Forum: Politik
Europas Schuldenkrise: Aufräumarbeiten im Finanz-Fukushima

Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!

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ralphofffm 27.10.2011, 19:29
160. Rettungschirm

Hier werden nur die "Reichen" gerettet... Die aber so klug waren ein System zu fördern von dem alle abhängig sind.

DieZinsen auf Staatsanleihen die die Reichen halten sind eigentlich die Steurn die sie zu zahlen hätten.

Da aber in unserer Korruptokratie immer fleissig die da oben sich gegenseitig schmieren , wird es niemals passieren das ein grechtes Steuersystem eingeführt wird.

Lieber wird das Märchen vom"Selfmademillionär " gepflegt. Ich möchte mal sehen wie z.B. ein Speditionsunternehmer gewinne macht wenn man die öffentlich organisierten und finanzierten Strassen abreisst.

Aber egal...Ich freeu mich auf den grossen Knall.. dann sind mal wieder für eine kurze Zeit alle gleich..nur die Reichen sind dann wieder gleicher...

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frankhertel1 27.10.2011, 19:31
161. Finanzkraft Nein Danke. Bei mir kommt das Geld vom Gläubiger.

"Finanz-Fukushima"- was für ein schöner Griff in die Metaphernkiste. Herzlichen Glückwunsch, Herr Augstein, Sie versuchen hier die Atomkraftgegner auch gegen die Banken und gegen den Kapitalismus zu mobilisieren. Dass Atom etwas schlechtes ist, weiß in Deutschland jeder. Tatsächlich ist die Nutzung der Atomkraft ein Irrsinn, der nicht zu beherrschen ist. Der Begriff "Finanz-Fukushima" deutet an, dass auch der Finanz-Kapitalismus wie wir ihn heute haben, ein unbehrrschbarer Irrsinn ist, von dem wir komplett die Finger lassen sollten.

Seit die Atomkraftwerke zu siebt geschlossen sind, importiert Deutschland viel mehr Strom aus anderen Ländern. Wenn wir vom Finanz-Kapitalismus die Finger lassen, wenn wir die "Finanz-Meiler" in Frankfurt schließen, importieren wir wahrscheinlich Geld aus anderen Ländern. Das heißt, wir würden Schulden machen. Das fänden Sie wahrscheinlich gut, denn Sie sagen ja, dass es gar keine Schuldenkrise ist, die wir haben. Das heißt, wir haben Ihrer Ansicht nach noch gar nicht genug Schulden gemacht.

Nach dieser Logik hat Griechenland lange Zeit gelebt. Seien wir froh, dass es in Deutschland diese Logik nur in der Linkspartei gibt. Aber trotzdem, Ihre Texte sind inspirierend und bereichern wirklich die Arbeitswoche.

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Lars_Porsenna 27.10.2011, 19:32
162. Grandioser Plan!

Das ist wirklich genial. Die verschiedenen Bonzen und Drohnen aus Banken und Politik stellen einander einfach immer wieder gegenseitig Schecks aus:

"Das ist Plan A, Plan B, Plan C...
...so, das ist Plan Z, wenn das nicht funktioniert, sind wir praktisch am Ende!"

Wir müssen diese ganzen Typen endlich loswerden, bevor alles in die Luft fliegt.

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klaus meucht 27.10.2011, 19:34
163. Die Mittelschicht wird am meisten belastet

Zitat von threadwatcher
Wer mehr hat, der gibt auch mehr aus und zahlt somit mehr Umsatzsteuer.... kapiert??
In absoluten Zahlen ja, in relativen Zahlen nein. Wer weniger hat gibt i.a. mehr von seinem Einkommen aus.

Der Geringverdiener profitiert natürlich vom Staat, was auch in Ordnung ist. Die Mittelschicht wird aber relativ bezogen auf das Einkommen deutlich stärker belastet als die Oberschicht.

Das liegt an den Beitragsbemessungsgrenzen und an der Tatsache dass bei Reichen das Kapitaleinkommen meist deutlich höher ist als das Arbeitseinkommen. Und Kapitaleinkommen wird mit 25% besteuert während Arbeitseinkommen für einen Facharbeiter deutlich über 40% belastet wird.

Die grösste Umverteilungsmaschine ist in meinen Augen aber nicht der Staat sondern die Finanzwirtschaft. Wie hoch der Zinzanteil bei gekauften Produkten ist, ist allerdings schwer einzuschätzen.

Wer das Glück hat viel Geld zu besitzen, kann reicher zu werden ohne einen Deut zu arbeiten. Die Mittelschicht rackert sich ab und kann froh sein wenigstens das Niveau halten zu können. Viele werden ärmer trotz Vollzeitjob.

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Lars_Porsenna 27.10.2011, 19:36
164. Grandioser Plan!

Das ist wirklich genial. Die verschiedenen Bonzen und Drohnen aus Banken und Politik stellen einander einfach immer wieder gegenseitig Schecks aus:

"Das ist Plan A, Plan B, Plan C...
...so, das ist Plan Z, wenn das nicht funktioniert, sind wir praktisch am Ende!"

Wir müssen diese ganzen Typen endlich loswerden, bevor alles in die Luft fliegt.

