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Europäischer Gerichtshof: Französische Bürgermeister klagen gegen Homo-Ehe
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Sie haben so gar keine Lust, gleichgeschlechtliche Paare in den Hafen der Ehe zu lotsen: 14 französische Bürgermeister wollen rechtlich gegen die Homo-Ehe in ihrem Land vorgehen. Sie meinen es offenbar ernst - ihre Klage soll beim Europäischen Gerichtshof landen.

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Atheist_Crusader 21.02.2014, 21:47
1.

Zitat von sysop
Sie haben so gar keine Lust, gleichgeschlechtliche Paare in den Hafen der Ehe zu lotsen: 14 französische Bürgermeister wollen rechtlich gegen die Homo-Ehe in ihrem Land vorgehen. Sie meinen es offenbar ernst - ihre Klage soll beim Europäischen Gerichtshof landen.
Wäre es nicht viel einfach, sich einfach auf den Marktplatz zu stellen und zu sagen: "Ich wäre viel lieber im 18. Jahrhundert geboren!"?

Ich meine, was glauben diese Leute denn, was die Homo-Ehe schlimmes auslöst? Die traditionelle Familie zerstören? Als ob eine Alternative weniger das Ganze wieder populär machen würde. Die Heiligkeit der Ehe besudeln? Sicher, nach all den Scheidungen und Ehebrüchen bekannter Konservativer glaube ich denen ja total, dass sie sich mit sowas beschäftigen. Uns vor Gottes Zorn bewahren? Wenn der die Menschheit bisher schon nicht ausgelöscht hat, dann bezweifle ich, dass das das Zünglein an der Wage wird.
Hier wird einfach nur versucht, persönliche Abneigungen und Vorurteile mit populistischem und/oder religiösem Gewäsch reinzuwaschen. Und anders als z.B. bei den Schweizern zuletzt, geht es ja noch nicht einmal um angebliche wirtschaftliche Nachteile oder sonst einen Schaden den man davon tragen würde. Es geht einfach nur darum, dass es manchen Leuten unerträglich ist, dass Jemand der anders ist als sie die gleichen Rechte haben soll.

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JohannaPink 21.02.2014, 21:56
2.

Das Übliche: Alte weiße Männer fühlen sich in ihren Menschenrechten dadurch beeinträchtigt, dass - oh Schreck - die Welt sich ändert und andere Leute auf einmal genauso viele Menschenrechte wollen wie sie. Oh Gott, erst sind überall Frauen, dann kommen die Ausländer und jetzt auch noch - igitt - Schwule! Bald dürfen Hetero-Männer gar nichts mehr - nicht mal diskriminieren darf man noch ungestört! So gemein!

Ich heule gleich vor Mitleid.

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philip_han 21.02.2014, 21:56
3. Gut

Zitat von sysop
Sie haben so gar keine Lust, gleichgeschlechtliche Paare in den Hafen der Ehe zu lotsen: 14 französische Bürgermeister wollen rechtlich gegen die Homo-Ehe in ihrem Land vorgehen. Sie meinen es offenbar ernst - ihre Klage soll beim Europäischen Gerichtshof landen.
Endlich mal Politiker, die sich trauen die Meinung eines Teils der Bevölkerung wirklich ernst zu nehmen. Meinungsfreiheit heißt auch, dass man gegen eine Ehe unter Homosexuellen sein kann, ohne dafür beschimpft zu werden. Ich sehe ebenfalls keinen Sinn in einer Homo-Ehe und befürworte sie deswegen auch nicht. Und diese Meinung steht mir zu.

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JnHDK 21.02.2014, 22:33
4. Gründe?

Ich frage mich wirklich was der ausschlaggebende Punkt für diese Leute ist, Menschen anderer Orientierung die gleichen Rechte abzusprechen die sie genießen. Sie verlieren ja nichts dadurch, ausser der staatlichen Versicherung, dass sie besser wären als homosexuelle Mitbürger und somit mehr Privilegien in Anspruch nehmen dürfen.

