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Europawahl 2019: EU-Parlamentarier stellen sich gegen Macron
TESSIER/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Frankreichs Präsident will Europa umkrempeln - und sorgt nun in Brüssel für Irritation. Denn offenbar sträubt sich Emmanuel Macron dagegen, bei der nächsten Europawahl wieder Spitzenkandidaten antreten zu lassen.

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sail118 12.02.2018, 17:05
1. Solange

das EP de facto kaum etwas zu sagen hat, geht die "Spitzenkandidatenfrage" an dem Wesentlichen komplett vorbei. Ausserdem wird die Suche nach einem solchen Kandidaten die nationalistischen Argumente (Nord gegen Süd, Klein gegen Groß, Eurostaat gegen Nichteurostaat usw) nur verstärken, was zu einem Rennen um die kleinsten gemeinsamen Nenner oder gar keinem Ergebnis führen wird.
Alles nur grauslig.

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eriatlov 12.02.2018, 17:14
2. Napron

will Europa nach seinem Gusto umkrempeln. Aber nich alle wollen nach seiner Pfeife tanzen, denn die Europäer haben nicht vergessen, wie es sich unter der französischen Grandeur lebt.

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wi_hartmann@t-online.de 12.02.2018, 17:30
3. Macron zur Europawahl

Es versteht sich von selbst, daß der Macron fähige Kandidaten
für Frankreich braucht.
Bisher war es doch immer so, daß die Mitgliedsstaaten Kandidaten
zum Ausklang ihres politischen Lebens zum gut dotierten Dasein
nach Straßburg/Brüssel schickten.
Die niedrige Wahlbeteiligung der EU-Bürger bestätigte diese
Verfahrensweise. Diese Einschätzung wurde aktuell nochmals
in Sachen Schulz innerhalb der SPD bestätigt.

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allenicksschonweg 12.02.2018, 17:47
4. Macron...

scheint weit weniger der ach so große Reformer zu sein der Europa voranbringen will, sondern vielmehr jemand, der sich, seiner Partei/Bewegung und ggf. auch seinem Land zu Lasten anderer einen Vorteil verschaffen will. Frankreichs Schulden: sollen andere bezahlen. Die Gestaltung des EP: soll nach seinen Wünschen erfolgen. Geichzeitig bleibt er wichtige Reformen im eigenen Land bislang schuldig, da sie entweder noch gar nicht umgesetzt wurden, oder im Ansatz steckengeblieben sind. Wer so handelt ist kein Reformer, sondern schlicht und einfach ein Egoist!

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kladderadatsch 12.02.2018, 18:11
5. Europa braucht keinen Juncker, sondern einen Delors

Die EU und der Euro stecken in ihrer tiefsten Krise seit Gründung. Der erste Mitgliedsstaat ist gerade dabei wieder auszutreten und der Euro entwickelt sich zur fragilen Umverteilungsmaschine. Die östlichen Mitgliedsstaaten werden spätestens austreten, wenn Dublin II umgesetzt wird und was macht Juncker. Noch mehr Öl ins Feuergeißen, indem er noch mehr zentrale Macht und Geld für sich und Umverteilung für andere möchte. Mit seiner berechnenden ausspielenden Koalitionspolitik fährt er Europa gegen die Wand.

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corny2 12.02.2018, 18:21
6. Richtige Entscheidung von Macron!

Die Entscheidung von Macron ist richtig! Jetzt hat er endlich mal den ganzen ranghohen EU-Politikern gezeigt, dass er die EU wirklich verändern will!
1. Darf es bisher keine europäischen (d.h. europaweiten) Parteien und Kandidaten geben.
2. Hat das EU-Parlament sehr wenig (kein Initiativrecht für Gesetze) und die EU-Kommission (gebildet aus den Regierungs-Chefs der Länder) sehr viel Macht. Die EU kann man deshalb nur verändern, wenn man in der Kommission Macht bekommt - diese Macht hat er bereits als Regierungschef von Frankreich.
3. Gilt im EU-Parlament nicht die Wahlgleichheit (one (wo)man, one vote), d.h. eine Wahlstimme aus Malta ist mehr Wert als eine Wahlstimme aus Deutschland.

Wer ein fragwürdiges politisches System verändern will, darf nicht mit dem System selbst an die Macht kommen und darf nicht selbst die fragwürdigen Werkzeuge des Systems nutzen - damit verliert man nur die Glaubwürdigkeit!

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BettyB. 12.02.2018, 18:51
7. Scheingefecht?

Macron weiß natürlich, dass unsere Amitesse Merkel kein starkes Europa wollte, und er kann davon ausgehen, dass sie es trotz Trump auch wahrscheinlich immer noch nicht will. Somit verbietet sich für ihn, der Europa in Abstimmung (oder eher Verführung?) der Deutschen die EU ausbauen will, die Kanzlerin zu reizen. Tusk sollte deshalb vielleicht lieber mit Merkel sprechen und dieses in aller Öfentlichkeit, denn sich offen für ein parlamentarisch geschwächten Europa zu erklären, wird ihr wohl doch zu riskant sein.

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winello 12.02.2018, 18:56
8. Vorbild DeGaulle

Macron outete sich eindeutig als er DeGaulle als eines seiner "Vorbilder" bezeichnete. DeGaulle's Maxime war immer "La France d'abord" was er bei Gelegenheit mit seinem Leitspruch ausdrückte "Ein Land hat keine Freunde, es hat Interessen"! Voilà!

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kaltmamsell 12.02.2018, 18:58
9. Absolut überfällig

ist ein Spiegel-Titel zum Thema europäische Volkspartei. Wir wählen die hier nicht, wir kennen die hier nicht. Und sie ist groß und einflussreich. Informiert uns mal endlich über die Brüssel-Spiele und -Scharaden, für die wir hier bezahlen. Zur Titelfigur dieses Beitrags: Macron ist als Individuum sicher ein sehr begabter Mensch. Wer stand Spalier auf seinem Weg zur politischen Weltöffentlichkeit? Freude, schöner Götterfunken, es gibt Banken, die diese Melodie ganz dezent mitsummen können.

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