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Europas Schuldenkrise: Aufräumarbeiten im Finanz-Fukushima

Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!

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jomo3 27.10.2011, 18:24
140. Wohl off topic, sorry

Zitat von digitalturbulence
Der Staat ist doch vom Markt geschützt. Nur er mischt sich da ständig ein. Lasst doch einfach die Banken pleite gehen. Punkt.
Schlagzeile der Bild heute: mehr als dieser kleine Inselstaat benötigt, werden von Privatleuten Hunde und Katzen gezüchtet.

Viele der gezüchteten Tiere werden nicht vermittelt, verkauft,sondern enden in Tötungsstationen, welche den Markt damit regulieren.

Jemand hier, der einen Akita möchte ?

Schauen Sie nach bei BILD.

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Izmir.Übül 27.10.2011, 18:27
141. 1/3 ≠ 100%

Zitat von Izmir.Übül
Sie unterschlagen vorsätzlich, dass die Lohn- und Einkommensteuer nur ca. ein Viertel des Gesamtsteueraufkommens ausmacht (Spitzenreiter ist die Mehrwert/Umsatzsteuer, welche alle Bürger - unabhängig von ihrer individuellen Einkommenssituation - entrichten müssen).
Selbst wenn Einkommens- & Umsatzsteuer neuerdins jeweils ca. ein Drittel des Gesamtsteueraufkommens betragen sollten, sind das immer noch lange nicht 100 Prozent allein für Erstere, wie oft implizit insinuiert wird.

2007: http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20080515194534

2010: http://www.bundesfinanzministerium.d...nnahmen.html#2

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Georg Klebinger 27.10.2011, 18:28
142. Da hilft nur die Keule

Zitat von zz_marcello
Jeden Gegenstand, den Sie in Ihrem täglichen Leben benutzen, kam aufgrund Ihm zustande.
Also sind Sie mir nicht böse - aber den Gegenstand, den ich am liebsten gegen Sie benutzen würde, verdanken wir garantiert nicht IHM. Die Keule kannten schon die Höhlenmenschen.
Im übrigen - die von Ihnen so bemitleideten oberen Zehntausend reißen sich auch den größten Teil des Volkseinkommens unter den Nagel und haben sich aus der Solidargemeinschaft schon längst verabschiedet. Schon mal was von der unsäglichen Beitragsbemessungsgrenze bei den Sozialversicherungen gehört? Oder der weitaus stärkeren Belastung der unteren Einkommen durch die Mehrwertsteuer? Oder gar der skandalösen steuerlichen Bevorteilung der Kapitaleinkünfte?

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Traumschau 27.10.2011, 18:31
143.

Zitat von Diomedes
Im Übrigen bin ich dafür, dass der despotisch-bürokratische Moloch zu Brüssel und das inflationäre Spielgeld, genannt Euro, zerstört werden müssen!
Der Euro ist doch nicht das Problem. Meiner Meinung nach ist die Währung doch unerheblich, wichtiger ist doch die Frage WIE tatsächlich Werte entstehen und ob man diese Werte 100x (Hebelwirkung) verjuxen kann oder nicht! Im Grunde kann doch ein auf Pump finanziertes Wirtschaftswachstum nicht endlos funktionieren. Es kann nur funktionieren - so stelle ich mir das vor - wenn nur das verliehen oder verrechnet wird, was TATSÄCHLICH an realen Werten vorhanden ist. Alles andere kann doch nur in einem Fiasko enden. Denn die Zinsen (für Kredite und Spekulationsgewinne, etc.) muss doch jemand erwirtschaften - das machen sie mal bei einer derart großen Geldmenge ohne realen Gegenwert.
Wer die Shore letztlich bezahlt, wissen wir ja inzwischen.

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sfb 27.10.2011, 18:38
144. Nachteile