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naabaya 27.10.2011, 19:38
165. Frage

Zitat von PZF85J
Augstein ist der Familienvertreter (so um die 24,5%) beim Spiegel-Verlag. In dieser Eigenschaft dulded er wohl das hier: "Einen Hauch von Prospektglück (...) vermittelt das neue, (...) des "Spiegel"-Verlags in der Hamburger Hafencity. Die neue Epoche für das Nachrichtenmagazin beginnt mit Sachlichkeit und klaren Linien. Nur vierzig Mitarbeiter von Spiegel-TV landen nicht im Glasbüro, sondern auf der Straße." Was so nach aussen kommuniziert wird: ""Das ist das normale Leben", kommentiert Geschäftsführer Ove Saffe den Vorgang in aller Kühle." Nachzulesen in der . Ich finde das nett: Augstein = Kapitalist im Spiegel-Verlag, Sozialist beim Freitag.
Soll Augstein vielleicht seine Anteile an irgendwelche Neoliberale veräußern? Seien wir doch froh. dass es noch Leute mit Einfluss gibt die etwas zu sagen haben.

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weltoffener_realist 27.10.2011, 19:39
166. Bitte bedenken

Das nützt aber auch nichts, wenn andere Blasen platzen wie 2008 und der Staat tief in die Tasche greifen muß, um die Banken zu retten, die zu große Risiken eingegangen sind, weil sonst ein Domino-Banken-Tsunami drohen würde. Die Staaten werden in Zukunft Gewinne erwirtschaften müssen, um weiter Banken retten zu können. Da das die Realwirtschaft bremsen wird, wird es auch einen geringeren Lebensstandard für die Masse der Bevölkerung bedeuten. Eine neue Sozialpolitik für Banken.

Jolly65 Auf den ersten Blick haben Sie recht, aber bedenken Sie bitte: Dass die europäischen und andere Staaten jedes Jahr aufs Neue ein Defizit ausweisen, reicht erstens weit länger zurück als 2008. Zweitens haben sich gerade in Deutschland staatliche Banken in erheblichem Umfang auf "den Märkten" getummelt und in 2008 zu den Defiziten überproportional beigetragen. Drittens wurden private Banken bis vor kurzem noch von höchster politischer Stelle dazu gedrängt, weitere Staatsanleihen hoch verschuldeter Länder zu kaufen und diese so zu stabilisieren. Ein paar Tage später hat sich der politische Wind wieder gedreht und die Inhaber von Staatsanleihen stehen vor der Enteignung. Ein solches Spiel gelingt nur einmal in hundert Jahren, erst dann ist es wieder vergessen.

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Jolly65 27.10.2011, 19:39
167.

Zitat von steuerlotse
Es ist pure Heuchelei zu behaupten, durch die Rettungspakete würde die "da oben" (besonders die bösen Banken) gerettet.
Also was die Banken angeht, finde ich schon, daß sie von ihrer Rettung profitieren. Und bei einer Pleite würden vor allem jene viel verlieren, die dort hohe Einlagen haben, das sind eher nicht die kleinen Leute. Die wären durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Zitat von steuerlotse
würde man alle banken pleite gehen lassen, dann würde es am härstet die "leute da unten" treffen, die plötzlich gar kein geld mehr hätten. bankenrettung ist schutz der kleinen leute....
Wie gesagt, das stimmt nicht. Und wenn es so wäre, dann sollte man einen Fonds für zukünftige Bankenrettungen einrichten, in den in erster Linie Geringverdiener einzahlen müssen. Daß das politisch durchsetzbar wäre, bezweifle ich aber, weil sie mit ihrer Meinung bestimmt ziemlich alleine stünden.

Jolly65

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Lichtgestalt1503 27.10.2011, 19:42
168.

Zitat von sysop
Überfordert und erschöpft mühen sich die Politiker ein weiteres Mal, den maroden Reaktor des Kapitalismus zu retten. Dabei lautet die einzige Lehre aus dieser Kernschmelze: Abschalten! Schützt die Staaten endlich vor den Märkten!
Ach den Herrn Augstein mag ich gerne.
Seine Beiträge haben verlässlich immer den gleichen Inhalt - wie die Abfolge der Jahreszeiten. In der heutigen Zeit hat Konstanz so etwas beruhigendes und fast schon einschläferndes. Die einzig richtige Partei sind die Linken, alle anderen sind bös. Die SPD hat einen Sonderstatus: eigentlich gut, haben aber vor nunmehr fast 100Jahren den Pfad der Tugend verlassen: den Klassenkampf. Und Merkel ist Anfang und Ende auf seiner persöhnlichen Achse des Bösen. Wenn er doch nur einmal ein Beispiel für eine dauerhaft sozialistisch Politik nennen könnte die funktioniert hätte, oder unter denen es den Menschen gut gegangen wäre...

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Lars_Porsenna 27.10.2011, 19:44
169. Freier Markt = freier Mensch?

Zitat von ruediger32
Ich sehe den von Ihnen zitierten Satz als Kampfansage an die Menschheit. Was ist denn der Markt? Freie Menschen bilden den Markt. Wer glaubt, etwas vor dem Markt schützen zu müssen, hat etwas gegen freie Menschen und ihren Entscheidungen.
Das ist wohl ohne Übertreibung das krasseste Beispiel für Betonkopf-Ideologie, das mir hier bisher untergekommen ist. Und solche Markt-Radikalinskis lässt man teilweise an den Universitäten junge Menschen indoktrinieren. Kein Wunder, dass in Parteien wie Wirtchaft nur noch Antisozialität gefragt ist und jenseits der neoliberalen Ideologie, in der alles "Sachzwang" ist, überhaupt nicht mehr gedacht werden KANN.

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