Forum: Politik
Europas Presse zur Klimakonferenz: "Aufforderung zum wirtschaftlichen Selbstmord"
DPA

Lange galt Deutschland als Musterschüler in Sachen Klimaschutz. Doch nun blockiert es Reformen und EU-Richtlinien zur Reduzierung von Treibhausgasen. Europas Presse fragt sich, wie die deutsche Klimapolitik nun einzuschätzen sei.

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volker_morales 22.11.2013, 18:55
60. Stimmt, aber

Zitat von kritischergeist
Welche Alternative hat denn Polen zu seinen Kohlekraftwerken? Keine, denn Russengas wollen sie aus politischen und Kostengründen nicht und erneuerbare Energien sind kein Ersatz. Das sie auch bei uns kein Ersatz sind zeigen wieder die letzten 10 Tage. Wasserkraft und Biogas liefern konstant etwa 6% unseres Stromes. Der Anteil von Wind und Sonne liegt bei mageren 2 bis 3%. Den Rest liefern AKWs und Kohlekraftwerke deren Strom auch bei uns unverzichtbar ist. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Wind und Sonne liefern gerade mal eine Leistung von 3 Gigawatt. Unser Verbrauch liegt jetzt im November aber im Mittel bei 70 Gigawatt. Selbst wenn wir noch 10 mal soviel Windräder und PV-Anlagen bauen würden erreichten wir an Schwachwind- und trüben Tagen gerade mal 1/3 des Energiebedarfs den wir benötigen. Dass wir dann aber an sonnen- und windreichen Tagen eine gnadenlose Überkapazität hätten muss eigentlich jedem ebenfalls klar sein. Ohne Speicher über mehrere Wochen geht es nicht und diese Technologie ist noch nicht verfügbar. Die technikfernen NGOs und Umweltverbände können noch so laut schreien. Wir haben noch keine Alternative und das sollten sie endlich mal begreifen.
leider verhindert das Kartell aus Enegierversorgern und -lieferanten den Technologiewechsel erfolgreich. Wenn in die Entwicklung und den Aufbau der Speicherkapazitäten die Summen investiert worden wären, die beispielsweise in die Subvention von Atomkraft und Steinkohle geflossen sind, wäre das Problem längst gelöst.

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Promethium 22.11.2013, 18:58
61.

Zitat von Stabhalter
weil sie nie weis,was sie will unsere Physiker Kanzlerin.
Quatsch! Merkel konnte gar nichts tun.

Wenn Sie beim Wiedereinstieg geblieben wäre wären die Grünen an die Macht gekommen und es wäre doch Atomausstieg gewesen.

Die Kernenergiefrage war durch die ständige Wiederholung von Gruselgeschichten der Kernkraftgegner entscheiden.
Nicht mal jetzt nach dem durch Fukuschima kein einziger Mensch umgekommen ist tritt Beruhigung ein!
Jeder kann sehen das die Japaner weder im Dunkeln leuchten noch die Haare ausfallen noch Millionen den Strahlentod sterben und der Reaktorkern hat sich auch nicht nach China durch geschmolzen.
Es geht sogar so weit das man glatt vergessen hat das die Menschen durch Erdbeben und Tsunami umgekommen sind.

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oldtimerfan 22.11.2013, 19:02
62. Das EEG ist aus Träumen entstanden und musste scheitern

