Forum: Politik
Europawahl: Die Sozialdemokraten wollen wieder träumen - aber wovon?
KIKO HUESCA/EPA-EFE/REX

Beim Europawahl-Kongress in Madrid geben sich die Sozialdemokraten demonstrativ gut gelaunt - doch ihre Verunsicherung ist spürbar. Der Parteienfamilie ist der Mythos abhandengekommen.

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thequickeningishappening 24.02.2019, 06:49
30. Die SPD reformiert sich

Angst ums Ueberleben setzt Resourcen frei Die zu spät kommen. SPD: schaut's nach Frankreich!

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saarlaender 24.02.2019, 09:14
31. Mehr Steuergerechtigkeit ?

Ein SPD-Finanzminister hat z.B. die pauschale Besteuerung (25%) auf Einkünften aus Kapitalanlagen eingeführt. Wenn die Sozialdemokraten nun mehr Gerechtigkeit fordern, haben sie, zumindest bei mir, ein Glaubwürdigkeitsproblem. Altes Beipiel: 19% Mehrwertsteuer auf Babywindeln, 7% auf Rennpferde. Und die SPD war in den letzten 20 Jahren 16 Jahre an der Regierung beteiligt. ...

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0Kugelfang0 24.02.2019, 10:08
33. Sozialdemokraten? Wo?

hier haben die sich in den letzten 20 Jahren kaum sehen lassen! Immer schön unter dem Unions-Radar als Mitläufer hat man sie kaum war genommen, nur bei den Diäten Erhöhungen, da sahen wir ihre Hände in der Luft!

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emil7685 24.02.2019, 10:09
34.

Zitat von kuac
Sie selbst haben ja gar keine Argumente präsentiert.
Wieso sollte er denn auch?
Die Parteien wollen doch gewählt werden und nicht Forist "beggar".

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Leser161 24.02.2019, 10:22
35. Mythos abhandegekommen?

Das klingt als wenn man den Mythos verlegt hätte. Was ja schon schlimm genug wäre wenn man seinen eminent wichtigen "Markenkern" verlegt hätte. Aber eigentlich ist der Mythos nicht abhandengekommen. Blair und Schröder haben den Mythos halt verkauft. Typisch Politiker. Nach der Legislaturperiode die Sintflut. Schade das man solche Leute nicht in die Verantwortung nehmen kann.

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demokrat2 24.02.2019, 10:23
36. Sozialdemoktazen im Aufwind ......

.... auch das hätte die Head-Line dieses Artikels durchaus sein können; aber sie soll es nicht. Dabei geht es bei der EVP zur Zeit viel brisanter zu. Spitzenkandidat Weber versucht verzweifelt den Antieuropäer Victor Orban, dessen Partei immer noch Mitglied in der EVP ist, seinen Wählern zu verheimlichen. Der Rauswurf Orbams wird von den Konservativen auch in Deutschland nur halbherzig gefordert. Die CDU/CSU fürchtet, dass Weber die Stimmen der Fidez-Parteimitglieder verliert und deshalb Juncker nicht beerben könnte. Der Widerstand gegen Orban - Kramp-Karrenbauer hat ihn wohl aufgefordert seine politische Richtung der EVP anzupassen und mit Rauswurf gedroht, aber es ist offensichtlich, dass die CDU/CSU über die Europawahl kommen will, ohne eine Entscheidung treffen zu müssen. Orbans Verhalten wird auf diesem Wege sanktioniert. Also benutzt man das alte Muster im "Klassenkampf" zwischen Links und Rechts. Man diskreditiert die Sozialdemoktaten, indem man Aussagen einiger SEP-Kandidaten zitiert, die weniger optimistisch klingen. Diese Form der Berichterstattung schwankt zwischen Wahrheit und Gerüchten. IN Deutschlad geht es mit der SPD klar nach oben, die CDU/CSU stagniert bei 30 Prozent.

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mirage122 24.02.2019, 10:30
37. Back to the roots

Gestern wurde in der Elbphi der 100. Geburtstag von Helmut Schmidt gefeiert. Die Ansprache von Frank-Walter Steinmeier fand ich beachtenswert. Sie beinhaltete einfach alles, was ihn so bedeutend und besonders gemacht hat: gradlinig, ehrlich, anpackend mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und vor allem auch mit einer ungeheuren Ausstrahlung. Er wird in Hamburg immer noch verehrt wie ein Heiliger. Termine für die Besichtigung seines Hauses in Langenhorn waren in Sekundenschnelle ausgebucht. Das sind Eure Wurzeln, liebe SPD, warum besinnt Ihr Euch nicht darauf zurück? An die Macht klammern und sich von Frau Merkel verar.... lassen. Das war Selbstmord! Herr Timmermans allerdings macht Mut! Nur mit träumen allein ist es nicht getan.

