Forum: Politik
Europäischer Staatsakt: Der gestohlene Kanzler
DPA

Maike Kohl-Richter hat durchgesetzt, dass es für den Kanzler der Einheit keinen Staatsakt in Deutschland geben wird - ein gezielter Affront gegen das Land, das Helmut Kohl 16 Jahre regierte. Wofür will sie sich rächen?

Seite 9 von 49
syracusa 22.06.2017, 15:29
80. Schlangenölverkäufer

Fleischhauer lebt noch im 19. Jahrhundert. Und zwar eher an dessen Beginn, denn schon beim Ausgang des 19. Jahrhunderts wäre er mit seiner Vorstellung von Nationalismus und der nationalen Vereinnahmung eines toten Politikers ein rückwärtsgewandter Reaktionär gewesen.

Der Schlangenölverkäufer sind hier Sie, Herr Fleischhauer. Und Ihr Schlangenöl trägt das Etikett "Nationalismus".

Beitrag melden
W/Mutbürger 22.06.2017, 15:29
81. Hahaha...

nach dieser Kolumne könnte man den Eindruck gewinnen, dass Herr Fleischhauer ein Nationalist wäre.
So sehe ich sie (die Kolumne) als das was sie ist: Satire.

Beitrag melden
gneitzel 22.06.2017, 15:29
82. Man kann über Helmut Kohl unterschiedliche Meinungen haben...

aber all denen die sich abfällig über Helmut Kohl äußern sei folgendes von mir geschrieben.
Ich war zu seiner Regierungszeit selbst nie ein freund von Helmut Kohl und seiner Politik. Ich sehe mich selbst eher als Sozialdemokrat des linken Flügels.
Aber es ist unbestritten, das er Außenpolitisches Taktgefühl hatte, wie kaum sonst einer. Das ist sicherlich auch dem geschuldet, dass er Doktor der Geschichtswissenschaft war.
Helmut Kohl hätte niemals so eine sozial unverträgliche Agenda 2010 und die Hartz-Reform auf den Weg gebracht. - Helmut Kohl hatte stets im Blick, was dem "kleinen Mann" bleibt, daher auch ein sinngemäßer Ausspruch von Ihm, "die gegenwärtig niedrige Inflation ist die größte Sozialleistung", weil der "kleine Mann" sich auch etwas leisten konnte.
Helmut Kohl hätte niemals Bundeswehrsoldaten in einen Auslandseinsatz geschickt!
Und Helmut Kohl wäre Außenpolitisch sicherlich so umsichtig gewesen, dass er im Vorfeld die Fäden so gezogen hätte, dass es erst gar keinen 2. Golfkrieg der USA gegeben hätte, sondern eine politische Lösung. Damit wären uns auch alle weiteren Folgen bis hin zur Aktuellen Terror-Gefahr erspart geblieben!
Und in Bezug auf die "Spenden-Geschichte, so hat Helmut Kohl wenigsten Rückgrat besessen und seine Kumpanen nicht verraten! - Das ehrt ihn zutiefst! - Ein Mann auf den Verlass ist und der zu seinem Wort steht! So jemand wünscht man sich doch als Freund!!!
Kurz, Helmut Kohl zu seiner Amtszeit sehr umstritten, aber er hat nicht wesentlich verbockt! - Sein Nachfolger Gerhard Schröder hingegen schon. Er soviel Mist gemacht, dass wir noch heute die Suppe auslöffeln müssen! Und gegen Herrn Schröder wurde seltsamer weise auch nie wegen Verdacht auch Korruption oder Vorteilnahme im Amt ermittelt, obwohl es bereits als MP von Niedersachsen und erst recht als Kanzler genügend Verdachtsmomente gab, an deren Schlusspunkt sein Wechsel zu Gazprom steht....

Anschließend möchte ich noch anmerken, dass ich es mir gewünscht hätte, dass Helmut Kohl einen Staatsakt in Berlin hat. Straßburg ist "nice to hvae" - Berlin ist aber ein MUSS! - Was hätte dagegen gesprochen, wenn der Leichnam von Straßburg nach Berlin in einem Monumentalen Staatsakt überführt worden wäre. Der Weg dorthin sozusagen als sehr Lange "Ludwigstraße", um Herrn Strauß noch kurz ins Spiel zu bringen...

Beitrag melden
pit.duerr 22.06.2017, 15:29
83.