Zitat von Satiro
Eine Goldwährung hätte jedoch auch grvierende Nachteile : ...
"Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. ...
Ein vollkommen freies Banksystem und ein damit übereinstimmender Goldstandard wurde bisher noch nie verwirklicht. Aber vor dem 1. Weltkrieg war das Banksystem in den Vereinigen Staaten (und dem größten Teil der Welt) auf Gold gegründet, und obwohl die Regierungen zuweilen intervenierten, war das Bankgeschäft doch überwiegend frei und unkontrolliert. Gelegentlich hatten sich die Banken, aufgrund zu schneller Kreditexpansion, bis an die Beleihungsgrenzen ihrer Goldreserven exponiert, worauf die Zinssätze scharf anzogen, neue Kredite nicht gewährt wurden und die Wirtschaft in eine scharfe, aber kurze Rezession fiel (im Vergleich zu den Depressionen von 1920 und 1932 waren die Konjunkturabschwünge vor dem 1. Weltkrieg in der Tat milde). Es waren die begrenzten Goldreserven, die eine ungleichgewichtigte Expansion der Geschäftstätigkeit stoppten, bevor sie sich zum Desaster entwickeln konnte, wie es nach dem ersten Weltkrieg geschah. Die Korrekturphasen waren kurz und die Wirtschaft fand schnell wieder eine gesunde Basis für weitere Expansion.
Aber der Heilungsprozess wurde als Krankheit fehlinterpretiert."
Gold und wirtschaftliche Freiheit

In einigen Jahren werden wir beurteilen können, welches System die größeren Nachteile hat. Weltkriege und -krisen gibt es jedenfalls erst seit Abschaffung der Golddeckung.

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sfb 27.10.2011, 18:41
145. unbegrenzte Geldvermehrung

Zitat von manfredhelmut
Unser Finanzsystem mit der Konstruktion Zins und Zinseszins hat einen eigebauten Sprengsatz, der uns immer wieder an den Rand des Verderbens bringen wird, wenn wir das Bankensystem nicht total umbauen.
Dieser Sprengsatz ist die unbegrenzte Geldvermehrung.

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marvinw 27.10.2011, 18:46
146. Es ist in der Tat ein Fukushima-Reaktor

Der Vergleich mit einem Atomreaktor bringt es genau auf den Punkt. Noch besser gesagt ist dieses System ein verfressenes Kadaver das immer mehr fressen muss. Milliarden, Billionen, was kommt danach? Trillionen? Es ist einfach nur krank und anstatt dieses nicht besonders intelligentes System abzuschaffen werden die Menschen immer mehr den dummen gierigen Idioten verknechtet und verpflichtet.
Ich kanne es einfach nicht glauben von welchen korrupten und hirnlosen Beamten wir regiert werden.

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steuerlotse 27.10.2011, 18:51
147. heuchelei

Es ist pure Heuchelei zu behaupten, durch die Rettungspakete würde die "da oben" (besonders die bösen Banken) gerettet.

würde man alle banken pleite gehen lassen, dann würde es am härstet die "leute da unten" treffen, die plötzlich gar kein geld mehr hätten.

bankenrettung ist schutz der kleinen leute....

"reiche leute" haben in gold und immobilien investiert. die pleite einer bank überleben sie locker.....

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weltoffener_realist 27.10.2011, 18:55
148. Bester Schutz ist die Schuldenbremse

Zitat von sysop
Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!
Schützt die Staaten vor den Märkten? Lächerlich. Da gibt es nur ein Mittel: Einen ausgeglichenen Staatshaushalt samt Abbau der überbordenden Staatsverschuldung.
Die Party ist vorbei, seit "die Märkte" (also die Privatanleger) kapiert haben, dass die Staaten nicht zu einer Rückzahlung gewillt sind und Teile des Investments in der staatlichen Umverteilungsmaschinerie verloren gegangen sind.

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Rainer Unsinn 27.10.2011, 19:03
149.

Zitat von sysop
Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!
Was Steinbrück alles sagen und tun könnte ist gut und schön. Aber er sagt es nicht, weil er nicht vorhat etwas zu ändern.

Mir ist ein Satz vor allem im Gedächtnis geblieben in letzer Zeit: Wir müssen es vermeiden bei den Menschen zu hohe Erwartungen zu wecken.

Wir sind noch weit davon entfernt das die Finanzindustrie das alles so erkennt Augstein sich das wünscht und freiwillig reagiert, sich zurücknimmt, bestimmte Praktiken ändert ect.

Dieses System wird entweder scheitern, bankrott gehen und DANN!!! von etwas Neuem ersetzt werden. Vielleicht wird es auch diese Krise meistern und überleben ohne sich viel zu bewegen. Das wird man sehen.

Ich finde auch die Medien und der liebe Herr Augstein sollten vermeiden bei uns zu hohe Erwartungen zu wecken. Das wir Morgen aufwachen und plötzlich ist alles Friede, Freude, Eierkuchen wie in den 70ern weil die Reichen plötzlich einsehen das sie böse waren, wird definitiv nicht passieren.

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