Zitat von sysop
Lange galt Deutschland als Musterschüler in Sachen Klimaschutz. Doch nun blockiert es Reformen und EU-Richtlinien zur Reduzierung von Treibhausgasen. Europas Presse fragt sich, wie die deutsche Klimapolitik nun einzuschätzen sei.
wenn man der Gaul von hinten aufzäumt. Ohne ausreichende Speicherkraftwerke ist der unbeständige Wind- und Sonnenstrom für die Katz. 6000 Stunden jährlich muss ein Kraftwerk laufen um rentabel zu sein. Bei Windkraft sind es ca 1500 Stunden und bei Sonnenkraftwerke ca. 950 Stunden jährlich. Zu dem ist der Wind- und Sonnenstrom nicht auf Abruf verfügbar. Bei Sonne und Starkwind muss der Strom teilweise verschenkt werden und der Verbraucher zahlt in Deutschland teuersten Strom mit null Ergebnis für die Umwelt, da die Dampfkraftwerke zur Sicherheit immer mit laufen müssen. Wegen der bis zu 8 Stunden Vorlaufzeit kann man die Dampfkraftwerke nicht einfach wie einen Lichtschalter aus und an stellen. Die Politik verschweigt das tatsächliche Problem der Speicherung von Wind- und Sonnenstrom um sich nicht in die Nähe von Schilda begeben zu müssen. Nur mit Subventionen, die nur der Bürger zahlen muss, der sich nicht wehren kann, ist die Energiewende schlicht ein Treppenwitz. Die Industrie wehrt sich und zahlt nicht für den künstlich überteuerten Strom, denn dann könnten hier nur noch Schafe gezüchtet werden. Nochmals es ist eine Gute Idee Strom aus Wind und Sonne zu produzieren, aber ohne das Speicherproblem gelöst zu haben, ist es ein Schuss in den Ofen. Kleine bis mittlere wärmegeführte Kraftwerke für Industrie, Städte und Gemeinden würden die Schadstoffe und Strompreise senken. Alles andere ist so wie jetzt: Höchste Kosten für Strom mit den höchsten Treibhausgasen verbunden, wo bleibt der Erfolg des EEG ? Das soll der Umweltminister doch ehrlich beantworten.

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bertburk 22.11.2013, 19:19
63.

Zitat von volker_morales
Wahrscheinlich gehören Sie zu den Zeitgenossen, die einfach mal bei E.on und Kollegen auf der kostenfreien hotline anrufen, um sich die Sache mit dem Strom erklären zu lassen... Aber mal Ernsthaft: Schauen Sie sich doch die Preisentwicklung an der Leipziger Strombörse an und erklären Sie dann, wieso der Verbraucher ständig steigende Preise zahlt, obwohl der Strompreis eigentlich massiv sinkt. Für mich ist das ein eindeutiger Hinweis auf ein funktionierendes Kartell. Die Marktpreise werden nämlich NICHT an den Markt weitergegeben. Ach ja, und vielleicht erläutern Sie noch kurz, warum viele Unternehmen, von der EEG-Umlage befreit werden, während der Verbraucher sogar bei einer Senkung der Einspeisevergütungen höhere Umlagen zahlen muss. Auch das ist eigentlich ein Indiz für ein funktionierendes Kartell. Scheint aber keinen ernsthaft zu interessieren. Zumindest nicht diejenigen, die voRWEg gehen.
Wer sorgt denn bei uns für Versorgungssicherheit, die Erneuerbaren wohl eher nicht, das kostet halt auch :p
Ich meine gerade in den letzten tagen beweisen die "Erneuerbaren" ja mal wieder dass sie trotzt vielfach höherer Installierten Leistung teilweise mehrere Tage fast garnichts zu Stromerzeugung beitragen.
Stromerzeugung und -verbrauch - Agora Energiewende

Und was den "steigenden" Strompreis (Erzeugung,Transport,Vertrieb incl. Konzessionsabgabe) betrifft, Inflationsbereinigt sinkt der Strompreis seit 2009 tatsächlich.

Nochmal in dicken lettern: DER STROMPREIS SINKT SEIT 2009 !

File:Strompreise PrivatHH 2012 Index1998.PNG - Wikimedia Commons

Das einzige was steigt ist die EEG Umlage und damit auch die Mehrwertsteuer.

Und was die befreiten unternehmen angeht da gehören wirklich ein paar rausgeschmissen, aber der Cent macht da auch nicht mehr viel. Das Thyssen Krupp etc. keine Umlage bezahlt finde ich wie die SPD,CDU etc übrigens auch volkommen ok. Eisenhütten und Aluminiumschmelzen sind nämlich wirklich schnell in China wenn die 4,5 Cent/kWh mehr zahlen müssen.

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brut_dargent 22.11.2013, 19:22
64. @Promethium

"... Jeder kann sehen das die Japaner weder im Dunkeln leuchten noch die Haare ausfallen noch Millionen den Strahlentod sterben und der Reaktorkern hat sich auch nicht nach China durch geschmolzen. ..." Aha. Sie baden also auch in radioaktiv verseuchtem Meerwasser? Kindisch, Ihr Kommentar!