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syracusa 21.02.2014, 22:38
5. das war's wohl mit dem Zeitalter der Aufklärung

Zitat von sysop
Sie haben so gar keine Lust, gleichgeschlechtliche Paare in den Hafen der Ehe zu lotsen: 14 französische Bürgermeister wollen rechtlich gegen die Homo-Ehe in ihrem Land vorgehen. Sie meinen es offenbar ernst - ihre Klage soll beim Europäischen Gerichtshof landen.
Es steht doch jedem frei, gegen Homosexualität zu sein. Und natürlich kann niemand gezwungen werden, Homosexuelle zu trauen. Wer das nicht will, der soll halt nicht Bürgermeister werden. Ein Bürgermeister ist doch nicht nur Bürgermeister für die Bürger, deren Lebenswandel seinen Moralvorstellungen entspricht!

Wo kämen wir denn hin, wenn ein Bürgermeister seine Pflichten nicht erfüllt, nur weil er dagegen ist, dass Jeanne den Jean oder Jean den Jean heiratet? Darf dann ein Bürgermeister, der gegen Oralsex ist, auch einem Paar die Trauung verweigern, die das tun wollen, sobald sie verheiratet sind?

Die spinnen doch, diese französischen Möchtegernbürgermeister.

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syracusa 21.02.2014, 22:41
6.

Zitat von philip_han
Endlich mal Politiker, die sich trauen die Meinung eines Teils der Bevölkerung wirklich ernst zu nehmen. Meinungsfreiheit heißt auch, dass man gegen eine Ehe unter Homosexuellen sein kann, ohne dafür beschimpft zu werden.
Ja, das gehört dazu. Es gehört aber eben auch dazu, dass man niemandem drein reden kann bezüglich der Dinge, die jemand auf freiwilliger Basis mit jemand anderem unter der Bettdecke treibt!

Ein Bürgermeister ist nicht nur Bürgermeister der Bürger, deren Lebenswandel er moralisch einwandfrei findet. Wenn der Bürgermeister keine Homosexuellen trauen will, dann kann er ja jederzeit seinen Posten wieder aufgeben.

Freie Meinungsäußerung: ja. Diskriminierung: nein!

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insert Randomname here 21.02.2014, 22:45
7. meinetwegen...

...können auch gleichgeschlechtliche Partner heiraten für den symbolischen Status einer Beziehung. Meinetwegen können sogar Fabelwesen, Verstorbene, Tiere oder Gegenstände geheiratet werden...hauptsache diese bekommen nicht die steuerlichen Vorteile wie es eine Standart Ehe hat....Witwenrente, Steuerklassen etc.

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winnie123 21.02.2014, 23:00
8. Die Homoehe ist kein Menschenrecht

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist der besondere Schutz der Familie festgelegt: "Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat."
Auch in Deutschland haben sich die Väter (und Mütter) des Grundgesetzes durchaus etwas dabei gedacht, als sie den Artikel 6 "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung" definiert haben. Damals ist man natürlicherweise davon ausgegangen, dass eine Ehe eine Lebensgemeinschaft von einem Mann und einer Frau ist, die mit der Absicht eingegangen wird, eine Familie zu gründen. Daher ist es absurd, und es widerspricht der Intention sowohl der Menschenrechte als auch des Grundgesetzes, wenn diese Definition auf eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft angewandt wird. Von Natur aus dient die Sexualität der Fortpflanzung. Deshalb ist Homosexualität unnatürlich.

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demophon 21.02.2014, 23:05
9. Europas Alabama

Die 14 Bürgermeister und all die anderen Franzosen, die sich immer noch gegen die gleichgeschlechtliche Ehe stemmen, erinnern mich an eine ähnliche Situation im US-Staat Alabama, wo unglaublicherweise bis zum Jahr 2000 gemischtrassige Ehen nicht erlaubt waren, obwohl das Oberste Gericht dieses Verbot bereits 1967 in den USA für verfassungswidrig erklärt hatte. In allen danach stattgefundenen Volksabstimmung in Alabama stimmte die Mehrheit der Bevölkerung trotzdem dagegen. Erst im Jahr 2000 hat sich dort eine knappe Mehrheit von 59,5% für diese 'mixed-race marriages' ausgesprochen, (40,5% waren aber immer noch dagegen) und gemischte Ehen wurden auch in diesem letzten Bundesstaat zugelassen.

http://ballotpedia.org/Alabama_Inter...t_2_%282000%29

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