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margei 24.02.2019, 10:51
38.

Zitat von quark2@mailinator.com
Ansonsten ... statt 1914 muß es doch 1918 heißen, oder ? Ich dachte, der Spruch bezieht sich auf die Novemberrevolution. Was ich aber wirklich nicht verstehe, ist der Verweis auf die FDP. Leider gibt es in DE keine sozialliberale Partei. Die FDP ist eigentlich am ehesten mit der AfD verwandt - unsozial, neoliberal und europakritisch. Das Original zur SPD wäre im Moment die Linke, denn die ist faktisch sozialdemokratisch und nicht sozialistisch. Ich denke immer, man könnte Teile der CDU mit der CSU zusammen zu einer konservativen Partei machen und die andere Hälfte der CDU mit der rechten Hälfte der SPD zu einer Partei der Mitte machen und dann den linken Teil der SPD mit der Linken zusammen und dann bleibt noch ein Rest für die MLPD übrig. Keine Ahnung, warum sich das nicht ordnet :-).
1914 stimmten die SPD im Parlament auch für den Krieg, sozusagent die Geburtstunde des Dauerverrates an der Sozialdemokratie. Die akutelle SPD, wenn man die Politik der letzten 20 Jahre anlegt, ist die FDP in anderen Farbgewand mit einem Hauch sozialen.

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DJ Doena 24.02.2019, 10:55
39.

Zitat von kirschlorber
Sozialvertrag. Was soll das sein? Wird dann meine von Schröder-SPD gekürzte Rente von 43% wieder auf 65% steigen? Wird Ulla-Schmidt-Zweiklassenmedizin dann abgeschafft? Ein wenig konkreter sollte es schon sein, wenn die Genossen Herzen erobern wollen.
Das Problem der Rente ist eines der Mathematik.

Sie zahlen jeden Monat 20% ihres Bruttolohns in die Rentenkasse ein.

Wenn sie am Ende 60% raus haben wollen, dann darf es maximal 1/3 der Rentenmonate geben, die sie eingezahlt haben. Wenn sie mit 17 angefangen haben zu arbeiten und mit 63 in Rente gehen, dann sind das 45 Beitragsjahre und ihre Rentenauszahlung ist mit 78 aufgebraucht.

Nun fangen aber dummerweise die wenigsten Menschen mit 17 an zu arbeiten, bei den meisten ist es mit 22-27. Und wir werden auch noch älter als 78 im Schnitt. Das nicht jeder 78 wird wird ausgeglichen durch die, die 90 werden.

Wenn sie mit 25 zu arbeiten anfangen und mit 67 in Rente gehen, sind das 42 Beitragsjahre oder 14 Rentenjahre zu 60%.

Und das auch nur bei einer lückenlosen Erwerbsbiographie und Vollzeittätigkeit.

Auch ist das ganze ein Umlagensystem. Ihre Beitragszahlungen werden nicht auf einem Konto geparkt und warten am Ende auf sie. Ihre Beitragszahlungen heute gehen an die Rentner von heute. Ihre Rentenauszahlung von morgen kommt von den Beitragszahlern von morgen.

Dummerweise bekommen zwei Erwachsene in Deutschland aber im Schnitt nur noch 1,5 Kinder.

D.h. je 200 Rentnern stehen 150 Arbeitende gegenüber (und das auch nur wenn wirklich jeder vollzeit arbeitet und nicht Hausfrau/mann, krank oder arbeitslos ist).

Und schon muss jeder Einzelne dieser zukünftigen Arbeitenden 1,33 Rentner über die Umlage finanzieren.

Als Bismarck die Rente erfunden hat, gab es Rentenauszahlungen im Schnitt für 2-3 Jahre bis die Menschen verstarben. Und es gab auch immer deutlich mehr Junge als Alte.

Der Generationenvertrag funktioniert unter den heutigen Bedingungen einfach mathematisch nicht mehr und es gibt kaum etwas, was wir wirklich dagegen tun können.

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