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bertburk 22.11.2013, 19:24
65.

Zitat von volker_morales
Wahrscheinlich gehören Sie zu den Zeitgenossen, die einfach mal bei E.on und Kollegen auf der kostenfreien hotline anrufen, um sich die Sache mit dem Strom erklären zu lassen... Aber mal Ernsthaft: Schauen Sie sich doch die Preisentwicklung an der Leipziger Strombörse an und erklären Sie dann, wieso der Verbraucher ständig steigende Preise zahlt, obwohl der Strompreis eigentlich massiv sinkt. Für mich ist das ein eindeutiger Hinweis auf ein funktionierendes Kartell. Die Marktpreise werden nämlich NICHT an den Markt weitergegeben. Ach ja, und vielleicht erläutern Sie noch kurz, warum viele Unternehmen, von der EEG-Umlage befreit werden, während der Verbraucher sogar bei einer Senkung der Einspeisevergütungen höhere Umlagen zahlen muss. Auch das ist eigentlich ein Indiz für ein funktionierendes Kartell. Scheint aber keinen ernsthaft zu interessieren. Zumindest nicht diejenigen, die voRWEg gehen.
Wer sorgt denn bei uns für Versorgungssicherheit, die Erneuerbaren wohl eher nicht, das kostet halt auch :p
Ich meine gerade in den letzten Tagen beweisen die "Erneuerbaren" ja mal wieder dass sie trotzt vielfach höherer installierten Leistung teilweise mehrere Tage fast garnichts zu Stromerzeugung beitragen.
Stromerzeugung und -verbrauch - Agora Energiewende

Und was den "steigenden" Strompreis (Erzeugung,Transport,Vertrieb incl. Konzessionsabgabe) betrifft, Inflationsbereinigt sinkt der Strompreis seit 2009 tatsächlich.

Nochmal in dicken lettern: DER STROMPREIS SINKT SEIT 2009 !

File:Strompreise PrivatHH 2012 Index1998.PNG - Wikimedia Commons

Das einzige was steigt ist die EEG Umlage und damit auch die Mehrwertsteuer.

Und was die befreiten unternehmen angeht da gehören wirklich ein paar rausgeschmissen, aber der Cent macht da auch nicht mehr viel. Das Thyssen Krupp etc. keine Umlage bezahlt finde ich wie die SPD,CDU etc übrigens auch volkommen ok. Eisenhütten und Aluminiumschmelzen sind nämlich wirklich schnell in China wenn die 4,5 Cent/kWh mehr zahlen müssen.

Das einzige was der Steigende Strompreis beweist ist dass das EEG schlecht für den Verbraucher ist und sich absolut schädlich auf die Marktwirtschaftliche Regulierung des Strompreises auswirkt. Versorgungssicherheit zu Gewähren lohnt sich Heutzutage z.B garnicht mehr, wenn zB. _nagelneue_ Gaskraftwerke im Sommer solange stillstehen dass sie in hundert Jahren keinen Gewinn einfahren.

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optimah 22.11.2013, 19:28
66. Noch gibt es kein Speicherproblem

