die können das.

Wenn man unkonventionell denken würde, wäre die Lage in den Griff zu kriegen..........Frau M. muss nur wollen

Beitrag melden
oil-peak-fan 23.07.2016, 07:50
6. Weder Deutschland...

...noch Europa "braucht" Erdogan. Und einem muslimischen bevölkerungsreichen Staat als Mitglied braucht Europa erst recht nicht. Durch die - bislang noch - politischen Säuberungsaktionen hat sich die Türkei auf Jahre hinaus disqualifiziert, als Rechtsstaat bezeichnet werden zu können. Von unserer Regierung erwarte ich, dass sie sich nicht nur "besorgt" zeigt, sondern politische Konsequenzen zieht. Denn zu was diese Merkel-Steinmeiersche Appeasement-Politik - und die der EU - führt, lässt sich in Syrien und der Ukraine beobachten. Erdogan wird weiter Kurden töten und sich als Regionalmacht im Vorderen Orient breit machen, was der Iran sicherlich nicht hinnehmen wird. Wenn Merkel und Steinmeier die viel zitierten "Eier" besäßen, würden sie die Grenzen zu Griechenland schließen, den Griechen bei der Grenzsicherung finanziell und personell helfen und die sich hier radikal aufführenden AKP-Türken als Verfassungsfeinde klassifizieren und gfs. ausweisen. Das "Große Ganze im Blick"? Selten so gelacht.

Beitrag melden
J.Corey 23.07.2016, 07:52
7. Also weiter erpressen lassen?

Ist Dich auch keine Lösung, zumal es schon paradox ist: Man überweist dem Herrn Milliarden, damit der einen schon weiter erpresst.

Einfach mal die Milliarden nehmen und damit den Flüchtlingen etwas an Lösungen bieten, und im Gegenzug den aufstrebenden Herrn mit Obletlippenbärtchen umfassend isolieren und fallen lassen!

Beitrag melden
FrankDr 23.07.2016, 07:52
8.

Die EU zieht täglich eine neue rote Linie vor die Fußspitzen Erdogans... Aber der spaziert, bzw marschiert unbeeindruckt drüber... Und die EU zieht hastig eine neue nutzlose/konsequenzlose Linie.
Peinlich

Beitrag melden
Ericmuc 23.07.2016, 07:54
9. Wieso 1 Mill an die Türkei?

Wir brauchen wohl eine machtvolle Steuergeldkontrollstelle, die zum Wohle des deutschen Volkes handelt! Wieso werden 1 Mill Euro an die Türkei seit 2007 bezahlt, um die auf Reformkurs zum Anschluss an die EU vorzubereiten? Das soll dann mal die Industrie investieren, die durch die Erweiterung größere Umsätze erhofft! Es ist erschreckend, wohin unser Steuergeld alles geht.

Beitrag melden
Seite 1 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!