Zitat von leo-k
Helmut Kohl hatte in seinem Leben Visionen, mit denen er sein Handeln gestaltete. Diese Visionen haben Deutschland weitergebracht und zu der jetzigen Bedeutung entwickelt. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, daß ein Land sich von einem Visionär und einer Leitfigur verabschieden kann. Es zeugt von mangelnder Kultur, wenn sich die Bürger eines Landes nicht von einem langjährigen Kanzler, mit seinen guten wie auch schlechten Seiten, verbschieden können und wollen,
Wie sagte ein Herr Schmidt: Wer Visionen hat oder hier hatte sollte zum Arzt gehen. Das hätte der Hr. Kohl dann mal besser gemacht.

Beitrag melden
michaelneiss 22.06.2017, 15:30
84. Kein Staatsbegäbnis für den"Spaltungskanzler"!

Das unverdiente Staatsbegräbnis der Magaret Thatcher riß alte Wunden wieder auf und führte zu einer unnötigen Spaltung der britischen Öffentlichkeit. Auch wenn es der CDU-Mann Fleischhauer nicht wahrhaben möchte [Stichwort: Wahljahr], gelang es dem Herrn Ehrendoktor Kohl noch zu Lebzeiten, den eigenen Nachruhm dermaßen zu besudeln, daß er vielen Deutschen eher als der "Spaltungskanzler" in Erinnerung bleiben wird. Daher ist der Enschluß, das Begräbnis ins Ausland auszulagern, durchaus begüßenwert, zumal den Steuerzahlern dadurch viele Kosten erspart bleiben.

Beitrag melden
tomy1983 22.06.2017, 15:30
85. Finde es richtig und konsequent.

Kohl moechte wohl lieber fuer Europa stehen als fuer Deutschland und ich kann das vollkommen nachvollziehen. Er wollte etwas Groesseres schaffen und sah dieses Werk die letzten 10 Jahre broeckeln. Sogesehen ein sehr passendes Zeichen. Aber dieser Artikel zeigt erneut den Grundreflex auf, der Deutschland und Europa die letzten Jahrhunderte immer wieder ins Verderben geritten hat. Persoenliche Befindlichkeiten, da wird ploetzlich wieder die Nation heraus gekramt und er als eine Art Verraeter dargestellt. Dabei sieht er einfach nur das grosse ganze, was uns eine sagenhafte Periode von ueber 70 Jahren Frieden gebracht hat.

Beitrag melden
W/Mutbürger 22.06.2017, 15:31
86. Ui

Zitat von Hiro22453
Dafür kommt Merkel zur Gamescom.
Respekt! Die Dame weiss Prioritäten zu setzen.

zyn/off

Beitrag melden
beainf 22.06.2017, 15:32
87.

Aber bitte, Herr Fleischhauer, Strassburg ist nicht irgendeine französische Grenzstadt. Falls es noch so etwas wie ein Herz Europas gibt, dann schlägt es sicher hier und nicht in Brüssel. Vielleicht holen Sie mal Ihre alten Geschichtsbücher raus ..

Beitrag melden
christian simons 22.06.2017, 15:33
88.

Was meint eigentlich die örtliche Kommunalpolitik dazu, dass die lästige Witwe den Oggersheimern das Pilgergeschäft vehagelt?

Beitrag melden
ruhepuls 22.06.2017, 15:33
89. Nachvollziehbar...

Natürlich hat Kohl mit den Deutschen gebrochen. Wen wundert das? Während er anderswo als "großer Staatsmann" und Europäer galt, haben die Deutschen gejubelt, als er endlich abgewählt wurde. Kohl war kein großer Innenpolitiker und erst recht keiner, der etwas von Wirtschaft verstand (was in Deutschland wichtig ist, denn bei uns allen geht es ja immer ums Geld). Als Historiker interessierte sich Kohl für die "großen Dinge", etwa Krieg und Frieden, nicht so sehr für die alltäglichen Klagen des Volkes. Und deshalb sollte er weg. Da ist er aber in guter Gesellschaft, denn seit dem Wirtschaftswunder gibt es eigentlich kaum einen Kanzler, den die Deutschen nicht weg haben wollten. Egal, was einer (oder eine...) machte, es war immer das Falsche. Oder besser gesagt: Das gut gemachte ist selbstverständlich und für das schlechte wird getreten. Denn, wie beim Fußball wissen die Zuschauer immer besser, wie man den Ball hätte spielen müssen...

Beitrag melden
Seite 9 von 49
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!