Forum: Politik
Europas Schuldenkrise: Aufräumarbeiten im Finanz-Fukushima

Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!

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rondon 27.10.2011, 15:16
1. achso

...Interessant..Probleme sind also gelöst...einfach neue Billionenschulden gebucht und alles ist gut? Bei dieser Darstellung sollte man sich schon mal fragen ob denn wirklich alles mit rechten Dingen zu geht: http://bit.ly/oIyx8s

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sfb 27.10.2011, 15:16
2. Geld?

Zitat von sysop
"Die Staaten müssen endlich vom instabilen Gefüge der Finanzmärkte ferngehalten werden, ihre Finanzierung muss über eine öffentliche Bank erfolgen, deren Zinspolitik dem öffentlichen Interesse folgt. "
Und woher sollte diese Bank denn bitteschön Geld bekommen?
Oder druckt sie das gleich selbst?
Die einzige Möglichkeit, dieses Schlamassel zu beenden, ist:
1. Einführung eines echten, gedeckten Geldes
2. Abschaffung der Zentralbanken und damit der Möglichkeit, das Geld erneut zu zerstören

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xenawilloughby 27.10.2011, 15:19
3. denn sie wissen nicht, was sie getan haben

Schuld an der gesamten Lage ist überhaupt die Tatsache, den Euro eingeführt zu haben, ohne weder die Lage begriffen noch Kontrollmechanismen installiert zu haben. Die Politik der letzten 15-20 Jahre zeigt im Euro-Umfeld alsolute Planlosigkeit, unabhängig der jeweils aktiven Parteien.
Das Ganze läßt sich beschreiben wie ein Fussballspiel, bei dem man die Spieler schonmal auf dem Feld spielen läßt, ohne sich über den Schiedsrichter noch über die Regeln Gedanken gemacht zu haben. Ja man weis nicht einmal, wieviele Bälle das Spiel überhaupt hat! Erstaunlich, und bei sowas reden jetzt alle "Fachleute" mit. Wirklich interessant, es klingt eher nach "Brot und Spiele" fürd Volk.
Sorry, aber die Lage um den Euro beweist: unsere Poitik und die des gesamten Europas hat versagt! Und nun wird geschustert und geflickt, bis es auseinanderfällt. Das werden wir alle sicherlich bald erleben, und es wird sehr sehr teuer werden.

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peterhausdoerfer 27.10.2011, 15:19
4. Es wird keine langfristige Stabilität der Finanzmärkte geben

Zitat von sysop
Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!
solange es noch Universalbanken gibt, sie sind die AKW´s der Finanzwelt.

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steuerlotse 27.10.2011, 15:20
5. alles nur parolen

Außer den üblichen Parolen der Linkspartei erfolgt leider keine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit:
"Fünf Prozent der Steuerzahler verdienen 88.324 Euro oder mehr und sie allein tragen 41,8 Prozent des Lohn- und Einkommensteueraufkommens. Das obere Viertel der Einkommen trägt insgesamt 76,5 Prozent zum Steueraufkommen bei. Und ein Vergleich mit früheren Statistiken zeigt, dass die Zahlen angestiegen sind. So erbrachte das obere Viertel 1992 „nur“ 69,6 Prozent des Steueraufkommens, während 2005 der Anteil bereits bei 74,6 Prozent lag."
aus http://www.steuerzahler-nrw.de/Die-V...169/index.html

Fazit: Das obere Viertel bezahlt unseren Staat.

Die Vermögenssteuer wurde entgegen linker Parolen nicht abgeschafft, sie war in der damaligen Form verfassungswidrig. Ob Vorschläge gegen die Verfassung verstoßen interessiert die meisten Linken traditionell aber eher wenig.

Die deutsche Erbschaftsteuer ist übrigens eine der höchsten weltweit. In Österreich gibt es gar keine Erbschaftsteuer.

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braintainment 27.10.2011, 15:20
6. Dr.

"Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!"

Das ist m.E. ein wenig zu pauschal. Es muss doch berücksichtigt werden, daß es Politiker waren, die Schulden gemacht haben um Wahlen zu gewinnen, daß es Politiker waren, welche die Finanzmarktregeln aufgeweicht haben.

Insofern muss immer das Bild mit dem Ei und der Henne bemüht werden!

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digitalturbulence 27.10.2011, 15:21
7. Sie sind doch geschützt

Zitat von sysop
Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!
Der Staat ist doch vom Markt geschützt. Nur er mischt sich da ständig ein.
Lasst doch einfach die Banken pleite gehen. Punkt.

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elster2 27.10.2011, 15:22
8. Natürlich haben wir ein Ausgabenproblem !

Natürlich haben wir ein Ausgabenproblem ! Wir leben im Westen seit den siebziger Jahren über unsere Verhältnisse. Damals haben die Sozis die "Wirtschaft auf ihre Leistungskraft überprüft". Zweistellige Gehaltsteigerungen im öffentlichen Dienst und erheblicher Ausbau des Sozialstaates und der Renten. Damals begann die Verschuldung ! Und seitdem verbrauchen wir mehr als wir einnehmen. Das weiß Herr A.natürlich sehr wohl. Nur paßt es ihm nicht, daß die Sozis dies angefangen haben.

Und die Banken sind doch nur die Instrumente. Die Banken werden vom Staat mit billigem Geld versorgt. Für Staatsschulden müssen sie kein Eigenkapital vorhalten (und warumeigentlich nicht ?). Sie haben die Aufgabe, die ausufernden Ausgaben der Staaten immer weiter zu finanzieren. Und nun sind die ersten Staaten an ihre Grenzen gelangt. Die Banken sind aber nur Mitläufer. Genau wie die Wähler,die nicht den wählen, der solide wirtschaften wird, sondern den, der am meisten Sozialleistungen verspricht.

Wie wird Deutschland eigentlich die über 200 Mrd. € bezahlen ? Natürlich wieder über Kreditaufnahme!

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mmusikantin 27.10.2011, 15:23
9. Nur Dumpfpopulismus

Zitat von sysop
Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!
"Die Staaten müssen endlich vom instabilen Gefüge der Finanzmärkte ferngehalten werden, ihre Finanzierung muss über eine öffentliche Bank erfolgen, deren Zinspolitik dem öffentlichen Interesse folgt. Das war die französische Position - und die der Linkspartei."

Genau, die Finanzierung muss über eine öffentliche Bank erfolgen. Woher diese dann das Geld nehmen soll, sagt Herr Augstein nicht. Wer definiert das öffentliche Interesse?
Ja, richtig, die Öffentlichkeit, vertreten durch jene, die Wohltaten austeilen um wiedergewählt zu werden.
Die Schuldenritter warten nur auf die Lizenz zum Geld drucken. Mit einer öffentlichen Bank hätten sie das Instrument dazu.
Mit den Parolen des Herrn Augstein sind schon andere in den Bankrott geschlittert.
Natürlich müssen die Banken an die Kandare, es darf nicht sein, dass Verluste auf die Allgemeinheit abgewälzt werden können. Mit den Methoden der Linken funktioniert das allerdings nicht.

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