Zitat von oldtimerfan
wenn man der Gaul von hinten aufzäumt. Ohne ausreichende Speicherkraftwerke ist der unbeständige Wind- und Sonnenstrom für die Katz. 6000 Stunden jährlich muss ein Kraftwerk laufen um rentabel zu sein. Bei Windkraft sind es ca 1500 Stunden und bei Sonnenkraftwerke ca. 950 Stunden jährlich. Zu dem ist der Wind- und Sonnenstrom nicht auf Abruf verfügbar. Bei Sonne und Starkwind muss der Strom teilweise verschenkt werden und der Verbraucher zahlt in Deutschland teuersten Strom mit null Ergebnis für die Umwelt, da die Dampfkraftwerke zur Sicherheit immer mit laufen müssen. Wegen der bis zu 8 Stunden Vorlaufzeit kann man die Dampfkraftwerke nicht einfach wie einen Lichtschalter aus und an stellen. Die Politik verschweigt das tatsächliche Problem der Speicherung von Wind- und Sonnenstrom um sich nicht in die Nähe von Schilda begeben zu müssen. Nur mit Subventionen, die nur der Bürger zahlen muss, der sich nicht wehren kann, ist die Energiewende schlicht ein Treppenwitz. Die Industrie wehrt sich und zahlt nicht für den künstlich überteuerten Strom, denn dann könnten hier nur noch Schafe gezüchtet werden. Nochmals es ist eine Gute Idee Strom aus Wind und Sonne zu produzieren, aber ohne das Speicherproblem gelöst zu haben, ist es ein Schuss in den Ofen. Kleine bis mittlere wärmegeführte Kraftwerke für Industrie, Städte und Gemeinden würden die Schadstoffe und Strompreise senken. Alles andere ist so wie jetzt: Höchste Kosten für Strom mit den höchsten Treibhausgasen verbunden, wo bleibt der Erfolg des EEG ? Das soll der Umweltminister doch ehrlich beantworten.
Noch gibt es kein Speicherproblem und es sind noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgereizt: Den Verbrauch an die Erzeugung anpassen, bei einem Überangebot elektrisch heizen und damit Brennstoffe sparen, mit stromgeführten BHKWs das Netz entlasten und nicht nur den Eigenverbrauch maximieren..
Eigentlich sollte man dies einfach dem Markt überlassen. Wenn der Strompreis jedoch zu über 80% aus Umlagen und Steuern besteht, können sich natürlich keine Marktkräfte entwickeln.

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Promethium 22.11.2013, 19:33
67.

Zitat von bertburk
Nochmal in dicken lettern: DER STROMPREIS SINKT SEIT 2009 !
Ja, an der Börse! Der Öko-Strompreis richtet sich aber nach dem EEG und nicht nach der Börse!

Diese EEG Umlage bezahlen wir auch für Strom der ans Ausland geliefert wird und sie beträgt beim Solarstrom etwa das Fünffache des Börsenstrompreises!

Das heisst wenn das Ausland bei uns für 1Milliarde Solarstrom kauft legt der deutsche Privatkunde noch mal 5 Milliarden drauf obwohl er gar nichts davon hat!

Hinzu kommt das der deutsche Privatkunde auch für die Klimaschäden aufkommen muss die diese Backup Kraftwerke anrichten usw. usw.

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Horstino 22.11.2013, 19:39
68.

Wir haben im Norden so viel Ökostrom, dass er kaum verbraucht werden kann, aber man braucht halt viele hundert Kilometer Leitung um sie in dem Süden zu bekommen. Und es gibt halt genug Nimbys die nach grüner Energie schreien aber keine Strommasten sehen, sondern alles verbuddelt haben wollen, was 10 mal so teuer ist und natürlich durch die Allgemeinheit bezahlt werden soll.

Was ich aber auch für schwachsinnig halte ist die Behauptung mit ein paar Milliarden Forschungsgeld würde alles billiger. Forschung ist zeitintensiv und gepflastert von Irrwegen. Da sind Milliarden schnell mal versenkt ohne brauchbares Resultat. Also lieber mal die Technologie nutzen und verbessern die man schon hat

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optimah 22.11.2013, 19:46
69. BHKWs statt Gaskraftwerke

Zitat von bertburk
Das einzige was der Steigende Strompreis beweist ist dass das EEG schlecht für den Verbraucher ist und sich absolut schädlich auf die Marktwirtschaftliche Regulierung des Strompreises auswirkt. Versorgungssicherheit zu Gewähren lohnt sich Heutzutage z.B garnicht mehr, wenn zB. _nagelneue_ Gaskraftwerke im Sommer solange stillstehen dass sie in hundert Jahren keinen Gewinn einfahren.
Mit dezentralen und stromgeführten BHWKs als Kompensatioskraftwerke kann man im Winter auch die Abwärme nutzen. Im Sommer ist der Ausgleichsbedarf wesentlich geringer, das haben Sie mir so eben bestätigt.
Heutige BHKWs sind auf hohe Jahres-Auslastung optimiert und haben eine Gastherme als Zusatzheizung. Das bringt natürlich nicht viel. Statt dessen sollten die BHKWs lieber etwas größer sein mit einem entsprechenden Wasserspeicher, dann kann man sich die Gastherme sparen und sie sollten auch mit 2000 Jahrestunden rentabel sein. Ein Automotor läuft schließlich auch nur wenige hundert Stunden im Jahr im Teillastbetreib.

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